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E-Herd extrem überhitzt-Falschanschluß?

Diskutiere E-Herd extrem überhitzt-Falschanschluß? im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    E-Herd extrem überhitzt-Falschanschluß?

    Es handelt sich nicht um eine Frage(Herd) von mir sondern diese Frage wurde in einem anderen Forum heute vormittag gestellt.
    Mich würde eure Meinung dazu inreressieren, ich vermute Falschanschluß.
    Wie ist ein E-Herd Backrohr(und auch die Kochplatten, Kochfelder) eigentlich technisch/elektronisch genau gegen Überhitzung geschützt, und was passiert wenn die Backrohrheizung fahrlässig nun auf 2 Phasen läuft- also an 400V statt an 230V anliegt. Können die Schutzeinrichtungen dann ausgetrickst werden-könnte wohl so sein wenn ich die nachfolgende Frage lese?

    Hier die Frage:

    Zur Situation, vor zwei Tagen wurde uns ein neuer Herd der Firma Bosch (HBN 3606.1) geliefert und eingebaut.

    Heute nun der erste Einsatz. Wir haben eine Backzeit von 80 min eingestellt, der Herd ist jedoch nach 50 min ausgegangen. Jetzt ist es aber so das der Herd wie stromlos ist, die Digitalanzeige ist aus und man kann auch nichts mehr einstellen. Desweiteren hat das Gehäuse auch extrem aufgeheizt, so dass ein Bedienen der Schalter fast unmöglich ist.

    Die Sicherungen sind alle noch drin.

    Was soll ich nun machen? Der Kundendienst ist heute nicht zu erreichen. Oder hat jemand auch Erfahrungen dieser Art gemacht? Meine größte Sorge ist nur die hohe Temperatur des Gehäuses.
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  2. E-Herd extrem überhitzt-Falschanschluß?

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  3. #2

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    Ja, das kann sein.
    Die Geräte sind nicht gegen Überspannung geschützt. Wozu auch?
    Anschluß ist dem Fachmann vorbehalten - der weiß, was er tut und kann messen!

    Vermutlich der übliche "kann ja nicht so schwer sein, die paar farbigen Drähte"-Selbermurks.
    Kein Mitleid.
    Wenn es so war, gibts hoffentlich ne saftige kostenpflichtige Ablehnung der Gewährleistung/Garantie.

    Könnte aber auch ein (warum auch immer) ausgefallener Kühllüfter sein. Wenn vorhanden - ich kenne diesen Typ nicht.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Kein Mitleid.
    die leistung des Heizkörpers/Verbrauchers/Heissluftlüfters/... wird durch seinen Widerstand bestimmt,

    P = U²/R

    wenn U statt 230V , 400V beträgt wie ändert sich dann die Leistung P ???

    da brennt irgendwas durch bevor irgendein Thermostat einschreiten kann.

    Grüsse
    Jonny
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  5. #4
    Themenstarter

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    Wie ist denn nun ein richtig angeschlossener Herd gegen Überhitzung geschützt?

    Denke der/die Kund/e/in hat den Herd in diesem Fall nicht selbst angeschlossen ob der Anschliesser ein Elektriker war? Darf es auch ein -von mir aus unterwiesener Küchenbauer?

    Was mich interesssieren würde wäre nicht unbedingt ob das Gerät gegen Überspannung geschützt ist sondern (gut hängt natürlich auch zusammen)
    ob der Überhitzungsschutz /Temperaturabschaltung heutzutage nur noch über Sensoren/elektronisch geht oder doch auch noch teils thermisch-mechanisch(Bimetallauslöser)
    und ob diese bei Falschanschluss ausgetrickst werden können.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    das hat nichts mit ausgetrickst zu tun!

    wenn der Thermostat bei 220°C abschaltet, aber der Heizkörper nach 20min mit 400V schon durchgebrannt ist hat das nichts mit austricksen zu tun.

    ein Auto das bei 290km/h abregelt kann ich auch töten indem ich im 1.gang Vollgas gebe bis ultimo.

    Grüsse
    Jonny
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  7. #6

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    jonny
    nur mit 2phasen a 230 volt kriegste glaub ich mal keine 400 volt hin.

    gruss aus de pfalz
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    L1 - L2 = 400V

    Grüsse
    Jonny

    PS glaubs mir, ich mach den Sch..... schon lange genug!
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  9. #8

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    Hatte ähnlichen Fall
    Küchenbauer ( angeblich unterwiesen ) hat den E-herd angeschlossen und die Phasen eine auf L1 -L3 und eine auf N angeschlossen .
    Bis der Ofen durchgebrannt ist war die Arbeitsplatte schon angekohlt.
    Das Backrohr hält halt meistens nur 230 Volt aus.
    Auskunft vom Hersteller durch den Falschanschluß ist der Thermostat zusammen gebrannt und hat nicht mehr abschalten können erst wie die Heizstäbe durchbrannten war schluß
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  10. #9

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    hallo jonny
    war gedankenfehler und finger schneller wie grips.
    klar 230 x wurzel 3 = 400 volt.

    gruss aus de pfalz
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  11. #10

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    Leider sind die Anschlussbilder in der bedienungsanleitung Multikulturell.

    Also auch für bei uns nicht üblicher Stromversorgung. z.B.: 130/230V anstatt 230/400V Stromnetze. Wennst nach dem Schmea bei uns anschliesst kokelt der E-herd nun mal gnadenlos ab.

    Darum hat da niemand was verloren, der sich damit nicht auskennt.
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  12. #11

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    Frage

    Zitat Zitat von chipC Beitrag anzeigen
    ...sondern diese Frage wurde in einem anderen Forum heute vormittag gestellt.
    Welches wo zu finden ist?
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  14. #12
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    Danke an alle Antworter

    Die Antwort von Maximili find ich mit am Besten weil es ja darum ging wie konnte der Herd dermaßen überhitzen!
    Und der Sensor schaltete eben nicht ab und die Heizschleifen brannten nicht vorher durch Jonny!

    Aber und das kann wahrscheinlich Julius am Besten beantworten -wie war das noch mal-darf der Küchenbauer das Ding denn nun anschliessen falls er kein gelernter Fachmann sprich Elektriker oder vergleichbares ist?-wenn solche Sachen (/daß evtl. die ganze Bude abbrennt) dabei rauskommen können?

    P.S. Das Forum war www.gutefrage.net

    http://www.gutefrage.net/frage/herd-...-abgeschalten-
    Geändert von chipC (26.12.2010 um 22:33 Uhr) Grund: Abkürzung
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  15. #13

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    Ein NUR-Küchenbauer (der also keine Elektrofachkraft ist), darf keine Herde fest anschließen.

    Es gibt aber mittlerweile zahlreiche Küchenbauer, die eine spezielle Einweisung als "Elektrotechnisch unterwiesene Person" für festgelegte Tätigkeiten (hier: Anschluß eines Vollherds an bestehende Drehstrom-Herdanschlußdose) besitzen. Dann dürfen die das.

    Aber eben NUR diesen "Standard"-Fall!
    Er darf NICHT anschließen:
    An Dreiecksnetz (3x133V/230V statt der üblichen 3x230V/400V), an Wechselstromkreis (gibts noch in vielen Nachkriegs-Wohnungen), bei getrennten Geräten (autarkes Kochfeld UND separaten Backofen an SELBEN Stromkreis), bei Zuleitung in altem deutschen Farbcode (mit roter und grauer Ader), bei klassischer Nullung/TN-C (vieradrige Zuleitung) etc.

    Trotzdem bleibt auch im Standard-Fall fraglich, ob der Anschluß korrekt erfolgt.
    Denn die EuP besitzt in aller Regel weder Kenntnisse noch Ausrüstung, um die (an sich vorgeschriebene) Wirksamkeit der Schutzmaßnahme nachzuweisen.
    Es genügt ein simpler Fehler im Bestand (Adervertauschung oder Unterbrechung), um große Gefahren heraufzubeschwören.
    Daher rate ich diesbezüglich zu höchster Vorsicht!
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