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KFW70 nur mit Solar möglich?

Diskutiere KFW70 nur mit Solar möglich? im Forum EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    KFW70 nur mit Solar möglich?

    Hallo zusammen,

    grundsätzlich vertraue ich ja meinem Planer-Team, aber trotzdem brauche ich nochmal ne Rückbestätigung:

    Wir planen einen Massivbau mit T9 oder besser mit KWL/WRG und Wärmepumpe (warscheinlich L/W) und dachten eigentlich die Kriterien für KFW70 zu erfüllen.

    Laut unserem Architekten für LP5+ geht das aber nur mit einer solaren Trinkwassererwärmung, da sonst die Anlagenwerte nicht hinkommen. Transmissionsverluste sind alle unter den Grenzwerten. Auch mit Sole/Erdwärmepumpe geht's nicht. Einzig der Einsatz von Pellets würde ausreichen um ohne Solaranlage die Kriterien zu erfüllen. Pellets passen aber nicht ins Raumkonzept (ohne Keller).

    Trotz langen Quälens des Gockels konnte ich nirgendwo die genauen Richtlinien finden.

    Im Prinzip suche ich nur die Bestätigung der Aussage unseres Archis - aber am besten mit nem Link dazu.

    Gruss,
    Lönni
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  2. KFW70 nur mit Solar möglich?

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  3. #2
    Avatar von alex2008
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    Die Anforderungen KfW 70 sind
    H'T max 85% vom Referenzhaus, dass wäre recht leicht zu erfüllen

    QP max. 70% vom Referenzhaus ist der Knackpunkt

    mehr Dämmung, was für eine LWP immer gut ist
    KWL mit WRG
    wie gut sind die Fenster?
    mit konkreten Anlagewerten rechnen und nicht nur mit Musteranlagen
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von alex2008 Beitrag anzeigen
    mehr Dämmung, was für eine LWP immer gut ist
    Hmm, auch mit T8 oder T7 reichts angeblich nicht, da es ja nicht an der Dämmung liegt...


    Zitat Zitat von alex2008 Beitrag anzeigen
    KWL mit WRG
    Haben wir!


    Zitat Zitat von alex2008 Beitrag anzeigen
    wie gut sind die Fenster?
    Angeblich sind 2fach besser, da diese zwar schlechter isolieren, aber höhere solare Gewinne ermöglichen...
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  5. #4
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Hmm, auch mit T8 oder T7 reichts angeblich nicht, da es ja nicht an der Dämmung liegt...
    Mit diesem Denkschema käme ein Passivhaus wohl auch nicht auf KfW 70
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  6. #5
    Avatar von fmw6502
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    Hallo Löni,

    vorausgesetzt das EnEV-Programm ist richtig gefüttert worden und rechnet auch richtig, dann kann der Ersteller ganz einfach mal mit den konkreten Anlagenwerten (Anlagenaufwandszahl) "herumspielen". So könnte herausfinden, wie gut eine Heizung ohne Solar sein müßte. Dann mal mit den Werten realer WPs vergleichen...

    Gruß
    Frank Martin
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  7. #6

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    Das "es liegt nicht an der Dämmung" ist Blödsinn.

    Der Primärenergiebedarf sinkt natürlich mit einer besseren Dämmung.

    Wenn ich dann noch Zweifachverglasung höre, dann klingeln bei mir die Alarmglocken.

    Wenn Du bei der Dämmung gerade so die 85% einhälst, ist es klar, dass Du irgendwo anders was "rausholen" musst, damit Du insgesamt auf 70% kommst (mir ist klar, dass dies eine sehr stark vereinfachte Darstellung ist).
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    vorausgesetzt das EnEV-Programm ist richtig gefüttert worden und rechnet auch richtig, dann kann der Ersteller ganz einfach mal mit den konkreten Anlagenwerten (Anlagenaufwandszahl) "herumspielen". So könnte herausfinden, wie gut eine Heizung ohne Solar sein müßte. Dann mal mit den Werten realer WPs vergleichen...
    Hallo Frank Martin,

    genaus das ist ja der Punkt, den ich leider nicht überprüfen kann. Ich gehe derzeit davon aus, dass nur Standardwerte des EnEv-Programms (kann man das irgendwo downloaden?) angeklickt wurden...

    Zitat Zitat von TraurigerBauher Beitrag anzeigen
    Wenn ich dann noch Zweifachverglasung höre, dann klingeln bei mir die Alarmglocken.
    Angeblich (!) soll dieses aber "günstiger" für die KFW-Berechnung sein als 3-fach verglast (unser Wunsch!) wegen der höheren solaren Gewinne.

    Ich nix wissen - ich kenn mich nur mit kleinsten Strömen aus :-)



    Gruß
    Lönni
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  9. #8

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    Zitat Zitat von TraurigerBauher Beitrag anzeigen
    Das "es liegt nicht an der Dämmung" ist Blödsinn.

    Das Wasser muss doch irgendwie warm werden? Was trägt Dämmung dazu bei? So blödsinnig ist die Aussage dann auch nicht.

    Wir brauchen zur Zeit Brennwerttherme, Solarthermie und KWL mit Wärmerückgewinnung um KFW 70 zu erreichen. Der Energieberater hat auch (aber nur ganz wenig) mit Dämmungssärken gespielt und trotzdem nichts besseres rausbekommen.

    Im Endergebnis würde ich sagen, sch... auf die Förderung, es ist alles nur eine V...

    Dass man den KFW-Kredit auch noch nicht sofort tilgen kann, hat zur Folge, dass man nur noch mehr verliert und so richtig v...a...t wird.

    Gute Dämmung und Entscheidungsfreiheit in einzusetzender Technik wären mir im Nachhinein lieber.

    Ist doch blöd, el. Energie für Heizen zu nutzen. Zumal sobald alle KKW abgeschaltet werden, werden die Strompreise noch mehr steigen. Alleine der Strom, der bei uns für die KWL-Lüfter im Jahr benötigt wird, wird uns theoretisch etwa 120 Euro kosten. Dabei, wer kann mir garantieren, dass meine Frau nicht nach ihrem Gefühl handelt (kalte Luft fühlt sich frischer an) und die Fenster doch nicht aufmachen wird und der ganze Effekt eh pfusch ist.

    Na ja, ich würde nicht nochmal KFW70-Haus bauen. Entweder so richtig passiv oder gar nichts. Nur meine Meinung.
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  10. #9
    Avatar von alex2008
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    http://www.delta-q.de

    Da finden sich Infos zur EnEV, Berechnungsprogramme (Excel-Mappe), und jede Menge zu Heizung

    Optimierungspunkte bei der Berechnung sind:
    Wärmebrückenzuschlag, anstatt pauschal den Zuschlag diese mit Wärmebrückenkatalog ermitteln. Bei möglichst Wärmebrückenfreier Planung bleibt dann deutlich weniger (wenn überhaupt) übrig

    Zirkulation beim WW ist diese wirklich notwendig?

    konkrete Anlagenwerte einsetzen, die Werte in den Berechnungstabellen sind tw. mäßig
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  11. #10

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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen


    Angeblich (!) soll dieses aber "günstiger" für die KFW-Berechnung sein als 3-fach verglast (unser Wunsch!) wegen der höheren solaren Gewinne.

    Ich nix wissen - ich kenn mich nur mit kleinsten Strömen aus :-)
    Im Endeffekt soll es doch günstig für Euch sein, nicht (nur) günstig für die KfW-Berechnung.

    Ich habe mich mit den solaren Gewinnen nicht so intensiv auseinandergesetzt, meine mich aber zu erinnern, dass einer der Experten hier im Forum mal sagte, dass das in der Praxis lange nicht so viel bringt wie bei der EnEV Berechnung.

    Wie oben schon gesagt wurde, funktioniert eine Wärmepumpe nur gut bei einer geringen Heizlast. Wenn ich jetzt mal mit unserem KfW-70 Haus vergleiche:
    - 18 cm Styropor Dämmung außen + 24er Ziegel (kein T irgendwas)
    - dreifachverglasung, U Glas 0,7, U gesamt 1,1

    Wir haben also eine sehr viel bessere Dämmung. Die brauchen wir auch, da wir mit Gas heizen, und bei uns muss auch eine Solaranlage mit rein.

    Aber eigentlich bringt auf dem Papier eine Wärmepumpe auch eine positive Energiebilanz, so dass es bei wirklich guter Dämmung bei Euch auch für KfW 70 reichen müsste. Das aber nur so aus Laiensicht.

    Rein praktisch läufst Du mit Deiner Wärmepumpe und der relativ schlechten Dämmung in kalten Wintern gefahr, mit Strom zu heizen.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von TraurigerBauher Beitrag anzeigen
    Im Endeffekt soll es doch günstig für Euch sein, nicht (nur) günstig für die KfW-Berechnung.
    Full-Ack!


    Zitat Zitat von TraurigerBauher Beitrag anzeigen
    Rein praktisch läufst Du mit Deiner Wärmepumpe und der relativ schlechten Dämmung in kalten Wintern gefahr, mit Strom zu heizen.
    Hmm, T9 oder T8 hälst Du also für schlechte Dämmung... Nochmal: Ick bin Laie und will eigentlich kein WDVS.
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  13. #12

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    Es get mit dem T8/T9 auch ohne WDVS.
    Nimm 2!
    60cm Wand: U=0.133
    reicht
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  14. #13

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    Angeblich sind 2fach besser, da diese zwar schlechter isolieren, aber höhere solare Gewinne ermöglichen...[/QUOTE]

    Jede! EnEV-Software kommt auf bessere Werte wenn 3-ScheibenWärmeschutzGlas gegen 2-ScheibenWärmeschutzGlas verglichen wird...Die solaren Mehrertrgäge sind deutlich geringer als die verlorenen Wärmeverluste...

    Hört sich danach als ob der Planer? aus welchen Gründen auch immer kein 3-ScheibenWärmeschutzGlas einbauen will...

    Spätestens mit der EnEV2012 bekommen wir 3-ScheibenWärmeschutzGlas als Standardverglasung - und dann sieht direkt jeder Depp, dass das HAUS BJ 2011 mit 2-ScheibenWärmeschutzGlas nicht mehr den aktuellen EnEV-Anforderungen genügt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von TraurigerBauher Beitrag anzeigen
    Wie oben schon gesagt wurde, funktioniert eine Wärmepumpe nur gut bei einer geringen Heizlast.
    [...]
    Rein praktisch läufst Du mit Deiner Wärmepumpe und der relativ schlechten Dämmung in kalten Wintern gefahr, mit Strom zu heizen.
    ich bitte um Belege für diese starken Aussagen

    Gruß
    Frank Martin
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  17. #15

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    Keine Belege. Hab ich in meinem Kopf hier nach allem, was ich so gelesen habe, zurechtgewurschtelt.

    Das mit der relativ schlechten Dämmung nehme ich auch erst mal zurück, was die Wände betrifft. Ich habe mal diese T8/9 Steine im u-Wert Rechner eingegeben, das ist ja schon ganz nett.

    Wenn ich aber an den diesjährigen Dezember denke (kaum Sonne, sehr kalt), da muss man dann mit zweifachverglasten Fenstern schon ziemlich heizen. Ob das dann so effektiv ist mit einer LW-Wärmepumpe - ich weiß es nicht. Das müsste dann konkret berechnet werden.
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