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Altbau vs Neubau - wir wissen nicht weiter

Diskutiere Altbau vs Neubau - wir wissen nicht weiter im Forum Baupreise auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Altbau vs Neubau - wir wissen nicht weiter

    Hallo zusammen,

    meine Frau+ kleines Kind und ich suchen seit ca. 6 Monaten intensiv nach einem Haus. Vorzugsweise eine Gebrauchtimmobilie. Ausgeben wollten wir ca. 200000€ inkl Grundstück und Renovierung. Nun haben wir ca 25 Häuser uns angeschaut und immer haben uns gravierede Sachen gestört. Entweder war der Grundriss so das wir hätten alles mögliche ändern müssen, oder der Instandhaltungsstau war zu immens.
    Wir beide waren auf Altbau fixiert wegen der meisstens besseren Lagen und den weitaus grösseren Gärten.
    Nun bin ich aber an dem Punkt angelangt wo ich mich Frage ob es nicht eher Sinn macht einen Neubau zu kaufen, wo ich weiß das ich die nächsten Jahre erstmal Ruhe habe vor irgendwelchen Sanierungen und Renovierungen und Modernsierungen. Und wir im Neunbau einen Grundriss hätten der den ansprüchen einer moderen Familie in der heutigen Zeit entspricht.
    Die Preise hier in Duisburg für so einen Neubau ( Reihenhaus, normale Ausstattung) liegen bei ca. 230.000 Euro.
    Was meint ihr ? Ich bin dem Neubau nicht abgeneigt. Das einzige was mich wirklich stört sind die kleinen parzellenartigen Gärten wo man nicht wirklich privatsphäre geniesst.
    Meine Frage daher: Würde ich überhaupt mit 200000 euro bei einer Gebrauchtimmobilie auskommen, oder ist dies eine Milchmädchenrechnung ? Sollte ich lieber was mehr ausgeben und zu einem Standartreihenhaus greifen ?

    Bin für jeden Tipp dankbar

    Gruß

    Oliver
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  2. Altbau vs Neubau - wir wissen nicht weiter

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  3. #2

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    Nun kenne ich die Marktpreise in Duisburg nicht und daher bitte meine Bemerkungen mit etwas Distanz betrachten......

    Eine gebrauchte (und nicht einsturzgefährdete Ruine) Immobilie mit Grundstück, das einem Haushalt für drei Personen (können es gar einmal 4 werden?) gerecht wirde, benötigt sicher mindestens 110 - 120 m2 (sonst kann man auch gleich in einer Mietwohnung bleiben) ud wäre bei uns hier für den Preis kaum zu haben. Je günstiger der Preis für das Gebäude, desto größer die Mängel/ Verschleißerscheinungen (=Kosten, die später kommen).

    Nur mal zwei aktuelle Beispiele aus unserer Region (nicht Duisburg!):

    RMH, Bj. 1966, 102 m2 WFl., 190 m2 Grundstück für schlappe EUR 239.000 + Renovierungskosten)

    oder (Neubau)

    RH, Bj. neu (2010/11), 135 m2 Wfl., 282 m2 Grundstück für frendschaftliche EUR 330.000. (+ Nebenkosten..Notar...Grunderwerbsteuer...makler... .)

    Nun mag es in Duisburg deutlich günstiger sein, aber 200.000 ist dann wohl eher unrealistisch. Hier mag ein Kollege aus dem Ruhrpott mehr sagen können...

    Thomas
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  4. #3

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    an Thomas B.

    In eurer Boomregion wird sicher der Siemensaufschlag eingepreist. Der dürfte sogar höher als die MwSt. ausfallen.
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  5. #4

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    Wir wollten auch wegen dem Grundstück ein gebrauchtes Haus kaufen. Haben UNSER Haus auch letztes Jahr gefunden und gekauft. Unser Grundstück ist knapp 1200 qm groß und liegt 200 m vom Ortskern entfernt. So ein Grundstück hätten wir ohne Haus niemals gefunden. Ich finde, die 6 Monate die ihr sucht nicht wirklich lang. Wir haben ca. 4 Jahre mehr oder weniger intensiv gesucht. Und wir hätten auch weiter gesucht. Wenn ihr keinen Zeitdruck habt würde ich weiter suchen. Irgendwann kommt EUER Haus! Irgendjemand hier hatte mal geschrieben dass er in seinen bevorzugten Gegenden Flyer in die Briefkästen mit seinem Hausgesuch verteilt hat. So hat er auch sein Haus gefunden. Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für euch. Ich glaube auch, wenn man neu baut heißt das nicht automatisch, dass ihr damit für immer glücklich seid. Alle Leute die ich kenne die neu gebaut haben, haben nach und nach gesagt, dass sie besser dieses oder jenes anders gemacht hätten. Vieles merkt mal halt erst wenn man drin wohnt und nicht wenn man es auf dem Papier sieht.
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  6. #5
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    Das Problem ist das es einfach zu klein ist in unserer Wohung ( 3,5 Zimmer, 84 qm) . Es fehlt neben dem Garten und Abstellfläche vor allem mind. ein Zimmer. Deswegen würde wir lieber heute als morgen raus. Überstürzen wollen wir aber auch nichts.
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  7. #6
    MoRüBe
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    Achtung! Parteiische Meinung!...

    ...

    Nachdem ich mal eine bekannte Immobilienseite durchforstet habe, liegen die Grundstückspreise da wohl so ab 60k€ aufwärts. keine Ahnung, ob guter/schlechter Stadtteil usw. usw.

    Ich steck auch nicht in den Förderrichtlinien NRW drin, lese aber Manfreds Beiträge dazu, wos wohl richtig gut öffentliche Fördergelder gibt.

    200 k€ für ne Gebrauchtimmobilie plus NK + + + + +

    Da biste nicht wirklich von einem Neubau weg. Die 110qm von Thomas unterschreib ich mit, kann man bei ein wenig Eigenleistung doch auch finanziell darstellen.

    Wie gesagt, parteiische Meinung
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  8. #7

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    Dann such doch zur Abwechslung mal ne ne richtig miese Hütte!
    Also durchaus gerne Typ "einstutzgefährdete Ruine".
    Wenn das Grundstück paßt und der Preis einigermaßen ist - kaufen, abreißen und neu bauen.
    Geht aber nur, wenn Euer Budget auch halbwegs neubautauglich ist (was ich mangels Ortskenntnis nicht beurteilen kann).
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  9. #8

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    In eurer Boomregion wird sicher der Siemensaufschlag eingepreist. Der dürfte sogar höher als die MwSt. ausfallen.
    Bist doch auch aus Franggn, Frau Roth...aber stimmt schon: wirklich billig ist es hier nicht. Daher ja auch mein Eingangssatz, der genau dies zu relativieren versuchte.

    Habe aber auch mal über eine I-Net Immoseite in Duisburg geschaut (weiß aber nicht was da eine No-Go-Region ist und wo es très chic ist).

    Da gibt es durchaus Häuser unter 200T Euro. Aber selten paßt ein haus dann auch so, meistens wird man mehr oder weniger Geld in sustantielle Maßnahmen (WD, Heiztechnik, Fenster, Dachdeckung) investieren müssen; dann kommen da noch die geschmacklichen Irrungen und Wirrungen des Vorbesitzers oder ein trendy 70er Jahre Baddesign.....

    Letztendlich gibt es da nur eines: Recherche (i-Net macht das ja recht bequem möglich), Bilder + Exposées gucken, termine vereinbaren und wenn man ein paar Objekte in der engeren Wahl hat, dann am besten mal einen Fachmann hinzuziehen

    Thomas
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    - kaufen, abreißen und neu bauen.
    mmh, keine schlechte Idee. Hatte ich noch gar nicht in Erwägung gezogen.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen

    200 k€ für ne Gebrauchtimmobilie plus NK + + + + +

    Da biste nicht wirklich von einem Neubau weg.
    Ja so siehts wohl aus. Alles was unter 200k gekostet hat, was wir uns angesehen haben war nix.
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  12. #11
    Avatar von alfredino
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    Wir wollten ursprünglich auch nicht mehr als 200.000€ ausgeben, wurden aber nach den ersten ernüchternden Besichtigungen schnell aus unseren Träumen gerissen. In diesem Preissegment wirst du meiner Meinung nach kein gebrauchtes Objekt finden, das dich gleich beim ersten Anblick vom Hocker reißt und du ohne aufwendigere Renovierungsarbeiten beziehen kannst...

    Nach reiflichen Überlegungen und intensiven Finanzierungsverhandlungen haben wir uns letztendlich doch für einen Neubau (DHH) entschieden und sind heute überglücklich so gehandelt zu haben. Resümierend finde ich, dass man sich gerade bei gebrauchten Objekten oft von irgendeinem Schnickschnack blenden lässt und so Gefahr läuft, einige unverzeihliche Kompromisse einzugehen...
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  13. #12

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    Gibt's denn bei Euch keine größeren Mietwohnungen/-reihenhäuser/-DHHs, die in Betracht kommen? Finanziell dürfte das in vielen Fällen sogar günstiger sein als der Kauf einer neuen oder gebrauchten Immobilie, wenn man beides seriös durchrechnet (und bei der Mietvariante die Disziplin aufbringt, die Differenz zwischen der Miete und dem, was man fürs Eigenheim an Zins und Tilgung ausgegeben hätte, anzulegen). Und die finanzielle Flexibilität, die Mieten mit sich bringt, kann man m.E. gar nicht hoch genug ansetzen!
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Habe aber auch mal über eine I-Net Immoseite in Duisburg geschaut (weiß aber nicht was da eine No-Go-Region ist und wo es très chic ist).
    Da hilft dann diese Seite hier: http://karte.immobilien-kompass.de/w...duisburg#karte

    @silversurferxxx: Ich würde mich nicht selbst unter Druck setzen. Lieber noch mal eine größere Wohnung mieten (gibt es auch mit Garten) und entspannt weiter suchen. Wir haben auch über 3 Jahre gesucht, bis wir etwas Kaufenswertes gefunden haben.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Aber bitte auch zu Ende denken.

    Für 200T gibts im Neubaubereich einen einfachen Standard auf ein paar m² Grundstück.
    Im Bestandsbereich meist deutlich grössere Grundstücke und die mit Gartenbestand!!!

    Wenn man Alt+Sanierung vs. Neubau rechnet, bitte zu Ende rechnen!!
    Also wirklich fertige Grundstücke mit allem vergleichen. Ein Neubau mit 5 m Maschendrahtzaun und 2 Säcken Rasensamen ist was anderes als fertige angelegte Beete und Wege.
    Beim Neubau auch noch all die "kleinen" Kosten mitrechnen: Strassenausbaubeiträge, Umlagen für Ausgleichsmaßnahmen, Hausanschlüsse, Gartenhäusel (weil kein Keller), ....

    Wenn gebraucht, dann sinnvoller Weise Objekte aus den 50er und 60er Jahren im annähernden Originalzustand. Die sind heute so "fertig", dass sie günstig am Mart sind. Die Substanz ist in der Regel brauchbar und man kommt nicht auf die Idee, Kompromisse zu machen (Ach, die Elektrik im .... ist doch brauchbar, die lassen wir).
    Die Architektur war einfach, aber gut und ist mit wenig Aufwand an heutige Bedürfnisse anpassbar.

    Den Wert eines solchen Objekts kann man auch recht einfach rechnen:
    (Neubau im gewünschten Standard - Grundstück) - Renovierungskosten auf gewünschten Standard + Grundstück.
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  17. #15
    Avatar von alfredino
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    Glaubst du wirklich, dass es sich heutzutage überhaupt noch ernsthaft wirtschaftlich rechnet, ein ganzes Haus zu mieten?

    Ein RH neueren Baujahres mit 130 m2 Wfl. und 275 m2 Grundstück kostet bei uns im schönen 'Middelfrangn' gerne mal 1100 Euro Kalt-Miete pro Monat!!! In 15 Jahren hätte man folglich 198.000 Euro Miete gezahlt...
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