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Flüssige Folie (z.B. Fermacell) anstatt Dampfbremse ??

Diskutiere Flüssige Folie (z.B. Fermacell) anstatt Dampfbremse ?? im Forum Trockenbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Flüssige Folie (z.B. Fermacell) anstatt Dampfbremse ??

    Hallo,

    bei meiner Doppelhaushälfte Bj. 1969 baue ich derzeit das Dachgeschoss neu aus. Ausführung als Warmdach mit 180mm Zwischensparren WLG035 + 30mm Untersparrenisolierung + Dampfbremse SD100.

    Folgendes Problem: ich habe ein offenes Treppenhaus bis ins Dachgeschoss. mit etwa 9qm Grundfläche. Die Gipskartonverkleidung im DG oberhalb der Treppe kann ich jedoch nicht gegen eine neue mit Dampfbremse austauschen (derzeit besteht keinerlei Dampfbremse und darauf liegen 280mm WLG035 Mineralwolle). Meine Überlegung war nun die bestehende GK-Verkleidung mit Flüssigfolie zu streichen um die Eindringung von Wasserdamp zu verhindern. Winddichtigkeit ist gegeben.

    Hat hier jemand bereits Erfahrung mit solch einer Lösung ?

    Leider finde ich keine angaben über den SD-Wert von Flüssigfolien (z.B. Fermacell Flüssigfolie).

    Mir ist klar dass das keine Ideallösung ist, leider sehe ich keine andere Möglichkeit.


    Danke für Eure Hilfe + Gruß.
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  2. Flüssige Folie (z.B. Fermacell) anstatt Dampfbremse ??

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  3. #2

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    darauf liegen 280mm WLG035 Mineralwolle
    bist du sicher?

    Winddichtigkeit ist gegeben.
    wie denn?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Sorry, das war von mir falsch ausgedrückt.
    Meinte die Winddichtigkeit wäre dann gegeben (GK mit sauberen Anschlüssen + Flüssigfolie).

    Aber wie steht es um die Dampfdichtigkeit der Kontruktion ?

    Nochmal zur Klarstellung, ich möchte den Flüssigfolienanstrich von unten auftragen (3fach) und anschließend mit Latexfarbe deckend streichen.


    Klingt recht abenteuerlich, sollte aber funktionieren.

    Grüße.
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  5. #4
    Avatar von operis
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    Und in die Ecken ein Dichtband???


    Operis

    (klingt wirklich recht abenteuerlich)
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  6. #5

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    Unter Modellfliegern gibts einen Schnack, der lautet:
    Gib mir genug Leistung und ich bringe einen Tisch zum Fliegen.

    Irgendwie kommt mir diese Idee auch so vor.

    Ach ja - zum my Wert:
    Die meisten dieser Dichtanstriche sind polymerdispersionsbasiert. Wenn ich andere Polymerdispersionen betrachte, sind deren sd-Werte eher klein, also im diffusionsoffenen Bereich.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    krampf.


    gscheite memebran + gscheite anschlüsse + neue gk-schale raumseits = ..

    na?

    .. = gscheite lösung.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    hat sich überschnitten
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  10. #8

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    @Schlitzohr,

    Der beschriebene Deckenaufbau des Treppenhauses ist vielleicht nicht ideal beschrieben ... , jedoch sollte man sich bzgl. der Wasserdampfdurchdringung (durch Diffusion) der Konstruktion keinen Stress machen.

    In diesem Bauteil fällt kein Tauwasser aus, solange alle in der Konstruktionsbeschreibung eventuell nicht genannten Rahmenbedingungen dies nicht begünstigen.

    Der nach EnEV geforderte U-Wert wird locker eingehalten.


    Unter Winddichtheit versteht man die Verhinderung des Durch- bzw. Unter- oder Hinterströmens der Dämmstoffebene durch kalte Außenluft.

    Ein Durchströmen des Dämmstoffes mit einer WLG von 035 ist nicht zu befürchten, wenn er fugenlos verlegt wurde. Bei fugenfreien Anschlüssen / Auflagen ist auch ein Hinter- bzw. Unterströmen kaum zu befürchten.

    Ob die nach DIN 4108 geforderten Luftdichtheit = Verhinderung von ungewolltem Luftaustausch von Innen- und Außenluft (durch Konvektion) derzeit hergestellt wurde, könnte mittels differenzdruckgestützter Leckageprüfung (z.B. im Rahmen eines Blower-Door-Tests) abgeklärt werden.

    Ungeklärt wäre dann lediglich, ob die Dauerhaftigkeit des Funktionierens der Konvektionssperre gesichert ist. Solange alle Verspachtelungen der Gipskartonebene (inkl. aller Anschlüsse und Durchdringungen) keine Rissbildungen aufweisen, ist auch dies unproblematisch.

    Allerdings würden alle Schwachstellen dann zu Wartungsfugen, solange keine andere Sanierungsmaßnahmen (wie z.B. die raumseitig zusätzliche Montage einer geeigneten Konvektionssperre + 2. Lage Gipskarton - wenn dabei keine statischen Probleme im Wege stehen) zum Tragen kommen.

    MfG aus Erfurt
    KPS
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