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  1. #1

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    Lächeln Mauern bei Frost... Ytong und allgemein

    Hallo Forum....
    ein Bekannter baut gerade sein EFH mit dem Ytong PP 2 0,35 Lambda 0,08.
    Leider kommt er voll in den Winter mit dem Rohbau und ist leicht verunsichert und bat mich um Hilfe. Ich bin der Meinung das er nicht bei unter +5°C arbeiten soll und auch auf einige Kleinigkeiten zu achten hat.

    Um mich abzusichern habe ich dann mal bei Xella diese 0800 Nummer angerufen. An der technischen Bauberatung wurde ich - meinem Anschein nach- sehr kompetent von einem Fachmann beraten. Keine "Hotline" sondern direkt ein Techniker dran der sich viel Mühe gegeben hat mir zu helfen und den Sachverhalt zu klären.

    Im Anschluss mailte er mir ein Merkblatt zum Thema "Mauern bei Frost" zu (siehe Anhang) was meine Anfangsthese bestätigte:

    Kein Problem wenn man sich an +5°C hält und die Kronen bzw. das Mauerwerk abdeckt. Natürlich auch keine gefroreren Steine benutzen und nix in den Mörtel mischen.
    Auch das warme Anmachwasser halte ich für keine gute Idee.....

    Was sagt Ihr dazu?!


    Beste Grüße
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  2. Mauern bei Frost... Ytong und allgemein

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von HarryHeimwerker Beitrag anzeigen
    Was sagt Ihr dazu?!
    Herstellervorgaben haben immer Priorität, allein schon aus Gewährleistungsgründen. Wozu also über Alternativen diskutieren wenn man sich damit eine Menge Ärger einhandeln kann?
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  4. #3

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    Eigentlich sagt das Merkblatt ja schon alles. Selbst wenn die Temperaturen tagsüber die +5°C-Grenze übersteigen mögen, so ist in kommenden Tagen weiterhin mit Nachtfrost zu rechnen...bald auch wieder knackiger Frost (bei uns sind für kommende Woche zweistellige Minuswerte angekündigt...).

    Das bedeutet dann eben, daß das Material, das vor Ort gelagert ist, auch diese Temperatur haben wird. Ein Kleben dieser Steine funktioniert also erstmal nicht! Selbst wenn es gelingt die Steine zu "erwärmen", so ist spätetstens abends wieder mit Temperaturen zu rechnen, die die kritische Grenze deutlich unterschreiten.

    Fazit: Im Augenblick kannst Du es vergessen!

    Grüße

    Thomas
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  5. #4

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    Hallo,

    tja, da ist der Bauunternehmer meines Nachbarns wohl anderer Meinung. Auch Porenbeton, das Erdgeschoss wurde letzte Woche gemauert (-7° in der Nacht), am Freitag wurden die Filigrandecken-Elemente aufgelegt (und dann die Mauerkrone nicht abgedeckt, am Samstag hat's dann schön 'drauf geregnet). Gestern abend war dann der Beton vergossen - und noch nicht 'mal eine Folie aufgelegt (Heute morgen waren es hier -4°)

    Bin 'mal gespannt, wie es weiter geht - und frag' mich, ob ich den zukünftigen Nachbarn darauf ansprechen soll; ist scheinbar ein Schlüsselfertigbau.

    Schöne Grüße,
    Martin
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  6. #5

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    Auch Porenbeton, das Erdgeschoss wurde letzte Woche gemauert (-7° in der Nacht),
    Zumal PB auch nur noch geklebt wird. D.h., daß die Mörtelschicht extrem dünn und "massearm" ist. Hier gibt es nun wirklich keine Toleranzen was die Verarbeitungstemperatur anbelangt.

    Es wäre sicher nicht dumm den Nachbarn darauf hinzuweisen und dieser sollte sich dann schon mal an die Schreibmaschine (so vorhanden ) setzen und eine Bedenkenanzeige formulieren. Hinterher wird es schwierig so etwas nachzuvollziehen bzw. glaubhaft nachzuweisen. Fotos, Temperaturen dokumentieren!

    Thomas
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  7. #6
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Herstellervorgaben haben immer Priorität, allein schon aus Gewährleistungsgründen.
    Naja, aus meiner Sicht ist das Merkblatt eine Mischung aus Herstellerangabe und DIN Norm.

    Die "5°C" Angabe ist vom Hersteller wohl vorgegeben, der Rest ist DIN.

    Ich würde sagen: "Spät anfangen und früh aufhören" wobei bei der momentanen Wetterlage eher aufs Mauern verzichten..... oder komplett EINHAUSEN

    Sicher ist sicher
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  8. #7

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    Daumen hoch

    Zitat Zitat von maveric00 Beitrag anzeigen
    ist scheinbar ein Schlüsselfertigbau.
    Da bekommt dieser Begriff gleich ne ganz andere Bedeutung:

    Der Bau ist fix und fertig, noch bevor der Bauherr den Schlüssel in Händen hält...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Da bekommt dieser Begriff gleich ne ganz andere Bedeutung:

    Der Bau ist fix und fertig, noch bevor der Bauherr den Schlüssel in Händen hält...
    Schlüsselfertig = Der Schlüssel ist fertig.

    Von "Bau" ist da nicht die Rede.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Alle Jahre wieder !!!

    Ich weiß gar nicht, warum über so einfache Sachen ständig philosophiert wird.
    Halten wir uns mal an eine Ampel, wie im Straßenverkehr:

    Grün: Temperatur größer 5 Grad. Zement reagiert halt mal unter 5 Grad nicht mehr. Deswegen die 5 Grad in den Unterlagen.
    Gelb:Naja einen gewissen Bereich gibts immer der noch geht (jeder Facharbeiter kennt diese Bedingungen...ich betone Facharbeiter= gelernter Mauerer zB).
    Rot: Irgendwann ist halt auch Schluß ! Wasser gefriert halt mal bei 0 Grad. Spätestens ab da sollte man doch mal ins Grübeln kommen.

    Aber egal was der Mörtel macht, geht doch mal bei Frost auf eine Baustelle, ohne dass es euch herlegt und man sich wirklich ernsthaft verletzt. Da gibts noch weitergehende Vorschriften (VOB etc.).

    Irgendwann ist Schluß mit lustig...da ist´s müßig im warem Sessel zu diskutieren, ob warmes Wasser verwendet wird o. ä.
    Schon mal bei - 10 Grand mit einem dampfstrahler Auto gewaschen ?


    Aber selbst dieser Kommentar ist ansich überflüssig.
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  11. #10

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    Baukralle:
    Hast ja nicht Unrecht mit Deiner Ampel.
    Aber so einfach und trivial wie du es darstellst ist es nicht. Man kann schon eine Menge bei unter 0°C machen - mit geeigneten Maßnahmen. Je kälter es dann ist, desto höher der Aufwand. Ob das dann noch wirtschaftlich ist, muss von Fall zu Fall untersucht werden.

    Es gibt einige Länder, in denen könnte man ansonsten bei strenger Beachtung Deiner Ampel nur wenige Monate im Jahr bauen.
    Selbst in Städten wie Moskau oder Sankt Petersburg herrschen oft von Oktober bis in den März/ April hinein Minusgrade; da wird trotzdem gebaut.
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  12. #11
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    @Baukralle:
    Das Thema ist leider nicht "überflüssig" da jeden Winter das gleiche Spiel losgeht....

    Der Kundenberater an der Xella-Bauberatung sagte mir, dass er dieses Thema mindestens 5x täglich hat und die Anrufer aus allen Gruppen stammen....

    Private Bauherren, Bauunternehmer, Architekten etc.

    Scheint also jedes Jahr ein Thema zu sein....was sich in den Köpfen nicht festsetzt.

    Die Frage die sich mir nun stellt ist, warum viele FACHARBEITER sich damit nicht auskennen?!?

    Aber dieses Rätsel wird man wohl nicht lösen
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  13. #12

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    Es ist und kann nicht Aufgabe eines Facharbeiters sein, eigenständig Maßnahmen für solche Umstände festzulegen und diese umzusetzen. Das kostet alles Geld und muss von der 'Leitung' entschieden werden.

    Dass bei bestimmten Arbeiten unter 5°C nicht 'normal' gearbeitet werden kann, weiß eigtl. jeder (halbwegs gute) Facharbeiter.

    Das dann für das jeweilige BV richtige Konzept zu erarbeiten und entspr. zu entscheiden muss wie oben erwähnt von anderer Stelle in der Firma kommen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    "Die Frage die sich mir nun stellt ist, warum viele FACHARBEITER sich damit nicht auskennen?!?"

    Um mich etwas präziser auszudrücken hätte ich wohl vor Facharbeiter noch "Fachleute" oder am "Bau Beteiligte" schreiben sollen.... sorry....

    Das die Jungs draußen NICHT alleine veranlassen das ganze Haus mit einem Zelt zu verhüllen ist schon klar...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Wie kommst Du denn auf die Idee, dass sich viele FACHARBEITER damit nicht auskennen?

    Das ist doch Deine Behauptung; bitte Quellen, o.ä. nennen, wo man nachlesen kann...
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  17. #15
    Themenstarter

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    Einen wissenschaftlichen Nachweis für meine Aussage habe ich leider nicht.... Es geht auch nicht nur allein um die Facharbeiter sondern um die vielen am Bau Beteiligten. Mein Post vorher sollte das eigentlich richtig stellen....

    Es ist mir nur anhand vieler Beispiele aus meiner Berufspraxis und Baustellen die man sieht immer wieder vor Augen geführt worden.
    Das jetzt aber:

    Ich finde das Merkblatt von Xella gut, weil es einfach und klar regelt was bei Frost zu tun ist....somit weiß JEDER was er wann darf....
    Klare AMPEL-Regelung....
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