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  1. #1

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    Frage Weiße Wanne oder reicht Remmers?

    Hallo Zusammen!!!

    Wir stehen vor der Dilemma bei der geplannten Neubau: wie soll der Keller gebaut werden. Für fachkundige Meinungen wären wir Dankbar.

    Die Baugrunduntersuchung hat ergeben, das unter einem Oberboden von 0,5 -0,9 m eine Sandschicht ist bis eine Tiefe von 2,8 m bzw. 3,9 m. Dann kommt Geschiebelehm ca 15 cm und ab 2,95 m bzw. 3,9 m schluffiger Ton bis 6 m. Der Ton weist eine halbfeste bis feste Konsistenz auf.

    Grundwasser wurde in einer Tiefe von ca. 1,2 - 1,3 m angeschnitten, nach Beendigung der Bohrung in einer Tiefe von 1,6 - 1,79 m eingemessen (Novemeber 2010). Als Bemessungswasserstand wird ein Grundwasserstand von 0,7 m u. GOK angesetzt.

    Die Empfehlung lautet: abdichten gegen drückendes Wasser gemäß DIN 18195-6. Ausführung: "Weiße Wanne".
    Es sind Auszüge aus den Gutachten.

    Ein Maurermeister meinte, man kann auch Maurerwerk mit Remmers abdichten, er würde darauf 20 Jahre Garantie geben. Hat schon Erfahrung damit.

    Frage 1: Ist das eine gute Lösung oder spart man da an der falsche Stelle?
    Frage 2: Wenn WW, dann mit Drainage oder ist in den Fall nicht mehr nötig?

    Liebe Grüße,
    LaZi
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  2. Weiße Wanne oder reicht Remmers?

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Da läuft aber einiges Durcheinander:
    Die DIN 18195-6 stellt keinen Lastfall / Angriffsart dar, sondern regelt ABDICHTUNGEN gegen diese. Sie sagt von sich selber eben NICHT für WW zuständig zu sein.
    Wenn der Baukörper in Grundwasser eintaucht ist es nicht Normkonform mit spachtelbaren Abdichtungsstoffen (Remmers = KMB o. DS) abzudichten.
    Für wahr, technisch aber möglich. Nur eben auch anfälliger. Im Falle einer Leckage kann es auch nur von außen wieder repariert werden. Eine WW aber auch von innen.

    Hinzu kommen nun noch tausende Fragen, die man besser nicht den "normalen" BU, sondern einen fachkundigen Planer überlässt. Stichworte: Abdichtung unter Sohle oder WU-Sohle, Randabschlüsse der KMB an der Sohle.... usw.
    Ich tendiere zu WW.

    Ach ja, Grundwasser und Dränung = vergiß es.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von LaZi Beitrag anzeigen
    Ein Maurermeister meinte, man kann auch Maurerwerk mit Remmers abdichten, er würde darauf 20 Jahre Garantie geben. Hat schon Erfahrung damit.
    20 Jahre sind eine lange Zeit, die der Bauunternehmer überleben muss, denn die Garantie kann nur einlösen.
    Für einen Keller ist es eine verdammt kurze Zeit.

    Ich sehs wie Mark - Weisse Wanne, aber richtig geplant. Und ohne Drainage!
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  5. #4
    Lebski
    Gast
    Wie baust du denn?
    Nur mit BU, ohne Architekt? Oder ist der BU eher BT/GU? Hast du überhaupt eigenen Sachverstand, den du bezahlst? Falls nicht, kann das ein lustiger Bau werden.

    Übrigens, das Produkt hat eine bauaufsichtliche Zulassung als Abdichtung gegen von innen drückendes Wasser. Also bei innenabdichtung von Wasserbehältern o. ä.. Aussen nur gegen aufstauendes Sickerwasser bis 3m Wassersäule. Dein Lastfall ist aber von aussen drückendes Wasser, dafür liegt eine baufsichtliche Zulassung nicht vor.
    Persönlich wäre ich auch für eine WW.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Zusammen!
    Danke für die schnelle Antworten. Ja, wir bauen mit Architekten; er ist auch für die WW. Ich wollte nur nach dem Gespräch mit o.g Maurermeister andere Meinungen auch hören. Mein Mann wollte auch von Anfang an die WW.

    Die Nachbarn in der Siedlung haben alle Keller - ohne Wanne (60-er Jahre) - und Drainage. Sie schalten die Pumpe nach Bedarf ein: Tauwetter, viel Regen. Deshalb war die Frage wegen Drainage. Könnte man das Wasser in ein Behälter oder Brunnen leiten um damit den Garten zu sprengen?
    LG
    LaZi
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  7. #6
    Avatar von alex2008
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    mit WW sollte sich die Drainage eigentlich erübrigen.

    Für den Garten könntet ihr dann ja das Regenwasser vom Dach verwenden.

    Drainage um den Keller mit Ableitung in einen Sammelschacht, dann müsste der Einlauf im Sammelschacht 0.50m und mehr (je nach Leitungslänge) tiefer sein als der Kellerboden.
    Dass gibt dann ein mehr oder weniger tiefes Loch für den Schacht und dass bei GW. Das Schachtvolumen oberhalb des Zulaufes ist nicht nutzbar, kostet aber zum errichten auch Geld. Das ganze kostet folglich nur verhältnismässig viel Geld bei wenig Nutzwert
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