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Anhydritestrich - Feuchtigkeit Dachboden

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  1. #1

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    Anhydritestrich - Feuchtigkeit Dachboden

    Hallo,

    bin auf der Suche nach Antworten und habe dieses Forum gefunden. Die SuFu brachte mich aber nicht ganz zum gewünschten Ergebnis. Deshalb bitte ich um Mithilfe.

    Kurze Situationsschilderung:
    Unser EFH ist fast fertig, Anhydritestrich wurde am 02.11. eingebracht. Die Inbetriebnahme der Wärmepumpe (Vaillant geotherm) erfolgte am 18.11. Diese läuft seitdem mit dem Programm "Estrichtrocknung" (30°). Nach dem dritten Tag ist die Feuchtigkeit (wie zu erwarten) stark gestiegen. Früh und abends tägliches Soßlüften (15-20 Minuten) sowie Reinigung der nassen Fenster + Scheiben haben wir durchgeführt. Seit gestern hat die Feuchtigkeit stark zugenommen, besonders im Dachbereich und Decke OG. Mittlerweile sind auch Dachbalken und Unterspannbahn von Feuchtigkeit durchzogen. Auch von der Decke OG tropft Wasser.

    Muss dazusagen, dass das Dach noch nicht innen gedämmt ist. Es ist vorgesehen, aber noch nicht erfolgt. Diffusionsoffene Unterspannbahn und Holzbalken liegen also frei. Dachfenster ist eingebaut, die Bodentreppe noch nicht - der Dachzugang also vollständig offen.

    Ich weiß nun an der Stelle nicht, wie ich mich dahingehend weiter verhalten soll. Lüften wir zuwenig? Stoßlüften oder den ganzen Tag die Fenster angekippt lassen? Wie umgehen wir die Kältebrücke im Dachgeschoß? Bodentreppe einbauen lassen oder Dachboden jetzt dämmen? Zusätzlich jetzt mit Trocknungsgeräten arbeiten? Was sollte ich sonst noch bei der Estrichtrocknung unbedingt beachten?

    Bei den Temperaturen, die jetzt für die nächsten 2 Wochen angekündigt werden (-10°) wird mir nicht gerade wohl. Kann mir irgendwie nicht richtig vorstellen, dass der Estrich da tatsächlich trocken wird, bzw. mir nicht der Dachstuhl und das OG absäuft.

    Wäre nett, wenn ihr mir da weiterhelfen bzw. was empfehlen könnt.

    Besten Dank.
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  2. Anhydritestrich - Feuchtigkeit Dachboden

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  3. #2

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    meiner ansicht nach wurde der estrich zu früh eingebracht. bei unseren bauvorhaben ist die dampfbremse und die dämmung immer vorher drin.
    kondensattrockner helfen auch nur begrenzt.
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  4. #3

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    Bei den anfallenden Wassermengen hilft 2* am Tag Stoßlüften nur marginal.
    Parallel zum Aufheizen eine ordentliche Bautrocknung ausführen - dann passt das hinterher auch mit der Holzfeuchte wieder (wenn richtig getrocknet wurde).

    Ggf. aber auch mal prüfen, ob denn alle Leitungen (Wasser + Heizung) dicht sind. Nicht das da ein Quell entsprungen ist
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Spinne Beitrag anzeigen
    Diese läuft seitdem mit dem Programm "Estrichtrocknung" (30°).
    Und was ist/war mit dem Funktionsheizen?

    http://www.flaechenheizung.de/Planer/Planer.php

    Zur anfallenden Feuchtigkeit kann man nur sagen, dass man hier ganz ordentlich lüften muss, denn gerade bei den aktuellen Temperaturen kondensiert die Feuchtigkeit sofort an irgendwelchen "kalten" Bauteilen.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Zum Funktionsheizen kann ich nichts sagen - das sit so nicht erwähnt worden. Wie gesagt, lediglich Programm Estrichtrocknung läuft nun. Dauer beträgt 28 Tage.

    Das mit der Feuchtigkeit im Dachboden ist nun das eigentliche Problem. Der Bauleiter empfiehlt mir, das ich die Dämmwolle versorgen soll und diese auf dem Dachboden ausrollen soll. Die Einstiegsöffnung zum Dach soll verschlossen werden. Damit soll erreicht werden, dass die warme Luft aus dem OG nicht in das DG strömt und dort mit der kalten Luft so extrem aufeinandertrifft.

    Weiß eben nicht, ob das wirklich so sinnvoll ist, nicht das ich dann anschließend die ganze Dämmwolle entsorgen kann, weil der Dachboden jetzt feucht ist.
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  7. #6

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    Die Dämmung auslegen wird nicht ausreichen, so lange die warme/feuchte Luft durch alle Ritzen und Öffnungen in´s kalte DG gelangen kann.

    Da hilft nur lüften, lüften und nochmals lüften, evtl. Einsatz von Bautrocknern.

    Egal wie, die Feuchtigkeit muss raus aus der Hütte.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    Themenstarter

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    Soll ich da gleich die ganze Zeit alle Fenster angekippt lassen? Oder bringt das auch nichts? Ist damit der Heizungs- bzw. Trocknungseffekt noch gegeben?

    Ich arbeite leider 50 km vom EFH entfernt, da kann ich nicht immer hin. Support vor Ort ist auch eher spärlich.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Spinne Beitrag anzeigen
    Soll ich da gleich die ganze Zeit alle Fenster angekippt lassen? Oder bringt das auch nichts? Ist damit der Heizungs- bzw. Trocknungseffekt noch gegeben?
    Ich bin kein Freund dieser Methode. Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf, bzw. beim Erwärmen kann sie diese Feuchtigkeit aufnehmen, und somit schätze ich die Methode Stoßlüften als effizienter ein, auch hinsichtlich Energiebedarf.
    Wäre mal interessant das zu rechnen.....

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    soweit mir bekannt ist, ist bei der estrichaustrocknung zugluft zu vermeiden und die erhältst du automatisch, wenn mehrere fenster gekippt sind. ob der zug nun so stark ist, dass der estrich stellenweise zu schnell austrocknet und dadurch risse entstehen, kann ich nicht beurteilen. lass doch die estrichverlegefirma nochmal kommen und lass dir von den fachleuten lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Thoman Beitrag anzeigen
    ob der zug nun so stark ist, dass der estrich stellenweise zu schnell austrocknet und dadurch risse entstehen, kann ich nicht beurteilen. .....
    Gutes Argument.

    Wie schnell darf man einen Estrich überhaupt trocknen? Kann es passieren, dass die Oberfläche viel schneller trocknet und die Feuchtigkeit von unten nicht schnell genug an die Oberfläche kommt? Spannung, Risse?

    Es gab hier doch schon längere threads über das Aufschüsseln von ZE.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    Themenstarter

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    Also ich habe jetzt die Fenster angekippt gelassen. Heute Mittag war schon ein Großteil der Deckenfeuchtigkeit zurückgegangen.

    Wegen Estrich - also bei uns ist Anhydritestrich eingebracht worden. Da ist das (so wie ich es in diesem Forum gelesen habe) nicht so wie beim Zementestrich. ZE braucht Feuchtigkeit um nicht zu reissen bzw. soll er nicht so schnell durchtrocknen. Risse habe ich momentan nicht festgestellt.

    Jedenfalls war ich heute nochmal beim Energieberater - gleicher Tipp wie vom Bauleiter: Dämmwolle auf dem trockenen Dachboden ausrollen und die Bodenlucke verschließen, damit eben nicht mehr die extrem warme Luft auf die kalten Bauteile bzw. die kalte Luft vom Dach trifft. Damit würde zumindest das Dach geschützt und die "Tropfsteinhöhle" im OG verschwinden.

    Die Fenster werd ich danach wieder verschließen und normal per Stoßlüftung für trockene Luft sorgen. Der Intervall wird dann nochmal erhöht. Vielleicht krieg ich das irgendwie 4 mal pro Tag hin. Ein paar Arbeiter tummeln sich ja auch auf der Baustelle.
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  14. #12

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    Stoßlüftung hat bei mir zu Schimmel an den Fenstern geführt. Ich würde daher (zusätzlich zur Stoßlüftung) immer noch einige (nicht alle!) Fenster gekippt lassen, damit die feuchte Luft wenigstens teilweise abgeführt wird.

    Ich würde der oben aufgeworfenen Frage zum Funktionsheizen im eigenen Interesse noch mal nachgehen ...
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  15. #13
    Themenstarter

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    So, jetzt sind mittlerweile fast 2 Wochen vergangen und ich möchte, da ihr mir ja auch so schnell weitergeholfen habt, wenigstens noch den Ausgang der "Geschichte" erzählen:

    Durch das Ankippen der Fenster ist binnen 2 Tage die Feuchtigkeit an der Decke OG zurückgegangen. Danach habe ich die wie vom Bauleiter empfohlen die Dämmwolle auf dem Dachboden so ausgerollt und zugeschnitten, dass dieser voll belegt ist. Anschließend habe ich die Anzahl der angekippten Fenster kontinuierlich bis auf null reduziert. Tägliches Stoßlüften (3-mal) durchgeführt. Tatsächlich kommt es durch die Dämmung nicht mehr zu einer Feuchtigkeitsbildung an der Decke OG, lediglich an den Außenkanten (ca. 10 cm) der Decke durch Kältebrücken. Vor dem Stoßlüften auch immer sämtlich vorhandes Wasser von Fenstern, Türen, Decke, Fensterbrettern abgewischt. Anfallende Wassermenge nimmt beständig ab.

    Mir gehts jetzt auch wieder sehr viel besser

    KG und EG sind fast trocken, im OG ist noch etwas abzuwarten. Klarheit über Belegreife bringt sicher nur eine CM-Messung, die in zwei Wochen geplant ist.

    Zum Thema Funktionsheizen kann ich leider nichts sagen, das versteh ich eh nicht ganz. Mit dem Link konnte ich nicht viel anfangen - Informationen über Informationen. Jedenfalls ist das Estrich-Trocknungsprogramm der Vaillant Anlage durch. Mehr hat mir der Heizungsbauer auch nicht bescheinigt.
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