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Unterlage für Nachtspeicher, Laminat ok?

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  1. #1

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    Unterlage für Nachtspeicher, Laminat ok?

    Hallo Leute,
    in meiner neuen Wohnung, die bereits ist, möchte ich zumindest für einige Zeit auch die vorhandenen Nachtspeicher nutzen.

    Der Boden sind Holzdielen (Kiefer oder Fichte wohl), die ich bearbeiten lassen habe.

    Nun stellt sich die Frage, welche Unterlage ich für die Nachtspeichergeräte verwende um den Boden zu schützen.
    Die Anleitung der Nachtspeichergeräte sagt, dass die Materialien in nächster Umgebung eine Temperatur von bis zu 80 Grad aushalten können müssen.

    Ich habe schon sehr viel im Internet recherchiert und der Aufwand war sehr erheblch, das es kaum Postings im Zusammenhang mit Nachtspeichern gibt.

    Budget und Zeit sind wichtige Faktoren.
    Nächsten Mittwoch kommen sowohl der Elektriker zum Anschließen, als auch ein paar starke Jungs um die Geräte an ihren Aufstellort zu heben. Im Moment befinden sie sich auf so "Roll-Hunden".

    Die Nachtspeichermaße: ca. 132 cm x 24 cm (27 cm mit Abstandrahmen).

    Folgende Materialien fallen wohl raus.

    - Glas, wäre wohl das Beste gewesen, aber viel zu teuer.

    Dann bin ich auf folgende Materialien gestossen:
    -Fermacell

    Ich habe den Hersteller kontaktiert, der mir sagt, dass das Material für eine Dauerbelastung jenseits von 50 Grad nicht geeignet ist.

    - Schamotteplatten
    Dort bestehen seitens der Anbieter Zweifel, ob sie das Gewicht von 308 kg je Gerät (verteilt auf zwei runtergelassene Füsse mit einer Fläche von ca. 16 x 6 cm) aushalten.

    Kalziumsilikatplatte
    schwer in meinen Umgebung (Dortmund) zu bekommen. Lieferung dauert wahrscheinlich zu lange.


    Dann kam ein Tipp von einem Freund, der sagte ich könnte vielleicht Eternit Dachuntersichten (aus dem Dachdeckerbedarf) nehmen.

    Darauf hin habe so einen Händler kontaktiert, der mir nicht zu dem Material riet (ich habe leide vergessen warum nicht, ach ich weiss wieder: Er meinte er müsse das extra bestellen und die Lieferkosten würden in keinem Verhältnis

    stehen).
    Er empfahl mir HC-Plan Platten.
    http://www.laukien.de/main.php4?page_key=73st

    Die sind 6 mm stark. Als ich mir die vor Ort angucken wollte, konnte der zuständige Mitarbeiter mir nichts zu der Gewichtsbelastbarkeit sagen. Dazu kann ich morgen den Vertriebler kontaktieren.
    Die Platte kostet in 130 cm x 280 cm bei einer Stärke von 6mm 117 Euro. Auch nicht gerade wenig. Das Zersägen wird auch nicht einfach, ginge wohl nur mit einer Flex mit Diamant oder Steinblatt. Müsste also auch noch angeschafft werden.

    Ausserdem hätte ich dann zwei Teile unter jedem Nachtspeicher.

    Jetzt meine aktuelle Idee:

    Laminat oder Kork.
    Auf Laminat kann man doch angeblich eine Zigarette austreten, oder? Kork ist glaub ich auch kaum entflammbar, nicht?

    Was haltet ihr davon? Ein Freund hat gesagt, ich könne ja Alufolie drum wickeln?

    Wie sieht es aus mit dem sogenannten Tränenblech? Ich finde dazu nichts bezüglich Hitzebeständigkeit.

    Falls nichts gegen Laminat oder Kork spricht, würde ich das wohl machen. Billig, einfach zu bearbeiten, geht schnell.

    Wie gesagt, kommen am Mittwoch die Jungs und ich möchte den Termin nur sehr ungern verschieben, da ich die beiden Gruppen koordinieren musste terminmäßig, außerdem wird es langsam kalt.


    Ich danke ganz herzlich im voraus und entschuldige mich für die Kurzfristigkeit. Ich hatte nicht erwartet, dass sich das so schwierig gestaltet, da ich von Anfang an davon ausgegangen bin, dass das mit Fermacell klappt.
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  2. Unterlage für Nachtspeicher, Laminat ok?

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  3. #2

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    Ich hab dafür schon mehrfach Gipsfaserplatten (z.B. "Fermacell") verwendet.
    Sind leicht zu beschaffen, zu bearbeiten und billig.
    Funktioniert bisher ohne Probleme!

    Wenn überhaupt, ist nicht deren Hitzefestigkeit unzureichend, sondern die Beständigkeit gegen mechanische Beschädigung (Abstoßungen an den Kanten).

    Daher würde ich hier über die fehlende Eignungszusage des Herstellers ohne Bedenken hinwegsehen.

    Tipp:
    Auf der Unterseite der Platten eine (geringfügig kleinere) Zwischenlage ankleben (z.B. 2mm Kork oder alukaschierte geschäumte Parkettunterlage.
    Verhindert ein Brechen der Platte bei nicht völlig planen Aufstellflächen.


    Luxusalternative:
    Geeignete Natursteinplatten (z.B. Marmor) vom Steinmetz zurichten lassen.
    Ist nicht billig, aber sehr gut.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Ich hab dafür schon mehrfach Gipsfaserplatten (z.B. "Fermacell") verwendet.
    Sind leicht zu beschaffen, zu bearbeiten und billig.
    Funktioniert bisher ohne Probleme!

    Wenn überhaupt, ist nicht deren Hitzefestigkeit unzureichend, sondern die Beständigkeit gegen mechanische Beschädigung (Abstoßungen an den Kanten).
    Die Kanten kann man evtl. durch optisch passende Profile schützen. Nur so als Idee, habe ich selbst noch nicht ausprobiert.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Bei meinem Bruder stehen die Nachtspeicheröfen ganz "entspannt" auf dem (neu verlegten) Laminat.

    Auch in unserer alten Wohnung stand der Ofen auf dem Laminat auf.

    Weshalb denn nicht?! Ich wüsste nicht, wofür man da noch eine andere Unterlage bräuchte... Laminat hält die Wärme des Heizkörpers (die im übrigen auch nur in geringem Maß nach unten abgegeben wird) aus.

    Gruß
    Jochen
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  6. #5

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    Es mag ja sein, dass der Laminatboden das überlebt, aber wenn der Hersteller sagt "........" dann sollte man sich daran halten.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Danke euch für die rege Teilnahme!
    Ich habe jetzt Laminat besorgt und zugeschnitten (war halt doch am einfachsten zu besorgen). Ist wohl NK31 oder 32.
    Der eine Verkäufer in dem Laden hat berichtet, dass Sie in seiner "Jugend" Nachtspeicher permanent auf Laminat gestellt haben. Ich sollte nur auf eine bessere Qualität achten und er meinte dazu, aus Ihrem Sortiment wären das Produkte um 10,- Euro aufwärts (eben NK31 und Nk32).

    Die Stelle wo es drauf kommt ist wirklich plan.

    Morgen kommen dann die schweren Jungs und heben das drauf.
    Danke vielmals!
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  8. #7

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    Zitat Zitat von zweilinkehaende Beitrag anzeigen
    Der eine Verkäufer in dem Laden hat berichtet, dass Sie in seiner "Jugend" Nachtspeicher permanent auf Laminat gestellt haben. Ich sollte nur auf eine bessere Qualität achten und er meinte dazu, aus Ihrem Sortiment wären das Produkte um 10,- Euro aufwärts (eben NK31 und Nk32).
    Das ist Quark, typ. Verkäufergeschwätz. Aber Hauptsache er hat ein paar m2 von dem Zeug verkauft.
    Natürlich kann es funktionieren, aber dadurch wird es noch lange nicht richtig.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das ist Quark, typ. Verkäufergeschwätz. Aber Hauptsache er hat ein paar m2 von dem Zeug verkauft.
    Natürlich kann es funktionieren, aber dadurch wird es noch lange nicht richtig.

    Gruß
    Ralf
    Dann erklär doch mal bitte wie es richtig gemacht wird?
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Deepblue0310 Beitrag anzeigen
    Dann erklär doch mal bitte wie es richtig gemacht wird?
    Steht doch oben schon.

    Es gibt viele Arten von Unterlagen die man verwenden kann. Glas, Metall, Keramik, usw.

    Die Hersteller empfehlen eine temperaturfeste Unterlage weil durch die hohen Temperaturen der Nachtspeicheröfen sich die Unterlage auch schnell verfärben kann. Es geht also nicht nur um Brandgefahr.

    Gruß
    Ralf
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  12. #10

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    Zur Erläuterung:

    Solche Öfen dürfen sehr wohl direkt auf normal entflammbaren Untergründen (z.B. Holz) aufgestellt werden!
    Die erwähnte 80°C-Regel gilt hingegen für die Seitenwände und die Oberseite des Ofens (welche bauartbedingt beide deutlich wärmer werden als seine Füße).

    Es geht hier (und dem Fragesteller) NUR um den zusätzlichen Schutz des empfindlichen Untergrunds. Da ist es nämlich sehr wohl so, daß z.B. Echtholzparkett sich gerne verzieht bzw. die Stöße aufgehen, weil es partiell lange und vergleichsweise stark erhitzt wird! Diese Gefahr besteht in abgeschwächter Form sogar noch vor dem Ofen (Warmluftaustritt!).

    Insofern halte ich Laminat für eine brauchbare und preiswerte Lösung.
    Allerdings hätte es da das allerbilligste genauso getan.
    Extrem wichtig ist hier aber eine dünne weiche Zwischenlage unter dem Laminat!
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