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Optimierung der Einstellungen zur Warmwasserbereitung

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  1. #1
    Avatar von rainerS.punkt
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    Optimierung der Einstellungen zur Warmwasserbereitung

    Moin,

    ich habe derzeit meine Warmwasserbereitung so eingestellt, dass zweimal - am Wochenende dreimal - am Tag auf 55°C aufgeheizt wird. Wäre es besser/effizienter, die Warmwasserheizung von 6 bis 22 h durchlaufen zu lassen und statt dessen bspw. nur auf 50 oder 45 °C zu heizen? (300 l Solar-Schichtenspeicher hängt dahinter)

    Viele Grüße
    Rainer
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  2. Optimierung der Einstellungen zur Warmwasserbereitung

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  3. #2

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    Speicher?
    Speicherverluste?
    Zirkulation?

    Die niedrigere Speichertemp. sollte auch zu geringeren Verlusten führen, doch wenn zwischen den WW-Zyklen der Wärmeerzeuger komplett abgeschaltet wird, dürfte sich der Vorteil so ziemlich aufheben.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Avatar von rainerS.punkt
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    Speicherverluste sind sicher irrelevant. Wenn kein WW entnommen wird, sinkt die Temperatur zwischen den Heizzeiten auch nicht ab. Aber da die Therme auch die Heizung versorgt, läuft sie im Winter natürlich eh immer mal wieder.

    Also wäre das Durchheizen nicht "teurer", ggf. nur komfortabler.

    Zirkulation haben wir nicht.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von rainerS.punkt Beitrag anzeigen
    Also wäre das Durchheizen nicht "teurer", ggf. nur komfortabler.
    Zumindest dürfte der Unterschied marginal sein, wenn die Therme sowieso läuft, Speicher nur minimale Verluste hat, und auch keine Zirk, vorhanden ist.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von rainerS.punkt
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    Vielen Dank.
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  7. #6

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    Und was ist mit den Legionellen? Bei 55 Grad werden die platt gemacht. Aber bei 45 oder 50?
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    ... bei den letzten Temperaturen freuen die sich und werden sehr aktiv

    Gruß

    Bruno Bosy
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  9. #8

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    Zitat Zitat von wall Beitrag anzeigen
    Und was ist mit den Legionellen? Bei 55 Grad werden die platt gemacht. Aber bei 45 oder 50?
    Wenn da nicht Unmengen Wasser bevorratet werden, und der Verzicht auf die Zirkulation lässt so etwas vermuten, dann wird das Wasser ständig "verbraucht". Da haben die Legionellen gar keine Zeit sich zu vermehren.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Da haben die Legionellen gar keine Zeit sich zu vermehren.
    Ich bin bis jetzt nur stiller Leser, habe aber nicht umhinkommen können, feststellen zu müssen, das hier sehr viel wert aus Expertentätigkeit gelegt wird. Und jetzt kommen hier einfach mal so Aussagen zur Mikrobiologie von Legionellen ohne sicherlich den Stoffwechelzyklus von Legionellen zu kennen, oder?

    Siehe: http://www.imikro.uni-rostock.de/Dok...egionellen.pdf


    Ich denke solche Aussagen sind sehr fahrlässig, mit der Gesundheit sollte man nicht spielen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von ralf9000 Beitrag anzeigen
    Ich denke solche Aussagen sind sehr fahrlässig, mit der Gesundheit sollte man nicht spielen.
    Nein, nicht fahrlässig. Das Thema wurde hier und im HTD schon zigfach durchgekaut.

    Noch einmal zum mitmeiseln.

    Wir reden hier von einer Kleinanlage, Speicher vielleicht 300 Liter, Leitungsinhalt < 3 Liter (sonst wäre Zirk. erforderlich).

    Bei normaler Nutzung verbleibt das Wasser nur wenige Stunden im Speicher. Die Vermehrungsrate von Legionellen liegt unter Idealbedingungen (um 30-35°C) bei einer Verdopplung in etwa 4 Stunden. Bei 45°C oder 50°C ist die Vermehrung bereits deutlich reduziert.
    Wo soll sich bitte schön hier eine auch nur annährernd kritische Konzentration von Legionellen bilden?

    Ach ja, was gerne mal vergessen wird, die 60°C sind auch nur ein Richtwert. Es gab anscheinend schon Untersuchungen, bei denen Legionellen, respektive deren Wirte, Temperaturen bis 90°C überlebten.

    Anstatt wegen ein paar K Wassertemperatur zu diskutieren, sollte man besser darauf achten, dass die Installation fachgerecht ausgeführt wird, denn DA steckt üblicherweise die Schwachstelle (Bsp.: Stagnation in Leitungsstücken usw.).

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Nein, nicht fahrlässig. Das Thema wurde hier und im HTD schon zigfach durchgekaut.
    Von Mikrobiologen? Rufen Sie mal das von mir angegebene Institut an, die wissen zumindest wovon sie in Sachen Mirkorbiologie reden. Die haben uns (s.u.) beraten, heute haben wir keinen noch so kleinen Speicher mehr, sondern Durchlauferhitzer.

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die Vermehrungsrate von Legionellen liegt unter Idealbedingungen (um 30-35°C) bei einer Verdopplung in etwa 4 Stunden. Bei 45°C oder 50°C ist die Vermehrung bereits deutlich reduziert.
    Hätten Sie obere Referenz gelesen, hätten Sie entnehmen können, das es zusätzliche weit aus wichtigere Faktoren gibt: Eisenionengehalt, Reste von Aktivkohle, usw. alles im ppm-Bereich. Diese Faktoren werden teilweise von der Hausinstallation, teilweise vom Wasserwerk und vom Leitungsnetz bestimmt, wenn ungünstige Verhältnisse vorliegen, kann eine Legionellenverdoppelung deutlich schneller gehen.

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Bei normaler Nutzung verbleibt das Wasser nur wenige Stunden im Speicher.
    Wie denn bitte das? Wie ist es denn einzuschätzen, wenn alle z.B. berufstätig sind und 8 und mehr Stunden keine Wasserentnahme stattfindet? Und wie kann man bei jedem Speicher von einer niedrigen Durchmischung des "alten" Wassers mit dem "neuen" Wasser ausgehen. Entscheidend ist doch das Produkt aus Vermehrungsrate und der Verdünnungsrate: ist dieses über Eins sieht es schlecht aus. Da führt kein Weg vorbei.
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Nein, nicht fahrlässig.
    Doch sehr fahrlässig. Haben Sie schomal Legionellenerkrankung in Ihrer Familie gehabt? Ich schon. Da hilft Ihnen nicht die Erklärung, ich habe es bei jemand in Auftrag gegeben, der darauf geachtet hat

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    ..., dass die Installation fachgerecht ausgeführt wird, ...
    Wie heißt doch der Spruch "Schuster bleib bei deinen Leisten", wir waren vor einem Jahr froh durch Mikrobiologen beraten worden zu sein, das Gesundheitsamt hat den Kontakt hergestellt. Wie gesagt nicht den Kontakt zu Bau-Fachleuten, sondern zu Wissenschaftlern, die ganz andere Empfehlungen ausgesprochen haben.
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  13. #12

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    um das Legionellenproblem zu umgehen und dennoch NICHT so heißes Wasser zapfen zu müssen, ist das Konzept bei meinem Neubau: WW wird über einen Wärmetauscher vom Speicher aufgeheizt. Also wie beim Durchlauferhitzer. Was bleibt, ist das aufgewärmte Wasser in den Leitungen zu den Zapfstellen.
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  14. #13
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von ralf9000 Beitrag anzeigen
    Haben Sie schomal Legionellenerkrankung in Ihrer Familie gehabt? Ich schon. Da hilft Ihnen nicht die Erklärung, ich habe es bei jemand in Auftrag gegeben, der darauf geachtet hat.
    Moin,

    ich bin zwar nicht Ralf, aber ich kann aus eigener Erfahrung von dieser Erkrankung berichten. Und das war nicht unbedingt lustig (7 Wochen wurde rumgedoktert). Außerdem wollten die Ärzte die Erkrankung nicht bescheinigen, weil sie das dann nach § 7 des Infektionsschutzgesetzes melden müssten. Und so war es dann eben "nur" eine Lungenentzündung

    Deswegen bringe ich das Thema auch immer wieder hervor, auch wenn es oft nicht so gerne gesehen wird. Aber genauso gefährlich ist das Stagnationswasser in der Trinkwasserinstallation. Das hier die meisten Großanlagen Mängel haben, ist auch jedem bekannt, nur interessiert es nicht.


    Gruß

    Bruno Bosy
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter
    Avatar von rainerS.punkt
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    Moin,

    auch wenn ich Legionellen im EFH-Neubau - auch nach allem, was ich darüber mir bisher "erlesen" haben - als nicht so kritisch erachte, werde ich dann jetzt in der Zeit wo wir da sind durchheizen und nur während definitiver Abwesenheit abschalten und die Temperatur nicht groß ändern. Soll im Fall der Fälle ja auch mal für eine volle heiße Wanne reichen.

    Grüße
    Rainer
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  17. #15

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    Zitat Zitat von ralf9000 Beitrag anzeigen
    Ich schon. Da hilft Ihnen nicht die Erklärung, ich habe es bei jemand in Auftrag gegeben, der darauf geachtet hat
    Aber ich halte jede Wette, dass die WW-Temperatur nicht ursächlich war, zumindest so lange wir nicht von einer lauwarmen Brühe reden die tage-/wochenlang in einem Speicher stand.

    Ich kann verstehen wenn ein Betroffener Panik schiebt, doch man sollte deswegen nicht den Blick für´s Wesentliche verlieren.

    Gruß
    Ralf
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