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  1. #1

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    Hausversteigerungen, wer hat schon Erfahrungen gemacht?

    Hallo zusammen,


    meine Freundin und ich wollen uns ein EFH zulegen und auf der Suche haben wir auch paar Häuser gesehen die bei uns in der Gegend sind, und versteigert werden.

    Jetzt würd mich mal interessieren ob hier im Forum schon mal jemand ein aus ersteigert hat und vielleicht berichten kann ob er es wieder tun würde?

    Wie steht ihr denn allgemein zu diesem Thema? Mal von der moralischen Seite abgesehen. Ein Chance auf ein Schnäppchen oder wirds auf alle Fälle in die Hose gehen? Im Internet ließt man ja doch einiges.

    Auf alle Fälle haben wir schon gesagt dass wenn dann nur ein Versteigerungsobjekt in Frage kommt wo man alles vorher genau besichtigen kann und im optimal Fall keiner mehr drinnen wohnt

    Bin schon auf eure Kommentare, Erfahrungen und Tipps gespannt.


    Gruß
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  2. Hausversteigerungen, wer hat schon Erfahrungen gemacht?

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  3. #2

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    Schaut Euch ein paar ZVs an. Dann kommt Ihr schnell drauf, dass es gerade im EFH Bereich in populären Lagen für risikoscheue Laien keine Schnäppchen gibt. Wenn ein (gängiges) interessantes Objekt , wie z.B. ein 8 Jahre altes RH mit niedrig angesetztem VW angeboten wird, stapeln sich die Leute im Saal und es gleichen die letzten Minuten der Bietstunde ibäh Auktionen .

    Wenn Ihr im Saal mit alleine mit Rechtspfleger und Gläubigervertreter verweilt, heißt das nicht, dass der Termin übersehen worden ist, sondern Ihr habt etwas Wesentliches übersehen.


    PS:
    Aber dazu kommt es eh nicht, denn
    dann nur ein Versteigerungsobjekt in Frage kommt wo man alles vorher genau besichtigen kann
    erstickt die Schnäppchenjagd ja schon im Vorfeld.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Micro Beitrag anzeigen
    Schaut Euch ein paar ZVs an. Dann kommt Ihr schnell drauf, dass es gerade im EFH Bereich in populären Lagen für risikoscheue Laien keine Schnäppchen gibt. Wenn ein (gängiges) interessantes Objekt , wie z.B. ein 8 Jahre altes RH mit niedrig angesetztem VW angeboten wird, stapeln sich die Leute im Saal und es gleichen die letzten Minuten der Bietstunde ibäh Auktionen .

    Wenn Ihr im Saal mit alleine mit Rechtspfleger und Gläubigervertreter verweilt, heißt das nicht, dass der Termin übersehen worden ist, sondern Ihr habt etwas Wesentliches übersehen.


    PS:
    Aber dazu kommt es eh nicht, denn

    erstickt die Schnäppchenjagd ja schon im Vorfeld.

    Wieso erstickt das die Schnäppchenjagd von selbst?

    Ein Freund von mir hat vor ca. 2 Jahren ein Haus aus einer Erbgemeinschaft ersteigert. Da die ja selber dran interessiert waren dass das Haus gut weg geht war eine Besichtigung kein Problem. Optimale Lage am Ortsrand, Bj 99 und ging dann im Endeffekt für 120000€ weg.

    Ok, soviel Glück braucht man erstmal.

    Aber mich würden noch weitere Erfahrungsbreichte interessieren.´

    Wir werden uns jetzt auf alle Fälle mal paar Versteigerungen ansehen dass man mal ein bißchen ein Gefühl bekommt.
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  5. #4

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    9 Jahre altes EFH in optimaler Lage in Erding für 120k€ aus einer ZV ?

    Sorry, das klingt mir eher nach Auktionskatalog-Abo-Vertreiber Garn....

    Gerade Auktionen zwecks Aufhebung einer Gemeinschaft sind eher selten.

    Trotzdem viel Spaß beim AG.
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  6. #5

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    Wir haben ein Haus aus einer ZV erworben und haben vorher einige besucht und beobachtet.

    Meine Aussagen beziehen sich einen Ballungsraum mit äußerst engem Markt (Stuttgart). Woanders mag das nicht so sein, dort kommt man aber auch auf weniger risikoreichen Wegen an eine ordentliche Immobilie. Meine persönliche Zusammenfassung:

    Wie überall sind Chance und Risiko proportional. Schnäppchen gibt es nur für höheres Risiko (keine Besichtigung möglich, problematischer Alteigentümer...). In guten Lagen, also bei begehrten Immobilien, ist selbst mit höherem Risiko oft kein Schnäppchen zu machen. Teilungsversteigerungen sind selten und rechtlich noch eine Ecke komplizierter als "normale" ZV. Wir würden es wieder machen, aber bei uns ist insgesamt alles gutgegangen.

    Ein Bekannter von uns ist bei einer großen Versicherung Leiter der Verwertungsabteilung und hat uns etwas beraten. Er sagte uns im Vorfeld, dass in Stuttgart in ordentlichen Lagen anständige Objekte am oder sogar über dem VW weggehen. Sollte das nicht der Fall sein, ist ein Haken dran. "Im Zweifel lassen Sie die Finger weg!" wiederholte er immer wieder.

    Wir haben großes Glück gehabt. Wir haben aus einer Teilungsversteigerung ein Haus zu 50% des VW ersteigert. Allerdings ohne es je von innen gesehen zu haben oder auch nur auf dem Grundstück gewesen zu sein. Und wir mussten hinterher die Bewohnerin zwangsräumen. Diese war ein Messi, und so hat uns das TEUR 15 und 5 Monate gekostet. Wir haben das nur riskiert, weil es sich um eine der Toplagen Stuttgarts handelt und der von uns bezahlte Preis Grundstück-Abrisskosten entsprach. Wir hätten also bei schlechter Bausubstanz das Objekt wieder verkaufen können und wären mit einem blauen Auge davongekommen.

    Uns wurde aber von verschiedenen Seiten bestätigt, dass es so einen Fall in Stuttgart eigentlich nicht gibt, wir also Glück gehabt haben. Mindestens einen Immobilienhai hätte ich in der Versteigerung erwartet, aber die Bewohnerin war im ganzen Viertel berüchtigt, das hat wohl abgeschreckt.

    Als Faustregel sollte man mind. 1 Jahr und TEUR 20 einplanen, bis man über das Objekt verfügen kann. Wenn es hinterher reibungslos geht, umso besser, aber man sollte mit Schwierigkeiten rechnen. Und man sollte sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, ob man im Zweifel ein Haus bewohnen kann/will, in dem sich jemand umgebracht hat - hart formuliert und der extreme Ausnahmefall, aber zu berücksichtigen.
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  7. #6

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    Mich würde mal interessieren, wie das mit der Sicherheitsleistung funktioniert: Bei uns in der Tageszeitung steht immer, dass 10% des Gebotes als Sicherheit hinterlegt werden müssen, abba nicht in bar sondern auf ein Konto.

    Angenommen ich will eine Immobilie mit VW 100.000€ ersteigern - dann müsste ich 10.000€ "hinterlegen". Was aber, wenn ich den Zuschlag für 110.000€ erhalte? Oder gar keinen Zuschlag? Wie schnell bekomme ich das Geld vom AG wieder zurück?

    Irgendwie habe ich da den Ablauf noch nicht verstanden...
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  8. #7
    Avatar von Lukas
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    Die Sicherheit ist nur im Falle des Zuschlages zu leisten.

    Gruß Lukas
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  9. #8
    Avatar von Der Bauberater
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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Irgendwie habe ich da den Ablauf noch nicht verstanden...
    Im Falle des Zuschlages (Du bist Meistbietender) musst Du 10% des "Kaufpreises" als Sicherheit hinterlegen. Die meisten Gerichte wollen/nehmen KEIN Bargeld. Du brauchst von der Bank "beglaubigten" Scheck. Damit garantiert die Bank die Auszahlung des eingetragenen Betrages. Meist ist es aber ein Blankoscheck, weil der Betrag vor der Versteigerung noch nicht fest steht. Ich habe es schon erlebt, dass ein Bängster zur Versteigerung mitgeht, damit Du mit dem Scheck keine Weltreise buchst oder in der Karibik eine Insel kaufst
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    secondhandinfos:
    neben bank/bundesbankscheck gibts die möglichkeit,
    die sl vorher auf die amtskasse zu überweisen.
    im nichterfolgsfall bekommt man das geld nach ein paar wochen zurück.
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  11. #10
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    interessant sind übrigens oft auch die angebote der bundesimmobilienanstalt.
    www.bundesimmobilien.de. da sind oft unvermurkste häuser in guten lagen dabei.
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  12. #11

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    Kleine Korrektur zur Sicherheitsleistung:

    Du musst Sicherheit leisten, sobald Du ein Gebot abgibst und der Gläubiger Sicherheit fordert. Die Sicherheit beträgt immer 10% des amtlich festgestellten VW, unabhängig von der Höhe Deines Gebots und dem letztlich erzielten VW. Es gibt Leute, die sich vorher mit dem Gläubiger darauf einigen, dass er keine Sicherheit fordert. Würde ich aber nicht riskieren. Kannst Du keine Sicherheit vorlegen, wenn sie gefordert ist, wird Dein Gebot nicht zugelassen.

    Entweder hast Du dann den besagten Scheck dabei (der max. 3 Tage alt sein darf). Den bekommst Du bei Nichterfolg direkt nach der Versteigerung zurück. Bei Zuschlag wird er auf das Gebot angerechnet.

    Oder Du hast vorher die Sicherheitsleistung auf ein Konto des AG überwiesen und dem Rechtspfleger liegt davon ein Nachweis vor. Das Geld sollte also spätestens am Tag vorher auf dem AG-Konto sein, manche brauchen mehrere Tage, bis der Nachweis den Rpfl. erreicht. Würde ich mich vorher erkundigen. Bei Nichterfolg wird das Geld zurücküberwiesen, kann aber einige Wochen dauern.

    Bargeld nehmen die AG nicht mehr, seit in Berlin glaube ich eine Versteigerung überfallen wurde - da waren einige Bieter mit Geldkoffer als Sicherheitsleistung da. Beute einige Hunderttausend in bar...

    Ich ziehe den Scheck vor, da ich weniger vom AG abhängig bin. Dabei bucht Deine Bank den Scheckbetrag auf ein eigenes Konto, auf das Du keinen Zugriff hast, und stellt auf dieses Konto den bankbestätigten Scheck aus. Aussteller bist also nicht Du, sondern die Bank, und damit ist dieser Scheck auf jeden Fall gedeckt (drohender Totalzusammenbruch des gesamten Bankensystems mal ausgeschlossen).

    In beiden Fällen musst Du die Sicherheitsleistung flüssig haben!
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Bei meiner SPK ist der Aussteller die Bundesbank. Hier muß man 2 Tage vorher bestellen und die Gebühr liegt um die 25€ . Besser als wochenlang auf die Rückbuchung zu warten. Bei gemeinschaftlichen Erwerb, die notariell beglaubigte Vollmacht z.B. des Ehepartners nicht vergessen. Die sollte man tunlichst nicht auf ein Objekt/Termin oder AG beschränken, damit man sie immer wieder verwenden kann.
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  15. #13

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    Hi,
    bei mir in der nähe wurde auch ein haus zur ZW ausgeschrieben.RMH erbpacht für 55000€. Klingt nach super schnäpchen , wurde von Assis bewohnt die alles zerstört haben und muß komplett saniert werden.
    Sanierungskosten würde ich mal locker nochmal auf 60-70T€ schätzen.

    Das Haus wurde aber vorher irgendwie noch Verkauft und ging für 35T€ weg.
    Irgendwie ist der neue Besitzer vom Vertrag zurück getretten, weil er angeblich die Finanzierung nicht hinbekommt. Wir glauben auch alle an den weihnachtsmann.

    ZW ist eine ganz Interesante sache, ich habe mir letztens auch 3 kleine Wohnungen ersteigert die Leerstanden und als studentenwohnungen gleich weitervermietet. Klappte wunderbar.
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