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  1. #1

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    Betonstütze im UG hat Riss

    Hallo Zusammen,

    ich hoffe, dass man mir hier in diesem Forum weiterhelfen kann.
    Bei Überprüfung der Maurerarbeiten an unserem Haus stellten wir fest, dass die Stütze im UG, welche die Decke halten soll, seitlich einen Sprung sowie einen Riss aufweist. (Bilder im Anhang)
    Auf unsere Nachfrage hin, wie es nun mit der Statik bestellt sei, bekamen wir die Antwort unseres Bauleiters, dass sei alles halb so schlimm, wird mit einem Betonspachtel wieder erneuert?! Nun meine Frage: Geht das so einfach?
    Soviel wir wissen, ist der Grund für die Risse wohl der, dass die Decke zu schnell draufkam und der Beton der Stütze noch gar nicht richtig trocken war.

    Danke vorab für Eure Meinungen!
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  2. Betonstütze im UG hat Riss

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  3. #2

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    Hallo,

    genau, Querschnittsschwächungen von Stützen gehören verspachtelt!
    Auf dem Bild kann man das mangels Auflösung nicht so hnz erkennen, jedoch steht zu vermuten, daß die wellenförmig nach links verlaufende Linie wohl auf ein Mittagspäuschen oder verspäteten Nachschub hinweist. Und genau da hat es dann auch die Ecke entschärt.
    Ich würde das Bild einfach mal an den Prüfstatiker mailen ob der das so sieht wie der Bauleiter...

    Gruß

    Micha123
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Micha,

    danke für die schnelle Antwort!
    Dachten uns schon, dass das nicht mit rechten Dingen zugeht. Leider ist der zuständige Bauleiter auch verantwortlich für die Statik, die auch aus seinem Hause kommt. Natürlich haben wir eine Statikfreigabe vom Baurechtsamt, vielleicht sollten wir uns da noch einmal kurzschließen? Übrigens kam heute noch eine Mail vom Bauleiter, dass der umlaufende Riss so entstanden ist, weil erst die Stütze selbst betoniert wurde und dann der Sturz mit der Decke?! Das nennt sich dann Schalungsstoß und ist ganz normal seiner Ansicht nach.
    Kennst Du Dich da aus?

    Gruß
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  5. #4

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    hallo
    bild 2 ist schalungsstoss
    bild1 ??????
    gruss aus de pfalz
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  6. #5
    JamesTKirk
    Gast
    Für mich als Nicht-Statiker sieht das so aus, als wäre die Stütze zu früh belastet worden und dem zur Folge ist der Beton dann ist im Kopfbereich abgeschert. Ist denn zwischen den Rissufern oben und unten ein Versatz drin ?? Auf den Bildern sieht das augenscheinlich so aus.
    Ich würde das unbedingt von neutraler Stelle checken lassen !!!
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  7. #6

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    Hallo,

    ich meine mit Prüfstatiker nicht den Bauleiter oder dessen Statiker, sondern den Prüfstatiker, der als Verwaltungshelfer des Bauamtes die Statik geprüft hat. Müsste es bei Euch auch geben - insbesondere nach Bad Leichenhall...
    Um mehr sagen zu können, bräuchte man vor den Bildern erst mal den freigegebenen Plan, nach welchem die Stütze gebaut wurde (+ ggf. Betonieranweisung wenn diese nicht draufsteht) und legt dann die Schadensbilder daneben.

    Gruß

    Micha123

    Zitat Zitat von Driftmeier Beitrag anzeigen
    Hallo Micha,

    danke für die schnelle Antwort!
    Dachten uns schon, dass das nicht mit rechten Dingen zugeht. Leider ist der zuständige Bauleiter auch verantwortlich für die Statik, die auch aus seinem Hause kommt. Natürlich haben wir eine Statikfreigabe vom Baurechtsamt, vielleicht sollten wir uns da noch einmal kurzschließen? Übrigens kam heute noch eine Mail vom Bauleiter, dass der umlaufende Riss so entstanden ist, weil erst die Stütze selbst betoniert wurde und dann der Sturz mit der Decke?! Das nennt sich dann Schalungsstoß und ist ganz normal seiner Ansicht nach.
    Kennst Du Dich da aus?

    Gruß
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  8. #7

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    zitiert aus der "Bauaufsichtliche Verfahrensverordnung"


    § 10 Erklärung zum Standsicherheitsnachweis(1) Im Kenntnisgabeverfahren und im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren hat der Bauherr diejenige Person
    zu benennen, die er mit der Erstellung des Standsicherheitsnachweises beauftragt hat. Namen, Anschriften
    und Unterschriften des Bauherrn und der beauftragten Person sind einzutragen. Wenn die Voraussetzungen für
    den Wegfall der bautechnischen Prüfung nach § 18 vorliegen, hat die beauftragte Person in dieser Erklärung zu
    versichern, dass sie die Qualifikationsanforderungen nach § 18 Abs. 3 erfüllt.
    (2) In Genehmigungsverfahren, die nicht unter Absatz 1 fallen, ist eine Erklärung nach Absatz 1abzugeben,
    wenn die Voraussetzungen für den Wegfall der bautechnischen Prüfung nach § 18 vorliegen.

    § 18 Wegfall der bautechnischen Prüfung
    (1) Keiner bautechnischen Prüfung bedürfen
    1. Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3,
    2. sonstige Gebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3 bis 250 m² Grundfläche, die neben einer Wohnnutzung oder
    ausschließlich
    a) Büroräume,
    b) Räume für die Berufsausübung freiberuflich oder in ähnlicher Art Tätiger und
    c) anders genutzte Räume mit einer Nutzlast von jeweils bis 2 kN/m²
    enthalten,
    also alles abhängig von den üblichen verdächtigen und somit ist zwingend kein (!) prüfstatiker erforderlich. der richtige ansprechpartner ist somit der tragwerksplaner, hier ja nun in personalunion mit der bauleitung.

    schwarz
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  9. #8

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    Soviel wir wissen, ist der Grund für die Risse wohl der, dass die Decke zu schnell draufkam und der Beton der Stütze noch gar nicht richtig trocken war.
    und woher wisst ihr das?
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  10. #9

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    hallo schwarz
    es gibt heute leistungsfähigere glaskugeln wie dein vorkriegsmodell.
    bei solchen-abplatzungen- ist die spitzhammermethode eigentlich zur prüfung ganz brauchbar.
    aber richtig unbedingt vor ort termin mit twp machen.
    eigentlich ist´s doch vollkommen uninteressant wieso sondern viel wichtiger ist möglicherweise wie, mit was wird da bei bedarf tragfähig saniert.

    gruss aus de pfalz
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  11. #10

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    ah, dann liegts an meinem vorkriegsmodell (3.golfkrieg ) dachte schon, dass hier wieder informationen seitens der fragesteller vorenthalten werden.

    aber der einzig gangbare weg, das stimmt natürlich, ist die einschaltung des zuständigen statikers.
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  12. #11

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    hallo
    nix 3. golfkrieg glaube ehr 2. koreakrieg.

    gruss aus de pfalz
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  13. #12

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    Hallo,

    also geht es in BW noch ohne Prüfingenieur. Hier in Brandenburg hat man sich nach zu schlechten Erfahrungen wieder auf die Notwendigkeit des PI besonnen.
    Bei meinem EFH war es der Chef meiner Mutter. Der hat natürlich auch besonders genau hingeschaut. Im Ergbenis war aber auch der Bauunternehmer zufrieden, weil wir alles Wesentliche innerhalb der drei Termine umfassend abhandeln konnten.
    Wie sieht denn sonst der Bau aus? Allein auf den Tragwerksplaner, der in abhängigem Verhältnis zur Baufirma steht, würde ich mich nicht verlassen wollen...

    Gruß

    Micha123

    Zitat Zitat von Schwarz Beitrag anzeigen
    zitiert aus der "Bauaufsichtliche Verfahrensverordnung"



    also alles abhängig von den üblichen verdächtigen und somit ist zwingend kein (!) prüfstatiker erforderlich. der richtige ansprechpartner ist somit der tragwerksplaner, hier ja nun in personalunion mit der bauleitung.

    schwarz
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  14. #13

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    Allein auf den Tragwerksplaner, der in abhängigem Verhältnis zur Baufirma steht,
    hallo
    dagegen verwehr ich mich erzähl doch keinen quark.

    gruss aus de pfalz
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hallo Zusammen,

    erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
    Ich habe vorhin mit dem Baurechtsamt von BW telefoniert und habe direkt mit dem zuständigen Sachbearbeiter, der auch die Statik freigegeben hat, über den Fall gesprochen. Er wollte wissen, wie groß und wie tief die Abplatzung sei. Überraschenderweise bestätigte er mir dass, was uns unser Bauleiter auch gesagt hatte. Die Statik sei nur bei einer Beschädigung ausgehend von der Mitte der Stütze mangelhaft, da hier die größte Kraft einwirkt. Unsere Beschädigung befindet sich aber oberhalb zur Decke, d.h. kann ausgebessert werden.
    Das andere sei ein ganz gewöhnlicher Schalungsstoß, der auf Grund unterschiedlicher Trocknungszeiten entsteht. Da die äußere Schicht zuerst trocknet und dann der Kern.
    Die Decke kam vorauss. zu dem Zeitpunkt drauf, als der Kern noch nicht ganz trocken war. Sei aber auch unbedenklich, was die Statik angeht.
    Klingt für mich jetzt alles sehr logisch, oder?

    Viele Grüße aus Stuttgart
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  17. #15

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    hallo
    da sieht man´s wieder wo die steuergelder hingehen. die aus den bauämtern haben glaskugeln der neusten generation mit angschlossenem rechenprogram für stützenschäden und integrierter gps-navigation.
    Betonstütze im UG hat Riss
    steht die jetzt im ug oder nicht, ist da ein riss oder war das nur bauherrnhektik.
    wenn da eine stahlbetonstütze steht dann doch vermutlich weil größere lasten aus unterzügen oder wasweisich ankommen.

    gruss aus de pfalz
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