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Dämmung ausreichend dimensioniert?

Diskutiere Dämmung ausreichend dimensioniert? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
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    Dämmung ausreichend dimensioniert?

    Hallo Forum,

    bei meinem EFH ist u.a. ein Erker, dessen Decke gleichzeitig der Balkon des DG darstellt. Aufbau von unten nach oben wie folgt (sorry für möglicherweise Lainehafte Ausdrücke):

    - 16cm Betondecke
    - Schweißbahn (welche weiß ich nicht), an der Wand hochgezogen mit Abschlußleiste (mit Silikon gegen den Putz abgedichtet)
    - ca. 4cm "gelbe" Dämmung mit Alu-Kaschierung
    - 4-5 cm Estrich.

    Ich habe noch nach Wärmeschutzverordnung von '95 gebaut, dennoch kommt mir die Dämmung etwas gering vor.

    Außerdem ist die Balkonstirnseite nicht verkleidet (daher erkennt man noch den Aufbau). Muß da noch etwas geändert (verkleidet) werden?

    Gruß, Markus
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  2. Dämmung ausreichend dimensioniert?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    4 cm Dämmung ist zu wenig. Um den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 zu erfüllen, der auch zu Zeiten der WSVO galt, müsste ein Wärmedurchlasswiderstand R von 1,20 m²•K/W erfüllt sein. Hierzu wären 5 cm Dämmung der WLG 040 notwendig. Auch die Stirnseiten müssen gedämmt werden, sonst besteht hier eine Wärmebrücke. Die Temperatur der Decke kann kritische Temperaturen unterschreiten, mit der Gefahr der Schimmelbildung.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Temperaturfeld der Situation ohne stirnseitige Dämmung
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  5. #4
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    Avatar von Markus Gräfe
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    Danke für den Hinweis, Bruno. Ich werde es nochmal genau nachmessen, wie dick denn die Dämmung tatsächlich ist.
    Was die Stirnseite angeht, so habe ich mich undeutlich ausgedrückt *duck*. Die Stirnseite des Stahbeton ist schon gedämmt (8cm Styropor (oder WLG - weiß-nicht-was). Nur der Aufbau darüber ist offen. Daher ist die "gelbe Dämmung stirnseitig sichtbar. Ich könnte mir vorstellen, daß man da auf die obere Estrichlage nochmal eine Art Blech anbringen muß, welches dann die Stirnseite des Balkons verdeckt. Dann nochmal Schweißbahn, dann kann das Wasser, was an der Stirnseite herunterläuft in die Regenrinne tropfen und die Isolierung wird nicht feucht. Das aber nur eine Annahme...
    Vorschläge sind willkommen.

    Danke, Markus
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Die Wärmedämmproblematik ist das Eine, da würde ich mir wegen 4 oder 5 cm keinen Kopf machen, ist beides wenig genug, aber die Flächen sind nicht groß und Tauwasser auf der Innenseite fällt bestimmt nicht an. WLG 040 ist übrigens keine Produktbezeichnung, sondern eine allgemeine Angabe zur Wärmeleitfähigkeitsgruppe der Dämmung. 040 bedeutet ein Lamda von 0,040 W/(m•K).

    Schlimmer ist die Konstruktion insgesamt. Der Estrich als Nutzbelag, Abdichtung und wasserführende Schicht? Wo läuft das Wasser hin, das auf dem Estrich anfällt? Wie sieht der Anschluss des Estrichs an die aufgehende Hauswand aus? Ich befürchte, dass die Konstruktion hier nicht dicht und damit nicht dauerhaft frostbeständig ist, weil Wasser unter den Estrich gelangt. Ist das gelöst, muss das Wasser kontrolliert abfliessen können. Am Rand sollte eigentlich eine Aufkantung sein. Stirnseitig gehört eine Unterkonstruktion hin, könnte ein Brett sein, das an der Decke und nicht am Estrich befestigt ist. Darüber Blech (Attika und Abdeckung), auch hier muss der Anschluss an den Estrich gut überlegt sein.
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  7. #6
    Avatar von JDB
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    eindeutich billichbau !
    (ohne Planung hingepfuscht)
    -
    Ergänzend zu Bruno möchte ich noch auf den erforderlichen Geländeranschluß hinweisen:

    "Statik meets Wärmebrücke"

    Für die eleganteste Lösung ist es leider zu spät (Halfen).

    Gruß, JDB
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  8. #7
    MAB
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    Ich rätsel noch

    Und zwar über die "gelbe" Dämmung mit Alu-Kaschierung. Ist es nun Mineralfaser oder PUR? Einseitig oder zweiseitig Alu-kaschiert?

    Ich hab hier den Verdacht, daß die noch als WLG 020 "verkauft" wurde. Das entspräche dann ja etwa 8 cm Polystyrol. Zwar immer noch arg wenig, erfüllt aber die Mindestanforderung.
    Nur: die darf schon lange nicht mehr als WLG020 verkauft werden.
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  9. #8
    Profi Benutzer
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    Avatar von Markus Gräfe
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    Danke erstmal für die Antworten,

    bin im Moment ziemlich lange auf der Baustelle, daher dauert meine Reaktion etwas.

    @Bruno: Der Estrich ist nicht der Nutzbelag. Dauaf kommt noch z.B. Fliesen oder Platten. Das interessiert meine BT aber nicht weiter, da Bodenbeläge (und damit auch der Balkon ) Eigenleistung ist. Muß er da nicht etwas abliefern, was zu dieser Jahreszeit Wasserdicht (auch ohne Fliesenbelag) ist? Beim genauern hinschauen habe ich zwischen Dämmung und Estrich noch eine Folie entdeckt.

    @JDB: richtig erkannt. Billich! Was sind Halfen?

    @Martin: Mineralfaser ist es nicht. Es ist so eine Art Hartschaum, der einseitig mit Alu kaschiert ist. Als was die mir verkauft wurde, weiß ich nicht. Du kennst doch die Halunken. Da wird doch nirgends eine Angabe gemacht.

    Ich werde das ganze mal fotografieren und einstellen. Ich wollte Euch nur nicht zu sehr schocken, denn so hat z.B. der Schlosser, der das Gelände liefert, von einer Dämmung und dem Estrich nichts gewußt (tolle Bauleitung). Das ganze hat gleich drei weitere Mängel auf den Plan gerufen:

    1. Geländer hat den Putz samt Isolierung eingedrückt
    2. Dadurch bekommt das ZINKGELÄNDER direkten Kontakt mit der KUPFERRINNE...
    3. Durch den weiteren Aufbau (Isolierung, Estrich) stimmt jetzt die Geländerhöhe nicht mehr. Jede Wette, daß auch hier eine Mindestvorschrift gilt (wie hoch muß ein Geländer denn sein?). Gibt's da ggf. Ärger mit dem Bauamt oder kann ich mich auch mit dem BT "einigen?

    Gruß, Markus
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  10. #9
    MAB
    Gast

    Oweia

    Klar sind Geländerhöhen vorgeschrieben. in der LBO. Ist in den Bundesländern nicht immer identisch, hängt aber immer von der Fallhöhe ab.

    Hartes Zeug hört sich nach PUR an. einseitig kaschiert kann aber nicht mehr als WLG 020 "verkauft" werden. Diesen Einwand ziehe ich also zurück (man hofft ja auf das Gute im Menschen, naja, auf dem Bau?).

    Kann jetzt bestenfalls WLG 025 sein. Aber warum ärgern? Ist doch wohl noch keine Abnahme erfolgt?

    Sorry, daß ich schon wieder zur professionellen Rechtsberatung rate, aber wir kennen ja die Verträge nicht.

    Wenn alles gut läuft, ist der BT ja beweispflichtig.
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  11. #10
    Profi Benutzer
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    Avatar von Markus Gräfe
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    Nee Martin, abgenommen ist da noch nichts. Ich werde mal klären, was das Bauamt sagt.

    Aber ein Hinweis, ob - wenn die Höhe des Geländers zu tief ist - dieses wieder entfernt bzw. ein anderes mit entsprechender vorgeschriebener Höhe montiert werden muß, ist doch auch ohne den Tatbestand einer Rechtsberatung möglich, oder?

    Wie ist das denn grundsätzlich? Kommt den immer jemand von der Baubehörde und überprüft gewisse Dinge?

    Gruß, Markus
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  12. #11
    Avatar von JDB
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  13. #12
    MAB
    Gast

    Ähm

    Richtig, JDB, die Dinger sind echt klasse. Leider nicht ganz billig.

    Beim EFH kommt normalerweise keiner zur Abnahme. höchstens zum abkassieren. Das Problem stellt sich erst dann so richtig, wenn einer runterfällt. Dann sind die Kassierer auf einmal völlig unschuldig (das ist nicht hypothetisch, das ist 1996 in St. Augustin genauso passiert!).

    Also alleine wegen der eigenen Haftung schon drauf achten. Nur gehen wir jetzt wieder in Rechtsberatung (ich bin einen Schritt weiter):

    Das die Geländerhöhe der LBO entsprechen muß ist klar und sollte leicht durchsetzbar sein.

    ABER: wie erreicht er die Geländerhöhe? Ich habs zu oft gesehen, daß da einfach was angeschweißt wurde. Technisch ist das ja ok, aber rechtlich?
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  14. #13
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    Avatar von Markus Gräfe
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    naja, dann wage ich mich mal aus dem Fenster: technisch ist es o.k., wenn es richtig ausgeführt wird. Wolln'wa wetten, daß die den oberen Handlauf absägen und da etwas dazwischenflicken? Kann man sogar vor Ort machen. Ach ja, dann werden die Schweißnähte mit "Silberfarbe" wieder angespritzt...

    Wenn es technisch o.k. ist, dann dürfte auch rechtlich nichts dagegen sprechen (ich erwarte jetzt keine Antwort Martin, es sei denn, Du schickst sie mir an meine Emailadresse ).

    @ JDB: da hast Du recht, Das ist in der Tat zu spät...

    Wie würde denn eine sinnvolle Befestigung aussehen, wenn man schon nichts einbetoniert hat, und (immerhin) die Stirnseite des Balkons mit Polistrol gedämmt wurde?

    Gruß, Markus
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    so, da sind 'se, die Bilder: Bin gespannt auf die Kommentare...

    Übrigens @MAB: es ist doch beidseitig alu-kaschierte Dämmung.

    Bild 1:
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  17. #15
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