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  1. #1

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    Pinsel richtig von Lösemittellack reinigen?

    Hallo,
    ich hätte mal eine Frage an die erfahrenen Maler: ein alter Malermeister erklärte mir mal, dass neue Pinsel nicht gut sind und Pinsel eingearbeitet sein müssen. Mein Problem ist aber, dass meine Pinsel leider meist nicht lange halten...
    Konkret: ich verwende hochwertige reine Chinaborstepinsel bzw. Wistoba-Mixborstenpinsel bei lösemittelhaltigem Lack (zB Alkydharz). Wenn ich die anschließend in Pinselreiniger auswasche (erst in Reiniger eintauchen, hin- und herbewegen und dann in Wasser abwaschen), dann habe ich zwei Probleme:
    1) im oberen Drittel bleibt oft noch Lack hängen und verklebt dann und v.a.
    2) die Borsten bleiben nach dem Trocknen nicht mehr beieinander, sonder stehen ziemlich wild. Dann ist der Pinsel zu exaktem Arbeiten nicht mehr zu gebrauchen und ich muss die Pinsel wegwerfen (die ja auch nicht wirklich billig sind!).

    Bei Orel-Mix-Pinseln und Wasserlacken habe ich das Problem übrigens überhaupt nicht, da sehen die Pinsel nach dem Reinigen sehr gut aus.

    Habt ihr mir Tipps? Wie reinigt ihr Pinsel, die nicht sofort wieder benutzt werden? Gibt es da Tricks?

    Schöne Grüße
    Klaus
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  2. Pinsel richtig von Lösemittellack reinigen?

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  3. #2

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    Früher haben die alten Malermeister ihre Pinsel meistens in eine Mischung aus Leinölfirnis und Terpentin gestellt - und stehen lassen. Bei Bedarf gut an einer Büchse abgestriffen ggf. etwas mit Terpentin "nach"gereinigt und dann wieder verwendet etc. etc.
    Diese damaligen Lacke waren aber auch nicht so empfindlich auf Restbestände durch das Leinöl weil es meist ein Bestandteil der Lacke war. Da wurden Pinsel auch noch aufgebunden. Das alles wird heute aber selbst bei hochwertigen Pinseln nicht mehr gemacht, da ein paar wenige Lohnminuten schon wieder einen neuen Pinsel rechtfertigen.

    Zur Sache: Das im oberen Bereich alte Farbe selbst nach dem Auswaschen verbleibt, ist nicht zu verhindern. Mancher Maler feuchtet den Pinsel vor dem Arbeiten leicht mit Universalverdünnung an, damit sich durch die Kapillarwirkung der Lack nicht zu stark hochzieht, aber ich bezweifle den Sinn.

    Das nach einem Auswaschversuch mit anschließender Trocknung der Pinsel nicht mehr besonders tauglich ist, ist daher auch kaum zu verhindern.

    Bei den meisten Malern bleiben die Pinsel nach der Benutzung meistens im Wasser stehen und werden dann entweder ausgeschüttelt, etwas getrocknet und wieder verwendet oder sie werden weggeworfen. Auch wenn es "Gute" waren.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke für die beruhigenden Worte - dann werde ich künftig die Pinsel mit weniger großen Selbstzweifeln rausschmeißen
    Blöd ist für mich als Gelegenheits-Maler halt, dass ich einerseits eher kleine Flächen lackiere und außerdem meist ziemlich große Pausen zwischen zwei Pinsel-Einsätzen habe. Das ist im Handwerk natürlich was ganz Anderes, wenn man 1 Tag am Stück mit einem Pinsel arbeitet und am nächsten Tag weitermacht und völlig klar, dass bei 10 vergeudeten Lohnminuten der neue Pinsel schon bezahlt ist... daher ärgert es mich halt, dass ich den relativ teuern Pinsel nach kurzem Gebrauch schon wegwerfen muss, aber ich habe jetzt verstanden, dass ich das wahrscheinlich einfach so hinnehmen muss...
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  5. #4

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    Sarkas ist kein Dummer!
    Mach dir einen hohen Topf voll Leinölfirnis und Terpentin!Evtl.oben aufgeschnittene leere Terpentinkanne.
    Bohr oben am Rand Löcher rein,gegenüber auch welche,dann kannst du
    die Pinsel an einem langen dünnen Nagel schön in die Mischung hängen ohne das die Borsten auf dem Boden verformt werden.Oben Deckel drauf damit kein Staub reinfällt.
    Vor Gebrauch,abstreifen,kurz mit Lösemittel gereinigt ,los gehts.
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  6. #5
    Avatar von dquadrat
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    ich mag eher die lösung mit ins wasser stellen.

    aber aufpassen, das wasser in dem der pinsel steht, verdunstet schneller als man denkt, wenn kein deckel drauf ist
    auf diese weise haben bei mir auch schon viele pinsel das zeitliche gesegnet.
    von daher netzers lösung in betracht ziehen oder extra dafür geeignete behälter im fachhandel kaufen oder den pinsel in sichtweite aufbewahren um den wasserstand konrollieren zu können.

    die reinigungs- und aufbewahrungsproblematik ist für mich der hauptgrund, weshalb ich mittlerweile moderne wasserverdünnbare lacke bevorzuge.
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  7. #6

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    in meiner lehrzeit gabs immer so blechwannen mit pinselhalter,
    firnis terpentingemisch oder wasser drinn, da konnte man sich
    hochwertige pinsel, monate (selbst jahre) noch später,
    je nach zuletzt verwendetem farbton, den pinsel greifen, kurz reinigen
    und los lackieren...

    gibt es sowas nicht mehr zu kaufen?
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  8. #7
    Avatar von dquadrat
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  9. #8

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    ja sowas in der art,
    meine blechwannen sind vielleicht etwas antiquiert...
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  10. #9
    Avatar von dquadrat
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    dafür wahrscheinlich langlebig.

    das plasteding ist imo nicht poweruser geeignet.
    dafür kostets aber och fast nüscht...
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Super - und wie heißt so ein Aufbewahrungsbehälter-Dings richtig? (damit ich weiß, wonach ich suchen muss )
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  13. #11

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    Bei uns stehen die Pinsel im Wassereimer. Ich möchte nicht jedesmal mit einem neuen Pinsel anfangen zu streichen.Auch wird ab und zu ein richtig gut eingestrichener Pinsel noch mal abgebunden. Übrigens hart gewordenen Pinsel 2-3 Tage in Nitroverdünnung stellen dann auswaschen sind wieder wie neu .
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