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  1. #1

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    Welches Wärmepumpensystem im Neubau?

    Hallo,
    ich plane gerade den Neubau eines Bungalows mit 159 qm Wohnfläche, die Außenhülle wird wohl mit dem neuen Ziegel MZ-7 erstellt, Bodenplatte mit 14 cm gedämmt, Decke mit 16 cm Dämmung, 3fach verglaste Fenster usw. Der Gesamtjahreswärmebedarf, einschl. Brauchwasser liegt bei rechnerischen 12300 kwh. Versuche das Gebäude noch auf Kfw-55 zu bringen scheiterten, die rechnerischen Verbesserungen sind im Verhältnis zum finanziellen Aufwand nur marginal. Nun stellt sich die Frage nach dem richtigen Heizsystem, Öl u. Gas fällt weg, Grundwasser nicht vorhanden, wasserführender Kachelofen nicht erwünscht, folglich bin ich zur LW-Wärmepumpe gekommen. Da das Gebäude sehr einfach mit einer Lüftungsanlage zu bestücken wäre, bin ich nun am überlegen, ob eine LW-Wärmepumpe, evtl. optional mit einer Lüftungsanlage überhaupt Sinn macht, od. ob nicht gleich das ganze Gebäude mit einer LL-Wärmepumpe beheizt werden sollte - dabei stellt sich aber auch gleich die Frage nach der BW-Erwärmung.
    Ich würde mich freuen, hierzu eure Meinungen zu lesen.
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  2. Welches Wärmepumpensystem im Neubau?

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    ohne den Wert der Heizlast nach EN12831 läßt sich eine Heizungsfrage schwer beantworten.
    Daher aus dem Bauch heraus: mit einer Luftheizung wirst Du wahrscheinlich sehr schnell an die Grenzen kommen. Ich kenne gut funktionierende und wirtschaftliche Systeme dieser Art nur aus Passivhäusern.

    Zum Vergleich: unser Haus mit KG und DG hat ähnliche Fläche und entspricht auch Eff-55/EnEV2009, Luftheizung haben wir schnell verworfen...

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3
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    So machts nicht...

    ... so wirklich Sinn. Daüber hinaus gibts ja auch Verbesserungspotential. 16 cm in der Decke, das ham wir vor 20 Jahren gebaut.

    Wenn man schon in der Theorie so viel verbraucht, da wird man mit ner Luftpumpe nicht glücklich...
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  5. #4

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    LL-WP funktioniert nur in wenigen Fällen zufriedenstellend, und wie oben schon geschrieben, ohne die Heizlast zu kennen, gibt das ein munteres Ratespiel.

    Also, Heizlast ermitteln lassen, und dann sehen wir weiter.

    Eine LWP kann sinnvoll sein, mit einer Sole oder DV erreicht man jedoch eine höhere Effizienz.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo, danke für eure Antworten. Ich glaube, ich habe da eine falsche Zahl in den Raum geworfen, es handelte sich in jedem Fall um jährliche Stromkosten für H/BW von rund 1050,-- - irgendwie hatte ich die Zahl mit den 12´ kwh im Kopf und selbige recht kopflos in den Raum geworfen! Die Berechnung kriege ich morgen, dann werde ich die Heizlast mal reinstellen. Die Deckendämmung mit 16 cm haben wir jetzt mal in der Berechnung angenommen, andere Dämmschichten, sowohl an Decke als auch Boden, hatten wie gesagt nur noch marginale Veränderungen gebracht, ebenso Wandstärken bis 49 cm, bzw. die hochwertigeren Fenster - zumindest rein rechnerisch, was mich dann doch auch ziemlich überrascht hat. Die letztendliche Konstellation werde ich erst in den nächsten Tagen in Abstimmung mit dem Energieberater bei den einzelnen Gewerken festlegen.
    Die Frage nach dem richtigen Heizungssystem ist eben sehr komplex, ein wenig berührt es ja meinen Berufsbereich auch, bzw. werde ich auch tagtäglich hierbei mit anderen Bauvorhaben konfrontiert. Häufig lassen mich hierbei die Ergebnisse auch ein wenig Zweifeln, was mich zunehmend zum Hinterfragen animiert.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von ofi44 Beitrag anzeigen
    ... ein wenig berührt es ja meinen Berufsbereich auch, bzw. werde ich auch tagtäglich hierbei mit anderen Bauvorhaben konfrontiert. Häufig lassen mich hierbei die Ergebnisse auch ein wenig Zweifeln, was mich zunehmend zum Hinterfragen animiert.
    Da frage ich mich, warum kein wasserführender Ofen gebaut wird. Falls Holz in ausreichender Menge zur Verfügung steht, und auch Zeit um die Kiste zu schüren, wäre das doch eine (verbrauchs)kostengünstige Variante.

    Ach ja, achte bei der Heizlastermittlung darauf, dass sie nach EN12831 erstellt wird, und dass Deine Vorgaben (Raumtemperaturen) berücksichtigt werden. Wohlgemerkt, wir reden von der Heizlastermittlung und NICHT vom EnEV Nachweise. Das wird gerne mal verwechselt

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    Themenstarter

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    Tja, gute Frage!
    Berufsbedingt bin ich deutlich mehr außer Haus als zu Hause, wenn ich dann zu Hause bin, dann will ich mich an einem schönen Genussfeuer und Wärmespeicherung freuen - wenn ich dann erst mal meine 750 Ltr. Speicher bemühen muß, bevor ich meine Fußbodenheizung aufdrehen kann - da habe ich dann keine Lust mehr dazu. Zudem will ich einen warmen Ofen und dieser lässt sich mit meinen Designvorstellungen u. der WW-Technik nicht vereinbaren. Die Mehrkosten für die komplette WWT mit Einbindung ins Heizungssystem stehen für mich, wenn ich sowieso noch eine komplett funktionstüchtige Zentralheizung, welcher Art auch immer, einbaue, in keiner Relation. Ich höre jetzt schon den Aufschrei der zahlreichen Ofenbesitzer mit WWT, ich plane und baue diese auch sehr häufig ein, aber meine Prämisse liegt zwischenzeitlich woanderst und ich denke auch, daß dies mit meinen Nutzungsmomenten im Haus auch wenig sinnvoll ist. Aber hier sind die Sichtweisen mindestens so vielseitig wie die Möglichkeiten bei den Wärmepumpen, die ich gerade zu ergründen versuche!
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  9. #8

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    Ich finde es gut, wenn jemand zu seinen Vorstellungen steht und nicht versucht irgendwelchen Trends hinterher zu rennen.

    Na ja, sobald wir die Heizlast kennen, wissen wir mehr. Dann kann man sich auch über eine WP Gedanken machen.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    So, die Daten sind nun da, allerdings habe ich keine Zahl gefunden, die als Heizlast deklariert war.
    Jahres-Primärenergiebedarf: 59,98 kWh/m²a
    Energiebedarf nach eingesetzen Energieträgern: 4227 kWh/a, bzw. 23 kWh/m²a
    Transmissionswärmeverlust Ht: 0,27 w/m²a
    Jahres-Heizwärmebedarf: Qh 62,25 kWh/m²a
    Um diese Werte zu erzielen hat er jetzt mal eine Abluft-Wärmepumpe vorgesehen, die mit einer Anlagenaufwandszahl eP von 0,93 veranschlagt ist.
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  11. #10
    Avatar von coroner
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    wir reden von der Heizlastermittlung und NICHT vom EnEV Nachweise. Das wird gerne mal verwechselt
    sieht nach Verwechslung aus...
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  12. #11
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  13. #12

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    Zitat Zitat von coroner Beitrag anzeigen
    sieht nach Verwechslung aus...
    Ich hab´s geahnt....

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    Zitat Zitat von ofi44 Beitrag anzeigen
    Der Gesamtjahreswärmebedarf, einschl. Brauchwasser liegt bei rechnerischen 12300 kwh
    Ich habe vor 5 Jahren gebaut und bei 185 qm nur einen Gesamtwärmebedarf von 11000 kWh. Bei diesen Werten vergiss eine Abluftwärmepumpe sofort, dass wird eine reine Stromheizung.

    Mach eine Heizlastberechnung, ich befürchte das da ein Wert von ca. 7 kW herauskommen wird. Mit einer Abluftwärmpumpe kannst Du Heizlasten von 1,5-2 kW abdecken, der Rest muss dazu geheizt werden. Ich selbst habe eine Heizlast von 5,7 kW und fahre mit eine 7 kW LWP recht gut. Stromverbrauch pro Jahr zwischen 3000-3500 kWh.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    So nun habe ich die Heizlast bekommen, diese liegt bei 7 kw
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  17. #15

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    Man bin ich gut

    7 kW sind nicht gerade überwältigend, da sollte noch einiges verbessert. KfW55 geht sich da nur mit viel Schönrechnerei aus. Eine Abluft-WP kannst Du bei dieser Heizlast vollkommen vergessen.

    1.) Heizlast reduzieren. Mehr als 30W/qm (und das sollte schon Standard sein, besser wäre wenn Du Richtung 20W/qm gehst) sollte ein Neubau inkl. WW nicht benötigen.

    2.) Eine "richtige" WP einbauen.
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