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  1. #1

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    Dämmung zwischen Kehlbalken erneuern

    Hallo,

    ich möchte in meinem BJ80 Haus die Dämmung zwischen den Kehlbalken zum Spitzboden hin erneuern.

    Aktuell sieht das so aus:

    [url=http://www.bauexpertenforum.de/vbimghost.php?do=displayimg&imgid=4757]

    Aufbau von unten:
    Rigips, Lattung, Kehlbalken/Dämmung, Spanplatten.

    Die aktuelle Dämmung ist so ca. 5cm dick und nicht sonderlich sorgfältig verlegt.

    Ich plane jetzt, diese Dämmung durch einen 200mm WLG035-Klämmfilz zu ersetzen.

    Jetzt lese ich immer wieder von Dampfbremsen / sperren. Beides ist ja nicht vorhanden. Ist das als kritisch zu betrachten?

    cu,
    Ben
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  2. Dämmung zwischen Kehlbalken erneuern

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ja, da die (dauerhafte!) Luftdichtheitsebene fehlt.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Die GK-Platten kann ich nicht entfernen. Gibt es dennoch eine Möglichkeit, zwischen die Kehlbalken eine vernünftige Dämmung einzubringen?

    Ich frage mich ja, warum in vielen Renovierungstips immer drinsteht, man solle doch einfach 20cm Filzbahnen auf den vorhandenen Dachboden legen, damit die Dämmung verbessert wird (gerade noch in einer Bauhaus-Broschüre gelesen).

    Besteht hier nicht nicht das selbe Problem?

    cu,
    Ben
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  5. #4

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    Zitat Zitat von BigBen4711 Beitrag anzeigen

    ... Gibt es dennoch eine Möglichkeit, zwischen die Kehlbalken eine vernünftige Dämmung einzubringen?

    Eine vernünftige Dämmung lässt sich jederzeit einbringen ... leider lässt sie sich jedoch kaum vernünftig einbringen ...

    Ich frage mich ja, warum in vielen Renovierungstips immer drinsteht, man solle doch einfach 20cm Filzbahnen auf den vorhandenen Dachboden legen ...

    Damit auch die Gutachter, Rechtsanwälte, Richter u.v.a gut leben können?

    Besteht hier nicht ... das selbe Problem?

    Ja
    Solche energetischen Sanierungen sollten vernünftig geplant werden.

    Wilder Aktionismus bringt hier leider nichts.
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  6. #5
    Themenstarter

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    "Vernünftig geplant werden" ... Eben deshalb frage ich ja.

    Also noch mal (zaubern können die "Planer" auch nicht):

    Welche Möglichkeit besteht zur "vernünftigen energetischen Sanierung", wenn in meiner Konstellation die GKP nicht runter kommen?

    Ich will hier keine fertige durchgeplante Lösung, sondern einfach einen technischen Tip/Anregung, wie man mit solchen Gegebenheiten umgeht (ich bin da sicherlich nicht der erste und letzte der vor diesem Problem steht).

    cu,
    Ben
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  7. #6

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    Zitat Zitat von BigBen4711 Beitrag anzeigen

    Ich will hier keine fertige durchgeplante Lösung ...
    Die wirdt Du auch nicht für Lau kriegen.

    Zitat Zitat von BigBen4711 Beitrag anzeigen

    ... sondern einfach einen technischen Tip/Anregung, wie man mit solchen Gegebenheiten umgeht.
    Die Suchfunktion in diesem Forum liefert z.B. unter "Luftdichtheitsebene" doch schon einiges dazu ...

    Zitat Zitat von BigBen4711 Beitrag anzeigen

    ... ich bin da sicherlich nicht der erste und letzte der vor diesem Problem steht ...
    Stimmt.

    Gewiss halten sich die deutschen Entwurfsverfasser allgemein noch immer vornehm zurück, wenn es um die in DIN 4108, Teil 7 empfohlenen Luftdichtheitskonzepte, Planung kritischer Details -wie z.B. Anschlüsse und Durchdringungen-, detaillierte Erstellung von Leistungsverzeichnissen -inkl. Leckageprüfungen-, qualifizierte Bauablaufplanung - auch im Hinblick auf die Gewerkeabfolge-, umfassende Hinweise bzw. Einweisungen aller Bauausführenden usw. geht und überlassen diese Probleme ganz locker den "Monteuren" vor Ort.

    Die Top-Ausrede:
    Der Bauherr will diese "Sonderleistungen" nicht, weil sie "Zusatz"-Kosten verursachen ...

    An 2. Stelle:
    Für diesbzgl. fehlende oder unzureichende Planungsunterlagen wurden bisher auch noch nie Bedenken angemeldet ... und ... Planungshaftung durch den Fachbetrieb? ... sollen sie doch haften!

    Alle Arbeiten an wärmetauschende Gebäudehüllen tangieren öffentliches Baurecht. Die in den Bundesländern als Untersetzung der jeweiligen Landesbauordnungen bekannt gemachten Listen der Technischen Baubestimmungen beinhalten auch bauordnungsrechtlich eingeführte Normen zur Luftdichtheit. Man sollte respektieren, dass es dafür kein Wahlrecht gibt.

    Für die Suche nach Luftdichtheits-Fachleuten könnte diese Seite hilfreich sein.

    @ben
    Die für Deine Region zuständige Landesbauordnung regelt Deine Pflichten als Bauherr für die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften. Wenn Du meinst, dass Du die hierzu erforderliche Sachkenntnis, Erfahrung und Zuverlässigkeit mit einigen Tipps aus einem Internet-Forum erschlagen kannst, ist das Deine Sache.

    Die in diesem Forum mitschreibenden Fachleute werden Deine Eingangsfrage kaum für Dich zufriedenstellend beantworten wollen und können. Dazu wären alle örtlichen Rahmenbedingungen umfassend und exakt abzuklären. Dies kann das Forum leider nicht leisten.

    Mit freundlichem Sonntagsgruß aus Erfurt

    Klaus-Peter Stieler
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  8. #7

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    Zitat Zitat von BigBen4711 Beitrag anzeigen
    Aufbau von unten:
    Rigips, Lattung, Kehlbalken/Dämmung, Spanplatten.
    ich habe zuhause einen ähnlichen aufbau, nur dass die GKP noch mit 1,5 cm styropor ausgestattet sind.

    einen beigerufenen architekten zufolge, kann auf eine dampfbremse oder sperre verzichtet werden, wenn der dachboden ordentlich durchlüftet würde..

    abschließend empfahl er dann noch, wenn man denn ganz auf nummer sicher gehen wollte, dass man von unten an den GK, mit silikon (!) die folie draufpappt und dann nochmal GK anbringt.
    immerhin bestand er auch darauf an den wandanschlüsse die folie auch mit silikon (!) dampfdicht anzuschließen...

    planer ist für mich dann doch was anderes... sowas hätte ich aus einem bastelforum von laien erwartet...

    (zudem konnte er die dachsparren, die im wozi als sichtbalken zu sehen waren, nicht von zierbalken unterscheiden.... )
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  9. #8

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    Mogelpackungen gibt es leider überall ...
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  10. #9
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    @jturtle:

    Endlich mal ein konstruktiver (!) Beitrag mit konkreten (!) technischen Hinweisen (!).

    Auf meiner Suche im Bereich der Altbausanierung bin ich dann auch auf spezielle Folien (z.B. Dasatop) gestossen, welche wohl genau für diesen Zweck geschaffen wurden.

    Zumindest das sieht für mich wie ein Schritt in die richtige Richtung aus.

    cu,
    Ben
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  11. #10

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    Äääääh, hier sind schon einige konstruktive Beiträge gewesen! Und bei jturtle wurde gezeigt, wie es nicht gehen sollte...

    Lass dir einen kommen der dir eine zuverlässige Planung macht...

    Alles andere ist irgendwie *zensur*
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Zitat Zitat von BigBen4711 Beitrag anzeigen
    @jturtle:

    Endlich mal ein konstruktiver (!) Beitrag mit konkreten (!) technischen Hinweisen (!).
    das "äääähhh..." von H.PF war auch mein erster gedanke...
    (auch wenn ich mich gerne mal für konstruktive beiträge loben lassen würde... )

    es kann zwar sein, dass bei ausreichender hinterlüftung tatsächlich auf eine dampfbremse/sperre verzichtet werden kann, aber das muss vom planer genaustens ausgerechnet werden!!

    ansonsten, die folie mit silikon zu verkleben ist völliger humbug... sag ich jetzt mal...
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  14. #12
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    Wenn ich das Foto im Beitrag #1 richtig deute, ist die Kehlbalkenlage ( und dann wahrscheinlich auch die darunterliegenden Dachschrägen ) mit einer alukaschierten Dämmung gedämmt. Das wäre sehr schlecht, funktioniert nämlich nicht ( wobei Ausnahmen die Regel bestätigen ).

    Die Verlegung der Dasatop über die Kehlbalken und in den leergeräumten Gefachen der Kehlbalken mag ja noch in der Fläche funktionieren. Aber wie willst Du die Dasatop an die Dampfbremse oder die Alufolie (?) an den Dachschrägen unterhalb der Kehlbalkenlage anschließen. Brauchst Du zwingend, um nicht nur die Fläche sondern auch und gerade die seitlichen Anschlüsse an die Dachschrägen luftdicht zu bekommen. Anderenfalls gibts dort in Zukunft Tauwasserausfall, Schimmel und Fäulnis.

    Den Anschluß der Dasatop an die Dampfbremse der Dachschrägen hält selbst Herr Förster von proclima für praktisch unmöglich. Kannst ihn ja mal anrufen oder Dir hierzu seine Beiträge aus 2003 in bau.de

    Stichwort: Kehlbalkenlage und Dampfbremse

    durchlesen. Also vergiß es!

    Einzige denkbare Sanierungsmöglichkeit wäre, unter der Kehlbalken und an den Dachschrägen im Dachgeschoß unter dem Spitzboden eine Dampfbremstapete

    http://www.proclima.com/co/DE/de/santa_sys_B.html

    anzubringen. Voraussetzung hierfür wäre allerdings, daß unter der Kehlbalkendecke keine Wand steht, die die Santa und damit die luftdichte Ebene unterbricht. Außerdem dürften in der Decke dann keine Leckagen durch Kabeldurchlässe usw. vorhanden sein. Außerdem darf in Zukunft kein Nagel oder sonstwas die Santa durchbohren. Gegebenenfalls wären Luftdichtmanschetten " Eisendicht " für Leitungsdurchführungen einzubauen. Obs funktioniert ?? Vielleicht probieren und mit BDT kontrollieren.

    Geht natürlich auch nur, wenn im unteren Dachgeschoß keine Holzverkleidung an der Decke ist.

    Mich wundert, daß das Dach bei dem Aufbau nicht schon länst abgesoffen ist. Schon mal an mehreren Stellen geöffnet?

    Wenn es rund 30 Jahre ohne Schaden ( ??? ) gehalten haben sollte, sollte es vielleicht besser so belassen werden.

    Sicherster Weg wäre der Rückbau des gesamten Dachgeschosses und die fachgerechte Vollsparrendämmung ( ohne alukaschierte Dämmwolle ! ) mit luftdichter Ebene auf der raumzugewandten Seite und zusätzlicher Installationseben mit Zusatzdämmung zum Schutz der Dampfbremse gegen Beschädigungen während des Ausbaus und der späteren Nutzung ( z.B. Bilderhaken usw. ).

    Klingt wahrscheinlich bitter, ist aber leider so.

    Hast aber schon gesagt, daß Du den sichersten Weg nicht gehen möchtest, weil er Dir zu teuer ist. Must Dich daher auch nicht wundern, daß es auf Deine Fragen kaum Antworten gab.
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