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  1. #1

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    Tiefgaragensanierung wegen Feuchtigkeit

    Wir haben für unsere Wohngemeinschaft eine größere Tiefgarage (15 Jahre alt) mit einer Grube für Doppelparker. Die Grube besteht aus einem betonierten Boden und darauf betonierte Wände. Wegen Rost an den Doppelparkern wurde die Grube inspiziert und an ein paar Stellen feuchte Stellen zwischen Bodenplatte und Betonwand festgestellt(Grundwasser). Die Wände der Grube sind etwa 130m lang. Die feuchte Stellen machen etwa 25m aus und liegen unter der Bodenplatte der restlichen Garage (sind also nicht von außen zugänglich). Die Hausverwaltung hat nun Angebote eingeholt für eine Sanierung, bei der Polyurethane durch Bohrlöcher hinter die Wand ins Erdreich gedrückt werden, um so die Lücken abzudichten. Kosten zwischen 25.000€ und 45.000€.
    Meine Frage: Ist es notwendig alle 130m hinterspritzen oder reicht es auch, großzügig um die feuchten Stellen anzudichten? Hier war die Aussage der Firmen , dass alles abzudichten sei, da sich das Wasser sonst nebenan durchdrückt, wo es bisher noch trocken ist. Ist die Abdichtung mit Polyurethane zu empfehlen? Wenn ja eher 1 oder 2 Komponenten? Sind die Kosten realistisch?

    Viele Grüße und Dank
    Joe
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  2. Tiefgaragensanierung wegen Feuchtigkeit

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    JamesTKirk
    Gast
    Wie schon häufig in diesem Forum beschrieben ist die Ursachenfindung und die darauf abgestimmte Instandsetzung wichtig für den Erfolg. Ist denn die TG als Weisse Wanne ausgebildet oder nicht ?? Sind entsprechend Fugenabdichtungen (z.B. Bleche oder Verpressschläuche) damals verlegt worden oder nicht ?? Wie sieht der Beton an den undichten Stellen aus (z.B. Kiesnesterbildungen) ?? Wie stark ist der Wasserdurchtritt ?? Fragen über Fragen, so sollte sich ein unabhängiger Sachverständiger das Ganze anschauen und dann entscheiden, was zu tun.
    Die Firma, die das Angebot erstellt hat, versucht, Euch natürlich die S-Klasse zu verkaufen, wo eventuell die A-Klasse ausreichen würde. Leider sind besonders in dieser Branche eine Menge schwarzer Schafe auf dem Markt (wobei ich nicht behaupten will, dass die von Euch angefragte Firma dazu gehört).
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,
    zum Bau kann ich nur soviel Infos geben, wie ich sehen kann.
    Die Garage etwa 60m lang, ist also aus mehreren Betonwandteilen gebaut. Die Fugen fühlen sich sehr hart an (kein Gummi). Die Bodenplatten sind in einem Stück gegossen. Ich habe mal ein paar Fotos von den feuchten Stellen und den Fugen gemacht. Es sieht so aus, als wäre im Bereich, wo die feuchten Stellen sind in der Betonmauer Bleche einbetoniert. Die sind aber an einigen Stellen verrostet, da die Grube keinen Auslauf hat und durch Gewitter schon mehrfach über Monate mehrere Zentimeter hoch das Wasser gestanden hat (hat keiner gesehen und keinen interessiert).

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  5. #4
    JamesTKirk
    Gast
    Dann wäre es wirklich das Beste, einen Gutachter mit ins Boot zu holen, der Euch die Schadensursache ermittelt und ein Instandsetzungskonzept erstellt. Kostet Geld, macht aber bei der Summe, die die Instandsetzung wohl kosten wird, auf jeden Fall Sinn.
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  6. #5

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    hallo

    das verfahren mit dem polyu wurde in holland entwickelt und aktiviert das angrenzende erdreich als dichtebene. wurde am reichstag in berlin zur abdichtung der baugrubensohle eingesetzt. nur die 25 -45 t € sind wohl nur die 1. abschlagszahlung.

    gruss aus de pfalz
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Die undichten Stellen sind sehr einfach abzudichten, aber ..

    ...ob deswegen die Garage dicht wird - eher fraglich.
    Lesen Sie dazu bitte meinen Beitrag bei Schriften auf meiner Homepage zum Thema Verpressungen und Schleierinjektion.
    Hier habe ich zu diesem Thema schon mehrmals geschrieben.
    Einfach bei Bromm suchen.
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  9. #7
    JamesTKirk
    Gast
    Lesen ist immer gut ... noch besser ist einen Gutachter beauftragen, der sich die Sache anschaut und ein Instandsetzungskonzept erstellt.
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