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Baugrundgutachten

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  1. #1

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    Baugrundgutachten

    Hallo,
    ich bin ein kompletter Neuling und hoffe, dass meine Frage hier an der richtigen Stelle steht!

    Wir wollen im Sommer diesen Jahres ein Fertighaus bauen, und der Fertighaushersteller hat empfohlen, vorher auf dem Grundstück ein Baugrundgutachten zu erstellen. Soweit sogut, nach Lesen hier im Forum bin ich der Meinung, dass sich das auch lohnt.
    Nun meine Frage: Wir haben mehrere Angebote von Gutachtern, die zum Teil zwei Rammkernsondierungen für 530 € + Mwst. durchführen, andere meinen es müssen mindestens 4 Bohrungen durchgeführt werden, soll aber doppelt soviel kosten (1100 € + Mwst.). Brauche ich wirklich 4 Bohrungen oder reichen auch 2 ???

    Das Grundstück steht in einem Neubaugebiet auf einem Hügel, ist aber weitestgehend grade (max. 1/2 m Gefälle). In der direkten Nachbarschaft wurde noch nicht gebaut, eine Straße weiter hatten die meisten wohl Lehmboden, vereinzelt sind aber auch schräg verlaufende Sandsteinschichten aufgetreten.

    Danke!
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  2. Baugrundgutachten

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  3. #2
    gast3
    Gast

    ob ..

    2 reichen oder noch Rammsondierungen erforderlich sind / gewesen wären - tja das weiß man wenn man fertig ist, ABER wenn ich das lese

    Lehmboden, vereinzelt sind aber auch schräg verlaufende Sandsteinschichten aufgetreten
    würde ich persönlich eine Beauftragung für nur 2 Sondierungen wohl ablehnen.

    Lass es vernünftig machen - du sparst dadurch am Ende deutlich mehr - versprochen
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  4. #3
    Themenstarter

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    OK, Danke für die schnelle Antwort - ich hatte mir schon sowas gedacht, da werden wir wohl in den sauren Apfel beissen... aber es stimmt, hinterher ist man immer schlauer ...
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  5. #4

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    Ich kenne jemanden hier aus dem Forum, da waren 3 Bohrungen sehr gut, die letzte traf dann eine Torflinse .

    Bei Sandsteinschichten ist es wichtig, den Verlauf zu kennen, wenn dieser durch die Baugrube gehen könnte.
    Aber bitte beachten - wenn der Sandstein schollig liegt oder sehr rissig ist, kann der Baugrundler schon mal in Spalten treffen und die echte Steinschicht tiefer annehmen als sie tatsächlich liegt.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke!
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  7. #6

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    ...naja...100%-ige Sicherheit gibt es nie...auß0er Du bringt da 20 Sondierungen nieder. Ein "Restrisiko" bleibt immer, für eine technisch u. witschaftlich sinnvolle Begutachtung sollten 2 - 4 Sondierungen genügen (beim EFH!). Eventuell könnte sich auch während der Beprobung die Sinnhaftigkeit einer zusätzlichen Sondierung herausstellen....

    Thomas
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  8. #7
    gast3
    Gast
    für eine technisch u. witschaftlich sinnvolle Begutachtung sollten 2 - 4 Sondierungen genügen
    bei zu "erwartenden" einheitlichen Verhältnissen ...

    wenn aber eben z.B. eine "Sandsteinrippe" im Grundrissbereich nicht erfasst wird, zahlt der Bauherr ersteinmal einen schönen Nachtrag für den Tiefbauer, die Statik "Bodenplatte" kommt dann in die Rundablage und dann wird erst einmal gewartet ....
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  9. #8
    Themenstarter

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    Tja, 2 oder 4 ist halt die Frage. Wer trägt denn das 'Restrisiko', wenn der Gutachter sagt, dass 2 Bohrungen ausreichen, es sich beim Kellerbauen dann aber doch herausstellt, dass der voll daneben lag? Kann man den Gutachter verantwortlich machen, oder wird alles auf den Bauherrn 'abgeschoben' ?
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  10. #9
    gast3
    Gast
    Kann man den Gutachter verantwortlich machen, oder wird alles auf den Bauherrn 'abgeschoben' ?
    der wird sich dann ggf. schon absichern "es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ..." etc.


    und selbst wenn du ihn dran kriegst - wie lange dauert denn so etwas ?

    du hast erst ein mal Stillstand und Kosten ...
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  11. #10

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    "Verantwortlich" kann man ihn hier m.E.nicht machen. Auch bei 10 Sondierungen kann irgendwo etwas im Untergrund sein, was er nicht "trifft". Ein BGA sorgt für mehr Sicherheit, es können Angaben über zu erwartenden Setzungen getroffen werden, es können Gründungsempfehlungen gegeben werden, es können Aussagen über das Abdichtungskonzept gemacht werden....

    Wenn noch irgendwas unentdeckt bleiben sollte, wären das dann ohnehin wahrscheinlich "sowieso"-Kosten, Kosten also, die nun zwar verspätet eintrudeln, aber auch bei Kenntnis des "Hindernisses" im Boden gekommen wären. Man hätte es nur vorab gewußt.

    Thomas
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  12. #11
    Themenstarter

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    Gibt es qualitative Unterschiede zwischen einzelen Gutachten / Gutachtern, oder sind diese Bohrungen genormt, bzw. worauf sollte man bei der Vergabe achten ? Oder nehme ich einfach den billigsten ?
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  14. #12

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    hallo
    den bga haftbar machen iss nicht der sieht nicht mehr und nicht weniger wie die bohrungen hergeben.
    ich lass da immer parallel zu den rammsondierungen mindestens noch einen bohrkern, zur absicherung der sondierergebnisse, ziehen
    der ort wird aufgrund der rs dann örtlich festgelegt.

    gruss aus de pfalz
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  15. #13
    Avatar von greentux
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    Der BGA kommt ja ggf nochmal, die Fundamentsohle abnehmen...
    Ansonsten kann man natürlich auch den Architekten des Hausherstellers fragen, was er denn gern an Bohrungen hätte.

    Bei uns war es auch wie oben, nicht ganz so schlimm. 3 Bohrungen super, 1 brachte dann zu Tage, daß die Fundamente tlw. bis auf 1.60m runter mußten.
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