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Sanierungskosten nach Gewerken

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  1. #1

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    Sanierungskosten nach Gewerken

    Hallo!

    Da wir im Januar Nachwuchs erwarten, brauchen wir dringendst mehr Platz -- das ist hier in Erlangen nicht so leicht. Deshalb bin ich dabei, ein altes Wohn- und Geschäftshaus (Bj 1723) zu erwerben, um einen sanierungsbedürftigen Bereich von 150m² für meine Familie nutzbar zu machen. Grob überschlägig hatte ich mit 500€/m² Sanierungskosten gerechnet.

    Der Finanzierungsantrag wird gerade von Wüstenrot bearbeitet; diese möchten eine Kostenaufstellung nach Gewerken. Dazu habe ich mir grob folgende Tabelle aus den Fingern gesogen:


    Meine Frage ist, ob diese Zahlen (ganz grob) plausibel aussehen oder ob ich da irgendwo völlig daneben gehauen habe. Gerade die Leitungsnetze für Heizung, Wasser, Abwasser, Strom stelle ich mir eigentlich billiger vor. Für entsprechende Hinweise wäre ich dankbar.

    Viele Grüße
    Hans
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  2. Sanierungskosten nach Gewerken

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  3. #2

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    Hallo Hans,

    ganz grob - das reicht nie und nimmer. Nochmal ganz grob - auch mit dem Doppelten wird es knapp.

    Such dir einen Bauplaner der dir eine Kostenschätzung nach DIN 276 macht, rechne mind. 10% hinzu und reiche das bei deinem Kreditinstitut ein.

    Burkhard
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    und danke Burkhard für Deine Antwort. Aber mit Verlaub gesagt: Ich habe ca 90.000€ veranschlagt. Das doppelte wären 180.000€ (wir reden von einer Etagenwohnung). Der "Bauplaner" (Architekt) hat über den Daumen eine ganze Ecke weniger geschätzt als gelistet. Bei welchen Punkten wird es denn so offensichtlich teurer? Ok: Die Brennwertertüchtigung des Kamins dürfte eher 3-4000€ kosten, habe ich gerade ermittelt.

    Für konkrete Hinweise wäre ich dankbar, ich würde dem Finanzierer gerne eine plausible Tabelle schicken. Dabe geht es nicht um die Darlehenshöhe.

    Viele Grüße
    Dirk
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  5. #4

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    Wirklich alles?

    Ich kenne den Zustand des Gebäudes nicht, möchte aber noch folgende Punkte zu Bedenken geben:
    - Es tauchen keine Zimmerer- und Baumeisterarbeiten auf. Muss nicht evtl. punktuell verstärkt werden bzw. umgebaut (Balkenköpfe reparieren, etc.)?
    - Was ist mit dem Denkmalschutz - 1723? Ist das Konzept mit denen abgestimmt? Gibt es von der Seite Auflagen (nötige Voruntersuchungen, Ausführung der neuen Fenster, Leitungsführung Heizung/Elektro/etc. bei historischen Oberflächen)?

    Der pauschale Kostenansatz mit 500€/m² ist nicht hoch gegriffen im Denkmalbereich. Eine gewerkeweise Kostenschätzung durch ihren Planer müsste eher höher landen.
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  6. #5

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    Wie wäre es, sich einen Sachverständigen zu suchen, der sich das Haus mal ansieht, vor Risiken warnt, die Sie noch gar nicht sehen und viel besser als wir im Glaskugelmodus Aussagen zu Kosten machen kann.
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  7. #6

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    ...in der Tat gibt es bei sehr vielen häusern in der Erlanger Innenstadt (Altstadt) sher knackige Auflagen was den Denkmalschutz anbelangt.

    So müssen häufig -nur mal als Beispiel- alte Einscheibenfenster erhalten bleiben....man kann dann aber (raumseitig) zusätzliche Fenster heutigen Standards einbauen...

    Hier sollte VORAB unbedingt mal ein Termin auf dem Baumat (Gebbertstraße; Museumswinkel) vereinbart werden....

    Grüße

    Thomas
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die Antworten!

    @Thomas: Das Häusle steht in der Neustadt (Friedrichstraße).

    Es geht mir nur darum, ob die Tabelle insgesamt plausibel aussieht, nicht um eine konkrete Kostenschätzung.

    Für die konkrete Planung lasse ich konkrete Kostenvoranschläge der jeweiligen Handwerke anfertigen, sobald ich über die Immobilie verfüge. Es gibt da sicher billigere und teurere Varianten. Ich habe die Immobilie mit einem Fachmann besichtigt: Grobe substantielle Mängel gäbe es keine. Fenster tausche ich nur zum Innenhof, dort ist 60er Jahre-Schrott verbaut, sicher nicht erhaltenswert -- die Kastenfenster mag ich.

    Die Tabelle enthält sicherlich nicht alles. Es fehlen z.B. auch Maler+Verputzer und die Beseitigung eines konkreten Wasserschadens (hier könnte mir die Verkäuferseite evtl Forderungen gegen die Versicherung abtreten); eine Firstpfette muss verstärkt werden. Eine entsprechend konkrete Planung gibt es derzeit noch nicht. Einige der Punkte sind auch (vorerst) optional: die aktuell installierte Heizung mit Einzelöfen ist bspw. völlig in Ordnung -- es bietet sich an, viell. nur das Leitungsnetz schon einzubauen, wenn die Oberflächen ohnehin erneuert werden. Auch Wasser+Abwasser und die Bäder funktionieren -- sie könnten notfalls warten.

    Viele Grüße
    Hans
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  10. #8

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    @Thomas: Das Häusle steht in der Neustadt (Friedrichstraße).
    O.K., das heißt "Neustadt", weil die "Altstadt" um den M.-Luther-Platz herum bestand. Dennoch ist die Neustadt schon eine "Altstadt" (innerhalb der ehem. Stadtmauern). Der terminus "Altstadt" bezieht sich in diesem speziellen Fall auf die Zeit vor 1686 (Hugenotten!). Aber ein Haus von 1723 dürfte viele Auflagen haben (können). Das kann nur die fassade sein (Glück gehabt), kann sich aber bis in die Innenräume erstrecken. Ich hatte mal so einen Fall...da wollten die Bauämtler aber wissen welche Frabe unter den neueren Schichten zu Tage treten....das kann dann so richtig teuer werden. und häßlich, wenn man das erhalten muß und es gefällt so gar nicht. Daher: erstmal gucken, was da denkmalpflegerisch auf einen zukommt. Dann planen.

    Grüße

    Thomas
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