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Benötige Ratschläge

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  1. #1

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    Benötige Ratschläge

    Hallo ans Forum,

    habe mich nun 2 Jahre geduldet und gespart. Nun solls dieses Jahr soweit
    sein, daß wir einen Anbau an ein EFH ausführen möchten.
    Zur Heizung benötige ich nun ein paar Infos.
    Meine Heizlastermittlung aus 2008 besagt 12,6 kW bei 213m² WFl und
    521m³ Gebäudevolumen zum beheitzen und zum Brauchwasser für 5 Personen
    erwärmen. Beheitzen möchte ich mit Fußbodenheizung.

    Nun kommt meine Frage. Welches System ist das geeignetste?
    Ich habe von einem Bekannten gehört, daß neue L/W WP zwischenzeitlich
    bessere Wirkungsgrade als wie vor 2 Jahren erreichen. Ist das so? Kann ich
    mir zwar nicht vorstellen, lass mich aber gerne belehren.

    Ich habe noch einen Bauphysikalischen Nachweis zur EnEV2007.
    Diesen muß ich wohl auch noch auf neustem Stand bringen.

    Kennt jemand eine Firma im LKR 72xxx Reutlingen, welche hier sehr kompetent
    ist?

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Gruß Basti
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  2. Benötige Ratschläge

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  3. #2
    Avatar von alex2008
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    neue Luft-Wärmepumpen haben letzten Jahren in Sachen Effizienz deutlich besser zugelegt als andere Systeme.

    Aber wie alle anderen auch bedürfen diese einer sehr sorgfältigen Auslegung.

    Ausgehend dass deine vorliegende Heizlastermittlung passt. Sind 12kw ein dicker Brocken. Da wird dann auch der Heizwärmebedarf auf sattem Niveau liegen.
    Da machen sich dann Effizienzunterschiede doch deutlicher im Geldbeutel bemerkbar als bei einem kleinen gut gedämmten Neubau.

    Monovalent ausgelegt, d.h. die WP heizt auch bei Auslegungstemp. -14 alleine erfordert eine entsprechend dicke WP welche die meiste Zeit eine zu hohe Leistung hat. Da ist die Auslegung nicht ohne

    Bivalent ausgelegt, d.h. die WP heizt nur bis zu einer gewissen Temp. alleine (ca. -7°) und dann mit Unterstützung eines Heizstabes ergibt kleinere WP damit geringere Anschaffungskosten aber auch höhere Stromkosten durch den Heizstab.

    Die LWP gehen bei höheren Heizleistungen je nach Auslegung richtig ins Geld.

    Da könnte eine Erdwärmepumpe mit Sondenbohrung durchaus eine Alternative sein.
    Oder schlicht und einfach welche Heizung ist denn bisher vorhanden? Diese evtl. integrieren/erweitern

    Testergebnisse
    www.wpz.ch

    Infos Thema Wärmepumpe
    www.fws.ch

    und noch viel mehr, tw. aber sehr technisch zum suchen:
    Datenbank des BFE in der Schweiz
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Bastian76 Beitrag anzeigen
    Meine Heizlastermittlung aus 2008 besagt 12,6 kW bei 213m² WFl und
    521m³ Gebäudevolumen zum beheitzen und zum Brauchwasser für 5 Personen
    erwärmen. Beheitzen möchte ich mit Fußbodenheizung.
    FBH ist gut, an die Auslegungstemp. denken.

    Bei 12kW Heizlast, wüßte ich jetzt auch nicht wofür ich mich entscheide. Einerseits wäre eine Sole-WP effizienter, aber man bräuchte auch einen entsprechend großen Kollektor (kostet auch Geld).
    Andererseits müsste man bei einer LWP relativ groß dimensionieren, zumindest wenn die LWP keine Leistungsregelung hat, und das gibt´s auch nicht gratis.

    Zuerst mal die Zahlen auf den neuesten Stand bringen. Nach EnEV2009 musst Du evtl. höher dämmen als ursprünglich geplant, und das reduziert wiederum die Heizlast.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Mir kommt 12kW so hoch vor..?

    Ich heize momentan 140qm ungedämmten Altbau mit größtenteils noch Einscheibenfenster mit 10KW... das geht recht gut, nur bei wirklich klirrender Kälte wird der Kachelofen im Wohnzimmer zusätzlich geheizt.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Eumeltier Beitrag anzeigen
    Mir kommt 12kW so hoch vor..?
    Bei 213m2, Bestand (welches Alter?), wäre das schon denkbar. Ich habe bei mir (270m2, Bj. 1974, noch ungedämmt) eine Heizlast von etwa 16kW, und an kalten Tagen brauche ich die auch.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Achso, das kommt davon, wenn man das Ursprungsposting nicht genau liest... Anbau, ich dachte die ganze Fläche als Neubau...
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  8. #7
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    Hallo,

    ich danke Euch schon mal für die Infos.
    Also das Bestandshaus ist Bj.68.
    Der Anbau soll in entweder Kalksandstein und WDVS oder in
    Fertigbauweise a la ******** Haus gemacht werden.

    Was ist denn von der Idee zu halten, eine LW WP in den Keller
    zu stellen, und das Zuluftsaugrohr unter oder in das Erdreich unter
    den Anbau zu legen um bei hohen minus Temperaturen die Luft etwas
    "wärmer" zu bekommen?

    Wie ist denn die Konstellation WP und Kachelofen?
    Ich stelle mir das so vor. Bei den Temperaturen zwischen
    0°C bis 20°C nur WP Heitzung auf 21°C - 22°C im Haus,
    im Winter Außentemperatur liegt bei -5°C bis -10°C.
    Jetzt möchte ich mit den Kachelofen zuheitzen um das Haus im EG warm zu bekommmen.
    Ich habe gelesen, daß durch Anstieg der RL Temperatur die WP Leistung abnimmt, da es warm genug ist.
    Das ist doch ein Paradoxon. Kann mich hier jemand aufklären?

    Viele Grüße Basti
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  9. #8
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von Bastian76 Beitrag anzeigen
    Was ist denn von der Idee zu halten, eine LW WP in den Keller
    zu stellen, und das Zuluftsaugrohr unter oder in das Erdreich unter
    den Anbau zu legen um bei hohen minus Temperaturen die Luft etwas
    "wärmer" zu bekommen?
    nix.
    Dafür würdest Du einige lfm Rohr verlegen müssen um überhaupt auf genügend Querschnitt zu kommen.
    Diese Ansaugkanäle sorgen wiederum für einen Druckverlust welchen der Ventilator der WP überwinden müsste, also mehr Strombedarf für den Ventilator. Die Druckverluste in den Luftkanälen sind bei den meisten Geräten zudem recht begrenzt.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Bastian76 Beitrag anzeigen
    Ich habe gelesen, daß durch Anstieg der RL Temperatur die WP Leistung abnimmt, da es warm genug ist.
    Das ist doch ein Paradoxon. Kann mich hier jemand aufklären?
    Gemeint ist damit wohl, dass mit steigender RL Temp, und somit höherer VL Temperatur, die Leistung der WP abnimmt. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Differenz Quellentemperatur zu Heizkreistemperatur höher wird.

    Das mit den Rohren im Boden, auch EWT (Erdwärmetauscher) genannt, ist nicht ganz unkritisch. Soll diese Variante funktionieren, dann ist ein hoher Aufwand erforderlich. Man beachte die Luftmenge die so eine WP stündlich benötigt, daraus resultiert ein hoher Volumenstrom. Das führt zu großen Rohrdurchmessern, und damit der WT überhaupt noch genügende Wärme aufnehmen kann, auch zu einer Menge an Rohren.
    Ohne unterstützende Lüfter geht da nix, und die brauchen wiederum Strom und machen den Effizienzvorteil der höheren Quellentemperatur teilweise wieder zunichte.

    Gruß
    Ralf
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  12. #10

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    Hallo Bastian 76
    wir würden gerne darauf detailliert antworten. Dazu fehlen uns aber ein paar Angaben zu folgenden Umständen.
    • Was wollen Sie genau machen, welchen Energieträger wollen Sie benutzen? Wurde die Heizlast für das komplette Gebäude auf gesamtenergetischer Basis schon ermittelt?
    • Wie hoch ist die derzeitige Nennlast der Anlage?


    Sie können mir gerne eine PN schicken.
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