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  1. #1

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    Wie in die Zukunft schauen?

    Hallo,
    ich weiß, die Überschrift lädt schon dazu ein, provokante Kommentare abzugeben. Also immer her damit

    Mein Problem sieht wie folgt aus: Meine Freundin (25) und ich (27) wollen uns gerne was Eigenes kaufen.

    Wir verdienen 5.000 netto zusammen. (50:50)
    EK liegt bei 70.000
    keine Schulden/Kredite

    Ich arbeite erst seit 3 Jahren. Werde bald meine erste Erfahrungen in Richtung "Teamführung" machen und langfristig ist mein Ziel im Bereich Geschäftsführung. Dieses wird zurzeit auch von meinem Arbeitgeber unterstützt und ich bekomme Seminare in die Richtung von Führen großer Teams. Außerdem habe ich schon ein Studium in dem Bereich und auch von der Persönlichkeit ist das was für mich Folglich werde ich in einigen Jahren - wenn nix schief geht - deutlich mehr verdienen. Klar wollen wir Kinder, aber meine Frau will mindestens Teilzeit weiterarbeiten. (Bankkauffrau) Jedoch wird sie nicht (deutlich) weiter aufsteigen wollen.

    Jetzt zum eigentlichen Problem: Häuser die uns interessieren beginnen meist erst ab 400.000 aufwärts (zzgl. Einrichtung, Renovierung, etc.). Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich das Ganze noch für ziemlich teuer. Ja ich weiß, wir haben hohe Ansprüche: großes Grundstück, Fernblick, großes Haus, etc. Aber wir wissen auch, dass wir uns dieses irgendwann leisten können.

    Nun die Frage: Wenn man solch einen "Traum vom Haus" hat, wie geht man am besten vor? Ich habe keine Lust, bis 40 zur Miete zu wohnen und zu warten, bis ich ein fünfstelliges Gehalt bekomme. Andererseits will ich heute auch noch nicht einen Kredit über ne halbe Millionen aufnehmen (den ich eh nicht bekommen würde denke ich mal ).

    Natürlich könnt ihr mir die Entscheidung nicht abnehmen. Aber wie würdet ihr unter den Voraussetzungen handeln? Wie lange sollte ich warten? Macht es Sinn, für 10 Jahre eine Eigentumswohnung zu kaufen und diese abzubezahlen und dann in 10 Jahren das Haus? Oder oder oder?

    Klar kann keiner in die Zukunft schauen, aber vielleicht habt ihr ja ein paar interessante Gedankengänge
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  2. Wie in die Zukunft schauen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Baufuchs
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    Nun die Frage: Wenn man solch einen "Traum vom Haus" hat, wie geht man am besten vor? Ich habe keine Lust, bis 40 zur Miete zu wohnen und zu warten, bis ich ein fünfstelliges Gehalt bekomme.
    Warum die Nummer mit der ETW? Nur, um nicht Mieter zu sein? Das Umfeld in einer ETW ist ähnlich, auch da muss auf die anderen Eigentümer Rücksicht genommen werden. Und ob die ETW in ein paar Jahren gut verkäuflich ist?

    Was, wenn die Mehrheit der Eigentümer im Laufe der 10 Jahre eine Sanierung beschliesst? Dann musst Du dich daran beteiligen und die Wohnung später teurer entsprechend teurer verkaufen (können).

    Nix genaues weiss man.

    Einfach mal ausrechnen, wieviel Eigenkapital in x-Jahren angespart werden kann und wie hoch dann der Finanzierungsbedarf ist. Daraus die mtl. Belastung ermitteln und prüfen ob die akzeptabel ist.

    Und bis zum passenden Zeitpunkt Eigenkapital ansparen.
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  4. #3

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    Zu deinen Karriereplänen: Du bist sehr zuversichtlich, das ist gut so. Du solltest aber wissen, dass dieselben Versprechungen wie dir auch anderen gemacht werden. Man lässt die Talente dann mal laufen und entscheidet später, wer sich am besten schlägt. Ich würde also keine Garantie für ein automatisch steigendes Gehalt ableiten. (Zumal ein unterstützender Vorgesetzter auch ganz schnell weg sein kann.)

    Außerdem würde ich ganz dringend berücksichtigen, dass in Führungspositionen inzwischen fast immer Erfahrungen an verschiedenen Standorten und möglichst auch im Ausland erwartet werden.

    Also sich vielleicht lieber erst mal nicht mit etwas Immobilem belasten ... Ansonsten auf die Seite legen, was geht, wirst du später als EK brauchen.
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  5. #4
    Wieland
    Gast
    Zunächst vielleicht ein kleines Haus zur Miete u. sehen wie sich alles entwickelt.

    Eine Finanzierung sollte auch noch bei ungünstigen Bedindgungen gestemmt werden
    können.
    Die Bibel schreibt hierzu, daß es besser ist, in einem Haus zu leben das mit eigenen
    Brettern gebaut wurde, als in einem mit fremden Steinen erbauten Palast.

    Grüße
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Warum die Nummer mit der ETW?
    Naja ich dachte, ich kaufe z.B. eine Wohnung für 150.000. Die habe ich in 10 Jahren abbezahlt. Kann ich verkaufen oder vermieten. Wenn ich zur Miete wohne, ist "alles weg". Oder macht das keinen Sinn?

    Zitat Zitat von wall Beitrag anzeigen
    Zu deinen Karriereplänen: Du bist sehr zuversichtlich, das ist gut so.
    Mir ist klar, dass sich das auch alles anders entwickeln kann. Aber zurzeit bekomme ich auch häufig Anfragen von Headhuntern. Es ist also nicht nur "ein" Vorgesetzter, sondern viele Leute sehen Potential in mir (auch innerhalb der jetzigen Firma). Trotzdem hast du Recht, es kann auch alles anders kommen...

    Zitat Zitat von Wieland Beitrag anzeigen
    Zunächst vielleicht ein kleines Haus zur Miete u. sehen wie sich alles entwickelt.
    Ich habe nur keine Lust, die nächsten Jahre 800 Kaltmiete für eine Wohung bzw. über 1000 für ein kleines Haus zu zahlen. Das widerstrebt mir irgendwie

    Zitat Zitat von Wieland Beitrag anzeigen
    Die Bibel schreibt hierzu, daß es besser ist, in einem Haus zu leben das mit eigenen Brettern gebaut wurde, als in einem mit fremden Steinen erbauten Palast.
    Schöner Spruch! Gefällt mir. Aber zu Miete wohnen sind auch "fremde Steine"
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  7. #6

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    Zitat Zitat von cocacola Beitrag anzeigen
    Aber wie würdet ihr unter den Voraussetzungen handeln?
    Ansprüche runterschrauben und ein Objekt bauen/ kaufen, dass heute mit den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten gut zu stemmen ist.
    In x Jahren schauen, wie sich die Dinge entwickelt haben. Wenn Du dann schwerreicher Geschäftsführer bist, altes Haus verkaufen und Palast bauen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Also macht es durchaus Sinn, jetzt eine "günstige" Wohnung bzw. Haus zu kaufen und später zu verkaufen/vermieten? Ist das so die gängige Praxis?

    Es ist ja nicht nur der Kaufpreis, dazu kommen ja noch weitere Kosten. Gibt es Berechnungen (oder Bsp. hier im Forum) ab wann sich so ein Modell lohnt? Also man muss mind. x-Jahre selber drin wohnen, dass sich das Ganze rechnet?

    Bleiben wir beim Bsp. Eigentumswohnung. Kaufpreis 150.000. zzgl. Nebenkosten. Wenn ich dort max. 10 Jahre drin leben möchte. Ab wann lohnt sich Kauf vs. Miete? Ich weiß, es gibt immer 1000 von Faktoren, aber vielleicht kennt ja einer Beispiele...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von cocacola Beitrag anzeigen
    Es ist ja nicht nur der Kaufpreis, dazu kommen ja noch weitere Kosten.

    Und am Ende der Verkaufspreis!
    Bei "vorübergehend" kaufen ein nicht unwichtiger Faktor.

    Zitat Zitat von cocacola Beitrag anzeigen
    Gibt es Berechnungen ab wann sich so ein Modell lohnt? Also man muss mind. x-Jahre selber drin wohnen, dass sich das Ganze rechnet?

    Und weil der Verkaufspreis der große Unbekannte ist, lässt sich schwer etwas errechnen.

    Wenn du sowas anstrebst, ist es wichtig ein Objekt in eine gute zukunftssichere Lage zu erwerben. (Aber auch dabei ist nicht alles sicher. Wenn ein große Arbeitgeber eine Regio verlässt, kann sich einiges schnell ändern.)

    Und zuletzt: Nicht nur Miete ist "weggeworfenes" Geld, Zinsen sinds genauso.




    Huisje
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  10. #9

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    Zitat Zitat von cocacola Beitrag anzeigen
    Bleiben wir beim Bsp. Eigentumswohnung. Kaufpreis 150.000. zzgl. Nebenkosten. Wenn ich dort max. 10 Jahre drin leben möchte. Ab wann lohnt sich Kauf vs. Miete?
    Kauf lohnt sich, wenn nach 10 Jahren die Differenz aus Verkaufserlös und bis dahin gezahlten Kreditraten größer ist als die bis dahin alternativ gezahlte Kaltmiete.
    Ob das dann so eintreten wird, da musst Du Deine eigene Glaskugel befragen.
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  11. #10

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    Wir haben sowas ähnliches fast hinter uns. Vor 7,5 Jahren eine Whg. gekauft und jetzt eine DHH gekauft und Whg. verkauft. Aber gelohnt? Naja, wir waren letztlich bald 3 Jahre am Verkauf dran, auch weil wir Interessenten abgesagt haben da unser Zielobjekt noch nicht sicher war. Letztlich lief es glücklich und wir fanden unser Zielobjekt und einen Käufer innerhalb weniger Wochen. Hätte aber auch anders laufen können!
    Preislich haben wir jetzt für die Whg. etwas mehr bekommen als wir damals inkl. NK bezahlt haben. Zusätzlich hatten wir noch Eigenheimzulage bekommen. Wenn man jetzt aber die Zinsverluste fürs EK, Vorfälligkeitsentschädigung und die Zinsen über die Jahre zusammenrechnen würde und die Kaltmiete abzgl. der nicht umlegbaren NK dagegenrechnet haben wir wahrscheinlich gerade eine schwarze 0 geschafft.

    Letztlich ist eine Immobilie als Zwischenlösung aber eine sehr riskantes Spiel bei dem Du auch viel mehr verlieren als gewinnen kannst.

    Viele Grüße,
    Chrissy
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  12. #11

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    Ich habe es auch so gemacht, wie Du es jetzt planst, weil ich keine Lust mehr hatte, meinem Vermieter mtl. 1000 DM in den Rachen zu werfen. Die Rate für die Wohnung war günstiger, und man baut was Eigenes auf. Hinzu kommt, dass man die Rate zahlen muss, während man zum Sparen für das Haus, das man in 10 Jahren haben will, ja nicht unbedingt verpflichtet ist.

    Inzwischen habe ich ein Haus gekauft, und die Wohnung ist vermietet. Ich habe mich mit Verkauf der Wohnung nicht ernsthaft beschäftigt, denke aber, dass ich weniger bekommen hätte als ich damals bezahlt habe. Dazu kommt natürlich, dass die ganzen Nebenkosten (Grunderwerbststeuer, ggf. Makler usw. ) weg sind. Bei mir hat sich das wohl insgesamt unterm Strich nicht gerechnet, die Zinsen waren damals allerdings auch fast doppelt so hoch wie jetzt.

    Ich fühle mich dennoch wohl dabei - ich kriege von meinem Mieter einen monatlichen Zuschuss zur jetzigen Rate, größere Kosten im Zusammenhang mit der Wohnung sind (bis jetzt, war damals Neubau) nicht angefallen und ich habe immer noch die Option, verkaufen zu können. Gut ist in meinem Fall auch, dass die Lage begehrt ist - die Wohnung zu vermieten, ist überhaupt kein Problem. Wäre das bei Dir auch so? Und wovon hängt das ab (es sollte nicht nur an einer Firma hängen ...)

    Ich würde an Deiner Stelle mal durchrechnen, ob und wieviel Du beim Erwerb einer ETW zusätzlich zurücklegen kannst. Dabei ist der Tilgungsanteil Deines Kredits wie nicht verzinstes Eigenkapital zu betrachten, während Du die Zinsen + Hausgeld + Nebenkosten mit der Miete vergleichen musst. Die Erwerbsnebenkosten reduzieren Dein EK.

    Sollte, wie wall zurecht bemerkt, der Fall eintreten, dass Du umziehen musst, kannst Du die Wohnung immer noch vermieten.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    ballycoolin
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    Zitat Zitat von cocacola Beitrag anzeigen
    Naja ich dachte, ich kaufe z.B. eine Wohnung für 150.000. Die habe ich in 10 Jahren abbezahlt. Kann ich verkaufen oder vermieten. Wenn ich zur Miete wohne, ist "alles weg". Oder macht das keinen Sinn?
    Wieso erst in zehn Jahren abbezahlt? Bei dem EK bleiben 80 000 übrig, die habt ihr bei dem Einkommen -wenn ihr wollt- auch in drei Jahren weg.
    Vorteil: Ihr zahlt dann kaum Zinsen. Dann kann sich das schon rechnen. Nachteil: Das EK ist erstmal weg bzw. umgelegt.

    Zehn Jahre sind bei euren Plänen schon eine lange Zeit. Lieber flexibel bleiben...Das würde für mich bedeuten: Entweder Miete oder die Wohnung (gute Lage, Ausstattung--> klappt das für den Preis?) mit möglichst wenig Zinsaufwand möglichst auf kurze Zeit finanzieren.
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  15. #13

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    Zitat Zitat von ballycoolin Beitrag anzeigen
    Wieso erst in zehn Jahren abbezahlt? Bei dem EK bleiben 80 000 übrig, die habt ihr bei dem Einkommen -wenn ihr wollt- auch in drei Jahren weg.
    Vorteil: Ihr zahlt dann kaum Zinsen. Dann kann sich das schon rechnen. Nachteil: Das EK ist erstmal weg bzw. umgelegt.
    Bei 150000 Euro Kaufpreis und 70000 EK würde ich schon mindestens 90000, ggf. mehr, finanzieren. Auch bei einer ETW fallen Grunderwerbssteuer, Notarkosten und ggf. Maklergebühren an, und man will vielleicht da ein oder andere auch noch einrichten / ändern. Ein bisschen Bargeld sollte auch noch übrig bleiben.

    Mit einer Rate > 2000 Euro monatlich haut man den Kredit dann in der Tat in drei Jahren weg - meins wäre das nicht. Ich würde eher auf eine regelmäßige Rate von maximal 1200 Euro gehen und zusätzlich Sondertilgungen vereinbaren. Dann hat man selbst in der Hand, ob man den Kredit z. B. in vier oder acht Jahren getilgt hat oder ob man das Geld für was anderes braucht (Kinder ...). Und man kann, wenn Geld übrig ist, je nach Zinsentwicklung auch entscheiden, ob es sich lohnt, von dem Geld, was übrig ist, Sondertilgung zu leisten oder schon einen Sockel für das nächste Vorhaben anzusparen (ggf. sogar mit BSP - auch wenn ich da normal kein Freund von bin, könnte das in diesem Fall bei Planung des Bauvorhabens in 10 Jahren eine interessante Option sein).
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