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  1. #1

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    70 m² Aquarienhaus geplant und und viele Fragen

    Hallo Allerseits,

    ich möchte gerne im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Bau eines kleinen Gebäudes beginnen, dass primär als "Geschäftsraum" für die private Zierfischzucht dienen soll.

    Geplant ist ein komplett außenseitig gedämmtes Gebäude ca. 7 x 10 m mit 2,5-2,8 m Höhe und begrüntem Pultdach mit Lichtkuppeln. Die Bodenplatte soll natürlich unterseitig ebenfalls gedämmt sein. Als Mauerwerk ist Porenbeton angedacht. Die Dämmung soll komplett aus PU-Hartschaumplatten bestehen.
    Es sind maximal drei kleinere Fenster mit Dreifachverglasung vorgesehen und die beiden Türen sollten ebenfalls hochgedämmt sein (evtl. Kühlraumtür)
    Als Dachtragkonstruktion sind Stahl Doppel-T Träger vorgesehen, die mit einer Lattung überdeckt und anschließend abgeschalt werden. Darauf kommt eine Gründachabdichtung mit gewebeverstärkter PVC Dichtungsbahn.

    Meine Hauptsorge ist nun jedoch, wie ich das mögliche Feuchtigkeitsproblem umgehe, bzw. ausschließe.
    In dem Gebäude finden maximal 200 Aquarien a 1,2 x0,5 m Platz, die zwar mit Glas abgedeckt werden, so dass die Verdunstung sehr gering gehalten wird, aber durch eine konstante Temperatur von 24° C im Innenraum mittels Wandheizung gehalten wird da sicherlich einiges an Feuchtigkeit im Raum sein.

    Hat hier jemand Erfahrungen mit solchen "Extrembauwerken" (ist ja wahrscheinlich vergleichbar mit einer Schwimmhalle)?
    Ist Porenbeton überhaupt der richtige Baustoff?
    Reicht eine automatische Lüftung über die Lichtkuppeln, um die Feuchtigkeit auf ein problemloses Maß zu verringern?

    Egal was euch zu dieser baulichen Aufgabenstellung einfällt, ich würde mich über jede Meinung, Anregung oder auch Hilfestellung sehr freuen.

    Vielen Dank schon mal und einen schönen Abend.

    Ullrich
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  2. 70 m² Aquarienhaus geplant und und viele Fragen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    solch ein bauwerk muss in allen sparten durchgeplant werden. ich empfehle mit architekt, tragwerksplaner, bauphysiker, fachplanung für haustechnik anzufangen und bei erfordernis weitere fachplaner hinzuziehen, um die gewünschten parameter abzudecken. weitere fachplaner wie vermesser, bodengutachter etc. sind in erster linie nicht für das gebäudeinnere notwendig, gehören aber mit berücksichtigt.

    freundliche grüße aus berlin
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  4. #3

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    Hallo, wir, das heißt ein kleiner Club von Aquarianer, haben auch so ein Aquarienhaus. Allerding viel kleiner nur ca. 25 qm groß. Wände sind aus 24 cm Porenbeton mit 15 cm Dämmung und Putz aussendrauf. Bodenplatte mit Ringfundament und Dämmung drunter. Die hat der Statiker gerechnet, ich weiß aber noch, dass ich mich über die Dicke gewundert habe. Die ist wenn ich mich richtig entsinne 27 cm dick mit einigem an Stahl drin. Das haben wir nicht selbst gemacht. Gemauert wurde von einem Kollegen, der Maurermeister ist.
    Dach ist auch ein Pultdach, haben allerdings nur 2 elektrisch zu öffnende Dachfenster von 1x1 m ungefähr drin. Fußbodenheizung nur da wo keine Aquarien stehen. An diesen Stellen wurde auch kein Estrich gelegt. Die Unterbauten für die Becken wurden direkt auf die Bodenplatte gemauert. Dazwischen dann Styropor und Estrich, Diese Wände sind wahrscheinlich fürchterliche Wärmebücken.Für die Wände wurde Lehmputz verwendet .
    Es ist eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung installiert. Hat einer der Kollegen gemacht der Heizungsbauer ist. Die Heizung ist an die Fussbodenheizung des dabeistehenden EFH angeschlossen. An der Lüftung fallen täglich ca.20 l Wasser an.
    Zudem machen wir meist 2 mal am Tag "Durchzug". Das heißt morgens und nachmittags werden für 10 Minuten Fenster und Tür offen stehengelassen. Schimmelprobleme haben wir bisher keine, obwohl man schon eni wenig einen "tropischen" Eindruck hat, wenn man reinkommt.
    Das HAus steht seit 4 Jahren.
    Wieviel die Beckenheizung zur allgemeine Heizung beiträgt weiß ich nicht genau, ist aber wahrscheinlich eine ganze Menge, denn der Freund der daneben wohnt, hat einen Wärmemengenzähler für die Fußbodenheizung dieses GEbäudes drin und es sind nichtmal für 30 Euro im Jahr Heizung angefallen. Stromkosten sind allerdings fast 100 Euro jeden Monat. Da ist allerdings auch Licht und die Lüftungsanlage drin.
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  5. #4

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    Als Alternative zur FBH möchte ich mal eine Luft-Luft-WP in´s Spiel bringen, als Split-Klima auch zur Kühlung im Hochsommer geeignet. Sonst kann sich der hoch gedämmte Raum im Sommer ordentlich überhitzen und ich bin mir nicht sicher, ob man das nur durch die KWL in den Griff bekommt.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Hallo und vielen Dank für die bisherigen interessanten Antworten.

    @AQ127CK: Das ist ja echt ein riesiger Zufall!

    Hätte ich vielleicht die Möglichkeit, eure Bauunterlagen (Statik, Wärmenachweis, Bauantrag etc.) einzusehen?
    Wenn ich davon etwas nutzen könnte, was mir die Arbeit erleichtert, wäre das absolut genial und ich würde mich gerne erkenntlich zeigen.Schicke dir per PN mal meine Mailadresse.

    Viele Grüße
    Ullrich

    P.S. von den Lichtkuppeln bin ich aufgrind der Wärembrückenbildung schon fast wieder ab. Außerdem überlege ich, ob ich das Ganze mit Solarthermie unterstütze. Gibt es die eigentlich auch nur für den Heizungskreislauf oder muss da immer die Warmwasseraufbereitung mit dran?
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  7. #6
    planfix
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    raumtemperatur, verdunstung und wassertemp. sind voneinander abhängig. ähnlich wie bei schwimmbad. nur wirst du für die aquarien eventuell temperaturen bis 30°C benötigen.

    die idee von RB ist auf jeden fall interessant.

    eventuell kann man auch die lichtkuppeln als gewollte wärmebrücken nutzen, so dass im winter sich dort kondensat bildet (und nicht überall anders), welches gezielt abgeleitet wird.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    Außerdem überlege ich, ob ich das Ganze mit Solarthermie unterstütze. Gibt es die eigentlich auch nur für den Heizungskreislauf oder muss da immer die Warmwasseraufbereitung mit dran?
    Solarthermie erwärmt zuerst einmal Wasser, genauer gesagt ein Wassergemisch (gemischt mit Frostschutzmittel). Was Du dann mit diesem "warmen Wasser" anstellst, bleibt Dir überlassen. Du kannst es für die WW-Erzeugung verwenden oder für die Heizung, oder für beides. Alles eine Frage der Anlagenplanung.

    Aber bedenke, die Solarthermie liefert nur dann Erträge wenn auch die Sonne scheint, und dann muss man nur selten heizen.
    Überlegenswert wäre, ob man damit auch das Wasser der Aquarien auf Temperatur halten könnte. Das würde Stromkosten für die el. Heizung sparen.

    Man könnte auch überlegen, ob man PV Module auf´s Dach setzt und anstatt Strom einzuspeisen, diesen für die el. Heizung einzusetzen. Ob sich das rechnet? Da müsste man einmal mit den Zahlen jonglieren.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Themenstarter

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    @ R.B. kannst du mal kurz die Abkürzungen FBH und KWL erklären? Stehe gerade gedanklich auf dem Schlauch.

    @Eigentlich ist vorgesehen, weitestgehend auf elektrische Aquarienheizung zu verzichten und statt dessen die Raumtemperatur auf 24°C zu halten. Deshalb auch die Solarthermie.
    Für spezielle Arten oder zum Zuchtansatz kann man dann immer noch elektrische Heizer verwenden.

    Aus der bisherigen Erfahrung mache ich mir bzgl des Sommers keine Sorgen. Begrünte Dächer verhindern das Aufheizen eigentlich sehr effektiv und da keine großen Fensterflächen geplant sind, kann sich da auch nicht viel aufheizen.

    Schaltet die Solarthermie ab einer bestimmten Temperatur eigentlich ab oder sollte ich doch lieber eine zusätzliche Leitung für das Brauchwasser verlegen?
    Eigentlich möchte ich aber gerne, das die Wärme möglichst voll in die Heizung geht zumindest bis 26°C.

    Würdet Ihr eine eigene Heizung für das Gebäude empfehlen oder kann man das sinnvoll an die bestehende Brennwertheizung anschließen?
    Bräuchte ja wegen gewerblicher Nutzung am besten einen separaten Gaszähler, wenn es so etws gibt.
    Würdet ihr etwas anderes als Gas bevorzugen, wenn es um die Wandheizung geht? Ich befürchte, dass mit Öfen etc. die Temperatur schwer konstant zu halten sein wird, da ich tagsüber nicht da bin.

    Viele Grüße
    Ullrich
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  10. #9

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    hallo ulrich,

    planst du jedes becken seperat zu filtern? oder zentralfilter über einzelne blöcke?
    so könnte man mit edelstahlwellrohr (zu einer spindel gebogen giebt das super wärmetauscher) in den klarwasserkammern der filterbecken
    das wasser über die zentralheizung beheizen. so kannst du dann durch einfaches drehen am RTL-ventiel mit fernfühler den block (zb 10 becken) aufs halbe grad genau einstellen.
    in den meisten diskuszuchtanlagen die ich bis jetzt gesehen hab wurde das so realisiert. die abwärme die dir die becken dann bringen reichen normalerweise locker als raumheizung aus...



    di rückseite der becken isolieren und die auslüftung der feuchten luft über einen einfachen lüfter realisieren.

    zusätzlich zur sicherheit noch heizkörper oder FBH in den raum und gut...

    gut deine becken für normale zierfische haben nur ca 23-26° und die diskuszuchtanlagen ca 28-30°

    aber in den (meist kellerräumen) in denen die dickus-zuchtanlagen standen war es egal ob winter oder sommer immer sehr warm...

    viele grüße
    pascal
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    @ R.B. kannst du mal kurz die Abkürzungen FBH und KWL erklären? Stehe gerade gedanklich auf dem Schlauch.
    Kann ich.
    FBH = Fußbodenheizung
    KWL = Kontrolliere Wohnraumlüftung

    oder hier nachlesen.

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=23837

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    Aus der bisherigen Erfahrung mache ich mir bzgl des Sommers keine Sorgen. Begrünte Dächer verhindern das Aufheizen eigentlich sehr effektiv und da keine großen Fensterflächen geplant sind, kann sich da auch nicht viel aufheizen.
    Dein Wort in Gottes Ohr, ich kenne das auch anders.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    Schaltet die Solarthermie ab einer bestimmten Temperatur eigentlich ab oder sollte ich doch lieber eine zusätzliche Leitung für das Brauchwasser verlegen?
    Eigentlich möchte ich aber gerne, das die Wärme möglichst voll in die Heizung geht zumindest bis 26°C.
    Alles eine Frage der Regelungstechnik. Man muss auch daran denken, was passiert wenn im Sommer die Sonne auf die Kollies knallt und sich Dein Raum bereits auf tropische Temperaturen aufgeheizt hat.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    Würdet Ihr eine eigene Heizung für das Gebäude empfehlen oder kann man das sinnvoll an die bestehende Brennwertheizung anschließen?
    Bräuchte ja wegen gewerblicher Nutzung am besten einen separaten Gaszähler, wenn es so etws gibt.
    Würdet ihr etwas anderes als Gas bevorzugen, wenn es um die Wandheizung geht?
    Wenn es gewerblich genutzt werden soll, ist mit einem getrennten Wärmeerzeuger die Abrechnung einfacher. Ich hatte oben schon geschrieben, dass ich ein LWP Konzept favorisieren würde (kein Gas).
    Was das mit Wandheizung zu tun hat, erschließt sich mir jetzt nicht.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    Ich befürchte, dass mit Öfen etc. die Temperatur schwer konstant zu halten sein wird, da ich tagsüber nicht da bin.
    Jain. Die Energie die in den Raum geht ist kaum kontrollierbar. Das wird zu einer erhöhten Temperaturwelligkeit führen. Das würde ich nicht machen, auch wenn man durch einen wasserführenden Ofen die Sache etwas entschärfen könnte.
    Unter´m Strich würde diese Lösung nach meinem Geschmack auch zu teuer.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
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    @ pascal 82: Obwohl Blockfilterung natürlich Vorteile hat und ich das mit den Rohrleitungen auch schon überlegt habe, werde ich es wohl nicht machen und jedes Becken für sich über HMF und überwiegendem Einsatz von Lufthebern zu filtern.
    Ist zwar etwas aufwändiger, aber dafür ist die Ausbreitung von Krankheiten minimiert bzw. nahezu ausgeschlossen und darauf kommt es mir primär an.
    Ich bin einfach kein Freund von Medikamenten.

    @R.B. auf die Fußbodenheizung bin ich dann auch noch gekommen, aber danke. Fußbodenheizung ist für mich eh ausgeschlossen, da ich nicht glaube, dass eine Flächenlast von teilweise 1,5 t/m² dem so zuträglich wäre. Oder liege ich da falsch.

    Mit der Luft Wärmepumpe muss ich mich sicher noch detailiert befassen.
    Hast du da irgendwelche Empfehlungen bzgl. Informationen, Firmen etc.?

    Das mit der Wandheizung war auf den Ofen bezogen. Ich dachte "laienhaft", dass die Trägheit der Wandheizung die starke Hitzeentwicklung des Ofens abpuffern könnte. (Aber eigentlich bin ich gedanklich eh schon fast vom Ofen weg. Nur im Wohngebäude haben wir auch einen Ofen und da denkt man natürlich an Holzverbrauch, Preise etc.)
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    @R.B. auf die Fußbodenheizung bin ich dann auch noch gekommen, aber danke. Fußbodenheizung ist für mich eh ausgeschlossen, da ich nicht glaube, dass eine Flächenlast von teilweise 1,5 t/m² dem so zuträglich wäre. Oder liege ich da falsch.
    Geht nicht, gibt´s nicht. Das kann man rechnen und die FBH Rohre an einer evtl. notwendigen Bewehrung befestigen.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    Mit der Luft Wärmepumpe muss ich mich sicher noch detailiert befassen.
    Hast du da irgendwelche Empfehlungen bzgl. Informationen, Firmen etc.?
    Mit Empfehlungen ist das so eine Sache. Einfach mal ein wenig im I-Net stöbern. Stichwort "Split-Klima", dann aber auch an die Einsatztemperaturen denken. Soll ja auch bei -10°C AT funktionieren, und dann spielt die Abtauung eine Rolle.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    Das mit der Wandheizung war auf den Ofen bezogen. Ich dachte "laienhaft", dass die Trägheit der Wandheizung die starke Hitzeentwicklung des Ofens abpuffern könnte.
    Im Prinzip nimmt die ganze Masse des Raums die Energie auf, aber so ein Holzofen sorgt punktuell für eine (relativ) hohe Temperatur. Zudem kommt dann noch das Thema Schornstein, Schornsteinfeger auf Dich zu.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
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    Habe mich noch mal ein bisschen weiter informiert und noch so einige Fragen, die mir hoffentlich jemand beantworten kann (Wäre ja schon toll, wenn ich bei ein paar der Fragen weiterkommen würde:

    1. Welchen Wandaufbau würdet Ihr für so ein Feutraumszenario empfehlen?
    Meine bisherige Planung war ja (Von außen nach innen) Putz/Gittergewebe/PU-Schaum oder EPS Schaum (Dicke16 bzw 24 cm?)/Porenbeton 24 cm/ Wandheizung (Brauche ich da wegen Feuchtraum eine Dampfsperre?/Gittergewebe/Innenputz (Lehmputz)

    2. Würde ein Luftwärmepumpe wie z.B. Junkers SAI 70 oder 100 zum Dauerhaften Erwärmen von ca. 175m³ Luftraum auf 24°C überhaupt ausreichen?

    3. Ist eine Wohnraumlüftung wie z. B. Junkers AerastarCompact LP 150 für den Luftaustausch ausreichend? Von so kleinen Einzelgeräten wie dem ******** ist wohl nicht viel zu halten oder?

    4. Wären oben genannte Geräte evtl. geeignet, das Haupthaus mit zu versorgen und würde so etwas Sinn machen?

    5. Im Hauptgebäude (130m² Blockbohlenhaus aus 2000) existiert eine Brennwertgasheizung+Ofen (eben 10 Jahre alt). Macht es da Sinn, da das neue Gebäude eine Art von Anbau werden muss, vielleicht gleich ein gesamtes Heiz- und Lüftungskonzept anzupeilen (Erdwärme)? Kann ja auf Dauer vielleicht doch günstiger sein, als zwei Heizsysteme.

    6. Würdet Ihr für meinen Fall eine Wandheizung einer Fußbodenheizung vorziehen? Ich sehe bei der Fußbodenheizung nur den erhöhten Aufwand, die hohen Lasten abzufangen, die auf den Leitungen lasten würden und den höheren Aufwand, sollte mal etwas kaputt gehen. Gibt es irgendeinen entscheidenden Vorteil der Fußbodenheizung?

    Viele Grüße und einen schönen Abend
    Ullrich
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    1. Welchen Wandaufbau würdet Ihr für so ein Feutraumszenario empfehlen?
    Meine bisherige Planung war ja (Von außen nach innen) Putz/Gittergewebe/PU-Schaum oder EPS Schaum (Dicke16 bzw 24 cm?)/Porenbeton 24 cm/ Wandheizung (Brauche ich da wegen Feuchtraum eine Dampfsperre?/Gittergewebe/Innenputz (Lehmputz)
    Ist nicht mein Spezialgebiet. Ich würde aber nicht nur auf den Wandaufbau vertrauen, sondern die Luftfeuchtigkeit aktiv "regeln". Bei der Menge Luftfeuchtigkeit die da anfällt wird wohl jedes Mauerwerk überfordert. Man könnte ja die verschiedenen Wandaufbauten simulieren damit man Klarheit bekommt.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    2. Würde ein Luftwärmepumpe wie z.B. Junkers SAI 70 oder 100 zum Dauerhaften Erwärmen von ca. 175m³ Luftraum auf 24°C überhaupt ausreichen?
    Die Heizlast sollte man rechnen. Nachdem auch die E-Heizung in den Aquarien einen erheblichen Beitrag leisten werden, wird wohl die kleinste LWP ausreichen. Genaueres weiß man wenn Zahlen vorliegen und gerechnet wurde.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    3. Ist eine Wohnraumlüftung wie z. B. Junkers AerastarCompact LP 150 für den Luftaustausch ausreichend? Von so kleinen Einzelgeräten wie dem ******** ist wohl nicht viel zu halten oder?
    Die LP150 dürfte den kompletten Rauminhalt einmal pro Stunde austauschen. Das sollte abhängig von der Luftfeuchtigkeit ausreichen.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    4. Wären oben genannte Geräte evtl. geeignet, das Haupthaus mit zu versorgen und würde so etwas Sinn machen?
    Die Frage ist, was für Heizflächen sind im Haupthaus vorhanden, welche Entfernung, welche Heizlast? Zumindest über den Gasverbrauch könnte man einmal grob schätzen. Ansonsten gilt auch hier, Heizlastermittlung durchführen (lassen).

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    5. Im Hauptgebäude (130m² Blockbohlenhaus aus 2000) existiert eine Brennwertgasheizung+Ofen (eben 10 Jahre alt). Macht es da Sinn, da das neue Gebäude eine Art von Anbau werden muss, vielleicht gleich ein gesamtes Heiz- und Lüftungskonzept anzupeilen (Erdwärme)? Kann ja auf Dauer vielleicht doch günstiger sein, als zwei Heizsysteme.
    Eine Sole-WP die Anbau und Haupthaus versorgt, wäre eine Alternative. Ohne Zahlen zu kennen kann man aber nur raten.
    Man beachte auch, dass getrennt abgerechnet werden muss wenn der Anbau gewerblich genutzt wird.

    Zitat Zitat von Arealone Beitrag anzeigen
    6. Würdet Ihr für meinen Fall eine Wandheizung einer Fußbodenheizung vorziehen? Ich sehe bei der Fußbodenheizung nur den erhöhten Aufwand, die hohen Lasten abzufangen, die auf den Leitungen lasten würden und den höheren Aufwand, sollte mal etwas kaputt gehen. Gibt es irgendeinen entscheidenden Vorteil der Fußbodenheizung?
    Schwer zu sagen. Wie wird der Raum eingerichtet? Wie hoch werden die Wände mit "Aquarien" zugestellt?

    Ich möchte noch einmal das Thema Luft-Luft in´s Spiel bringen. Man könnte auch einen Gebläsekonvektor an die WP anschließen. Das hätte den Vorteil, dass man relativ schnell auf Veränderungen der Lufttemperatur reagieren kann. Denkbar wäre damit auch eine Kühlung im Sommer.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    hallo Ulrich,

    bei uns gabs mal eine zoohandlung in einer großen alten fabrikhalle,
    die halle war riesig und schlecht gedämmt und die becken in der kalten halle haben strom gefressen ohne ende- der zoohändler hat die fische dann deswegen ausquartiert in eine angebaute
    "kühlzelle" das sind sandwichmetallwände (ich glaub alu) die mit schaum gefüllt sind. der boden war edelstahl riffelblech.

    der aufbau war denk ich mal absolut feuchteunempfindlich da er den raum desöfteren "geflutet" hat

    ich hab keine ahnung was sowas kostet und obs in frage kommt bei dir-
    ist aber vielleicht ganz gut geeignet für deine zwecke...

    die beheizung über die raumtemp. höhrt sich plausiebel und logisch an
    aber hast du bei den wassermengen auch schonmal dran gedacht ob es dir möglich ist die wasserwechseltemparatur einzuhalten. denn wenn du etwas zu kühl wechselst dauert es mitunter sehr lang bis sich die temp wieder fängt.

    ich hab bei meinen eletrn im heizraum (durchwegs30°) mal ein paar jahre diskus gezüchtet und hab auch gedacht das geht nur über die raumtemparatur-
    hatte auch immer ca 28°-29° in den becken- aber wehe ich hab zu kühl gewechselt und zb nur noch 25° in den becken gehabt so hat das bestimmt
    1,5 tage gedauert bis ich wieder bei 28° war.
    weshalb ich dann doch E-stabheizer eingesetzt habe (der stromzähler und die EON haben sich dann bedankt...)

    bei deinem vorhaben 200 becken a 300 liter (=60 m3 wasser)
    selbst bei nur 30-40% die woche sprechen wir über eine wechselwassermenge von ca 20 000 liter wasser.
    hast du die möglichkeit diese menge mit der gewünschten temp. aus dem hahn (warscheinlich mehrere hähne gleichzeitig) zu lassen??

    ansonnsten ist einzelfilterung über HMF und luftheber natürlich absolut top...

    was züchtest du denn eigentlich alles?
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