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Traumhaus hat Nachspeicherheizung- Finger von lassen, oder doch kaufen ?

Diskutiere Traumhaus hat Nachspeicherheizung- Finger von lassen, oder doch kaufen ? im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Traumhaus hat Nachspeicherheizung- Finger von lassen, oder doch kaufen ?

    Hallo,

    bei unserer Haussuche sind wir heute auf unser "Traumhaus" gestoßen. Alles super bis der Makler sagte das es sich um eine Nachtspeicherheizung handelt. Der Makler und der Eigentümer meinten es sei alles halb so wild. Für ein 150qm großes Haus und 3 köpfiger Familie fielen im Monat 250 .- Nk an ( Strom für die Heizung, Wasser und normaler Stromverbrauch). 3 Heizkörper müssen getauscht werden, da es noch alte sind die Asbest belastet sind. Da die Straße keinen Gasanschluss hat könnte man nur noch auf Öl umrüsten; Das ist uns aber viel zu teuer. Das Haus hat einen Kamin, mit dem man noch zusätzlich heizen könnte. Ich habe mal gehört das es heutzutage moderene Nachtspeicherheizungen gibt, die im Verbauch nicht mehr so teuer sind. Könnte man die Nachtspeicherheizung durch ein anderes Heizsystem "entlasten"? - Sprich Wärmepumpe ?

    Bin für jeden Tipp dankbar

    Gruß

    Oliver
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  2. Traumhaus hat Nachspeicherheizung- Finger von lassen, oder doch kaufen ?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von silversurferxxx Beitrag anzeigen
    Ich habe mal gehört das es heutzutage moderene Nachtspeicherheizungen gibt, die im Verbauch nicht mehr so teuer sind.
    Das ist Unfug (der aber von interessierten Kreisen gerne verbreitet wird)!
    Im Gegenteil sind die "Flächen-Teilspeicherheizungen mit Energiespar-Geheimnis" und ähnlicher Unfug, der als Ersatz angeboten wird, teurer im Verbrauch!

    Könnte man die Nachtspeicherheizung durch ein anderes Heizsystem "entlasten"? - Sprich Wärmepumpe ?
    Ja. Ob es sich finanziell lohnt, ist aber keineswegs gesagt!
    Hier wäre (da ja kein wasserführendes System vorhanden ist) ja mit überschaubarem Aufwand sowieso nur eine X/Luft-WP möglich. Die ist aber nicht unproblematisch.

    Bin für jeden Tipp dankbar
    Wenn das Haus ansonsten zusagt (und gemäß Einschätzung eines von Euch bezahlten Fachmanns in Ordnung ist!), es kaufen - sofern der Preis stimmt, natürlich.

    Viel effektiver dürfte jedoch sein - statt Geld für ein anderes oder weiteres Heizsystem auszugeben - den Wärmebedarf des Gebäudes zu senken (sprich: es nachträglich gut zu dämmen)!
    Da kann dann die Nachtspeicherheizung auch einen ihrer wesentlichen Vorteile ausspielen. Daß ihr Wirkungsgrad nämlich unabhängig von der Auslastung ist.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von silversurferxxx Beitrag anzeigen
    Für ein 150qm großes Haus und 3 köpfiger Familie fielen im Monat 250 .- Nk an ( Strom für die Heizung, Wasser und normaler Stromverbrauch).
    Das sagt leider nicht viel aus. Man müsste die Stromabrechnung schon genauer prüfen.
    Pi*Daumen gingen wohl 700,- € für Allgemeinstrom drauf, verbleiben also noch 2.300,- € für die Beheizung von 150m2 und WW. Das reisst mich nicht vom Hocker, ist aber bei einer E-Direktheizung nicht unüblich.

    Zitat Zitat von silversurferxxx Beitrag anzeigen
    Ich habe mal gehört das es heutzutage moderene Nachtspeicherheizungen gibt, die im Verbrauch nicht mehr so teuer sind.
    Voodoo, aber die Physik lässt sich nicht überlisten. Wenn die Hütte 1kWh an (Wärme)energie verliert, dann muss ich halt wieder 1kWh zuführen um die Raumtemperatur konstant zu halten. Bei einer el. Direktheizung bedeutet das eben 1kWh Strom(verbrauch). Einsparen kann man nur wenn die Raumtemperatur abgesenkt wird. Deswegen argumentieren ja beispielsweise die IR-Heizer damit, dass man die Raumtemperatur problemlos um 2K absenken könnte, bei gleichem Wohlfühlfaktor. Ich kann das nicht bestätigen und meine ganzen Tests in dieser Richtung waren eher frustrierend.

    Gerade im Moment sitze ich im Büro, die RT betrug 12,7°C als ich hier eingetroffen bin, ein IR-Heizer bringt die Rübe zum Kochen, die Füße sind kalt. Schreibtisch, Tastatur, alles kalt. Die Wände "strahlen" eine Kälte ab, das merkt man sobald ich mich vom Schreibtisch weg bewege.
    Spätestens Ende der Woche werde ich die Versuche abbrechen und wieder die große Heizung in Betrieb nehmen. Genug gelitten für die Kundschaft.

    Zitat Zitat von silversurferxxx Beitrag anzeigen
    Könnte man die Nachtspeicherheizung durch ein anderes Heizsystem "entlasten"? - Sprich Wärmepumpe ?
    Ja, aber hier sollte man den Aufwand nicht vernachlässigen. Denkbar wäre ein Kaminofen, sofern Holz zu brauchbaren Preisen zur Verfügung steht. Bei 80, -€/Ster macht das aber keinen Spaß.
    Eine Luft/Luft-WP wäre auch eine Lösung, diese erfordert aber Innenteile in den Räumen und man muss die KM Leitungen verlegen.

    Ein wasserführendes System nachzurüsten wäre auch möglich. Dann habt Ihr aber für eine bestimmte Zeit eine Baustelle in der Hütte. Es müssen Heizkörper/Gebläsekonvektoren eingebaut werden, die ganzen Rohre müssen verlegt werden, usw. usw. Dann könnte man draussen eine LWP hinstellen, oder falls das Grundstück geeignet ist, eine WP mit Flächenkollektor.
    Je nach Aufwand reden wir hier von Investitionskosten in der 20T€ Klasse.

    ABER, bevor man über die Wärmeerzeugung nachdenkt, und da bin ich wieder bei Julius, sollte man überlegen, ob man nicht zuerst die Gebäudehülle verbessert. Spekuliert man mit den o.g. Zahlen, dann kommt man auf einen jährlichen Verbrauch von 15.000-20.000kWh. Da steckt Optimierungspotenzial, zumal damit "nur" 150m2 beheizt und ein bischen WW erzeugt wird.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
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    Erstmal Danke für euren Rat. Nach einer Nacht drüber schlafen erfolgt die Ernüchterung. Ich denke das das Haus im Endeffekt zu teuer für uns ist. Da sind zum einen die (ich schätze mal 70 euro Mehr ) Heizkosten im Monat . Zudem sind noch 1 Fach isolierte Holzfenster verbaut. Das ist genau das was ich eigentlich von Anfang an nicht haben wollte.
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  6. #5

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    Ich möchte hier mal ein bischen die Angst vor dem nachträglichen Einbau einer Heizungsanlage nehmen. Wenn das Haus nicht ungüstige Raumaufteilung hat und voll unterkellert ist, ist dies solch ein großes Problem nicht.
    Die Heizungsanlage in den Keller (evtl Öltank, oder Gastank in den Garten) die Leitungen senkrecht so legen dass sie durchs ganze Haus an einer Raumecke bis ins oberstes Stockwerg gelegt werden können (später einfach abkoffern) und die Leitungen im OG für die Heizkörper in Fußleistenhöhe auf Wand montieren (später mit entsprechenden Fußleisten verkleiden) im Ug erfolgt die Verteilung alternativ im Keller. Das ganze schafft eine gute Fachfirma in zwei Tagen.

    Eins würde mich mal interessieren, hier wird immer so getan als sei Dämmen die Methode überhaupt, dabei sind die meisten Dämmarbeiten recht teuer. Eine komplette gebäudedämmung kostet je nach Hausgöße bis zu 60000 Euro. Das muß man erst einmal einsparen.

    Eine Kosten Nutzen Rechnung machen beim Dämmen interessanterweise die wenigsten. Was nützt mir das dämmen, wenn sich die Dämmungskosten in meinem Leben nicht einsparen lassen (Ähnliche Betrachtungen gelten auch für teure Wärmepumpen bzw Kollektorlösungen).

    Ich rate immer erst mal skeptisch alles selber nachrechnen. Einem Kollegen von mir hat mal ein Energieberater vorgerechnet er könne xx Liter Öl pro Jahr einsparen durch Dämmmaßnahmen, nur dumm, dass er soviel Öl gar nicht verheizt hat.
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  7. #6

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    Hallo silversurfer,

    die hütte muss passen- sonnst passts nicht!

    vollwärmeschutz kann man anbringen, ist nicht das thema,

    wenn die raumaufteilung passt kann man auch eien großteil des hauses durch einen gemauerten grundofen heizen ( so ein ofen kostet aber auch ab ca 10K€)und nur das bad elektrisch heizen.
    schlafräume heizt man (bei uns zumindes) so gut wie garnicht- da bereits offen stehende türen dafür sorgen das in den zimmern ca 19-20° sind- und das reicht zum schlafen allemal....

    also da kann man schon noch sicherlich was einspaaren.....

    aber wie schon gesagt- wenn die ganze hütte nicht passt und man gleich 3 oder 4 baustellen aufreisen muss- lieber die finger von lassen....
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  8. #7

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    Naja - in einem schlecht gedämmtem Altbau mit Ofenheizung dürfte offenstehende Türen zu unbeheizten Schlafräumen vor allem zu Kondensatausfall und damit Schimmel führen...!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Eine komplette gebäudedämmung kostet je nach Hausgöße bis zu 60000 Euro. Das muß man erst einmal einsparen.
    Das ist sehr pauschal angesetzt. Dann kann ich auch gleich schreiben "ein neues Haus kostet xxx.xxx,- €".

    Man sollte dies auch nicht nur gegen die eingesparten Energiekosten gegenrechnen, sondern bedenken, dass ein Haus irgendwann quasi unverkäuflich wird wenn es noch auf dem Stand von vor 50 Jahren ist.

    Ein normales EFH ist kein Anlagegeschäft, sondern verursacht ständig Kosten. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Man sollte dies auch nicht nur gegen die eingesparten Energiekosten gegenrechnen, sondern bedenken, dass ein Haus irgendwann quasi unverkäuflich wird wenn es noch auf dem Stand von vor 50 Jahren ist.

    Ein normales EFH ist kein Anlagegeschäft, sondern verursacht ständig Kosten. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

    Gruß
    Ralf
    Das ist schon klar, nur manche machen sich halt nicht klar, dass auch Dämmung gegengerechnet werden muß. Man muß sich vor allem vors Auge führen, dass die Wärmeverluste der Außenfassade nur je nach Wandaufbau zwischen 10 und 25% liegen.

    Das größte Potential bei älteren Häusern die Wärmeverluste zu verringern liegt bei dem Austausch der Fenster bzw. Isolierscheiben. Denn alle Fenster vor BJ. 90 haben ziemlich schlechte Werte.
    Da der m2 Preis für eine Isolierglasscheibe bei ca. 60,-Euro liegt kann man das allen nur ans Herz legen, als Minimalsanierung. (Der Austausch ist in der Regel ein Kinderspiel)
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  11. #10
    Avatar von Hundertwasser
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    Ein WDVS kostet ca. 100,- € pro m² Fassadenfläche. Ein Einfamilienhaus hat um die 250 m². Wie du da auf 60.000,- € kommst ist mir ein Rätsel. Scheiben austauschen ist vielleicht billig, bringt aber aufgrund der meist relativ kleinen Fensterflächen im Altbau nur wenig.

    Übrigens, ich bewohne einen Altbau mit 145 m² Wohnfläche und heize mit Elektrospeicheröfen die in allen Schwachlastzeiten des E-Werkes aufgeladen werden. Dies in Abhängigkeit der Außentemperatur und des "Füllstandes" des Speicherofens. Meine Heizkosten betragen per Stromrechnung ca. 750,- € im Jahr, zusätzlich ca. 3 Ster Holz die wir auch noch verfeuern. Unsere Fassade wurde schon Ende der 80er Jahre mit einer Holzverkleidung versehen, dahinter 6 cm Mineralwolldämmung.

    Hier der Ostgiebel (2007)

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  12. #11

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    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Das ist schon klar, nur manche machen sich halt nicht klar, dass auch Dämmung gegengerechnet werden muß.
    Gegenrechnen mit was? Energieeinsparung, Wertverlust des Gebäudes, da kommen schnell ganz nette Sümmchen zusammen.

    Aktueller Fall, keine 30km von hier. Haus Bj. 1970, komplett über E-Heizung beheizt. Wohnfläche weiß ich jetzt nicht, die Hütte ist aber schon etwas größer. Stromkosten für die Heizung fast 5.000,- € im Jahr. Der gute Mann versucht seit 3 Jahren die Hütte zu verkaufen, Kaufpreis zwischenzeitlich die Hälfte von dem was der "Gutachter" noch vor 3 Jahren ermittelt hatte. Und es findet sich immer noch kein Käufer.
    Jetzt wird überlegt die Hütte komplett zu sanieren, egal was es kostet.

    Ich hätte auch noch ein anderes Beispiel, etwa 30km in die andere Richtung, da steht eine halbe Straße zum Verkauf, alles Häuser mit Nachtspeicher, und niemand will die Dinger haben. Auch da wurde jetzt überlegt, ob man sanieren soll, aber die Verkäufer haben nicht das Geld dazu. Ich gehe mal davon aus, dass die Hütten irgendwann für einen Appel und ein Ei weggehen. Das hatten sich die Noch-Besitzer als "Altersvorsorge" auch anders vorgestellt.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    Hallo Oliver,

    ich würde die Entscheidung nicht an der Heizung festmachen. Die Summe der
    nötigen Maßnahmen machts aus. Wenn Ihr z.B. auch den Strom neu machen
    wollt/müßt, weil kein FI vorhanden ist, die Fenster neu gemacht werden müssen,
    das Bad nicht mehr akzeptabel ist, das Dach nur alibimäßig gedämmt ist und
    man es da im Sommer nicht drunter aushält usw. dann kommts auf ein paar
    Leitungen wie beschrieben nicht drauf an. Der Aufwand muß halt zum Verkaufs-
    preis passen. Besitzer, die das Haus vielleicht geerbt haben und sich damit
    nicht so wirklich auseinandergesetzt haben, können da schon mal naive Vorstellungen
    haben. Wir haben für eine Besichtigung mit einem Fachmann, der den Preis und
    den Aufwand eingeschätzt hat, jeweils etwa 150 Euro bezahlt. Auch wenn es das
    erste Haus nicht wird, schärft so eine fachkundige Begleitung den eigenen Blick und
    hilft bei der weiteren Suche. Die Nachtspeicheröfen sind da vielleicht ein guter
    Aufhänger für Preisverhandlungen und schrecken nicht nur Euch ab.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Gegenrechnen mit was? Energieeinsparung, Wertverlust des Gebäudes, da kommen schnell ganz nette Sümmchen zusammen.
    Genau gerechnet mit der Energieeinsparung. Ich möchte nur die Menschen sensibilisieren, dass oft etwas vorgerechnet wird was nicht korrekt ist, das reicht von "die Kosten dafür haben sie in fünf Jahren raus". bis "sie sparen 2000 Liter Heizöl im Jahr".

    Selbst wenn man nur von 25000 Euro für eime Außenwanddämmung ausgeht, sollte man immer wissen, dass man das Geld in einem Menschenleben fast nicht über die Heizkosten einsparen kann. Ich will damit sagen, dass ist nicht die wichtigste Baumaßnahme und schon mal nicht die günstigste Methode Geld zu sparen. Wie von einigen hier ja immer wieder niedergebetet.

    Mir geht es nur um solche Sätze wie "Viel effektiver dürfte jedoch sein - statt Geld für ein anderes oder weiteres Heizsystem auszugeben - den Wärmebedarf des Gebäudes zu senken (sprich: es nachträglich gut zu dämmen)" auf den Keks, weil einfach falsch.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Genau gerechnet mit der Energieeinsparung.
    Und das ist falsch. Ich kaufe mir auch kein neues Auto nur weil es 1 Liter weniger auf 100km verbraucht, sondern weil ich ein neues Auto möchte.
    Beim Haus ist das ähnlich. Ich investiere nicht nur weil ich ein paar Euro an Heizkosten spare, sondern weil ich damit mein Haus modernisiere.

    Betrachtet man nur die Energieeinsparung, dann müssten wir alle noch in alten Hütten wohnen, am besten mit einem Lagerfeuer in der Mitte. An dessen Energiekosten kommt kein modernes Haus auch nur annähernd ran und jede Erneuerung durch eine Heizung oder Dämmung würde sich niemals rechnen.

    Ein neuer Fernseher rechnete sich über die Stromeinsparung niemals, und wenn ich das Haus mit Kerzen beleuchte bin ich immer viel billiger als mit Glühlampen, selbst gegenüber ESL.

    Wer denkt, dass sich eine Investition in mein Haus in x Jahren allein durch Energieeinsparung rechnen muss, denkt schlichtweg falsch.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Und das ist falsch. Ich kaufe mir auch kein neues Auto nur weil es 1 Liter weniger auf 100km verbraucht, sondern weil ich ein neues Auto möchte.
    Beim Haus ist das ähnlich. Ich investiere nicht nur weil ich ein paar Euro an Heizkosten spare, sondern weil ich damit mein Haus modernisiere.


    Wer denkt, dass sich eine Investition in mein Haus in x Jahren allein durch Energieeinsparung rechnen muss, denkt schlichtweg falsch.

    Gruß
    Ralf
    Liest Du eigentlich was ich schreibe?

    Ich möchte nur darauf hinweisen, solche Investitionen nicht aus diesen Gründen der Energieeinsparung zu tätigen. Wenn einer dies macht weil er den Wert seines Hauses steigern möchte, oder fürs Gewissen oder weil er das Wohnklima verbessern will, dann soll er das tun. Aber um Himmels willen nicht wegen diesen Energiesparfuzzis.

    Trotzdem meine ich muß auch eine Modernisierung auf Sinnhaftigkeit immer überprüft werden und eine Aussage erst mal zu dämmen und weiterhin mit den Nachspeicheröfen zu fahren ist einfach Blödsinn. Erstmal ne vernünftige Heizung rein, wenns dann noch für ne Dämmung reicht ok.

    Gesamtökonomisch sind Nachspeicheröfen ne Katastrophe. Der Strom dafür muß erst mal erzeugt werden mit all seinen Ökologischen Problemen und Leitungsverlusten bzw Wirkungsgraden. Dass die Dinger überhaupt noch erlaubt sind, ist ein Witz.
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