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Grundstück kaufen trotz Lehmboden?

Diskutiere Grundstück kaufen trotz Lehmboden? im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    1

    Grundstück kaufen trotz Lehmboden?

    Hallo zusammen,

    ich bin absoluter Bauneuling und konnte trotz Suche hier im Forum meine Frage nicht wirklich beantworten.

    Wir planen im Landkreis Fürth ein Grundstück (600qm) zu kaufen.
    Bodengutachten etc. liegt - noch - nicht vor.

    Auskunft der Nachbarn:
    - sehr lehmhaltiger Boden
    - Wasser läuft im Sommer nach starkem Regen nur schlecht ab
    - Grundwasser auf ca. 6-8m Tiefe

    Der Lehmboden verunsichert uns doch sehr:

    Müssen wir mit hohen Zusatzkosten (bzgl. Keller, Aufschüttung ...) rechnen?
    Gibt es bei Lehmboden dennoch auch Vorteile gegenüber z.B. Sandboden?

    Zur Info:
    Wir planen ein kleines Haus (ca. 120qm) mit Keller und Doppelgarage.

    Vielen Dank schonmal für Eure Antworten
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  2. Grundstück kaufen trotz Lehmboden?

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  3. #2
    gast3
    Gast
    "Lehmboden" hat mit Sicherheit keine Vorteile gegenüber sandigen Böden, muss aber auch kein Drama sein.

    "Lehm" ist allerdings auch ein Begriff, der nicht wirklich viel aussagt.

    Er ist mit Sicherheit gering wasserdurchlässig (Trockenhaltung des Gebäudes - Lastfall ?) und je nach Zusammensetzung (Schluff-, Ton,- Sandanteile) und Konsistenz ggf. auch nur eingeschränkt tragfähig.

    In der Regel (also meistens, aber nicht immer) kann man dieses (auch wirtschaftlich vertretbar) lösen. Genaueres beantwortet gerne mein Kollege (am Besten vor dem Kauf) vor Ort.
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  4. #3

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    Für den Garten ist man mit Lehm in trockenen Jahren im Vorteil!
    Unser Untergrund besteht aus Lehm und Löß, lt. Baugrundgutachten; Mehrkosten sind daraus nicht entstanden. Mal von den Nachbarn erfragen, was bei denen verlangt wurde, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich gehalten wurden und von wem.
    Viel Erfolg mit dem Neubau in 2011!!
    Ein gutes neues Jahr aus Nordhessen.
    papeFT
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  5. #4

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    hallo
    aussage zum bodengutachten wie helge. lehm bedeutet nicht automatisch mehrkosten.
    bebauungsplan einsehen ob da eine regelung zwecks drainagewasser- / regenwassereinleitung getroffen ist.
    evtl. hat da sogar ein dösel eine versickerung reingepumpt. hier bei uns das baugebiet, heißt lehmenkaut und der alte gewannenamen war auch lehmenkaut. was machen die herrn gemeinderäte verlangen eine regenwasserversickerung (schichtdicke lehm ca. 8-12m ) bei jedem etwas stärkeren regen ist die freude gross.
    geologe war hier schuldlos hat in sein gutachten expliziet reingeschrieben KEINE VERSICKERUNG MÖGLICH oder so ähnlich.
    bei der gemeinde fragen welcher geologe die bodenuntersuchungen in dem gebiet gemacht hat und das gutachten bei der gemeinde einsehen (evtl. fachmann mitnehmen )

    gruss aus de pfalz
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  6. #5

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    Lehmhaltiger Boden ist für die Begrünung von Vorteil.
    Weniger bewässern und Planzen wachsen gut. (Rosen)
    Grundstücksoberfläche so anlegen lassen das das Regenwasser immer vom Haus weg fließen kann.
    Gruß
    willi
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  7. #6

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    Wir haben auf unserem Grundstück Schluff/Lehmbodengemisch mit jahreszeitlich bedingtem Schichtenwasser inkl. Oberflächenwasser.

    Wir haben dadurch jetzt doch eingies an Mehrkosten. Z.B. sind keine Streifenfundamente möglich und wir brauchen eine weiße Wanne. D.h. Bodenplatte inkl. weißer Wanne = bei uns 15.000,- Euro Mehrkosten.

    Auch die Entsorgungskosten des Aushubs sind in die Höhe gegangen.
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  8. #7
    Avatar von alex2008
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    ich weiß ja nicht was die Leute immer so ne Panik schieben wegen Lehm.
    Da weiß man was auf einem zukommt.

    Sind Streifenfundamente pauschal preiswerter? Grab ich welche bekomme ich die kaum auf die gewünschte exakte Breite. Also entweder mehr ausgraben und das Fundament schalen oder der Hochbauer läßt halt einfach mehr Beton in den Graben laufen.
    Der vermeintlich trockene Kiesboden, dann einen gemauerten Keller mit schwarzer Pampe drauf damits wenn doch mal nass wird aussen rum innen doch trocken bleibt?
    Und was ist wenn der Kiesboden eben nicht dauerhaft trocken bleibt? Ist dass dann preiswerter?

    Mit der Versickerung ist es genauso wie es gunther schreibt, Regenwasserversickerung hört sich halt ökologisch verdammt korrekt an, und da man diesbezüglich immer was machen will und auch soll wird von den Gemeinden halt gerne dass gemacht was sie am wenigsten kostet. Ob es Sinn macht oder nicht.
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  9. #8

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    Unsere Gemeinde hat die Regenwasserversickerung, die unser Archi zunächst vorgesehen hatte, grundsätzlich verboten, weil in dem Gebiet der Boden ebenfalls sehr bindig ist. Dafür war aber das Anschließen der Drainage an den Kanal kein Problem.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Linda2010 Beitrag anzeigen
    .. an Mehrkosten. Z.B. sind keine Streifenfundamente möglich und wir brauchen eine weiße Wanne. D.h. Bodenplatte inkl. weißer Wanne = bei uns 15.000,- Euro Mehrkosten..
    die mehrungen würden etwa zu gleichen teilen bei wänden u. bopl auftreten, bei efh-typischen
    100m2 bopl und 100 m2 wand hiesse das: mehrkosten 75,-/m2

    wenn du eigenen architekten/twp/bgga gehabt hast, zieh spitze schuhe an.
    wenn du einem solchen general gegenübertrittst: sicherheitsschuhe!

    ich kann natürlich in der vorplanung von einer absolut trockenen gründungsebene aus hervorragend
    tragfähigen fels ausgehen - das wird dann sehr wirtschaftlich
    sobald abweichungen von diesen idealen eintreten, wird das szenario realistisch - wirtschaftlich
    ist das dann nur für den stärkeren vertragspartner.
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  11. #10

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    Ich habe eben nur die Kostenschätzung unseres Architekten (Streifenfundamente mit Betonkeller und Bitumenabdichtung) mit den Angeboten des Rohbauers (WW, Bodenplatte, Bitumenabdichtung) verglichen. Das Bodengutachten war zu dem Zeitpunkt der Kostenaufstellung noch nicht fertig. Natürlich kann unser Architekt nicht in eine Glaskugel schauen, er ging eben von normalen Bodenverhältnissen aus, so wie die Architekten um uns rum auch. Im "Altgebiet" 150 Meter weiter gibts kein Lehmboden. Wir sitzen hier wohl auf einer Lehmader *gg*

    Übrigens ging es den ganzen Häuslesbauern ringsum so. Alle hatten sie Mehrkosten, wobei wir noch im untersten Preissegment sind. Ich hab da ganz andere Preise gehört.

    Regenwasser dürfen wir auch nicht versickern, ist ein Wasserschutzgebiet. Wir müssen das Regenwasser in eine Zisterne einleiten.
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  12. #11
    Avatar von greentux
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    Je nach Konzept, kann man den Lehm gleich als Baustoff verwenden...
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die preisliche differenz zwischen
    "Streifenfundamente mit Betonkeller und Bitumenabdichtung" und
    "WW, Bodenplatte, Bitumenabdichtung"
    passt schon mal erst recht nicht.

    wer heute lehmigen baugrund hat, darf sich freuen - nicht nur wegen der blümchen
    der boden ist wenigstens planmässig und ohne grosses trara günstig belastbar, anders siehts aus
    bei bei tiefergründungen wegen 3m humoser d(r)ecklage, bei nassen schluffen und sonstigen
    "böden", die echte mehrkosten (!) verursachen.
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  14. #13
    Avatar von fmw6502
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    aufgrund unseres lehmigen Bodens "Bestandteile Jura Kalkstein und Lehm" haben wir gleich mit WW ausgeschrieben. Nach Einschätzung unserer Planer ist der realistische Mehrpreis für unser Haus (9,5m * 10,23m) im mittleren 4-stellige Bereich anzusiedeln, also weit weg von den 15 TEur.

    Weiterer Nachteil des Bodens gegenüber einen idealen Untergrund, er war nicht zum Wiederauffüllen der Arbeitsräume geeignet, d.h. Abtransport und anderes Material heran fahren. D.h. weitere Mehrkosten...

    Gruß
    Frank Martin
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    die preisliche differenz zwischen
    "Streifenfundamente mit Betonkeller und Bitumenabdichtung" und
    "WW, Bodenplatte, Bitumenabdichtung"
    passt schon mal erst recht nicht.
    Dann solltest du meinen ersten Post besser lesen. Ich schrieb Schluff/Lehmboden. Wir haben hier immer wieder auftauchende Schichten von schluffigen nicht tragbaren Böden mit Kombi von Schichtenwasser und Lehmboden. Wir verzichten ja nicht umsonst auf ein Streifenfundament. Noch dazu haben wir hier eine ordentliche Hanglage.
    Selbst der Bodengutachter hat uns dringendst von Steifenfundamenten abgeraten und uns eine weiße Wanne mehr als empfohlen. Wofür ein Bodengutachten machen lassen, wenn man sich nicht an die Gründungsempfehlung hält?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
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    Nach Einschätzung unserer Planer ist der realistische Mehrpreis für unser Haus (9,5m * 10,23m) im mittleren 4-stellige Bereich anzusiedeln, also weit weg von den 15 TEur.
    Meinst du wirklich nur so um die 5-6.000,- Euro an Mehrkosten? Inkl. der Entsorgungskosten des Aushubs? Wow, dann bist du aber gut dran. Hier im Landkreis Karlsruhe kostet alleine die Entsorgung knappe 3.500,- Euro.
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