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Erdgeschossdecke bei Minus 1 Grad gegossen?

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  1. #1
    Marc1973
    Gast

    Erdgeschossdecke bei Minus 1 Grad gegossen?

    Hallo ,

    ich war bisher stiller Mitleser hier, hoffe nun aber auf einen guten Rat von Euch.

    Falls ich aus Versehen das falsche Unterforum gewählt habe bitte ich um Verzeihung, vielleicht kanns der Mod dann verschieben.

    Meine Frage:

    Wir haben eine DHH sozusagen schlüssenfertig vom Architekten gekauft und einen Bauhandwerkervertrag mit ihm geschlossen. Vor 3 Wochen war Baubeginn, das Erdgeschoss ist nun fertig.

    Anfang dieser Woche wurden Betondeckenelement auf das Erdgeschoss aufgelegt und heute nachmittag wurde der Beton in die Verschalung gegossen.

    Meine Sorge, es herschten heute tagsüber minus 1 Grad, für heute Nacht werden minus 3 Grad erwartet. Es hat tagsüber auch geschneit zeitweise.

    Der Beton wurde zwar mit Styroporplatten abgedeckt aber.... war es heute nicht zu kalt um diese Arbeiten durchzuführen???

    Sollte ich schnellstmöglich mit einen unabhängigen Bauexperten den Rohbau inspizieren?

    Habe Sorge das diese Arbeitsweise Schäden am Rohbau später haben könnte. Zumal auch morgen minus Temperaturen und Schnee vorgergesagt sind.

    Gruss

    Ein Forumsneuling
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  2. Erdgeschossdecke bei Minus 1 Grad gegossen?

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  3. #2
    planfix
    Gast
    es gibt zuschlagstoffe/zemente, die das gefrieren des betons verhindern, ... exotherme betone. siehe lieferschein, dort sollt dann der zuschlag vermerkt sein, oder die bezeichnung dafür. dein bauleiter sollte da mal drauf geguckt haben, oder vllt. auch der statiker :P
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    es ist ungewöhnlich das man die frische decke mit dämmplatten abdeckt kann aber funktionieren wenn lückenlos gedeckt ist. Habe aber meine bedenken das vollflächig abgedeckt ist.
    Bis minus 3 grad (in ihrem fall) mit entsprechende nachbehandelung sind aufgrund der wetterverhältnisse keine schäden zu erwarten.
    Mfg.
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  5. #4
    wasweissich
    Gast
    Zitat Zitat von Marc1973 Beitrag anzeigen
    Wir haben eine DHH sozusagen schlüssenfertig vom Architekten gekauft und einen Bauhandwerkervertrag mit ihm geschlossen.
    finde ich wichtig , dass der "architekt" BT oder GÜ ist , http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=7445

    ihn dann bitte auch so zu bezeichnen , um missverständnissen vorzubeugen...
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  6. #5
    Avatar von Vossi
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    Bei uns wurde heute die Platte einer Zubringerbrücke auf dem Kreuz A39 gegossen. Das wäre im Schneetreiben ein Foto wert gewesen...
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  7. #6
    Marc1973
    Gast
    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    finde ich wichtig , dass der "architekt" BT oder GÜ ist , http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=7445

    ihn dann bitte auch so zu bezeichnen , um missverständnissen vorzubeugen...
    Danke für die bisherigen Antworten Also ich hab im "Treppenhausloch" auf der Leiter gestanden und die frisch gegossene Decke ist wirklich komplett abgedeckt worden.

    Korrektur: ab morgen werden 2 Tage Plusgrade von 2-3 Grad erwartet.

    Also habe mir den verlinkten Thread durchgelesen btr BT und GÜ bin jedoch etwas verwirrt

    Habe das Grundstück selber gekauft und mit den Architekten einen Bauwerkervertrag geschlossen. D.h. der Architekt vergibt die Aufträge an die jeweiligen Handwerkerfirmen. ?
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  8. #7
    wasweissich
    Gast
    also gü , er plant und baut.......?
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  9. #8
    Marc1973
    Gast
    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    also gü , er plant und baut.......?
    Er plant und lässt bauen. Er macht die Verträge mit dem Bauunternehmer, Fliesenleger, Installateur etc
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  10. #9
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    ... es gibt zuschlagstoffe, die das gefrieren des betons verhindern, ... exotherme betone. ...
    Meiner Kenntnis nach gibt es keine Zuschlagsstoffe, die ein Gefrieren verhindern, wohl aber Zuschläge, die welche, die gegen Frost- bzw. Frost-Tausalz-Beanspruchung beständig sind. Das "exotherm" bezieht sich auf die Auswahl des Zementes und nicht auf den Zuschlag (oder die Gesteinskörnung, wie es nun heißt).

    Zitat Zitat von Yilmaz Beitrag anzeigen
    ... es ist ungewöhnlich das man die frische decke mit dämmplatten abdeckt kann aber funktionieren wenn lückenlos gedeckt ist ...
    Das wird relativ häufig praktiziert bei kleinerer Flächen wie einer Wohnhausdecke. Bei größeren Flächen ist Wärmedämmfolie als Nachbehandlung sinnvoller.

    Wenn die Firma schon einmal so weit gedacht hat, bei den tiefen Temperaturen wärmedämmende Massnahmen einzuleiten, sollte, wenn der Frischbeton bei Anlieferung mehr als 10 °C gehabt hat, nichts passiert sein. Die 10 °C sollten aber auch gewährleistet gewesen sein, da ich kein Werk kenne, was z.Z. keinen Warmbeton fährt. Und durch die Wärmedämmung bleibt die Wärme im Beton drinnen und die Hydratation kann starten. Wenn diese angelaufen ist, entwickelt der Beton genügend Eigenwärme (beim entsprechenden Zement), damit er nicht einfriert.
    Ist denn die Frischbetontemperatur mal gemessen worden ??
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  11. #10
    planfix
    Gast
    Das "exotherm" bezieht sich auf die Auswahl des Zementes
    stimmt, hast recht.
    jetzt wollt ich mal mit schulwissen von der uni glänzen, nach 22 jahren ist da wohl doch einiges vergessen. zum glück muß ich heute keine betonrezepte mehr wissen.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    jetzt wollt ich mal mit schulwissen von der uni glänzen,
    mit oder ohne uni du glänzt immer mit deiner wissen
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Marc1973
    Gast
    Also lt. dem Architekten wurde "Warmbeton" verarbeitet der bis minus 5 Grad problemlos gegossen werden kann. Es wurde komplett mit Styroporplatten abgedeckt.

    Ich werde dem Architekten also vertrauen in diesen Punkt.

    Vielen Dank für euere hilfreichen Antworten.
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  15. #13

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    02.2011
    Ort
    Ettenstatt
    Beruf
    Sachverständiger
    Beiträge
    2
    Nach DIN 1045-3:

    8.3 Temperatur des Betons
    (1) Die Frischbetontemperatur darf im Allgemeinen 30 °C nicht überschreiten, sofern nicht durch geeignete Maßnahmen sichergestellt ist, dass keine nachteiligen Folgen zu erwarten sind.
    (2) Bei Lufttemperaturen zwischen 5 °C und –3 °C darf die Temperatur des Betons beim Einbringen 5 °C nicht unterschreiten. Sie darf 10 °C nicht unterschreiten, wenn der Zementgehalt im Beton kleiner ist als 240 kg/m3 oder wenn Zemente mit niedriger Hydratationswärme verwendet werden.
    (3) Bei Lufttemperaturen unter –3 °C muss die Betontemperatur beim Einbringen mindestens 10 °C betragen. Sie sollte anschließend wenigstens 3 Tage auf mindestens 10 °C gehalten werden.
    Anderenfalls ist der Beton so lange zu schützen, bis eine ausreichende Festigkeit erreicht ist.

    Hans Kögler
    Geändert von Baufuchs (04.02.2011 um 20:09 Uhr) Grund: Hinweise aufs eigene Gewerbe nur im Profil zulässig
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