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Schalldämmung für Fortgeschrittene

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  1. #1

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    Schalldämmung für Fortgeschrittene

    Hallo,

    nach langem lesen und erkundingen, bin ich nun bereit für mein erstes Thema.
    Und zwar bin ich mit meiner Familie vor einem knappen Jahr in ein Mietshaus gezogen. Den ursprünglich als Abstellraum geplanten Kellerabteil möchte ich nun umfunktionieren, zu einem kleinen Heimbüro. Das Problem ist nun, dass -wie bei den Bildern 1 und 2 zu erkennen- Gas und Wasserrohre durch das Zimmer führen. Die hellgrauen sind Gas, das dunkelgraue das Wasserrohr des Waschraumes nebenan. Was mir nun Probleme macht, ist das weiße was von oben herab an die Wand geht. Das scheint nämlich der direkte (???) Durchlauf der Toilette obendrüber zu sein. Ich höre nämlich neben der Wasserspülung ganz genau, ob derjenige obendrüber ein kleines oder großes Geschäft verrichtet. Und das mit einer unangenehmeen Lautstärke.

    Nun wende ich mich Hilfesuchend an die Profis hier im Forum: Gibt es eine Möglichkeit den Lärm und die Geräusche effektiv zu dämmen? Die starke Wasserspülung darf man gerne noch hören, nur die Aktionen davor sollten leiser werden.
    Eine Schale o.ä passt ja aufgrund der Art der Rohrverlegung schlecht. Welche Möglichkeiten habe ich hier?
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  2. Schalldämmung für Fortgeschrittene

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  3. #2

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    Man könnte sich z. B. einen abgehängten Deckenbereich vorstellen, der die Rohre von unten komplett verdeckt.

    Vorstellbar wäre eine Gipskartondecke, 2-lagig beplankt, auf schallentkoppelt abgehängter Metallunterkonstruktion.

    Dabei sollten auch die Wandanschlusspröfile möglichst schallentkoppelt montiert werden. Der Deckenhohlraum wäre schalltechnisch zu bedämpfen.

    Dazu würde es gewiss ausreichen, die freien Flächen der Geschossdecke und die Wandstreifen mit Akustikschaumplatten zu bekleben und ebensolche Absorber auf die GK-Decke aufzulegen.
    Diese Platten sollten brandschutztechnisch mindestens B2-klassifiziert sein.
    Es gibt sie auch mit Selbstklebeeinrichtung.

    Da hier Gasrohre mitverlegt sind, ist eine Querlüftung vorzusehen mit hinreichend großem "freien" Querschnitt!
    Die dazu erforderlichen Öffnungen sind so auszubilden, dass es möglichst keinen Schallaustritt gibt.

    Da es sich um ein Mietshaus handel, wäre auch die Zustimmung des Eigentümers einzuholen.

    Preiswerter sind allerdings ... Ohrstöpsel oder sanfte Radiomusik im Kellerbüro.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Der Fragesteller benötigt zunächste einmal die Zustimmung des Vermieters zur a.) Nutzungsänderung des Kellerraums in ein " Heimbüro " und b.) zur Durchführung von baulichen Änderungen. Der Vermieter muß c.) beim Bauamt eine Genehmigung zur Nutzungsänderung einholen.

    Das Schallproblem beruht offensichtlich auf der Rohrführung: Starke Prallgeräusche durch die T-Einführung des von der Toilette kommenden Abflußrohrs in das ( nach vorne zum Raum verjüngte ) Abwasserrohr im Keller + Rohrkontakt zur Decke und Wand + ungedämmtes, dünnwandiges HT-Rohr. Da wird auch eine Unterdecke, die zudem durch die erforderliche Querbelüftung für das Gasrohr geschwächt wird, keine wesentliche Verbesserung des Körperschallschutzes bringen. Die Rohrführung müßte geändert werden: Körperschallentkopplung der Decken- und Wanddurchführung, Einbau eines dickwandigen Rohrs, Körperschalldämmung des Rohrs mit Bleiummantelung, z.B. Fa. Missel, Abhangdecke zur Kaschierung der Rohre.

    Ist es ein MFH, ist die Deckendurchführung in R-90 zu erstellen.

    Wäre ich Vermieter, würdest Du die Zustimmung nicht bekommen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Mit dem Vermieter ist das mit dem Büro theoretisch kein Problem. Es ging mir bisher auch primär um die Frage ob und in welcher Form eine solche Schalldämmung überhaupt möglich wäre.

    Da meine Kompetenzen leider in einer ganz anderen Ecke liegen(bestenfalls "Heimwerker Ecke"), hatte ich überhaupt keine Idee wie und in welcher Form hier etwas notwendig ist um die Sache leiser zu machen.

    Bauliche Veränderungen sprengen jedoch den Kosten/Nutzen Rahmen um ein vielfaches, da ich auch noch andere Möglichkeiten habe was das Büro betrifft. Zudem ein Mietshaus, immer noch ein Mietshaus ist.
    Es wäre nur äußerst komfortabel gewesen, wenn es gereicht hätte -sehr salopp gesagt- zwei drei Matten der Marke X dagegen zu drücken, um eine signifikante Verbesserung zu erreichen.

    Danke dennoch für die sehr schnelle und sehr kompetente Antwort. Im allergrößten Notfall muss dann wohl ein Vorrat an Ohrstöpsel herhalten
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Busfahrer Beitrag anzeigen
    Mit dem Vermieter ist das mit dem Büro theoretisch kein Problem.
    Und "praktisch"?

    Denke an die Nutzungsänderung. Ob da der Vermieter auch mitspielt?

    Gruß
    Ralf
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