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  1. #1

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    Dämmung nach Estrich feucht

    Hallo

    vielleicht kann jemand euch helfen.

    Wir haben seit Anfang Dezember den Estrich (Anhydrith) in unser EFH bekommen. Wir haben FBH mit einer Wärmepumpe, die schon eingebaut war. Wir haben direkt mit dem Aufheizen bekommen.Da das Aufheizen sich schwierig gestaltet hatte, da der Bau seit Wochen sehr ausgekühlt ist, haben wir zusätzlich noch ein Gasheizer und ein Trocknungsgerät aufgestellt. Leider hat das Auheizen nicht wirklich funktionert. Nach zwei Wochen haben wir nun angefangen das Dach mit Mineralwolle ( Isover, Glaswolle, 20 cm) zu dämmen um den Bau etwas warm zu halten. Jetzt klappt auch das Estrichprogramm und der Estrich beginnt zu trocknen, im Bau wirds auch endlich schnuckelig warm.

    Leider mussten wir feststellen, dass sich auf der Dämmung bevor die Dampfsperre eingebaut wurde leichte Feuchtigkeit gebildet hat.Sie war nicht ganz nass, nur an der Oberfläche ....wahrscheinlich vom Estrich. Auf der Dampfsperre bildet sich nun auch leichte Feuchtigkeit. Leider haben wir im Spitzboden keine Fenster zum Lüften.

    Meine Frage, ist das bisschen Feuchtigkeit schlimm, kann sich später dort Schimmel bilden oder gelingt das Wasser noch mal im Sommer bei hohen Temperaturen nach draußen? Im Bau sind es im EG noch 60 Prozent Luftfeuchte. Leider ist es sehr kalt draußen, so dass wir nur ab und zu lüften können.

    Ich hoffe nicht, dass die Dämmung raus muss.

    Was sagt ihr?

    Danke
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  2. Dämmung nach Estrich feucht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Also ich würde sie unbesehen wieder ausbauen, aber ob sie raus muss kann niemand auf Distanz beurteilen. Fachmann/Fachfrau vor Ort und absegnen lassen.

    Frohes Fest
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  4. #3

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    Hallo,
    zuerst einmal war es schon sträflich die Dämmung einzubauen und nicht sofort mit einer Dampfbremse zu versehen. o. k. ist nun halt passiert.
    Wenn die Dämmung nur oberflächlich feucht ist, diffudiert diese Feuchte unter folgenden Umständen wieder aus:
    -von oben wurde eine Diffussionsoffene Unterspannbahn verwendet!
    - von unten wurde eine sogenannte Klimamembran als Dampfbremse verbaut!

    Wichtig wäre jetzt regelmäßiges Lüften, obwohl dies bei der Witterung nicht so effektiv ist wie im Sommer. Entfeuchtungsgeräte sind prima, jedoch keine Gasheizer oder Elektroheizer verwenden, denn diese produzieren zusätzliche Luftfeuchtigkeit!

    Sollte es sich hier um einen selten genuzten Dachboden handeln ist eine gute Bodentreppe unabdingbar, von Dolle oder Wellhöfer sind die Treppen auch mit einer Luftdichtigkeit zu haben (Preise 240 - 350 €), keinesfalls Baumarkttreppe für 60 €.

    Gruss Achim
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  5. #4

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    ein Gasheizer und ein Trocknungsgerät
    der erste Fehler....

    mussten wir feststellen, dass sich auf der Dämmung bevor die Dampfsperre eingebaut wurde leichte Feuchtigkeit gebildet hat
    wieviel Zeit lag denn dazwischen? Vermutlich der zweite Fehler....
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  6. #5

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    @ sgaltlayhahn:
    Das Lüften ist jetzt (bei niedrigen Außentemperature) besonders effektiv!
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    luphgiha
    Gast
    Hallo,
    ich stimme dem nicht zu, daß lüften im Sommer mehr bringt als im Winter. Genau das Gegenteil ist der Fall! Draußen muß es kälter sein als drinnen dann wird getrocknet, andersrum wird befeuchtet!!!! Lassen Sie ruhig die eiskalte Luft in das Haus, mehrmals täglich, stoßartig. Kalte Luft hat wenig Wasser, wird sie erwärmt, saugt sie schwammartig nach Wasser. Nach einigen Stunden wieder austauschen. Lüften geht prima im Winter
    Gruß Luphgiha
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  9. #7

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    Zitat Zitat von luphgiha Beitrag anzeigen
    Kalte Luft hat wenig Wasser, wird sie erwärmt, saugt sie schwammartig nach Wasser.
    Eieiei - ihr habt ja physikalische Ideen.

    Mal im Schnelldurchlauf. Je wärmer Luft ist, desto mehr Wasser kann sie absolut, also in Litern/m³ aufnehmen. Wenn ich also kalte Luft mit einer hohen relativen Feuchte ins aus hole und diese erwärme, sinkt die relative Feuchte, die Luft kann Feuchte aus der Umgebung aufnehmen.
    Und da die Natur immer ein Gleichgewicht erzeugt, in dem "Lücken" gefüllt werden, geben die feuchten Bauteile ihr nicht gebundenes Wasser an Luft mit geringer relativer Luftfeuchte ab, um ein Gleichgewicht herzustellen.
    Ist das erreicht, sollte die Luft durch Stoßquerlüften ausgetauscht werden.
    Lüftet man nicht, passiert nichts. Eben auch keine weitere Trocknung.

    Da saugt nichts. Tote Materie kann nicht aktiv handeln.

    Und Lüften im Sommer bringt gar nichts. Bestenfalls. Schlimmstenfalls schadets sogar, weil das Gleichgewicht in umgekehrter Richtung erreicht wird.
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