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  1. #1

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    Schimmelbefall im Schlafzimmer

    Wir sind seit Anfang Oktober in eine komplett "geweißelte" (Zitat: Hausverwaltung) Mieteinheit im 2 O.G. eines 5-Parteien-Hauses gezogen.
    Bereits im Rahmen der Unterzeichnung des Mietvertrages mussten wir eine Zusatzklausel in Sachen "richtiges Heiz- & Lüftungsverhalten" unterzeichnen,
    was mich bereits ein wenig stutzig gemacht hatte.

    Nun ist uns vor gut 2 Wochen ein punktueller Schimmelbefall in einem 90 Grad Winkel/einer Ecke unseres Schlafzimmers aufgefallen (Ausrichtung S-SW: betroffene Wandseiten). Den Schaden haben wir unverzüglich angezeigt, woraufhin uns zwei Mitarbeiter der Hausverwaltung einen kurzen Besuch (2 Minuten) abgestattet haben und uns weiterhin zusagten, den Schaden noch in der Folgewoche zu beheben. Nun, ohne eine weitere Kontaktaufnahme von unserer Seite am vergangenen WE wäre vermutlich ersteinmal gar nichts passiert.

    Nun stattete uns unangemeldet am heutigen Abend eine Mitarbeiterin der Verwaltung einen Besuch unter dem Vorwand ab, sich den Schimmelbefall genauer anzusehen. Stattdessen ging es ausschließlich darum, die Raumtemperatur und die rel. Luftfeuchte zu bestimmen. Ergebnis: Temp. 12,5 Grad/78% rel. Luftfeuchte. Nun das Problem. Die gute Dame wollte mir tatsächlich plausibel machen, dass ein innerhalb von gut 2,5 Wochen auftretender Schimmelbefall (zusammenhängende Fläche, ca. 30cm lang/10cm breit) durch ein falsches Heiz-/Lüftungsverhalten unsererseits zu erklären ist. Grundsätzlich beheizen wir im Winter nachts das Schlafzimmer auf eine Temperatur von 18 Grad und führen jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen ein Stoßlüften durch. Tagsüber schalten wir das Thermostat auf Frostschutz bzw. auf Stufe 1 runter, zumal sich niemand in der betroffenen Räumlichkeit aufhält.

    Ich habe der Dame anschließend versucht, die Gesetze der Thermodynamik zu erklären, worauf sie sich so gar nicht eingelassen hat.

    Wie würdet Ihr in einem solchen Fall verfahren? Grundsätzlich bin ich dazu geneigt, den Mieterschutzbund einzuschalten und ggf. die Miete nach schriftlicher Ankündigung ggü. dem Vermieter zu kürzen.

    Herzlichen Dank für Eure Mithilfe im Vorfeld.
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  2. Schimmelbefall im Schlafzimmer

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Mit der Raumtemperatur alleine ist da keine Antwort zu finden.
    Wichtig, sogar wohl wichtiger, sind die Oberflächentemperaturen der Wände, deren Aufbau und evlt. Dämmungen.

    Und dass 78% rel. Raumluftfeuchte nicht gerade üblich sind, auch nicht im Schlafzimmer, dürfte wohl bekannt sein??
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  4. #3

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    Hallo,
    hat Dein Besuch denn mal die Wandfeuchtigkeit ermittelt ?
    Je nach Tapete auf und und unter der Tapete.
    12,5 °C bei 78 % rel. Luftfeuchte ist jedoch zu hoch.
    Ich würde den Raum auf ca. 16°C heizen. Ich unterstelle mal, dass die Stoßlüftung richtig ausgeführt wird.
    Bei den Schäden, welche ich mir regelmäßig anschaue, liegt die Ursache zu ca. 70 % an dem Falschen lüften. Sorry, ist aber so - die Leute kriegen es nicht in den Kopf.

    Wenn Du alles richtig gemacht hast, sollte mal die Fassade überprüft werden. Je nachdem, wo Deine Wohnung genau liegt, muss auch mal das Dach / Fasasade geprüft werden.
    Wenn die Strategen der Verwaltung das nicht freiwillig tun, bleibt Dir leider nur die Kürzung der Miete als Druckmittel.
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  5. #4
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    Ich würde mich nach einer anderen Wohnung umsehen. Nicht böse gemeint, aber wenn es so anfängt, das kann jetzt Monate oder Jahre hin- und her gehen. Und mit Schimmel ist nicht zu spassen, da wäre mir meine Gesundheit wichtiger.
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  6. #5

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    Hi!

    78% ist natürlich viel zu hoch! Und einmal morgens Stoßlüften finde ich jetzt nicht gerade viel... Sorry.
    Hier ist auch die meiste Zeit des Tages keiner zuhause, und trotzdem klettert die Feuchtigkeit von morgens 40-50% nach dem Lüften auf nachmittags 60-70% (bei durchgängiger Beheizung auf ca. 20°C).

    D.h. wir lüften im Prinzip so oft, wir können: morgens richtig ausgiebig, nachmittags beim Heimkommen richtig ausgiebig, und mindestens noch ein weiteres Mal im Verlauf des Abends. Kommt auch auf die Feuchtigkeitsanzeige an; wir haben mehrere Messgeräte hier rumstehen.

    Als wir das Lüften in der ersten Zeit nach dem Einzug in unsere Mietswohnung noch nicht so ernst wie heute genommen haben bzw. einfach auch noch nicht so informiert waren, hatten wir in einem sehr kalten Winter auch mal leichten Schimmelbefall in den Außenecken. Seit dem veränderten Lüften gibt es keine Probleme mehr.

    Ach ja, was freue ich mich auf die KWL im neuen Haus
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Ben2312 Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich bin ich dazu geneigt, den Mieterschutzbund einzuschalten und ggf. die Miete nach schriftlicher Ankündigung ggü. dem Vermieter zu kürzen.
    Ich würde mich auf jeden Fall mal vom Mieterschutzbund beraten lassen, um
    zu klären, was durch die Bausubstanz verursacht ist und was Ihr ändern
    könnt/müßt.
    Wie sieht es denn in den anderen Wohnungen aus? Da wo wir bis vor
    knapp einem Jahr gewohnt hatten, hatte die Mehrheit einschlägigen Stress,
    zumindest die, die wie wir beide ganztätig arbeiteten und nicht alle
    zwei Stunden lüften können wie es der verkorkste Neubau nötig hätte.
    Wenn Ihr in dem Zimmer 12.5 Grad habt und die Luftfeuchtigkeit bei 78% liegt, ist es andererseits auch nicht verwunderlich, wenn es Probleme gibt. Werden denn die anderen Räume auf höherer Temperatur gehalten und ist die Tür tagsüber offen, so daß die wärmere Luft mit ihrer Feuchtigkeit in den Schlafzimmer "Kühlraum" wandert? Dann wäre das allerdings zu einem
    guten Teil Euer Verschulden ... Legt Euch doch im eigenen Interesse mal
    ein Hygro-/Thermometer zu.
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  8. #7

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    ReihenhausMax:
    Wie soll der Mieterschutz denn bauliche Mängel erkennen und beurteilen ?
    Da gehört schon einer mit Ahnung oder besser noch - mit Wissen- hin.
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  9. #8

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    Die gibt es über den Mieterschutzbund für ganz kleines Geld...

    Das kostet echt nur ein Taschengeld, zumindest in HH gibt es dann den Sachverständigen für ich glaube 20 Euro/Besuch...
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  10. #9

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    Zitat Zitat von weissnix Beitrag anzeigen
    ReihenhausMax:
    Wie soll der Mieterschutz denn bauliche Mängel erkennen und beurteilen ?
    Da gehört schon einer mit Ahnung oder besser noch - mit Wissen- hin.
    Warum soll es dort nicht auch Leute mit einschlägiger Expertise geben?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Ben2312 Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe der Dame anschließend versucht, die Gesetze der Thermodynamik zu erklären, worauf sie sich so gar nicht eingelassen hat. ....
    Kannst Du uns diese Gesetze auch mal erklären?
    Ich würde mich sogar darauf einlassen?
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  12. #11

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    Der vierte Hauptsatz der Thermodynamik sagt: Heizt eure Schlafzimmer auf mindestens 21°C, schmeißt die Daunendecken weg, kauft euch ein Hygrometer und ein IR-Thermometer und achtet darauf, daß die Luftfeuchtigkeit nicht über 60°C steigt, dee kälteste Stelle an der Wand nicht unter 15°C ist. Andernfalls erfolgt Anzeige wegen Vernachlässigung der Mietsache.
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  13. #12
    Avatar von Hundertwasser
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    Manchmal kommt es mir so vor, als wäre das hier nicht das BAuexpertenforum sondern das Besserwisserforum.

    Eine einmalige Messung, egal wie sie ausfällt sagt überhaupt nichts über die Schimmelbildung aus. Deswegen könnt ihr alle eure guten Tips in die Tonne treten. Im endeffekt wird der Fragesteller nur verwirrt nund weiss überhaupt nicht mehr was er tun soll.

    Eigentlich helfen hier nur längerfristige Aufzeichnug von Lufttemperatur, rel. Luftfeuchte und der Oberflächentemperatur der betroffenen Wandbereiche um überhaupt eine qualifizierte Aussage treffen zu können. Alles Andere ist Quatsch.
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  14. #13

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    euere Meinungen und Ratschläge mögen alle stimmen, aber der beste war der:

    Ich würde mich auf jeden Fall mal vom Mieterschutzbund beraten lassen,
    denn das
    innerhalb von gut 2,5 Wochen auftretender Schimmelbefall (zusammenhängende Fläche, ca. 30cm lang/10cm breit) durch ein falsches Heiz-/Lüftungsverhalten unsererseits zu erklären ist.
    kann nicht sein.

    Gipser
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ich hatte es so verstanden, dass der Schimmel vor gut zwei Wochen entdeckt worden ist (s. erstes Posting). Einzug war schon im Oktober. Und die Entstehung von Schimmel durch falsches Lüftverhalten ist innerhalb von rund 4 Monaten ja durchaus möglich. Die Formulierung "innerhalb von gut 2,5 Wochen auftretender Schimmelbefall" ist daher für mich auch nicht ganz nachvollziehbar...
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  17. #15
    Avatar von micha2412
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    Unglücklich Nun ja.....

    Bei einer Raumtemperatur von 12,5 Grad und 78 % relative Luftfeuchte haben wir:

    Taupunkt : 8,8 Grad ich denke so kalt wird die Wandoberfläche nicht sein, oder?

    aber.....

    einen TF 80 Wert von: 12,1 Grad !!!!

    Dabei bedeutet der TF80-Wert die Wandoberflächentemperatur, bei der die Luftfeuchtigkeit in der oberflächennahen Luftschicht 80% erreicht und damit das Schimmelpilzkriterium erreicht ist!!!!

    Verstehe jedoch nicht wie man zu dieser Jahreszeit auf solche Werte kommt????
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