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  1. #1

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    Kasernengebäude Wehrmacht

    Hat jemand Erfahrung mit Kasernengebäuden der Wehrmacht, Baujahr 1935? Es geht mir um Meinungen zur Nutzung und eventuell notwendigen Verbesserung eines Gebäudes, das zur Zeit als Museum genutzt wird und jetzt in andere Trägerschaft übergehen soll. Was muss man wissen, um dazu mehr zu sagen?
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  2. Kasernengebäude Wehrmacht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von susannede
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    Die Frage habe ich nicht ganz kapiert, wer wo was ?
    Grundsätzlich kann man an so ein Thema über Erfahrungsberichte gelungener Umwidmungen herangehen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Konvers...tadtplanung%29
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  4. #3
    Themenstarter

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    Meine Frage war sicher ziemlich unvollständig - Umwidmung ist nicht das Thema.
    In Fuldatal-Rothwesten,15 km vom Stadtzentrum Kassel entfernt, befindet sich in einer ehemaligen Kasernenanlage, die seit 1935 besteht, ein Gebäude aus der gleichen Zeit, in dem 1948 ein Dutzend Experten die Währungsreform vorbereitete, was die deutsche Seite betraf. Die Alliierten hatten ihre Vorstellungen bereits konkretisiert.
    In dem Gebäude wurde vor mehr als 20 Jahren ein Museum zur Währungsreform eingerichtet. Da es bis vor einigen Jahren - Abzug der Bundeswehr aus diesem Standort - im Kasernenbereich lag, schlummerte es mehr oder weniger vor sich hin. Jetzt kann Gebäude mit Umgebungsgrundstück erworben werden zu einem symbolischen Preis, wesentlich ist die weitere Unterhaltung und teilweise Sanierung und Bestandssicherung. Um diese Bestandssicherung und Sanierung geht es.
    Fotos vom Haus hab ich nicht, Näheres ist nur auf der Internetseite der Gemeinde Fuldatal zu finden.
    Kann man mit diesen Informationen schon mal was anfangen?
    Wir möchten uns in dieser Sache engagieren.
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  5. #4

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    Die Dinger sind zum Teil sehr solide gebaut. Oft ausgeführt sind massive Decken, z.T. auch mal abweisend gegenüber Bomben. Bei uns in der Region wurden sie bis 1990 überwigend von den Russen genutzt, hinterher oft zu Wohn- oder Verwaltungsgebäuden umgebaut. Was teilweise zum Problem wird, sind teerhaltige Dichtbahnen in den Fußböden, die, so sie freigelegt werden, zu entsprechenden Ausgasungen führen (können).
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  6. #5

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    Guten Tag,

    ich würde in so einem Fall immer einen echten Experten hinzuziehen. Es ist echt schwierig, per Ferndiagnose etwas zum Bestand oder dem Zustand eines Gebäudes zu sagen. Ich würde noch auf einiges anderes achten: die Infrastruktur. Zu meiner Zeit waren in den Bundeswehrkasernen viele Funktionen zentral organisiert, also eine Heizanlage/ Warmwasser für die ganze Kaserne, Elektrik inklusive Beleuchtung und Notstromaggregaten, Bewachung, Wasserzuleitung inklusive Notfall/ Feuerlöschreserve, etc.
    Deshalb ist zu prüfen, ob für dieses Gebäude die gesamte Infrastruktur neu errichtet werden muss - das kann teuer werden.
    Wenn man das Gebäude attraktiv gestalten möchte, muss man auch an den leichten Zugang bzw. eine leichte Zufahrt mit Kfz denken, inkl. Parkplätzen. Wenn ich so ein Museum zu betreuen hätte, würde ich z.B. jährlich dort ein Volksfest feiern- auch dafür bräuchte es Voraussetzungen.
    Auch Bau - und Ordnungsrecht kann hinderlich wirken.
    Nicht zuletzt kommt die Frage auf, wenn alles " richtig " läuft, was so ein mittleres Kasernengebäude so alles an Unterhalt braucht, nicht nur wie oft der Außenanstrich, sondern wie viel etwa die jährliche Beheizung, die Stromrechnung kosten.
    Ich bin nicht sicher, wie viele Besucher ein Museum dieser Art anzieht. Und wenn dann ein Sponsor, ein super aktives Vereinsmitglied abspringen und dann die angesprochene Stadt auf ihr Defizit hinweist, dann kann ganz schnell das Ende kommen.
    Viele ehemalige Sonderbauten wie Bunker, Kasernen, Eisenbahnstellwerke etc. sind nur sehr, sehr schwer in eine zivile Nutzung umzuändern.
    Reizvoll ist es jedenfalls....
    Bitte halt' uns auf dem Laufenden...

    Liebe Grüße

    Rheinpilot
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  7. #6

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    Zitat Zitat von papeFT Beitrag anzeigen
    Hat jemand Erfahrung mit Kasernengebäuden der Wehrmacht, Baujahr 1935? Es geht mir um Meinungen zur Nutzung und eventuell notwendigen Verbesserung eines Gebäudes, das zur Zeit als Museum genutzt wird und jetzt in andere Trägerschaft übergehen soll. Was muss man wissen, um dazu mehr zu sagen?
    Habe mich da mal eingelesen: Lasst die Finger davon! Die Einschätzungen laufen auf die Summen hin, die Ihr dafür heutzutage von nirgendwo mehr bekommen werdet!

    Imho

    Joe
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  8. #7
    Themenstarter

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    Als kurzen Zwischenbericht: die Gemeinde wird sich in keiner Weise am Erhalt des Museums in dem Gebäude beteiligen wollen. Die geschätzten Kosten sind zu hoch und Gemeinde ohne Geld. Wir suchen nach Ideen für das Museum - ohne Gebäude!
    Danke an alle Mitdenker!
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  9. #8
    Themenstarter

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    An alle Mitdenker - es ist ein Verein gegründet, der das Gebäude übernehmen wird; wenn die Dinge konkret sind, dann berichte ich mal. Noch habe ich mich im Verein nicht angemeldet.
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  10. #9
    Bulla2000
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    vor jahren, während meines studiums, war ich während eines praktikums am rande bei der bewertung solcher alter kasernen beteiligt, zumindest in der rohbauphase. kenne also nur ein paar teilaspekte.

    die substanz war bei den damaligen objekt sehr solide. ziegelmauerwerk und hohlblockmauerwerk in guter ausführung. die gebäude waren allesamt entkernt und ein quasi-rohbauzustand hergestellt.

    problematisch waren seinerzeit die decken. durch die lange nutzungsdauer als kaserne (von den 30ern bis in die 90er hinein) wurden hier verschiedene deckensystem vorgefunden. dies waren kaiserdecken, stahlbetondecken, stahlträgerdecken, kahle-decken, holzbalkendecken.

    Da diese Decken teilweise statisch, für die damals vorgesehenen umnutzungen, nicht mehr nachweisbar waren wurden hier in den geschossen bei den verschiedenen decken umfangreiche probebelastungen durchgeführt, die unterm strich alle zu dem ergebnis führten, dass die decken für die lasten ausreichend waren.

    später hatte ich mein erstes büro in einem dieser gebäude. auf grund der relativ hohen raumhöhen und des später nicht darauf abgestimmten innenausbaus waren in der gesamten anlage sehr lange nachhallzeiten vorhanden, die bei den angesiedelten büronutzungen doch sehr störend waren. teilweise waren auch, in einige bereichen, trittschallprobleme vorhanden.

    insgesamt, als späterer nutzer, waren es doch recht unbefriedigende bauwerke aus meiner sicht, im bereich der gewerblichen nutzungen. in den teilen, in denen wohnungen vorgesehen wurden, fehlen mir kenntnisse.

    soviel vielleicht als notiz am rande.

    schwarz
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  13. #11
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    Nach 5 Jahren eine Information zur damaligen Frage. Ja, die BImA hat das Gebäude an den Trägervereins des Museums Währungsreform 1948 in Fuldatal-Rothwesten veräußert.
    Inzwischen ist für das gesamte Gebiet des ehemaligen Fliegerhorst Rothwesten ein Bebauungsplan rechtskräftig, dadurch wurde eine Anbindung des Gebäudes an das öffentliche Straßennetz der Gemeinde möglich, dazu Wasser und Abwasser, auch der Gasversorger kam den Wünschen entgegen und legte eine Versorgungsleitung an das Gebäude heran. Somit kann das Gebäude jetzt beheizt werden. Weitreichende Umbauten fanden nicht statt. Unter dem Betondach befindet sich die Ausstellung in jenen Räumen, in denen durch ein Expertenteam die Währungsumstellung 1948 vorbereitet wurde. Im Stockwerk darunter hat man ein Besucher-Cafe eingerichtet mit den Möbeln aus dem früheren Offizierscasino des Fliegerhorstes. Das Erdgeschoss beherbergt eine kleine Ausstellung zum ehemaligen Fliegerhorst. Im Gebäude wurde soweit möglich nichts verändert.
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