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Generelle Frage: Wann sind Risse ein Mangel, und wer hat sie zu verantworten

Diskutiere Generelle Frage: Wann sind Risse ein Mangel, und wer hat sie zu verantworten im Forum Trockenbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Generelle Frage: Wann sind Risse ein Mangel, und wer hat sie zu verantworten

    Hallo allen Bauexperten,

    unsere Situation: Fertighaus (Passivhaus) in Holzrahmenbauweise. Wandaufbau zweischalig, innen eine durchgehende 10cm Installationswand, nichttragend. Doppelt beplankt, Gipskarton (Knauff) auf OSB bei Aussenwand, Gipskarton (Knauff) auf Spanplatte bei Innenwand.

    Trockenbau durch Haushersteller, Innenausstatter lokal beauftragt. In allen Räumen Innenputz (Krusemark) oder Vliesfaser (Erfurt). Stösse der Gipskartonplatten in der Wand wurden mit Rissband verspachtelt (Uniflott), Ecken und Übergang Wand/Decke mit Acryl ausgespritzt und gestrichen.

    Ergebnis nach drei Monaten: In nahezu allen Ecken (Wand/Wand, Wand/Decke, Fensterlaibungen) Risse, teilweise 2 bis 3 mm breit. Einzelne Haarrisse in der Wand.

    "Traum"situation: Haushersteller sagt Fehler Innenausstatter wegen Acryl, Innenausstatter sagt nicht zu vermeiden bei Holzbau da Holzhaus arbeitet.

    Generelle Frage: Ab wann ist ein Riss ein Mangel bzw. bis wann ist "nicht vermeidbar"?

    Pragmatische Frage: Haushersteller empfiehlt, mind. ein Jahr zu warten und erst dann nachzubessern, da dann das Haus sich "beruhigt" habe. Was sollte man sinnvollerweise dann tun? Innenausstatter bietet an, aus Kulanz Acryl nachzuspritzen und Ecken nachzustreichen, wird das reichen um die Risse dauerhaft zu beseitigen?

    Vielen Dank im Voraus,
    Michael
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  2. Generelle Frage: Wann sind Risse ein Mangel, und wer hat sie zu verantworten

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    natürlich kann man einen holzrahmenbau so beplanken und die beplankung
    so spachteln, dass risse entstehen - das gegenteil gilt genauso.

    wir haben immer wieder bis zu 13m lange wände .. rissfrei.
    geht also.

    wenn bei dir derart grosse risse kommen, müsste man die ursache finden,
    um e. belastbare aussage über künftige "bewegungen" treffen zu können - bisher
    finde ich´s, trotz der wenigen angaben, eher verwunderlich.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ein paar Fotos....

    Was würdet Ihr empfehlen? Gutachter / Ombudsmann BDF? Oder warten und in einem Jahr nachbessern lassen?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Wie gesagt: Fast alle Risse sind in Ecken/Winkeln/Kanten.

    Einige einzelne wenige mitten in der Wand: Z.B. bei einer Änderung der Wanddicke: Wand vom Wohnzimmer zum Gäste-WC und Flur, Wanddicke Wohnzimmer-Flur 15cm, Wanddicke Wohnzimmer-Gäste-WC 21cm, mitten genau am Punkt der Dickenänderung in der Wohnzimmerwand Wand ein senkrechter Riss vom Boden zu Decke. Oder immer da, wo aus statischen Gründen in der Installationswand / Decke Stahlträger laufen.
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  6. #5
    Avatar von Peeder
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    Fast alle Risse sind in Ecken/Winkeln/Kanten.


    Solche Risse an Anschlüssen sind durch einfache Maßnahmen zu vermeiden, wie im ersten Bild handelt es sich ganz klar um einen unkontrollierten Haarriss.

    Ursache ist in den meisten Fällen fehlende Trennung an Angrenzende Bauteile

    Gruss Peeder
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  7. #6
    MoRüBe
    Gast

    wann...

    ... gebaut (Jahreszeit)?

    Trockner?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    ... gebaut (Jahreszeit)?

    Trockner?
    Haus gestellt April 2010, Estrich im Mai. Trockner waren nie nötig. Innenputz etc. im Juli/August. Einzug September. Risse ab der ersten kalten Periode.

    Danke für die bisherigen Infos, sind "unkontrollierte Risse" ein Mangel? Und wie kann man möglichst einfach und dauerhaft nachbessern?
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  9. #8
    MoRüBe
    Gast

    falsch...

    Zitat Zitat von MichaelOF Beitrag anzeigen
    ...Trockner waren nie nötig.
    ... Trockner (auch im HRB) sind immer nötig, gerade dann, wenn Estrich und Putz (?) reinkommen...
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  10. #9
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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    ... Trockner (auch im HRB) sind immer nötig, gerade dann, wenn Estrich und Putz (?) reinkommen...
    Hmmm. Kann ich nun nicht beurteilen, unser Bauleiter aber meinte seinerzeit, Trockner werden nur bei "abgesoffenem" Haus (Stellen bei Regen) oder feuchter, kühler Witterung gebraucht. Unser Haus hat zum Glück innen nie Regen gesehen...

    Wir hatten im Sommer dann die Mörderhitze, und sowohl der Estrich als auch der Putz konnten gemütlich trocknen, alles sauber nach Terminplan. Wo soll da ein Problem sein, und wenn da eines ist, was hat es mit den Rissen zu tun?
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  11. #10

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    vielleicht ist alles bei der "mörderhitze" zu schnell, bzw zu oberflächlich getrocknet?
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  12. #11

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    Wann ist der Trockenbau gekommen?
    [ ] Gleich beim Aufstellen (ab Werk)
    [ ] vor Putz & Estrich
    [ ] nach Putz & Estrich (wenn ja - wie lange danach)
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  13. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Wann ist der Trockenbau gekommen?
    [ ] Gleich beim Aufstellen (ab Werk)
    [ ] vor Putz & Estrich
    [ ] nach Putz & Estrich (wenn ja - wie lange danach)
    Späte Antwort von mir, sorry:

    - Trockenbau (Installationswand [doppelt beplankt] und sichtbare Decke [Gipskarton]) direkt nach Stellen des Hauses, ab April, parallel zu Elektrorohinstallation, Sanitärrohinstallation inkl. Lüftungsleitungen etc.

    - Dann irgendwann Mitte/Ende Mai Estrich.

    - Nach erster Begehbarkeit des Estrich (5+ Tage) Beginn der Spachtelarbeiten, danach während der Trockenzeit des Estrich Innenputz und Streichen der Decken.

    - Trockenzeit des Anhydritestrich laut Estrichleger 1 Woche / cm. Haben wir überschritten, also länger als nötig.

    - Ende Juli / Anfang August dann Verlegen der Böden in Eigenleistung, nach Aussage aller (Bauleiter, Innenausstatter etc.) war der Estrich staubtrocken.

    Zur Info: Als Passivhaus hat unser Haus natürlich eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung (Kompaktgerät), und dieses bedeutet als Nebeneffekt recht trockene Luft. Hygrometer zeigt bei uns zwischen 30% und 40% an.
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  14. #13

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    Ahnt ichs doch. Die Platten haben so richtig Feuchtigkeit gezogen und sind jetzt endlich trocken.
    Das Dumme dabei ist halt, dass die auf die Feuchte mit "Wachsen" reagieren und auf s Trocknen mit Schrumpfen
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Das klingt durchaus plausibel.

    Aber wie sollte das denn anders gehen? Der Innenputz kommt doch an den Wänden ** AUF ** die (gespachtelten) Gipskartonplatten? Also ist das Vollsaugen / Trockenwerden doch zwangsläufig?

    Der Bauleiter, sagt, der Innenausstatter hätte z.B. von Knauf sogenannte "Papierfugendeckstreifen" nehmen müssen, damit wäre nichts passiert, Acryl wäre nicht sachgerecht.
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  17. #15

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    Nö!
    Reihenfolge:
    Mauerwerk
    Putz
    Estrich
    Trockenbau.

    Oder wenn der Trockenbau zwingend aus irgendwelchen Gründen unbedingt vor Putz+Estrich erfolgen muss, dann unverspachtelt. Verspachteln, wenn halbwegs bis gut trocken.

    Fugenstreifen ja. Aber nicht der Maler, sondern der Trocki bzw. hier der Putzer!!!
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