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Wie nass darf eine Porenbetonwand sein ?

Diskutiere Wie nass darf eine Porenbetonwand sein ? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wie nass darf eine Porenbetonwand sein ?

    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum und habe auf anhieb meine Antwort nicht gefunden.
    Vieleicht gibt es ja schon so ein Theme, dann entschuldige ich mich.

    Zu meiner Frage:
    Ich bin gerade dabei neu zu bauen und es sind erhebliche Baumängel aufgetreten. Die Decke zum OG musste wieder abgerissen werden, da die Decke beim Schütten nicht gerüttelt wurde. Jetzt steht das gesamte EG Mauerwerk frei und soll instandgesetzt werden. Bei dem Wetter momentan hat es viel Wasser aufgenommen und die Wände sind klitsch nass! Kann die neue Decke ohne weiteres aufgebracht werden oder quillt der Porenbeton auf und es könnne später Risse entstehen? Und mit welcher maximalen Restfeuchte kann das Mauerwerk gedämmt und dann verklinkert werden?

    Danke im Voraus.
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  2. Wie nass darf eine Porenbetonwand sein ?

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  3. #2

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    Unterlagen zu den Steinen studieren oder Hersteller kontaktieren.

    Die Steine sind vor Nässe zu schützen, denn die saugen sich voll wie ein Schwamm. Ob darunter die Tragfähigkeit leidet, kann ich nur vermuten. Ich kenne aber PB Steine die sich nach so einer Dusche, trotz trocknen, in ihre Bestandteile aufgelöst haben.

    Ob man das Mauerwerk so weiterverwenden kann/darf, müsste ein Fachmann klären.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für die Info.
    Meine Porenbetonsteine sind von Ytong / Silka.

    Der Statiker war gestern da! Viele Wände müssen nachgearbeitet werden und die erste Reihe der Steine soll auf jeden Fall getauscht werden. Mein Bauleiter möchte genauso wie ich die kompletten Steine erneuern, da ja nun die kalte Zeit anfängt. Und wenn die Steine dann wenigstens Trocken sind, habe ich schon einmal ein paar Vorteile, dem Winter gegenüber.
    So ein Bau kann eine echte Gedultsprobe werden. Im März ünterschrieben, im August angefangen und im November alles wieder runter
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  5. #4
    Gast
    Gast
    irgendwie kann ich das gar nicht glauben was über den Bau geschrieben wurde.
    Komplette Betondecke abreißen weil nicht gerüttelt wurde ????
    ist die Eisen-Bewehrung/Unterzüge/Säulen nicht voll gelaufen oder was ist sonst passiert??
    Was ist mit einer Druckprüfung ? gemacht worden ?
    PB Steine auswechseln nur weil die im EG ein bisschen nass geworden sind ??
    was sagt den der BU ??

    ist schon fast unglaublich !!
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  6. #5

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    Hmmmm ...

    Guten Morgen!

    Die Frage nach der zulässigen Feuchtigkeit im PB interessiert mich auch.

    Unser Bau hat im letzten Winter 5 Monate offen gestanden - den Keller haben wir dutzende Male ausgepumpt.

    Nun - 8 Monate später und immer noch ohne funktionierende Heizung wurde wieder eine Kernbohrung vorgenommen.
    Ergebnis - die Wand ist klitschnass - der Bohrer blieb mehrfach im "Schlamm" stecken.
    Es gibt Schimmel in einem Kellerraum ...
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  7. #6
    Themenstarter

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    Betondecke

    Hallo Werner Haan,

    ja das hat mein Bauleiter seit 30 Jahren Bauerfehrung auch noch nicht erlebt.
    Wir waren beim Schütten der Decke dabei und haben die gesamte Elektrik des EG mit in den Beton gelegt. Dann haben wir gesehen das die Betonfirma keinen Flaschenrüttler benutzt hat. Wir fragten warum nicht, da dieser über der Leiter an der Decke lehnte. Diese sagten, der Beton ist so gut geflossen, das es nicht nötig sei. Und im guten glauben haben nichts weiter unternommen. Aber als die Schalung drei Tage später weg kam, waren überall poren zu sehen. Wir haben darauf hin dem Bauleiter bescheid gegeben und der fand es auch zu viel! Also 4x Betonprobe nehmen mit Durchmesser 100mm gebohrt und zur Druckprobe gebracht. Die hat ergeben das der gewünschte Beton nicht erreicht wurde. Der Statiker konnte da auch nix mehr schön rechnen. Und somit musste die Decke runter. Jetzt ist sie runter und es ist Winter....
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Nach 28 tagen erreicht beton sein genannte druckfestigkeit, und wird immer fester. Habe aber weder mit ihnen noch mit eure handwerker mitleid. Alle haben das bekommen was bestellt!
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  9. #8
    Gast
    Gast
    von hier aus kann man das nun nicht so recht beurteilen,
    aber nach ein paar Tagen Betonbohrungen machen und Druckfestigkeit prüfen ?

    mir bleibt da ein fader Beigeschmack bei dem Gedanken die Decke 2 x machen zu müssen auf Grund des Gutachtens.

    besteht auch die Möglichkeit der BU hat den Beton, damit er richtig "fließt", zu viel Wasser zusetzen lassen.

    es ist wie es ist, als BU hätte ich das so nicht hingenommen.
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  10. #9
    Gast
    Gast
    noch ein Nachtrag.
    mir steht sicher keine Beurteilung der Druckprobe zu bezw. deren Verfahren zur Ermittlung der Druckfestigkeit zu, aber...

    ...nach dem ich das mal durchgelesen habe

    http://www.vdz-online.de/fileadmin/g...Festigkeit.pdf

    kämen mir schon Zweifel an dem Prüfergebnis.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Vieleicht habe ich mich falsch ausgedrückt!
    Es wurde nicht sofort nach dem Schütten eine Probe genommen.
    Also insgesamt sind es 31 Tage gewesen die zwischen Schüttung und Beprobung stehen. Dann wurden die vier Rundkörper ( Zylinder ) à100mm Durchmesser und 17,5 - 20,5cm dicken Proben in einem speziel dafür vorgesehenem Prüfverfahren (unter Laborbedingungen) geprüft worden.
    Das Institut prüft nur Beton und sollte wissen was sie für ein Urteil das richtige ist. Ich selber habe den Prüfbericht auch nicht gesehen und kannn zum genauen Prüfvorgang recht wenig sagen. Jedoch eins, der Beton ist nicht der, welcher laut Statiker und Bauunternehmen gefordert war.

    Damit ist es für mich erledigt und wenn der Statiker sagt, er die Abweichung ist zu groß, er kann nicht`s mehr schön rechenen, dann muss die Decke runter.

    Jetzt hat sich ergeben, dass das Bauunternehmen einen Abriss der EG Wände vorschlägt. Das gefällt mir persöhnlich auch am besten. Ich werde dann auch wohl für dieses Jahr mit dem Bauen aufhören, da mir die Wetterverhältnisse zu schlecht sind. Also im nächsten Jahr frisch mit neuen EG Mauerwerk beginnen. Vieleicht ist es so besser!

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  12. #11
    Themenstarter

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    Yilmaz

    Yilmaz,

    du scheinst ja auch ein ganz schlauer zu sein.
    Danke für deine Anekdote zum Mitleid!
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  13. #12
    Gast
    Gast
    gut, gut,
    denn mal viel Erfolg im nächsten Jahr.
    (alles wird Gut)
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  14. #13

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    Zitat Zitat von TurboFiesta Beitrag anzeigen
    Yilmaz,

    du scheinst ja auch ein ganz schlauer zu sein.
    Danke für deine Anekdote zum Mitleid!
    Na ja, wenn ich lese

    ja das hat mein Bauleiter seit 30 Jahren Bauerfehrung auch noch nicht erlebt.
    dann frage ich mich, WO war der Bauleiter als der Beton gegossen wurde?
    Warum ist er nicht eingeschritten wenn seine Bauerfahrung ihm sagt, dass das nur falsch sein kann?

    "Mein" Architekt steht bei solchen kritischen Arbeiten persönlich auf der Baustelle, und ich habe schon erlebt was dort abgeht, wenn mal nicht so geliefert wurde wie bestellt war, oder wenn Einige meinten, "das machen wir immer so".

    In Deinem Fall wird nun abgerissen und die Arbeit war für die Katz´. Das wäre vermeidbar gewesen, und deswegen verstehe ich den Yilmaz wenn er schreibt, dass sich sein Mitleid in Grenzen hält. Irgendwas läuft auf Deiner Baustelle schief, und dieses Problem sollte man beseitigen. Sonst besteht die Gefahr, dass die nicht der einzigste Rückbau bleibt.

    Gruß
    Ralf
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  16. #14
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    Hallo, R.B.,

    es tut mir leid, wenn ich Yilmaz`s Aussagen nicht vertreten kann!
    Aber meine Meinung dazu ist halt etwas anderes.

    Wenn eine Fachfirma beauftrage eine Arbeit durch zu führen, sollte man sich darauf verlassen können!
    Schade das es nicht so ist....
    Unser Bauleiter ist leider nicht immer auf der Baustelle, wie auch dein Architekt nicht den ganzen Tag dabei ist. Das kann man auch nicht verlagen. Oder man bezahlt es.... Ich habe mir jetzt einen Rentner genommen, der den ganzen Tag da ist und alles beobachtet. Dieser ist Dipl. Ing. und kennt sich mit der Materie gut aus. Ich hoffe solche Probleme nun gleich an der Wurzel zu packen, bevor Pfusch entsteht.

    Übriegens kann man nach der Aussage von Yilmaz auch denken das wenn keiner kontrolliert alle machen was sie wollen. Dann möchte ich die Arbeitsweise von Yilmaz nicht sehen.... SORRY
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  17. #15

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    Unser Bauleiter ist leider nicht immer auf der Baustelle, wie auch dein Architekt nicht den ganzen Tag dabei ist. Das kann man auch nicht verlagen.
    Stimmt Fulltime-Präsenz kann man nicht verlangen.
    Aber mit Fug und Recht kann man eine Präsenz bei wesentlichen Arbeiten verlangen. Und die Betonage einer Decke ist eine wesentliche Arbeit.
    Ist der BL/Architekt da nicht anwesend, haftet er für die Mängel mit.
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