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  1. #1

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    Feuchtigkeit untern und im Dach

    Hallo Forum,

    ich habe den Trockenbau in meinem Neubau selber gemacht mit dem Aufbau Rigibs, 35mm Dämmung, Dampfsperre, 180mm Dämmung und oben auf dem Dachboden liegen OSB-Platten. Der Dachboden ist nicht gedämmt, sondern verläuft entlang der Kehlbalken. Wir hatten die OSB-Platten erst vor kurzem auf dem Dachboden verlegt (nicht verklebt). Die Dämmung war trocken, da auch außen durch die Kälte wenig Luftfeuchtigkeit in der Umgebung war.
    Der Heizungsmonteuer dreht die Heizung im Moment auf das Maximum, um den Estrich an die Fußbodenheizung zu gewöhnen. Die Wohnräume sind jetzt wie eine Saune mit extremer Luftfeuchtigleit. Unser Bauträger will somit den Bau trocken heizen. Das Wasser läuft an den Fenstern runter und ich halte mit häufigen Stoßlüften dagegen. Angeblich sei das in den Wohnräumen normal. Zu Sicherheit kommten hier aber nächste Woche ein paar Bautrockner in das Haus, da ich mir Sorgen um die Rigipsplatten mache.

    Jetzt sehe ich auf dem noch ungedämmten Spitzboden, dass an den offenen Stellen zwischen den OSB-Platten zu den Ringbalken sich feuchtigkeit ablagert. Auch sammelt sich an der Folie unter dem Spitzdach (die nicht luftdichte Filz-Folie unter den Dachziegeln, genau Bezeichnung kenne ich leider nicht) enorme Mengen Wasser und es tropft herunter. Jetzt kann ich nicht mehr unter die OSB-Platten schauen, aber könnte es durch das Ausschwitzen der Wände zu Schimmel kommen unter den OSB-Platten? Die Dampfsperre ist überall angeklebt und sollte Dicht sein, obwohl der Blower-DoorTest noch bevor steht. Die 180er Dämmung des seitlichen Daches geht ca. 0,5m in den Spitzbonden rein. Bis in die Dachspitze sollte erst später weiter macht werden. Selbst in den Bereichen ist die Dämmung recht nass, was vorher nicht der Fall war. Ist das normal? Was haltet ihr davon?

    Viele Grüße,
    Narf
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  2. Feuchtigkeit untern und im Dach

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  3. #2

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    Haste ne Bodenluke drin?
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  4. #3
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    Also Kondensatausfall an der Unterseite der Unterspannbahn (USB ), weil es zum Spitzboden hin nicht luftdicht ist. Kondensat läuft im Spitzboden an der USB herunter und durchfeuchtet die Dämmung in den Gefachen des bereits verkleideten Dachgeschosses.

    Kapitaler Feuchteschaden.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Eine Bodenluke ist drin mit Dichtung. Die ist auch soweit dicht. Ich habe gestern Abend alle OSB-Platten wieder runter genommen, da sich unter ihnen Fechtigkeit gestaut hatte. Meine Vermutung ist, dass diese aus den Mauern der Räume nach ober gedrückt wurde durch die Wärme. Unser Wandputz war noch sehr feucht, als die Heizung anlief und wieder jetzt erst so richtig trocken.
    Woher die starke Feuchtigkeitsablagerung an der USB kommt ist mir noch unklar. Vielleicht auch aus den Mauern. Die Dampfsperre müßt dicht sein. Alles am Putz befestigt, Tackerstellen überblebt und selbst dort wo ich nur ein kleines Loch vermutet habe, kam noch eine Klebestreife drüber. Ich hoffe nur, dass die Feuchtigkeit aus den Wänden komplett raus ist und jetzt abtrocknet. Die Dämmung ist bisher nur an der Oberfläche zur USB nass und noch nicht komplett durchtränkt.
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  6. #5

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    Dampfsperre müßt dicht sein. Alles am Putz befestigt
    ,
    wie befestigt? Anpresslatte?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Nein, angeklebt mit dafür gedachten Kleber aus der Kartusche (Knauf - Solimur)
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  8. #7

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    sorry, aber da vermute ich die ersten undichten Stellen,
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  9. #8
    Themenstarter

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    War der Kleber dafür ungeeignet oder war das allgemein deine erste Vermutung? Die haben das LDS von Knauf bei uns verbaut und das Solimur ist dafür laut Beschreibung gedacht die Dampfsperre an den Putz zu kleben. Die Lattung drückt dann zusätzlich dagegen. Klar bin ich da jetzt kein Profi, aber meiner Aufassung nach ist der Kleber überall ausreichend angebracht.
    IcCh hoffe dabei, dass die Feuchtigkeit vom Ausschwitzen der Wände kommt, bzw. des gesamten Hauses kommt. Die Heizung läuft ja jetzt erst seit einer Woche. Ich werde die Stellen mal beobachten und die OSB-Platten erstmal noch ablassen.
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  10. #9
    Avatar von Peeder
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    Eine Bodenluke ist drin mit Dichtung
    also , siehe @Erik

    Woher die starke Feuchtigkeitsablagerung an der USB kommt ist mir noch unklar.
    weil da die Feuchtigkeit kondensiert, und die kommt daher, wie Erik oder Gipser sie vermutet.

    Mit den " ausschwitzen " der Wände, regst du nur deine AWG Hormone an.

    Blower-DoorTest noch bevor steht
    nun wird es alle höchste Eisenbahn !

    Aber eine Hoffung gibt es, bei der Sauna unten, und ein paar minuten die Luke auf, weisst du eigendlich, wieviel Wasser da mit einen Schlag in den Spitzboden befördert wird ?

    In einen selben Fall wurde die Dampfbremse und Bodenluke von einen Bauherrren gerügt, Ursache war, das die Bodenluke für Materialtransport so mal für 2-3 stunden offen war.

    Peeder
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  11. #10

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    laut Beschreibung gedacht die Dampfsperre an den Putz zu kleben
    das ist soweit richtig, aber

    unter Berücksichtigung der Anforderungen der DIN 4108, insb. Teil 7.
    und das geht nun mal nicht ohne Anpresslatte.....
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  12. #11
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    Also ich hatte mich damals vorab bei dem Baustoffhandel beraten lassen. Die haben das so beschrieben, dass die Folie mit dem Kleber so halten sollte. Ich musste an einer Stelle die Folie wieder entfernen und der Putz blieb an der Folie. Auf der Längsseite der Raumes presst eine Latte zusätzlich an die Folie. Querseitig allerdings nur alls 50cm ein Ende der Latte. Dort preßt also keine Latte auf voller Länge daran. So wurde es mir erklärt.
    Zusätzlich hatte ich noch einen "alten Hasen" dabei, der schon mehrere Bauten gemacht hatte und es ebenfalls so machen wollte. Daher habe ich das so für richtig gehalten. Wenn ich mir jetzt oben im Spitzboden die Dämmung abnehme, dann sehe ich die Folie fest an der Wand kleben, auch an den Stellen, wo viel Wasser an der USB auftritt. Wenn das so bleibt will ich mal in einer Abstellkammer die Rigipsplatten wieder abnehmen und mal da drunter schauen. Die Arbeiten am Trockenbau waren eigentlich schon soweit fertig
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  13. #12
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    Unser Wandputz war noch sehr feucht, als die Heizung anlief und wieder jetzt erst so richtig trocken.
    Und auf der Klebemisttube steht was? Kleber taugt nur dann, wenn die Wand staub-, fettfrei und trocken ist. Ausbaureihenfolge war also falsch: Trockene Wände und dann dämmen oder vorher dämmen und Dampfbremse mit Anschlußbändern einputzen und erst dann weiterer Ausbau einschließlich Estrich.

    Richtig ist, daß auch Feuchtigkeit aus den Wänden in den Spitzboden diffundieren kann, wenn die Dampfbremse nicht über die Wandkronen ( bei Trockebauinnenwände ein " muß " ) hinweggeführt wurde. Aber in dem Umfang??

    BDT dürchführen, gegebenenfalls mit " Theaternebel " und die nasse Dämmung wieder ausbauen.
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  14. #13
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    Es ist schwierig was mit Worten hier zu beschreiben. Der Wandputz wurde 8 Wochen vor Beginn der Trockenbauarbeiten eingebaut. Der Estrich kam 4 Wochen davor ins Haus. Da hätte ich die für das Anbringen des Klebers für trocken genug gehalten. Das der jetzt nicht komplett trocken ist war uns dabei klar. Das ging nur mit Heizung aber anheizen ohne Dämmung und Dampfsperre ist auch nicht so effektiv. Und wie ich auch geschrieben hatte, hält der Kleber fest und ich kann die Folie nicht mehr vom Putz trennen (vom Dachboden komme ich da noch dran). Ich habe gestern die komplette Dämmung angehoben und mir die Stellen zu den Mauern auf dem Spitzboden angesehen. Alles dicht. Wir haben alles massive Wände mit Hohlziegeln, die nach oben auch verschlossen wurde.
    Ich schau mir das jetzt diese Woche noch an und versuche mal einen Trockenbauer zu organisieren, dass der mal einen Blick rein wirft. Vielleicht kann der dazu was genaueres sagen. Ich kann nur hoffen, dass wir nicht alles noch mal machen müssen, denn der finanzielle Spielraum ist am Ende.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von sniper
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    hallo paderborner

    du brauchst keinen trockenbauer
    es muß ein BDT mit leckageortung gemacht werden,alles andere ist nicht zielführend

    in der übergangszeit die fugen der bodenluke abkleben
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  17. #15
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    Laut unserem Nachbarn (Zimmermann/Trockenbauer) handelt es sich dabei "nur" um Schwitzwasser. Er hat uns jetzt geraten die OSB-Platten bis zum Sommer ab zu lassen und erst dann, nachdem der Dachstuhl und das Haus komplett trocken ist, den Spitzboden auszubauen.
    Den BDT versuche ich jetzt machen zu lassen, bevor wir am Trockenbau weiter machen. Aber wie schon erwähnt sind wir und unser Bauträger gerade in einer rechtlichen Auseinandersetzung und er im Moment nicht sehr gut auf mich zu sprechen. Da ja, wie anscheinend üblich, der Bau teurer wurde als geplant, können wir den im Moment nicht selber bezahlen und durchführen lassen.
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