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Wärmepumpe contra Gas im KfW 70

Diskutiere Wärmepumpe contra Gas im KfW 70 im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wärmepumpe contra Gas im KfW 70

    Hallo Experten,

    ich suche Rat, habe jetzt knapp 2 Tage so ziemlich jeden Beitrag hier und in anderen Foren gelesen, ich weiß mittlerweile dass zur Beantwortung meiner Frage die Heizlast und noch paar andere Sachen wichtig sind...hab ich momentan nicht, dennoch:

    wir planen ein EFH nach KfW 70, 125 qm Wohnfläche, kein Keller, Schornstein ist so oder so dabei wg. Kamin, Fußbodenheizung in allen Räumen, im Bad extra Handtuchheizkörper (ob der extra per Strom beheizt wird muss ich noch fragen)

    hier mal der Text des Herstellers zum Haus selber

    "Dämmung:
    hochwärmedämmendes Porenbeton-Mauerwerk mit Fassadendämmung
    Hochisolierdämmpaket „Dach“
    Klimaschutzfenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung

    Haustechnik:
    Gas-Brennwerttherme
    Solaranlage mit mindestens 3 Solar-Flachkollektoren
    solarer Warmwasserspeicher"

    das ist Standart, da ich gerne mit Gas koche fand ich die Gastherme im ersten Gedanken auch passend

    im 1.Beratungsgespräch wurde dann als Alternative eine Rotex-Luft-Wasser-WP als Splitsystem genannt, Mehrkosten waren irgendwas um die 3000-5000€ OHNE Solar

    die Mehrkosten haben wir uns dann schön gerechnet, weil der Gasanschluss dafür wegfällt (und damit auch mein geliebtes Kochen mit Gas )

    in Berlin ist es im Jahres-Schnitt 8,9 °C, die kältesten Monate sind Januar und Februar mit −0,6 beziehungsweise −0,3 °C im Mittel --> sicher alles nur Statistik, daher auch nur grobe Orientierung

    mich interessieren jetzt die jährlichen Betriebskosten, und wirklich auch nur grob, ich möchte nichts auf den Cent ausgerechnet haben, da mir klar ist dass meine Angaben noch sehr dürftig sind, aber reden wir hier von Differenzen eher im Bereich 300€/Jahr zu gunsten einer der beiden Varianten oder könnten es durchaus auch 1000€ und mehr werden? ich erwarte keine Prognosen bezüglich der zu erwartenden Gas- oder Strompreise in den nächsten 20 Jahren, einfach mal nach dem heutigen Stand

    ich bin ehrlich, wenn der Unterschied zw. den beiden Heizanlagen eher 300€/Jahr beträgt tendiere ich zum Gas, schon allein wegen dem Kochen

    einfach ein paar Meinungen wären schon hilfreich für mich

    LG
    Robert
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  2. Wärmepumpe contra Gas im KfW 70

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    Meine Glaskugen (Std-Model) weigert sich mit so wenig Fakten irgendwelche Prognosen abzugeben. Mit dem nichtssagenden Marketing-Schreibsel Deines Anbieters gefüttert, ist sie nun erstmal beleidigt...

    Zur WP, hast Du hier oder hier schon gelesen?

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3

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    Besorg Dir mal jemanden, der Dir das Verkaufs-Geblubber übersetzen kann!

    Das bisher Genannte heißt ungefähr soviel wie:
    Wir bauen Ihnen zwar nicht das schlechtestmöglich gedämmte Haus, das heute überhaupt noch zulässig ist. Aber fast. Es muß sogar mit einer Alibi-Solaranlage gesundgebetet werden.
    Verbaut wird jeweils, was wir in dem Moment am billigsten kriegen können oder was grad weg muß...
    Insbesondere die Konstruktion (Materialauswahl) der Außenmauer ist nicht auf den Vorteil des Nutzers hin optimiert, sondern auf möglichst einfaches Erstellen, also Einsparungen/Minderausgaben seitens des BT.

    Unser Hauptgeschäft machen wir jedoch mit Nachträgen (=Preiserhöhungen, die dem Kunden nach Unterschrift präsentiert werden und die er meist schlucken muß).
    Willst Du sowas wirklich???
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  5. #4

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    Fürs Kochen mit Gas brauchst du keinen Gasanschluss, da reicht eine kleine Buddel im Haus.
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  6. #5
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    ich wollte wie gesagt nur Richtwerte in welcher Grössenordnung die Unterschiede liegen können, rein erfahrtungsgemäß, ich wollte keine Belehrungen über Verkaufsgeschwafel von Baufirmen noch wollte ich irgendwelche Glaskugeln beleidigen, ich muss mich hier offenbar echt entschuldigen dass ich ne Frage gestellt habe, als dann: sry....
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Grampa Beitrag anzeigen
    mich interessieren jetzt die jährlichen Betriebskosten, und wirklich auch nur grob, ich möchte nichts auf den Cent ausgerechnet haben, da mir klar ist dass meine Angaben noch sehr dürftig sind, aber reden wir hier von Differenzen eher im Bereich 300€/Jahr zu gunsten einer der beiden Varianten oder könnten es durchaus auch 1000€ und mehr werden?
    Wenn die Alternative Gas+Solar und Luft-WP verglichen werden sollen, glaube ich nicht, dass eine Differenz von 300€ zusammenkommt. Ich habe das mal für mein (noch in der Planung befindendes) Haus ausgerechnet; hier lagen die Betriebskosten bei Luft-WP und Gas+Solar für Warmwasser in etwa auf dem gleichen Level (ca. 160qm Wfl. + Keller). Genau rechnen kann man natürlich erst, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen.

    Die Hinweise über die Marketinglyrik des Anbieters würde ich übrigens ernst nehmen. Sonst hast Du hinterher ein Haus, bei dem nichts zueinander passt. Bei dem von Dir zitierten Text muss der AN eigentlich nur ein Stück Haus abliefern. Wie und mit welchen Materialien er das macht, darf er sich dann selbst aussuchen.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Grampa Beitrag anzeigen
    in Berlin ist es im Jahres-Schnitt 8,9 °C, die kältesten Monate sind Januar und Februar mit −0,6 beziehungsweise −0,3 °C im Mittel --> sicher alles nur Statistik, daher auch nur grobe Orientierung
    was ich gerne mal noch zu bedenken geben möchte sind die hier eher "schön"gerechneten temperaturen von berlin...

    ich war jetzt die letzten beiden winter dort und es war a) immer schweinekalt und b) kann ich mich noch zu gut an die dicken, nicht schmelzen wollenden eisschichten erinnern auf denen ich den pinguintanz versucht habe...

    also 0,3- 0,6° (warm) sind es im mittel hier im rhein-main gebiet und das auch nur wegen der schönen industrie...

    ich würde das ganze mal noch von anderer stelle rechnen lassen...
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  9. #8

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    Na, dann kann ich endlich mal meine neue Glaskugel Marke "Bauexperten DeLuxe" testen. Der Hersteller hat mir versprochen, dass ich damit max. 100% daneben liegen werde.

    123m2, KfW70, da schätzen wir mal 10.000kWh bis 12.000kWh p.a.

    Das macht als Gas inkl. Grundgebühr irgendwas zwischen 800,- € und 1.000,- € p.a.

    Unterstellen wir nun eine JAZ von 3 und WP Tarif des Versorgers, dann dürfte die LWP irgendwo zwischen 500,- € und 700,-€ liegen.

    Die Differenz sollte sich also irgndwo um die 300,- € bewegen.

    Für die Gastherme habe ich einen durchschnittlichen Wirkungsgrad um die 90% angesetzt (wird über´s Jahr gesehen wohl nicht reichen) und ein paar Euro für Solar sind auch enthalten.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Avatar von rainerS.punkt
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    Moin,

    die Alternative zum Kochen mit Gas ist der Induktionsherd. Noch schneller und genauso reaktionsschnell; nur sauberer. Das Kochen würde ich als Kriterium rauslassen.

    Viele Grüße
    Rainer
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  11. #10

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Unterstellen wir nun eine JAZ von 3
    Gibt's denn Luftpumpen, die diesen Wert im realen Leben auch wirklich erreichen?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Bautz Beitrag anzeigen
    Gibt's denn Luftpumpen, die diesen Wert im realen Leben auch wirklich erreichen?
    Aber natürlich, es geht auch besser. Alles eine Frage der Rahmenbedingungen.
    Wenn die Kiste aber auf "alte" Heizkörperkreise arbeiten muss, und somit immer knapp unter der Hochdruckstörung, dann wird´s natürlich nichts mit der JAZ.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Themenstarter

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    wir haben noch nichts festes geplant, bestellt oder gar schon bezahlt, das vorneweg

    mir ist klar, dass ich nie den kompletten Marktüberblick haben kann, nie die absolut perfekte Konstellation mit den geringsten Kosten hinbekomme, ich will auch keine konkrete Zahl hören auf die ich euch dann festnagel...

    ich habe die Angaben des Anbieters zitiert um aufzuzeigen, dass es sich nicht um irgendeine Scheune handelt sondern schon um einen Neubau der zumindest die Anforderungen nach KfW 70 erfüllt, schon klar das es immer noch was besseres gibt und das der Anbieter nie das beste was es gibt verbaut, darum geht es grad aber nicht

    die uns angebotene WP werden wir bei einem anderen Bau uns zumindest ansehen und die Betriebslautstärke mal anhören können, sicher nicht in allen möglichen Momenten des Lebens (wir werden kaum nachts um 2 Uhr um ein fremdes Haus rumschleichen)

    wie gesagt, ich will nicht genau rechnen (zum jetzigen Zeitpunkt), wir werden uns ja eh noch von anderen Baufirmen Angebote machen lassen, aber mit etwas Vorwissen hatte ich gehofft eine bessere Position bei Beratungs-/Planungsterminen zu haben, daher reicht mir eine grobe Orientierung, ob die Differenz zw. beiden Anlagen eben eher 300 oder eher 3000€ im Jahr (jetzt mal massiv übertrieben) sein wird

    setzt einfach mal voraus, dass beide Anlagen anständig zu unserem Haus passen und die Dämmung nicht die eines Bretterverschlags ist

    die Temperaturangaben von Berlin sollten eigentlich nur zeigen, dass unser Haus nicht in Sibieren stehen wird, es sind halt statistische Werte, die sicher mehr aussagen als die gefühlten letzten 2 Winter
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Grampa Beitrag anzeigen
    wie gesagt, ich will nicht genau rechnen (zum jetzigen Zeitpunkt), wir werden uns ja eh noch von anderen Baufirmen Angebote machen lassen, aber mit etwas Vorwissen hatte ich gehofft eine bessere Position bei Beratungs-/Planungsterminen zu haben, daher reicht mir eine grobe Orientierung, ob die Differenz zw. beiden Anlagen eben eher 300 oder eher 3000€ im Jahr (jetzt mal massiv übertrieben) sein wird
    Hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen? Oder gefällt Dir das Ergebnis nicht?

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    danke Ralf genau so einen groben Überblick (ohne Anspruch auf 99%ige Korrektheit) hatte ich mir erhofft

    nachdem was ich bisher finden konnte sind die von dir genommen 12000 kWh ja eher die Obergrenze, wir sind nur 2 Personen mit einem "normalen" Warm-Wasser-Verbrauch (ich selber gehe nie baden, Duschen dauert max 5 min)

    wenn also die Differenz pi mal Daumen 300 € im Jahr sind, ist es für uns überlegenswert, ob wir das dann zugunsten der geringeren Investiotionskosten und damit geringeren Grundschuld in Kauf nehmen, wie gesagt erstmal nur prognostisch, genau gerechnet wird natürlich nochmal wenn wir uns endgültig für einen Hausanbieter entschieden haben und wir auch eine konkrete Aussage zur Heizlast haben

    an einen Induktionsherd habe ich bisher nicht gedacht, wir sind eben wirklich noch ganz am Anfang
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  17. #15
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    doch doch aber ich war nicht so schnell
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