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Darlehensvermittlungsvertrag - Schadenersatzpflicht?

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  1. #1

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    Darlehensvermittlungsvertrag - Schadenersatzpflicht?

    Uns hat ein Finanzierungsvermittler der Fa. istdochegal vorgeschlagen, eine Finanzierung für uns zu vermitteln. Dazu sollen wir einen Darlehensvermittlungsvertrag unterschreiben. Darin steht jedoch nicht, was passiert, wenn wir sein Angebot nicht annehmen wollen. Sind wir in diesem Fall schadenersatzpflichtig? Warum müssen wir überhaupt so etwas unterschreiben, eine Genehmigung der Schufaeinsicht, Datenschutzeinverständnis etc. müsste doch reichen?

    Danke!
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  2. Darlehensvermittlungsvertrag - Schadenersatzpflicht?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von zarathustra2012 Beitrag anzeigen
    Darin steht jedoch nicht, was passiert, wenn wir sein Angebot nicht annehmen wollen.
    Dann lasst es doch reinschreiben, was fällig oder nicht fällig ist, wenn ein Vertrag nicht zustande kommt.
    Sind verhandelbare Verträge.
    Der Five will durch den Vertrag doch auch auf Nummer sicher gehen, dass er eure Finanzierung vermitteln und daran verdienen darf!
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  4. #3

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    Wie Du schon geschrieben hast: "Darin steht jedoch nicht, was passiert, wenn wir sein Angebot nicht annehmen wollen".
    Alter Grundsatz: Die Provision schuldet den Erfolg. Nehmt ihr das Angebot nicht an, dann gibt es auch nichts.
    Generell ist gegen Vermittlungsvereinbarungen ja nichts einzuwenden. Der Vermittler will nur sichergehen, dass im Erfolgsfall auch ein Honorar gezahlt wird.

    Schönen Gruß
    Stefan Gaese
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  5. #4
    Avatar von Andreas1705
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    Was ist denn das für ein Quatsch. Da würde ich direkt dankend ablehenen. Das ist wie wenn auf dem Aldi Parkplatz ein "Lebensmittelvermittler" einen Vertrag mit Dir machen will.. Kreditangebote gibt es bei jeder Bank oder Sparkasse und allen möglichen Online Portalen. Da geht man hin und holt sich Angebote. Da braucht man keinen Vermittler. Und wenn man doch mal an so einen Kreditverkäufer gerät, bekommt der seine Provision eh vom kredigebenden Institut.

    Gruß - Andreas
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  6. #5

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    Da liegt der Andreas aber ein wenig daneben.
    Da inzwischen auch Versicherer gerne ihr Geld beim Häuslebauer in Form von grundschuldgesicherten Krediten anlegen und diese eben nicht direkt mit dem Kunden verhandeln, braucht es einen Vermittler - und der einen entsprechenden Vertrag!
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  7. #6
    Avatar von Andreas1705
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    Aber doch nicht zwischen Kreditnehmer und Vermittler - oder? Der sog. Vermittler ist dann ja nichts anderes als der Vertriebler für die kreditgebende Versicherungsgesellschaft, der seine Provision auch von dieser bekommt. Vertrag über den Vertrieb der Kredite müsste dann doch zwischen der Versicherung und dem sog. Vermittler zustande kommen.

    Was es nicht alles gibt... Lasse mich ja gern belehren, ich würde trotzdem soetwas nicht unterschreiben.

    Gruss - Andreas
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  8. #7

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    @ecobauer: Heißt das, wer seinen Kredit selbst aushandelt, macht einen Fehler?
    Generell muss irgendwer die Provision bezahlen - sie ist im Effektivzins der vermittelten Darlehen nicht eingerechnet. Manche, auch hier im Forum, gucken auf den Zinssatz bis zu zwei Stellen hinter dem Komma. Aber eine Provision für den Vermittler leiert man sich mal eben selbst aus den Rippen?


    Meine Meinung:
    Der Vermittler erspart mir, selbst viele Angebote einzuholen. Eine Garantie, dass er das Günstigste findet, gibt es (natürlich) nicht - dafür habe ich die Option, abzulehnen. Die Provision muss in die Bewertung beim Vergleich mit anderen Konditionen (Hausbank?) mit einbezogen werden. Nicht jeder ist dazu in der Lage.
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  9. #8

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    @Andreas, den Börsianer
    Angebote gibt es überall. Das stimmt. Es gibt auch Internetapotheken, Internetkonditionen, Onlinebroker, etc. Da kann man sich einiges sparen. Macht jemand das nicht und greift auf Wissen und Arbeit von Vermittlern zu, dann ist es legitim, dass dieser für seine Arbeit gern honoriert wird. Was ist nun daran Quatsch ????
    Es bleibt doch jedem Kunden unbenommen, einen Vertrag zu unterzeichnen. Einen Schadenersatzanspruch kann er dennoch nicht einleiten, wenn die Vermittlung nicht zustande kommt. Und nicht jede Bank zahlt eine Provision, bzw. man kann wählen, ob die Kondition mit oder ohne Provision angeboten wird. Deshalb arbeiten wir ebenfalls mit Courtagevereinbarung. Der Kunde bekommt das günstigste Angebot und entscheidet selbst. Wen er dieses, u. E. günstigste Angebot annimmt, dann muss er zahlen. Hat er ein Besseres, dann zahlt er auch nichts.
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  10. #9
    Avatar von Andreas1705
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    Naja gut, den "Quatsch" ziehe ich zurück ;-) Will ja nicht die Finanzmaklerschaft verteufeln. Es muss aus meiner Sicht aber eine bewusste Entscheidung sein, einen solchen Makler zu beauftragen und man sollte sich da nicht von vermeintlichen Vorteilen locken lassen. Das ist halt ein Luxus um sich Zeit und Mühe zu sparen, selber Angebote einzuholen und zu vergleichen. Geld spart man damit allerdings in der Regel nicht, der Makler will ja, natürlich zu Recht, auch noch bezahlt werden. Dass mit der Beauftragung eines Maklers Geld sparen kann, wird aber immer wieder gerne suggeriert. Für mich persönlich bleibt ein Finanzmakler daher ein überflüssiges Luxusgut, was kein Mensch braucht - zumindest wenn es um eine einfache Baufi geht.
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  11. #10

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    @Andreas
    Wollte Dich auch nicht persönlich angreifen. Wollte nur damit sagen, dass die Inanspruchnahme von Leistungen eben Geld kosten muss. Heutzutage kann man alles im Netz kaufen oder abschließen. Kennt jeder Kunde die Einstände der Banken oder weiss, wie die sich refinanzieren ? Ein kleines Beispiel: Kunde ruft bei ABC-BANK (seine Hausbank) in unserem Ort an und fragt nach Kondition. Bankmann sagt ihm: 3,80% für 10 Jahre. Kunde kommt zu uns. Telefonat von uns mit seiner Hausbank. Kondition: 3,50% für 10 Jahre fest. Ersparnis: 6.600 EUR auf 10 Jahre. (Darlehensbetrag: 220.000 EUR). Er wollte bei seiner Hausbank die Finanzierung abschließen. Warum in Gottes Namen, sollten wir als Vermittler nicht ein Honorar für Arbeit bekommen ? Wir haben auf Provision von der Bank zugunsten der Kundenkondition verzichtet.

    Schönen Gruß
    Stefan
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  12. #11
    Avatar von Andreas1705
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    Wenn es wirklich keine Provision von der Bank gab ist es ja okay. Grundsätzlich würde ich es aber mit der Herstellung von anderen Gütern vergleichen. Der Hersteller (Bank) stellt ein Produkt her (Kredit) und verkauft es zum einen über den hauseigenen Direkthandel (Filiale) und über Zwischenhändler (Finanzmakler). Warum sollte ich dem Zwischenhändler eine Provision dafür geben, dass er bessere Konditionen weitergeben kann als ich sie in der Filiale bekomme? Ich gebe ja meinem Sanitärbetrieb auch keine Provision weil die Gastherme bei ihm günstiger war als bei anderen.

    Gruß - Andreas
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  13. #12

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    Hui, ich komme mir vor, als müsste ich eine Rechtfertigung für meine und die Arbeit von vielen Finanzmaklern abgeben. Nochmal: Es geht um Dienstleistung, die in Anspruch genommen wird. Den Wert muss jeder Kunde selbst einschätzen. Wenn man nicht bereit ist, für Leistungen zu bezahlen, dann kann das jeder selbst machen. Unser Schwerpunkt liegt bei der Beantragung öffentlicher Fördermittel und die Baufinanzierung als Komponente. Natürlich kann sich jeder in die Fördermittelbestimmungen einlesen und ohne Berater den ganzen Antragskram bewältigen und sich dann 1.000 EUR sparen. Aber nicht jeder hat die Zeit und die Muße dieses zu tun. Der Kunde "kauft" letztendlich mein knowhow und die Erfahrung. Ich brauch auch keinen Anwalt, um einen Mietvertrag zu überprüfen. Mach ich da, dann muss ich eben zahlen. So funktioniert die Wirtschaft eben. Der Kunde erwartet gute Leistung für gutes Geld. Und wenn jemand sein Handwerk versteht, hat der Kunde seinen Vorteil. Er schlägt sich nicht mit Banken rum, bekommt gute Konditionen, eine optimale Baufinanzierung. Der Kunde, der Zeit und Geduld hat, ist eben nicht die Zielgruppe eines Finanzmaklers.
    Sorry, dass ich vom Problem des Themenerstellers abweiche.

    Abendgruß
    Stefan
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  14. #13
    Themenstarter

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    Okay, dann unterschreibe ich jetzt. Eine Minute später druckt der Vermittler ein schlechtes Angebot aus (mit für ihn einer hohen Provision). Er sagt nun: Unterschreibe, oder zahle mir 400 Eu Entschädigung für meinen Aufwand. Das kann´s ja wohl nicht sein. Ich möchte etwas unterschreiben, wo genau drin steht, was ich bekomme, also z.B. 3% bei Bank X.

    Wir geraten ständig an so merkwürdige Leute (siehe anderer Thread von mir). Das ist auch der Grund, warum wir einen Neubau letztlich dankend abgelehnt hatten. Keinen Bock auf Abzocker.

    P.S. Die Provision im Erfolgsfalle ist unstrittig, die soll der Vermittler gerne einkassieren, steht auch so im Vertrag drin!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Baufuchs
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    Dann lass doch einfach die Finger davon und such dir selbst eine finanzierende Bank.

    Wa soll denn eigentlich finanziert werden?

    Freihändiger Grundstückskauf mit anschließender Beauftragung Architekt/Bauunternehmen?

    Kauf Grundstück mit Haus vom Bauträger?

    Kauf Gebrauchtimmobilie ?
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  17. #15

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    Wir haben es so gemacht:

    Angebote von einem Kreditvermittler eingeholt und dann noch selbst bei 4 Banken angefragt. Die xxx erhält ihre Provision von den Banken., wenn eine Finanzierung über sie abgeschlossen wird.

    Über die Angebote der xxx hatten wir einen ersten Überblick, wie die Angebote so liegen und konnten dann die Angebote der selbst angefragten Banken besser einordnen. Letztlich haben wir dann über eine selbst angefragte Bank finanziert. Gekostet hat uns die xxx dann nichts.

    Vielleicht wäre das für euch ja auch eine brauchbare Vorgehensweise.
    Geändert von R.B. (15.12.2010 um 10:49 Uhr) Grund: namen tun nichts zur Sache
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