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Frischwassersystem bei Kombispeicher... Ideen?

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  1. #1

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    Frischwassersystem bei Kombispeicher... Ideen?

    Moin Foristen,
    ich bin gerade dabei, unser Heizungssystem ein wenig zu optimieren nachdem der Heizungsplaner es meiner Meinung nach grandios an die Wand gefahren hat.

    Die Eckdaten - Wärmepumpe (Erdkollektoren) mit Kombispeicher für Heizung und WW und Solarunterstützung. Das ganze funktionierte erst so ziemlich gar nicht (bzw. enorm ineffizient) - inzwischen schon ein wenig besser...

    Aber... mein Problem ist noch der Wärmetauscher der für das Frischwassersystem hinter dem Kombispeicher hängt.

    Ein Beispiel: Es wird, wenn ich irgendwo im Haus den Hahn zwischen lauwarm (~25°C) und heiß (~50°C) aufdrehe immer der volle Volumenstrom aus dem Kombispeicher gezapft (oben) und unten wieder eingespeist.
    Nur ist das natürlich ein wenig ungeschickt - weil der Wärmetauscher, gerade wenn nur lauwarmes Wasser angefordert wird, wieder Wasser mit hoher Temperatur (~48°C) in den Kombispeicher zurückführt.

    Das Resultat ist, dass heißes Wasser, dass die Wärmepumpe mühselig und ineffizient auf Temperatur gebracht hat nun dazu genutzt wird um den unteren Bereich des Kombispeichers zu erwärmen... (Hier stellt sich entsprechend eine Mischtemperatur ein) und meine Heizung zu füttern...

    Gibt es Möglichkeiten das zu verbessern, ohne gleich den ganzen Kombispeicher zu tauschen? (Nochmal würde ich wahrscheinlich kein Frischwassersystem mit WP und Heiz/Solar/WW Kombispeicher einbauen lassen...)

    Ich sehe eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Eine variable Rückführung die Wasser mit einer Temperatur > X in den WW Bereich des Pufferspeichers einspeist und Wasser mit einer Temperatur < X in den Heizbereich gibt (idealerweise sogar mit drei Bereichen) - gerade bei schnellen Änderungen würde so ein System aber womöglich zu träge reagieren.

    Außerdem könnte ich mir vorstellen, die Pumpleistung die den Wärmetauscher beschickt variabel in Abhängigkeit der angeforderten Heisswassermenge zu verändern. Gibt es solche Systeme? Gibt es dazu Erfahrungen?

    Hat jemand noch weitere Ideen?

    Dank und Grüßle.
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  2. Frischwassersystem bei Kombispeicher... Ideen?

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  3. #2

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    Wie wär´s mit einem Hydraulikplan?

    Wozu dieser Kombipuffer-Unsinn? Und dann noch mit FWS? Auch die Solaranlage ist nicht gerade hilfreich.

    Also, Fakten auf den Tisch, dann kann man helfen.

    Bei einem Kombipuffer braucht man keine FWS, denn der hat ja (Kombi) einen WW-Speicher integriert. Oder man setzt auf FWS, dann braucht´s aber keinen Kombispeicher.

    Ohne FWS braucht man auch nichts zurückführen, aber wenn die Solaranlage auf hohe Temperatur kommt, muss man die WW-Temp. begrenzen, indem man KW zuführt.

    Ein Speicher der ständig von unten nach oben durchgewirbelt wird, ist natürlich Unsinn im Quadrat.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Moin,
    die ursprüngliche Hydraulik hatte ich hier (http://www.bauexpertenforum.de/attac...8&d=1295028794) schon einmal gepostet. Hätte ich mal besser gleich verlinkt. :-) Der Plan ist nicht mehr ganz aktuell. Inzwischen gibt es einen getrennten WW Vorlauf und das System ist über ein paar E-Ventile stabilisiert worden. Die Az haben wir dabei (im Wochenschnitt) von gruseligen 2.4 auf immer noch bescheidene 3.1 heben können (AZ mit Umwälzpumpen... ohne können wir leider nicht ohne weiteres ermitteln) (Sole Eingang ist bei aktuell 1 Grad, Heizung VL auf 28 Grad, Aussentemperatur schwankt um -2 Grad).

    Dass das ganze System nicht gerade optimal ist, weiss ich inzwischen selber. Was mich vor allem ärgert ist, dass mit den gleichen (und teilweise günstigeren) Komponenten eine deutlich bessere Anlage möglich gewesen wäre.

    Naja, immerhin - da wir eine schriftliche Bestätigung über die angepeilte Arbeitszahl (4.7 ohne Umwälzpumpen) haben, und die Baufirma gewillt ist, die Situation zu verbessern, haben wir vielleicht noch eine ganz gute Chance, das hinzubekommen...

    Natürlich ist es nicht unbedingt gegeben, die gesamte Anlage auszutauschen. Wir suchen also nach Schwachstellen, die mit dem Tausch kleinerer Komponenten zu beheben sind. Aktuell ist (siehe obiger Post) der Wärmetauscher wohl das größte Problem.

    Und was den Kombispeicher angeht... Das Ding nennt sich zwar Kombispeicher - hat aber nur einen großen (700L) Puffer. Die oberen 300L sind für WW reserviert (dank angeblicher Trennschicht) - der untere Bereich dient als Puffer und Heizungsvorlauf.
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  5. #4

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    Wieso kombiniert man überhaupt Solar mit einer WP?
    Ist die Hütte derart schlecht gedämmt, daß nur noch verschärftes Gesundbeten half...?
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Wieso kombiniert man überhaupt Solar mit einer WP?
    Ist die Hütte derart schlecht gedämmt, daß nur noch verschärftes Gesundbeten half...?
    Würde KfW 40 Standard nicht unbedingt als schlecht gedämmt bezeichnen. :-) Ist auch von mehreren (2 unabhängigen und von uns bezahlten) Gutachtern auch als sehr gut gedämmt abgenickt worden, insofern erstmal kein Grund zur Sorge.

    Warum man Solar mit WP kombiniert - die Frage ist mir nicht klar. Die Wärmeenergie, die ich für WW oder Heizung von der Sonne bekomme, muss ich doch nicht mit Strom erzeugen... Ok - Ob sich das in naher Zeit wirklich schon amortisiert, soll jetzt mal nicht das Thema sein.

    Dass die restliche Heizung blöd geplant war, wissen wir schon - uns geht es darum, jetzt das beste rauszuholen. 3.1 inkl Umwälzpumpen ist kein katastrophal schlechter Wert - er ist aber eben auch nicht gerade berauschend gut. Wenn ich jetzt 3000,- Euro in die Hand nehmen muss, um den Speicher auszutauschen und alles umzubauen, nur im im Endeffekt 100 Euro im Jahr zu sparen, dann lohnt das wohl nicht. Bin immer noch gespannt auf Antworten zu meiner ursprünglichen Frage...
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  7. #6

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    FWS sollte ihren Rücklauf höher in den Puffer einspeisen.

    Ob das mit der "Trennung" im Speicher funktioniert, lasse ich mal dahingestellt. Erfahrungsgemäß geht das mit oder ohne Trennplatte in die Hose.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Moin,
    jepp - das sehe ich auch so. Danke dafür. Die variable Einspeisung ist vermutlich zu träge. Bleibt noch die Frage nach dem verbrauchsabhängigen Pumpenstrom (Wärmetauscher VL). Gibt es solche Systeme? Gibt es Erfahrungen was das bringt?

    Die Trennung funktioniert anscheinend relativ gut. Zumindest zeigen mir die Messpunkte schon wenige Minuten nach Stopp WW Produktion eine recht stabile Temperaturverteilung im Speicher.

    Weitere Infos sind immer willkommen.
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  10. #8

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    Die Pumpenleistung zum WT variabel gestalten wird zu kompliziert. Dazu müsste man mehrere Parameter erfassen, auswerten, und danach dann regeln. Aufgrund der schwankenden WW-Entnahme, (kurz Händewaschen oder Wanne befüllen) kriegt man das regelungstechnisch kaum in den Griff.

    Erschwerend kommt hinzu, dass die Temp. im WW-Bereich des Speichers bei Solareispeisung sehr hoch sein kann, bei WP-Betrieb aber eher niedrig.

    Gruß
    Ralf
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  11. #9
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    Ok, danke. Das leuchtet ein. Letzte Frage - variable Rückführung? Die gibt es ja von diversen Firmen. Hat damit jemand Erfahrung? Sinnvolle Ergänzung oder völliger Blödsinn. Ich vermute aufgrund der Trägheit wohl eher sinnfrei - oder?

    Dank und so...
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