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Einstellungen der Wärmepumpe

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  1. #1

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    Einstellungen der Wärmepumpe

    Hallo Profis, vielleicht könnt ihr mir ja helfen, bzw was erklären.

    Eckdaten zu unserem Haus (Neubau)

    -Rohbau 2009 (über den Winter stehen lassen)
    -Einzug Sept. 2010
    -170 m2 Wohnfläche (20 m2 davon Wintergarten)
    -3fach Verglasung (und sehr viele Fenster)
    -36,5 cm Mauerwerk
    -noch nicht verputzt
    -Grundwasserwärmepumpe Stiebel WPW10
    -800 Liter Kombispeicher
    -Fußbodenheizung + gefliester Boden im ganzen Haus
    -Toskanahaus mit Keller

    Einstellungen der Wärmepumpe:
    Raumtemp HK1 = 20° (Tag + Nacht)
    Raumtemp HK2 = 20° (Tag + Nacht)
    Warmwassertemp = 52° (Tag + Nacht)
    (Absenktemperatur 10°)
    Heizkurve - Tagbetrieb = 0,40
    Heizkurve - Nachtbetrieb = 0,35
    Schaltzeiten für Heizkreis 1+2
    Mo-Fr 6.00 - 22.00 Uhr
    Sa-So 7.00 - 23.00 Uhr

    Was ich nicht so ganz verstehe ist die Einstellung der Heizkurve und wie verändert sich das mit der eingestellten Raumtemperatur? Hab da zwar schon gegoogelt aber irgendwie blick ich da nicht durch...

    Nochwas, momentan wird das ganze Haus geheizt (zwecks Trocknung uä), d.h. Thermostat in Bad ist voll aufgedreht und in allen anderen Räumen auf 4 (skala von 1-6) eingestellt. (zusätzlich werden noch 2 Räume im Keller beheitzt mit rund 60 m2)

    Unser Durchschnittverbrach liegt derzeit (Warmwasser+Heizung) bei rund 20 kwh. Ist der Wert ok? Oder zuviel?
    Aussentemperaturen derzeit von ca. 0 - 17 Grad (24std)

    Was noch hinzukommt, durch die vielen Fenster heizt sich Wohn/Esszimmer (ca. 47 m2) tagsüber auf rund 26-27 grad auf, also recht warm. Das Bad, also der "Ausgangspunkt" bleibt rund um die Uhr bei angenehmen 23,5 Grad.

    Danke im Voraus für Kommentare
    grüße
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  2. Einstellungen der Wärmepumpe

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  3. #2

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    Gibt´s da nicht einen Menüpunkt "Heizkurve? Keine Ahnung ob man dafür in eine Fachmannebene o.ä. wechseln muss.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann werden dort 3 Temperaturen angezeigt, die HK Temp. bei +20°C AT, 0°C AT und -20°C AT, und der Faktor x (bei Dir 0,4). Die Temperaturangaben beziehen sich bei Heizkreis 1 auf die Rücklauftemperatur. Auch für den abgesenkten Betrieb lässt sich die einstellen.

    Unterstellen wir mal, dass die 0,4 eingestellt ist, dann ergibt das bei 0°C AT eine RL Temp. von 28°C und bei -20°C AT eine RL Temp. von 36°C. Die Vorlauftemperatur ergibt sich dann mit der Spreizung.


    Was die Raumtemperatur betrifft, meinst Du damit Raumthermostate die auf die FBH wirken, oder externe Thermostate die direkt an die WP angeschlossen wurden?

    Die 20kWh pro Tag wären schon denkbar. Hängt auch vom WW Bedarf ab, und der Kombispeicher ist hier auch nicht der Brüller.

    Ach ja, die Heizzeiten finde ich persönlich etwas knackig, gerade in Verbindung mit FBH. Man sollte daran denken, dass eine FBH träge ist und nicht innerhalb 1 Stunde o.ä. den Raum auf Temperatur bringt. Das werdet Ihr spätestens dann feststellen, wenn es draussen mal richtig kalt wird. Dann braucht die FBH mehr Aufheizzeit. Deine Zeiteinstellungen wären eher für eine Radiatorenheizung geeignet.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    und ich würde die WW-Temp senken. 52° sind sehr viel, für eine WP extrem viel! Das kostet ordentlich Strom.

    Ich hab 43° eingestellt und das reicht bei uns locker (hängt natürlich vom Verbrauch etc. ab)
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  5. #4

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    hallo norbert,

    die einstellung der heizkurve errechnet dir bei einer bestimmten ausentemp und gewünschten innentemp. die vorlauftemp. d.h. je niedriger deine heizkurve ist umso kühler die vorlauftemp.

    bis auf die 3fachverglasung hat unser haus ähnlichen dämmstandard (36,5 ziegel t12 unverputzt rockt).
    wir haben ca 300m2 zu heizen und verbrauchen zur zeit etwa 25 +-5 Kwh am tag (allerdings momentan solar erwirtschaftet) und die bude ist warm.
    ich denke deine werte sind so schlecht nicht aber noch optimirungsfähig, bei einer az von 3 sind das immerhin 60Kwh.
    sicher lässt sich noch einiges optimieren- ich hab zb die FBH nur bis 19 Uhr am laufen (nachts läuft sie nur unterhalb3° außentemp und dann mit 2 grad weniger vorlauftemp.) da der estrich lange speichert passt das bei uns gut und um 11-12 uhr nachts lieg ich eh im bett- ab 5.30 läuft die fbh dann wieder. durch die aktuelle sonne ist der wohnbereich soeh von alleine warm
    und die ennergie wird lediglich im keller verballert...

    am besten du vertraust dich mit der einstellung und was welches rädchen verändert und stellst schrittweise GANZ LANGSAM zurück- wenn diene frau irgendwann sagt das es zu kalt im haus ist war es zuviel, dann letzen step zurück und gut.

    auch hydrauslischer abgleich ect ist da wichtig- nicht merh ennergie in die räume eintagen als sie brauchen.
    bei mir ist so eingestellt das ich überall 24° erreichen könnte und dann würge ich mit der err ab und hab die umwälzpumpe einen zacken zurückgestellt da ich durch ca 50% geschlossene ventiele weniger durchfluß benötige.

    aber das ist von haus bewohner und anlage sicherlich individuell einzustellen.

    auch eine evtl. verbaute warmwasserzirkulation verbrät ennergei- deshalb hab ich keine...

    viel spaß beim optimieren....
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  6. #5
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    @RB
    Ja die kann man einstellen, eben für Tag und Absenkbetrieb.
    Verstehe nur nicht was für Tag und Nacht der richtige Wert ist.
    Wenn man nach Heizkurve so googelt kommen Texte wie:
    " Raumtemperatur in der Übergangszeit zu hoch, an kalten Tagen ok: Niveau senken, Neigung erhöhen."
    Und das verstehe ich nicht...
    Die Raumthermostate sind nicht mit der WP verbunden sondern nur mit dem Verteiler.
    Was wäre denn eine gute Zeiteinstellung?

    @Uwe
    Die max. Wassertemperatur ist 52° Grad und geht bis max. 42 Grad runter bis die Pumpe wieder anläuft.
    Niedriger glaube ich nicht das ich sie einstellen sollte... Beim Baden reicht das heiße Wasser grad so...

    @Pascal82
    Die Fußbodenheizung am 19h auf Nachtbetrieb hört sich ganz vernünftig an.

    Ist es ok das das Wasser permanent auf max. 52 Grad zu halten? Lt. Heizungsbauer kostet es mehr Strom wieder hochzuheizen als so warm zu halten, aber vom Bauchgefühl her wäre in der Nacht von 23.00 - 05.00 Uhr auch ca. max48°ok ... und vielleicht sparts ja ein bißchen was.

    Hab immer noch ein verständnisproblem mit der Heizkurve.... Tag und Nacht liegt ja bei mir recht nahe zusammen. Wenn ich jetzt z.B. beide Werde um 0,1 senke, was ändert das? Oder wenn ich nur Nacht um 0,1 senke, was ist hier?
    Und in welchen Zusammenhang steht es mit der Raumtemperatur? (also an HK 1+2, nicht an Raumthermostat)
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  8. #6

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    Zitat Zitat von evanorbert Beitrag anzeigen
    @RB
    Ja die kann man einstellen, eben für Tag und Absenkbetrieb.
    Verstehe nur nicht was für Tag und Nacht der richtige Wert ist.
    Wenn man nach Heizkurve so googelt kommen Texte wie:
    " Raumtemperatur in der Übergangszeit zu hoch, an kalten Tagen ok: Niveau senken, Neigung erhöhen."
    Und das verstehe ich nicht...
    Die Raumthermostate sind nicht mit der WP verbunden sondern nur mit dem Verteiler.
    Was wäre denn eine gute Zeiteinstellung?
    Den "richtigen" Wert kann ich Dir auch nicht sagen, ich habe ja Deine Anlage nicht berechnet. Die Heizkurve ergibt sich aus der Heizlastermittlung und FBH Dimensionierung. Dann muss man höchstens noch ein bischen optimieren, weil die Praxis ja oft von den (idealen) Berechnungen abweicht.

    Wurde Deine FBH auf niedrigen VL ausgelegt, dann wäre wohl 0,3 oder gar noch weniger für den Tagbetrieb ausreichend. Ob man für den Nachtbetrieb überhaupt absenkt, das steht auf einem anderen Blatt. Das müsste man testen. Hängt auch von der Nutzung ab. Fürhaufsteher, Langschläfer, Nachtmensch oder jemand der Abends um 20:00 Uhr schon in´s Bett fällt.........Dementsprechend ergeben sich auch die Heizzeiten.

    Vergiss auch den Zusammenhang der Einstellung mit der Raumtemperatur. Ohne eine RT Regler kann man nur schätzen. Aus der o.g. Berechnung ergibt sich die Heizlast bei x°C RT und y°C AT. Diese Heizkurve wird dann bei Dir eingestellt, und dann beobachten was die Praxis macht.

    Bsp.: Ich würde die Anlage so berechnen, dass bei Auslegung (sagen wir mal -14°C AT) eine VL Temp. von 35°C ausreicht. Unterstellen wir jetzt mal, dass die Hydraulik so eingestellt wurde, dass 5K Spreizung möglich sind. Dann ergäbe das eine VL Temp. von 30°C bei -14°C AT. d.h. bei AT Änderung von 34K muss die RL Temp. von 20°C auf 30°C angehoben werden (dT = 10K).
    Das ergibt dann etwa 0,3.

    Gruß
    Ralf
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  9. #7

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    Hallo,

    wenn du die heizkurve senkst, dann senkt das die temp. deines heizkreises.
    (nur mal als beispiel, du hast 20° raumtemp. soll eingestellt und eine heizkurve von o,4 so ergiebt sich bei 0° ausentemp eine vorlauftemp von ca 28°
    gehst du jetzt runter auf eine heizkurve von 0,35 so ist die vorlauftemp. nur noch ca 26,5°)

    die heizkurve ist dazu da in verbindung mit der raumsolltemp.
    immer die richtige vorlauftemp für dein haus zu finden.

    bei aktuellen ca 10-12° ausentemp zb 26,5° (und dann 22° raumtemp)
    bei 0--5° ausentemp zb 29° (und dann 22° raumtemp)
    bei -17° ausentemp. zb 36° (und dann auch 22° raumtemp)
    das wäre dann der optimalfall!

    ich hatte anfangs da problem das es in der übergangszeit zu kalt war (also raumsoll hoch) und dann in der kalten winterzeit zu warm (also heizkurve runter) aktuell fahr ich raumsoll22° und heizkurve 0,4 und nachtabsenkungsraumsoll19° (macht ca 2° in der vorlauftemp aus)

    die nachtabsenkung deswegen weil ich tagsüber mit holz den kesel befülle und ich nicht morgens um 7 gezwungen zum anheizen sein will, und in der übergangszeit hab ich tagsüber solar, den speicher will ich nachts nicht komplett leersaugen- nicht das morgens um 7 gas anspringt und um 9 die solaranlage läuft...

    funktioniert bis jetzt ganz gut....
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