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  1. #1

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    Pelletkaminofen oder Scheitholzkaminofen

    Hallo,

    ich möchte mir einen Kaminofen zulegen, der unterstützend zu der vorhandenen Gasheizung fungiert. Beheizen möchte ich nur den offenen Wohnraum in dem der Kaminofen stehen wird. Eine Verbindung zu Heizkörpersystem ist nicht nötig.

    Zuerst war ich von einem guten Scheitholzkaminofen mit Wirkungsgrad ca. 85% überzeugt. Nun habe ich aber auch gesehen, daß es Pelletkaminofen gibt.

    Die Vorteile eines Pelletkaminofens sind für mich, daß diese selbst die Wärme recht genau regulieren, selbst an und ausgehen, weniger Asche produzieren, einen höheren Wirkungsgrad (ca. 90%) haben. Evtl. wäre auch ein Wasseranschluss für die Heizkörper ganz am Rande interessant, ist aber kein Muss.
    Klar gibt es auch Nachteile(anderes Flammbild, Geräschentwicklung etc), aber die bewerte ich für mich nicht als negativ.

    Der Pelletkaminofen müsste aber mit Pellets direkt am Ofen selbst im eigenen Vorratsbehälter versorgt werden. Das heißt für mich, dass ich keine losen Pellets kaufen möchte, sonder Säcke.

    Ich habe schon alles Mögliche versucht, um festzustellen, ob Pellets in Säcken viel teurer ist, als Scheitholz geliefert(möchte mir nicht viel Arbeit machen mit Holz hacken). Klar ist, dass Pellets in Säcken teurer ist.

    Hat jemand da eine Idee? Der Vergleich ist nicht einfach, da hier bei Scheitholz die Restfeuchte, Holzart etc eine Rolle spielen.

    Kann es sein, dass 15kg Säcke Pelles zu heizen teurer als Gas ist??? Dieses Ergebnis habe ich bei einem Rechenversuch gestern erhalten! Dann würden sich Pellets ja nie rechnen in Säcken.

    Danke für die Info. Ich möchte damit wirtschaftlich abschätzen, ob die Vorteile vom Pelletkaminofen und die damit verbundene Abhängigkeit zu Pellets den Mehrpreis zum Scheitholz rechtfertigen für ich.

    Danke!
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  2. Pelletkaminofen oder Scheitholzkaminofen

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  3. #2

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    Zitat Zitat von ITEric Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass 15kg Säcke Pelles zu heizen teurer als Gas ist??? Dieses Ergebnis habe ich bei einem Rechenversuch gestern erhalten! Dann würden sich Pellets ja nie rechnen in Säcken.
    Da muss man sehr genau auf die Transportkosten achten, denn diese verteuern den Preis mal locker um 20-30%.

    Pellets als Sackware kosten, je nach Region, bei Palettenabnahme ca. 210-230€/Tonne. Wird dann nur eine Kleinmenge bestellt, dann kommen ruckzuck nochmals 50,- bis 80,- € Transport hinzu.
    Man landet dann schnell bei 280,- €/Tonne.

    Das entspricht etwa 5.000kWh abzüglich Wirkungsgrad der Verbrennung und, je nach System, abzüglich weiterer Verluste.
    Unterstellen wir jetzt einmal, dass wir davon 4.000-4.500kWh in den Raum bringen, dann kostet uns das 6-7Ct./kWh.

    Beim Scheitholz wird´s komplizierter, denn da gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Nehmen wir mal an, Du lässt Dir 1 Ster gesägt, gespalten, vor die Haustür bringen. Dann kostet das vielleicht 80,- €. Transport ist gering denn Lieferanten finden sich fast überall (somit kurze Transportwege).

    Und jetzt wird´s noch komplizierter. Wieviel "Energie" steckt in so einem Ster Holz? Da spielen, neben der Holzart, auch die Restfeuchte eine Rolle. Als Faustformel nimmt man gerne 2.000kWh/Ster, in der Praxis dürfte man wohl eher bei 1.600kWh/Ster landen.

    Die Verbrennung in einem Kaminofen verläuft meist mit einem mehr oder weniger brauchbaren Wirkungsgrad. Normen hin oder her, niemand heizt nach Norm, und man glaubt nicht, wieviel Energie dabei nutzlos in die Luft geblasen wird.

    Unterstellen wir also, dass irgendwas zwischen 1.200kWh und 1.500kWh im Raum landet, dann sind wir bei einem Preis zwischen 5Ct./kWh und 7Ct./kWh.

    Fazit: Wenn man nicht selbst Holz hat bzw. kostengünstig im Wald machen darf (kann), dann wird das Holzheizen ein ziemlich teurer Spaß.

    Achtung:
    Die o.g. Schätzungen sollen nur als grobe Richtschnur dienen. In der Praxis spiele so viele Faktoren mit rein, die kann man nicht alle berücksichtigen. Versuche Deine eigenen Berechnungen anzustellen, mit Deinen "Lieferantenpreisen".

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Vielen vielen Dank für diese hervorragende Ausführung der Kosten.

    Dies hat mich weitergebracht.

    Gehe ich also von einem Gaspreis von 6-7ct pro KWh aus, so kommen alle 3 Varianten (Gas, Holz, Pellets) fast aufs Gleich raus.
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  5. #4

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    hallo,

    so unterschiedlich kann die berechnung ausfallen, bei uns zb. bekommst du buche ofenfertig für 60€ ab 5 sterr frei haus. es giebt auch holzbriketts, akzuell hab ich ein angebot von 200€ pro palette a 1 to...

    ich würd nen scheitholzkamin aber immer vorziehen!
    das flammbild und die geräusche die ein pelletofen haben wären für mich beim gemütlichem chouchabend ein no-go

    ich mach mein holz aber selber.
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  6. #5

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    Davon gehe ich auch aus. In meinem Bekanntenkreis gibt es fast jede Art von Öfen. Wenn ich mir die Ausgaben von denen anschaue, haben am Ende der kalten Zeit jeder ungefähr gleich viel ausgegeben.

    Wie Ralf richtig sagt, da spielen eine Unmenge an Variablen mit rein. Ich war mal mit Holz einkaufen, das gabs wohl im Angebot irgendwo. Auf jeden Fall drei Sack mitgenommen. Da gibt es allein in den Säcken so große Unterschiede. Der eine Sack ist feuchter, der andere hat nur große Prügel mit drin usw. Pelletheizung soll jedoch "zukunftssicherer" sein, wenn man das so sagen kann - weil wirtschaftlicher.

    Ich denke das es letzenendes auch zum Großteil mit an der Isolierung der Wohnung / des Hauses liegt, wie hoch ein Wirkungsgrad ist.
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  7. #6

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    Wenn Du einen normalen Holzofen hast, denke ich kann mal auch mal Pellets damit verheizen. Umgekehrt eher nicht
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  8. #7

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    Hallo,

    das geht nur bedingt, hab vor kurzem mal versucht hackschnitzel in meinem scheitholzofen zu verheizen, hat zwar gebrannt aber nicht so sauber wie mit holzscheiten, genauso mit sägespänen, beim schneiden von 15 sterr holz hab ich gut 4-5 mörtelkuften späne rinde und sprassel produziert wovon ich immer vor dem holzeinlegen einen eimer drunterkippe, brennt und glimmt zwar,aber eben nicht so schön als vernünftiges holz.
    das liegt daran das die luftführung ganz anders ist- aber weg muss das zeug ja auch- aber extra kaufen-nööö!
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  9. #8
    Avatar von hessebub
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    Laienmeinung -

    Hallo!

    Ich habe ganz aktuell meinen bestehenden Öler mit einem ital. Pelletofen mit Wassertasche (15 KW davon 13 ins Wasser) unterstützt.
    Mein Öler bleibt erstmal (auch weil ich vor kurzem erst die Tanks erneuert habe). Nicht das wieder die Italiener die deutschen Pellets wegkaufen und wir Preise haben wir vor 3 - 4 Jahren.

    Ich habe noch einen Pufferspeicher mit 800 Liter dazugestellt. So kann ich sicherstellen, dass der Pelletsofen auch seine gesamte Leistung wegbekommt.

    Dies habe ich nicht alleine aus wirtschaftlichen Überlegungen getan, sondern weil ich auch ein wenig unabhängiger vom Öl sein will. Ach ja, Pellets habe ich 4 Tonnen bekommen zu 250€ zzgl. 7% MwSt. (Transport incl.).Das hier der Liter Pellets in etwa soviel kostet wie der Liter Öl ist mir klar. Aber an dem Liter Pellet hat keine Bank und kein Rohstoffspekulant einen Cent verdient (hoffe ich wenigstens). Und die Pellets sind 100% aus Good old Germany und die Wertschöpfung ist auch hier.

    Bzgl. des Feuerbildes und der Geräuschentwicklung des Ofens bin ich bislang guter Dinge, denn das Gerät, dass ich mir im Betrieb angesehen habe, war echt o.k.!

    Meine Meinung - Kauf Dir einen Pelletofen. Da musst du zwar nicht in den Wald, aber jeden Morgen 2- 3 Sack in den Vorratsbehälter schütten.

    P.S. Pelletkaminofen gibt BAFA-Förderung (1000 €) - Heizkamin nicht (nur so am Rande).
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Pellets und Der Schornstein

    Hallo,

    bitte achte darauf, ob bei dem Anschluß eines Pelletofens nicht auch eine Schornsteinsanierung fällig ist. Auf Grund des geringen Durchmessers der benötigten Rauchrohres sowei der sehr niedrigen Triple-Werte für Pelletöfen ist dies meist unumgänglich, da sonst die Gefahr einer Schornsteinversottung sehr groß ist. Dies wird leider von vielen Verkäufern verschwiegen.

    Gruß
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  12. #10

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    Vergessen

    Sorry, ich bins nochmal.

    Es geht bei der Verbindung Pellet-Schornstein nicht so sehr um den Durchmesser, sondern um die Feuteunempfindlichkeit des Schornsteins.
    Gruß
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