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  1. #1
    Avatar von Berndi
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    Enthärtungsanlage wegen Solarthermie nötig ?

    Hallo Gemeinde !

    Nachdem ich vor nun mehr als 5 Jahren mit einer Bauherrengemeinschaft eine Reihenhaus-reihe aufgebaut hatte, entschloss ich mich vor zwei Jahren - nicht zuletzt wegen der damals enorm hohen Subventionen seitens meines Energieversorgers - zur Investition in eine Solarthermieanlage.

    Jetzt muss ich jedoch feststellen, dass ich das Thema "Kalkablagerungen" nicht ganz berücksichtigt, bzw. vollkommen unterschätzt hatte.

    Bereits jetzt hat sich der Warmwasserdurchfluss auf ca. ein Drittel der maximalen Durchflussmenge reduziert.
    Mein Heizugsbauer, den ich beauftragt habe den Kalkstopfen am Ausgang des Schichtspeichers zu entfernen riet mir über die Anschaffung einer Entkalkungsanlage nachzudenken, da dies sonst eine Dauerbaustelle würde und auch der Wirkungsgrad der Solarthermieanlage deutlich nachließe, wenn ich nichts gegen die Verkalkung täte.

    Das leuchtet mir ein !

    Die Wasserqualität beträgt
    105 mg/L Ca
    17,5 mg/L Mg
    73 mg/L Sulfat
    Gesamthärte als CaCO3 = 3,3 mmol/L
    Gesamthärte = 18,70 °dH
    Härtehydrogencarbonat = 14,75 °dH

    Was macht Sinn ?

    Danke schonmal ....
    Berndi
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  2. Enthärtungsanlage wegen Solarthermie nötig ?

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  3. #2

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    Eigentlich wird solche eine Anlage nur einmal befüllt, zusätzmich mit Frostschutz.
    Stellt sich die Frage wo eine Entkalkungsanlage einbauen.
    Oder zum befüllen anderes Wasser nehmen.
    Oder bleibt der Kalk überhaupt lange Zeit erhalten, wenn das doch ein geschlossenes System ist indem nahezu altes Wasser vorhanden ist und nur selten Frischwasser dazu kommt.
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  4. #3
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    Avatar von Berndi
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    ... auch habe ich mir überlegt, ob ich vielleicht nur eine kleine Entkalkungsanlage installiere, die ausschließlich das Wasser für die Warmwasserbereitung und zum Auffüllen der Heizkreise aufbereitet ...
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Berndi Beitrag anzeigen

    Das leuchtet mir ein !
    Mir noch nicht.

    Solar- und Heizkreis werden einmalig mit entsprechend behandeltem Wasser gefüllt. Dort wird also kein Schaden entstehen.

    Bleibt nur noch die WW-Erzeugung. Hier kann sich am Wärmetauscher aufgrund der hohen Temperaturen Kalk bilden (also auf der WW-Seite des WT). Ob man jetzt bei 18°dH bereits aktiv werden sollte, darüber wurde hier im Forum schon mehrfach diskutiert.

    Eine Enthärtungsanlage bedeutet immer auch Wartung. Deswegen würde ich so etwas nur dann einsetzen, wenn es zwingend erforderlich wird. Dann eine Anlage mit Ionentausch. Das Verfahren ist erprobt. Darauf achten, dass alle Komponenten eine DVGW Zulassung haben, denn hier geht es um TRINKWasser, und da verbieten sich alle Experimente.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von Berndi
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    ... aber ich muss doch auch alle halbe Jahre ein paar Liter Wasser in den Heizkreis fahren, weil dort der Druck (Anzeige im Brennwertkessel) aus dem grünen Bereich läuft.
    Außerdem wurde der Heizkreis mit normalem Leitungwasser befüllt ...


    .. und ja, ich meinte ja auch den WW-Kreislauf.
    Ich fahre ja im Sommer deutlich höhere Temperaturen an der WW-Erzeugung, als im Winter.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Berndi Beitrag anzeigen
    ... aber ich muss doch auch alle halbe Jahre ein paar Liter Wasser in den Heizkreis fahren, weil dort der Druck (Anzeige im Brennwertkessel) aus dem grünen Bereich läuft.
    Außerdem wurde der Heizkreis mit normalem Leitungwasser befüllt ...
    Was heißt "ein paar Liter"?
    Wenn im Heizkreis größere Mengen "verschwinden", dann ist irgendwas faul. Bei kleinen Mengen ist das Nachfüllen unkritisch, zumal die HK Temp. üblicherweise eher niedrig ist im Vergleich zum WW.

    Über "Heizungswasser" findest Du hier weitere Infos.

    http://bosy-online.de/Bauteile_und_B...-Anlagen.htm#H

    Zitat Zitat von Berndi Beitrag anzeigen
    Ich fahre ja im Sommer deutlich höhere Temperaturen an der WW-Erzeugung, als im Winter.
    Aber doch nur bei der Erzeugung, nicht in den WW-Leitungen.
    d.h. kritisch ist der Wärmetauscher im Speicher, evtl. noch eine Temp.begrenzung am Speicherausgang. Danach sollte das WW auf moderatem Temperaturniveau sein.

    Eine regelmäßige Wartung des WW-Speichers ist sowieso mehr als nur sinnvoll, also stellt sich die Frage, wie sehr die Härte des Wassers den WW Komfort zwischen den Wartungen beeinflußt.

    Wie hoch sind Deine WW-Temperaturen?

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Avatar von Berndi
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    Im Sommer fahre ich das WW bei ca 70 °C
    Der WW-Kreislauf ist im Schichtspeicher bei 75 °C abgeregelt (Solaranlage schaltet dann aus). Damit ich den FBH-Kreislauf nicht überhitze, ist ein Mischventil und eine hydraulische Weiche installiert.
    An der Heizschlange (Sole/Heizungswasser) herrschen im Hochsommer mitunter 130°C

    Der Speicher selbst sollte eigentlich wartungsfrei ausgelegt sein, jedoch verkalkt jetzt allmählich die WW-Entnahme (Bauchwasser) direkt am Schichtspeicher (oben).
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  9. #8
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    Avatar von Berndi
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    ... ich habe ach gar keinen Zugang mehr zum Speicher selbst, da er eingemauert wurde.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Berndi Beitrag anzeigen
    ... ich habe ach gar keinen Zugang mehr zum Speicher selbst, da er eingemauert wurde.
    Wie groß ist denn der Speicher?
    Und wer um alles in der Welt kommt auf die Idee, so etwas "einzumauern"?

    Kein Speicher ist wartungsfrei.

    Ach ja, die WW-Entnahmetemp. am Speicherausgang sollte auch begrenzt sein. Du fährst doch hoffentlich nicht mit 75°C in Dein WW-Leitungssystem.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wie groß ist denn der Speicher?
    Ein 500L Schichtspeicher (Stahlemaille) mit 200L WW-Speicher (VA)
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Du fährst doch hoffentlich nicht mit 75°C in Dein WW-Leitungssystem.
    Nein, da ich ein Mischventil, das kaltes Wasser zu mischt und das lässt eine maximale Temperatur von 50°C zu, steht aber so bei 40°C.
    An den Entnahmestellen habe ich aber wegen der Kinder noch Untertischthermostate installiert.

    Gruß
    Berndi
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Berndi Beitrag anzeigen
    Ein 500L Schichtspeicher (Stahlemaille) mit 200L WW-Speicher (VA)
    Au weia, schon wieder so ein Kombi-Speicher Dings Bumms. Und was willst Du mit den paar Litern?
    Was für Kollektoren? Wie groß ist die Kollektorfläche?
    Was für eine Gastherme? Wie hoch ist die Heizlast? Was für Heizflächen?
    Wie hoch ist Dein WW Bedarf? (Anzahl der Personen)

    Ich versuche nur, mir Deine Anlage vorzustellen.

    Bisher verstehe ich es so, dass ein Gasbrennwerter und eine Alibi-Solaranlage auf einen Kombipuffer werkeln. Auf der WW-Seite des Speichers entsteht aufgrund der hohen Solartemp. Kalk.
    Jetzt kannst Du eine Enthärtungsanlage einbauen lassen, die regelmäßige Wartung erfordert, oder halt regelmäßig den Speicher bzw. dessen WT reinigen lassen, was sowieso sinnvoll wäre.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    ...und wenn Du Glück hast, deckt der Solarertrag die Kosten für den Betrieb der Enthärtungsanlage.
    Man kann Subventionen auch mit höherem Spaßfaktor in den Sand setzen!
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  14. #13
    Themenstarter
    Avatar von Berndi
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Jetzt kannst Du eine Enthärtungsanlage einbauen lassen, die regelmäßige Wartung erfordert, oder halt regelmäßig den Speicher bzw. dessen WT reinigen lassen, was sowieso sinnvoll wäre.
    Wobei wir bei meiner ursprünglichen Frage angekommen wären.

    Macht es tatsächlich Sinn, unter den gegeben Umständen eine Entkalkungsanlage zu installieren ?
    Muss ich niecht vielleicht doch, trotz entkalkungsanlage den Speicher ausbauen ?

    Wie stehen die Wartung einer Entkalkungsanlage in Relation zu meiner Speicherinstallation und welchen Wartungsaufwand hätte ich denn am Speicher ?

    Demontage?
    mechanische Reinigung von innen?
    ... ?

    Bemerke: Der Speicher soll nach der Wartung immer wieder hinter einer Wand verschwinden.

    Gruß,
    Berndi
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    ...und wenn Du Glück hast, deckt der Solarertrag die Kosten für den Betrieb der Enthärtungsanlage.
    Na ja ...
    So eine Enthärtungsanlage birgt ja auch noch andere Vorteile ... oder ?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Berndi Beitrag anzeigen
    Na ja ...
    So eine Enthärtungsanlage birgt ja auch noch andere Vorteile ... oder ?
    Welche?

    Gruß
    Ralf
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