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  1. #1

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    Frage Anfängerfragen: Finanzierung eines Kfw70 mit Kredit und BSV

    Hallo zusammen,



    ich habe mich extra angemeldet für meine Frage bezüglich Finanzierung eines Eigenheims… und wenn sich dies letztendlich als möglich erweist, werdet ihr dann hier auch meinen weiteren Weg bis zum fertigen Eigenheim mitverfolgen können :-)



    Ich möchte vorausschicken, dass ich in Sachen Kredit und Finanzierung leider total unerfahren bin, obwohl ich mich etwas eingelesen habe. Bislang habe ich noch nie etwas finanziert. Bitte haltet eure Antworten relativ einfach und vergebt mir, falls ich evtl. wichtige Angaben vergesse – diese werde ich dann nachliefern.



    Nun zu meinem Fall.



    Meine Freundin und ich sind beide mittlerweile berufstätig und möchten gerne in den nächsten Monaten in einer schönen Ecke des Ruhrgebiets ein Haus (gerne auch Doppel- oder Reihenhaus) mit ca. 120qm, Keller und als KfW70 bauen. Ich veranschlage mal grob:

    Haus mit Grundstück: 250.000 Euro

    Baunebenkosten: 30.000 Euro

    Einrichtung, Küche, Malerarbeiten und Laminat: 20.000 Euro

    Macht der Einfachheit halber 300.000 Euro.



    Nun zu meiner finanziellen Situation.



    BSV

    Ich habe bei der LBS einen BSV mit einer Summe von 150.000 Euro abgeschlossen. Tarif ist Classic N: Regelsparrate 4%, Zins 0,75%, Mindestansparung 40%, Darlehens-Sollzins 1,75%, effekt. Jahreszins 2,32%, Zins- und Tilgungsrate 8%.

    In diesem Bausparvertrag befinden sich derzeit schon 50.000 Euro Eigenkapital, also 33% der Bausparsumme. Monatlich zahle ich derzeit 150 Euro ein. Zuteilungsreif soll er im Jahr 2017 sein. Und mit einer Zahlung von 1200 Euro monatlich wäre ich angeblich im Jahr 2023 frei von den BSV-Schulden.



    Eigenkapital

    Ich habe auf der Sparkasse eine Summe von ca. 60.000 Euro in Fonds und Sparverträgen, die ich schweren Herzens für die Immobilie aufgeben würde.



    Einkommen

    Das Netto-Einkommen von uns liegt bei ca. 3000 Euro, wir könnten uns derzeit vorstellen, mit ca. 1300 Euro monatlich die Schulden abzubezahlen. Denn es kann ja mal sein, dass jemand arbeitslos, krank oder schwanger etc. wird.



    Nun meine Fragen:

    1. Ist mein Vorhaben unter den angegebenen Voraussetzungen realistisch? Oder sind die Kosten von 300.000 Euro zu hoch für uns?
    2. Wie soll ich finanzieren? 50.000 Euro KfW-Bankdarlehen einbeziehen, und gleichzeitig Zwischenfinanzierung über die Sparkasse bis zur Zuteilung des BSV und zusätzlich weiterer Kredit?
    3. Habt ihr vielleicht noch eine andere gute Idee oder Empfehlungen?



    Vielen Dank im Voraus!

    Ingo
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  2. Anfängerfragen: Finanzierung eines Kfw70 mit Kredit und BSV

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Kinder?
    Geplant?
    Wie teilt sich das Einkommen zwischen Dir und Deiner Frau auf?

    Rechnen wir der Einfachheit halber mit 200T€ zu finanzierender Summe. Das ergibt worst case eine Belastung um 1.000,- € pro Monat. Verbleiben vom Einkommen noch 2.000,- € für die Lebenshaltung.

    Passt

    Du hast etwa 1/3 Eigenkapital.

    Passt

    Die Frage ist, wie Eure Lebens-/Familienplanung aussieht, und wie sich das Einkommen dann darstellen lässt. Man sollte auch überlegen, wie schnell man über den BSV verfügen kann, wenn dieser nun aufbezahlt würde. Die Rate während der Tilgungsphase wird wohl eher 8 Promille (nicht Prozent) betragen. Das ist schon ein Batzen jeden Monat, und er wird das budget erheblich belasten. Dafür habt Ihr eine schnelle Entschuldung.

    Bei 2 Personen wäre das noch machbar, aber wenn mal Kinder angesagt sind, wird´s eng mit Eurem budget für die Lebenshaltung.

    Nehmen wir mal an, der BSV stünde zur Verfügung. Kosten wären dann 1.200,- € jeden Monat. Dazu kommen weitere 100T€ Darlehen von der Bank bzw. KfW. Diese würden auch zwischen 400,- € und 500,- € an monatlichen Kosten verursachen. Man müsste also an dieser Stelle die Laufzeit ziehen.

    Der BSV wurde an sich eine Nummer zu groß gewählt, denn die günstigen Zinsen sorgen für eine kurze Laufzeit und dementsprechend hohe monatliche Belastung.

    Wie man die Finanzierung jetzt im Detail aufbaut, wäre zu überlegen. Hier spielt aber, wie schon gesagt, Eure Familienplanung eine wichtige Rolle.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Danke für deine Antwort!
    Ja, ein oder zwei Kinder innerhalb der nächsten fünf Jahre werden uns hoffentlich beglücken.

    Das Gehalt teilt sich bei mir und meiner Partnerin zu ca. 1900/1100 auf. Bei mir wird sich das Gehalt aber in Kürze um 200 Euro erhöhen.

    Hier noch genauere Details zu meinem BSV:

    Derzeitiges Guthaben: 51.000 Euro.
    Monatliche Einzahlung: 190 Euro
    Derzeit zuteilbar: 72.000 Euro (das bringt ja nichts)
    Voraussichtlich im August 2016 zuteilbar: 150.000 Euro
    Monatliche Einzahlungen für Zins und Tilgung bis 31.12.2022: 1200 Euro (das sind dann insgesamt 91.000 Euro)
    Dann wäre ich in 2023, was den BSV angeht, schuldenfrei.

    Nun stellen sich noch die Fragen:
    a) wie ich die Zeit bis zum August 2016 überbrücke, falls wir uns jetzt schon ein Haus kaufen?

    b) ob ich noch eine weitere gleichzeitige Belastung durch den Sparkassenkredit verkrafte?

    c) ob ein KfW Bank Kredit in meinem Fall Sinn macht? Ein Immobilienmakler hat mir mal erzählt, das funktioniert so: Man zahlt die 50.000 Euro über 30 Jahre mit 1800 Euro im Jahr ab. Das kann ich mir nicht vorstellen?!

    d) ob ich den BSV vielleicht splitten sollte, z.B. demnächst 100.000 Euro zuteilen lassen, und dann irgendwann nochmal 50.000 Euro?

    e) oder lieber erstmal alles mit günstigen Krediten, und den BSV erst anfassen, wenn er wirklich vollständig zuteilungsreif ist und die Zinsen vielleicht viel höher sind als heute?

    f) oder sollte ich lieber erst noch mehr Eigenkapital ansparen, bevor ich kaufe?
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  5. #4
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    Generell möchte ich schon gerne recht schnell schuldenfrei sein. Der BSV ist ja auch absehbar. Wie lange würde sich das denn etwa bei dem Bankkredit hinziehen?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    Danke für deine Antwort!
    Ja, ein oder zwei Kinder innerhalb der nächsten fünf Jahre werden uns hoffentlich beglücken.
    Betrachte dann diesen Zeitpunkt als "worst case" für Deine Liquiditätsplanung. Ich weiß, worst case in Verbindung mit Kindern klingt nicht so schön, aber ich kann Dir aus Erfahrung sagen, wenn Kinder mal da sind, kann man nicht genug Geld haben. Aber man investiert das Geld gerne (ging/geht zumindest mir so).

    Du könntest mal vorerst mit den aktuellen Konditionen (Erziehungsgeld, Kindergeld) rechnen, aber niemand kann sagen, wie es in beispielsweise 5 Jahren aussehen wird.

    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    a) wie ich die Zeit bis zum August 2016 überbrücke, falls wir uns jetzt schon ein Haus kaufen?
    Gute Frage. Die Doppelbelastung (BSV + Finanzierung) kann ganz schön heftig werden.

    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    b) ob ich noch eine weitere gleichzeitige Belastung durch den Sparkassenkredit verkrafte?
    siehe a.)
    Da muss man genau rechnen. Wenn es nur noch um 5 Jahre geht, könnte man eine zinsgünstige Zwischenfinanzierung überlegen. Ich bin zwar kein Freund von TA-Darlehen, aber in diesem Fall müsste man das einmal durchrechnen. Zahlen überzeugen mehr als ein Bauchgefühl.

    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    c) ob ein KfW Bank Kredit in meinem Fall Sinn macht? Ein Immobilienmakler hat mir mal erzählt, das funktioniert so: Man zahlt die 50.000 Euro über 30 Jahre mit 1800 Euro im Jahr ab. Das kann ich mir nicht vorstellen?!
    Das ist sehr vereinfacht ausgedrückt. KfW kann als zusätzlicher Baustein in einer Finanzierung schon sehr hilfreich sein. Welches Programm man in Anspruch nehmen kann, hängt auch vom Haus ab (Energieeffizienzstandard den man erreicht).
    KfW hat auch für die finanzierende Bank Vorteile, wenn die KfW Mittel im Grundbuch nachrangig gehen.

    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    d) ob ich den BSV vielleicht splitten sollte, z.B. demnächst 100.000 Euro zuteilen lassen, und dann irgendwann nochmal 50.000 Euro?
    Müsste man durchrechnen. Lohnt nicht unbedingt. Eine Reduzierung der Bausparsumme wäre auch eine Option.

    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    e) oder lieber erstmal alles mit günstigen Krediten, und den BSV erst anfassen, wenn er wirklich vollständig zuteilungsreif ist und die Zinsen vielleicht viel höher sind als heute?
    Das wäre mein Favorit, vorausgesetzt die monatlichen Zahlen sind tragbar.

    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    f) oder sollte ich lieber erst noch mehr Eigenkapital ansparen, bevor ich kaufe?
    Das ist eine Wette auf die Zukunft. Viel EK ist immer gut, aber in Eurem Fall sieht das mit dem EK ja nicht so schlecht aus.
    Sicher ist, die Zinssätze werden steigen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Hallo Ralf!

    Danke!

    Wo wäre denn der Unterschied zwischen b) und deinem Favoriten e)?

    Ich verstehe e) so, dass ich erstmal einen Kredit über 250.000 Euro aufnehmen muss. Dann wird in 6 Jahren die Bausparsumme zugeteilt. Daraufhin werden dann die zugeteilten 150.000 Euro von den 250.000 Euro abgezogen, so dass ich nur noch 100.000 als Kredit und die 150.000 des BSV finanzieren muss.

    Würde das so funktionieren, und wie lange müsste ich dann ungefähr abbezahlen?

    Viele Grüße
    Ingo
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  8. #7

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    Hallo Wurst,

    zu Deinen Fragen:

    a.) Mit einem normalen Annuitätendarlehen... Bedeutet aber Du finanzierst Dein eigenes Geld teuer zwischen.
    b.) Naja BSV macht 190€/Monat + abhängig von dem was Du wie lange finazieren willst z.B. 240.000€ macht für 20 Jahre zur Zeit. ca. 1.100€/Monat. = 1.300€/Monat. Das ist sehr eng auf Kante genäht.
    c) Wenn Dir die KFW bessere Konditionen als Deine Hausbank gibt ja. Bei der KFW gibt es auch unterschiedliche Förderprogramme, andere Laufzeiten usw. In der Regel aber eine gute Option günstig und sicher an eine Finanzierung zu kommen.
    d) Hätte den großen Vorteil dass Du Dein eigenes Geld nicht weiter finanzieren müsstest.
    e) Kommt drauf an was für Zinsen Du bei Deinem BSV hast.
    f) Eigenkapital hast Du ja bereits mehr als 1/3 der Gesamtbausumme. Damit sollte sich das gut darstellen lassen. Ihr werdet ja auch nicht binnen 2 Wochen ein Haus finden. Vielleicht lässt sich bis dahin nochmals ein paar Prozent ansparen oder das Haus selbst wird 10.000€ günstiger... So wie es aussieht verteuert sich aber das Abenteuer Haus durch steigende Zinsen auch zusehends. Also wenn nicht jetzt, wann dann?
    g) (Dein Zusatzfragenpost): Die Entschuldung hängt von der von Dir gewählten Höhe der Tilgung ab. Beispiel: 100.000€ kann man bei 1% Tilgung für ca. 400€ im Monat erhalten. Hat dann nach 10 Jahren Zinsbindung aber noch eine Restschuld von ca. 88.000€. Oder man "tilgt voll": Dann hat man nach 10 Jahren eine Restschuld von 0€, aber eine monatliche Belastung von ca. 1.000€ Google hilft da mit diversen Rechnern weiter.

    Bei Deiner Situation erscheint mir der BSV ein wenig zu groß gewählt. Das Auszahlungsdatum passt nicht zu Deiner jetzigen Situation. Daher halte Ich Deinen Vorschlag für gut den BSV zu teilen.

    Insgesamt könnte man evtl. alles so darstellen:

    Gesamtkosten: 300.000
    Eigenkapital: 60.000
    zu finanzieren: 240.000
    BSV I: 50.000€
    Annuitätendarlehen langfristig: 90.000 (Teile davon evtl. über KFW)
    Annuitätendarlehen mittelfristig: 100.000€ Dieses wird dann vom zuteilungsreifen BSV II abgelöst, sofern sich dies mit den Zinsen rechnet.

    Das ganze würde aber nur funktionieren, wenn Du den BSV auch so aufgeteilt bekommst! Die Doppelbelast BSV ansparen + Darlehen bedienen muss man auch erst einmal stemmen können....


    Du solltest Dir aber mal gut durchrechnen, ob sich nicht die Variante lohnt: BSV kündigen, Guthaben auszahlen lassen => Finanzierungsbedarf sinkt auf ca. 190.000€. Das würde Dir ermöglichen eine Volltilgung binnen 20 Jahren für ca. 1.200€ im Monat hinzulegen. Zinssicher, planbar, verlässlich. Alternativ auch mit weniger Tilgung die monatliche Belastung weiter zu senken und damit die notwendige Flexibilität erhalten für z.B. Kinder. Sollten sich dann doch keine Kinder einstellen, kann man ja immer noch die Sondertilgung in Anspruch nehmen.

    Beste Grüße
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Wurst Beitrag anzeigen
    Wo wäre denn der Unterschied zwischen b) und deinem Favoriten e)?
    b.) war ja mehr eine allgemeine Frage.

    Einen echten Favoriten habe ich noch nicht, denn man sollte die Varianten erst einmal genau durchrechnen. Wie gesagt, es hängt davon ab, was monatlich tragbar ist.

    Man sollte auch bedenken, dass man wieder Rücklagen aufbaut für die Zeit wenn Kinder angesagt sind.

    Bei gut 3.000,- € Nettoeinkommen ist das alles kein Problem, da kann man, gerade bei nur 2 Personen, auch mal kürzer treten und eine höhere Belastung stemmen. Dann laufen auch alle Pauschalsätze die die Banken für die Lebenshaltungskosten heranziehen in´s Leere.
    ABER, eine zu hohe Belastung steht die beste Familie auf Dauer nicht durch. Das sollte man nie vergessen.

    Ein zinsgünstiger BSV bedeutet auch hohe Raten (kurze Laufzeiten). Kann man diese schultern, dann ist so ein BSV eine Alternative. Oft wird halt, angesichts eines niedrigen Zinssatz, die Bausparsumme zu hoch gewählt, sprich die Kapitaldienstfähigkeit des Kreditnehmers wird überstrapaziert. Man läuft dann Gefahr, dass einem auf halber Strecke die Puste ausgeht.

    Vergleiche Deine Finanzierung mit einem Marathonlauf. Wer da mit zu hohem Tempo startet, erreicht meist nicht das Ziel.

    Zur Aufteilung des BSV wurde ja schon was geschrieben. Wie gesagt, man sollte die verschiedenen Varianten durchrechnen. Angesichts der Familienplanung wäre es denkbar mit SoTi zu arbeiten, doch das erfordert Disziplin. Andererseits bleibt man etwas flexibler.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    BSV splitten lohnt nicht?

    Meiner Frau zu Ausbildungszeiten ein viel zu hoher BSV aufgeschwatzt, den Sie mit ihrem Krankenschwesterneinkommen in 100 Jahrne nicht hätte ansparen können.
    Um dennoch Darlehen in Anspruch nehmen zu können, ohne dass die Abschlussgebühr umsonst war, haben wir den Vertrag schon 2 x geteilt, den Betrag so gewählt, dass ein Teil sofort Zuteilungsreif ist, der andere wird wieder wie ein neuer BSV angespart....
    Die Teilung haft beim Bausparfuchs nichst gekostet.

    Warum soll es sich nicht lohnen, den BSV zu teilen?

    So könnte sich auch der Poster hier im Falle eines vorzeitigen Hauskaufes für die ersten 100.000 die Zwischenfinanzierug sparen.

    Auch aus einen anderen Grund würde ich eine Teilung - wie glaube ich auch von Lynx1984 favourisiert, ins Auge fassen.
    Ich halte bei dem Einkommen die Rate für den ganzen BSV für zu hoch, das wurde ja auch zuvor bereits angemerkt.
    Daher wäre es m.E. ohnehin besser über den BSV einen geringeren Betrag abzudecken als die 150.000 und stattdessen ein höheres A-Darl. zu wählen.

    Den nicht verwendeten Teil kann man bei Bedarf dann weiter ansparen und für die erste Renovierung einplanen - (also auf keinen Fall den Restbetrag verfallen lassen)
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  11. #10
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    Hallo zusammen,
    ich danke euch dreien für eure hilfreichen Tipps! Ganz ehrlich, ich fand eure Kommentare total wichtig für meine künftige Planung und es hat mir etwas die Augen geöffnet.

    Ich gebe euch Recht, dass der BSV wohl zu hoch gewählt wurde. Aber nun sind die Abschlussgebühren schon bezahlt, und ihr müsst doch zugeben, dass der Jahreszins 2,3% nicht schlecht ist, oder?

    Ich habe nun für Ende der nächsten Woche mal ein Gespräch mit der LBS angesetzt, in dem ich klären möchte, welche Möglichkeiten es gibt.

    Eigentlich könnte ich ja auch noch 9000 Euro meines Eigenkapitals in den BSV einzahlen, damit ich die Mindestansparsumme von 40% (in diesem Fall 60000 Euro) erreiche. Vielleicht beschleunigt das ja die Zuteilungsreife deutlich?

    Derzeit sind ja nur 72.000 Euro zuteilbar. Und das bei 51.000 angespartem Kapital. Das heißt ich würde nur 20.000 Euro als Darlehen bekommen, zu diesem tollen Zinssatz. Bringt meines Erachtens nach nicht so viel, oder?

    Ich werde jetzt mal schauen, was mir die LBS so vorschlägt, und stelle das dann hier wieder zur Desposition.

    Ich würde ja eigentlich nichts so überstürzen, aber die Immobilie, Preis und Lage gefällt einfach sehr gut...
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  12. #11

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    Spiele mit dem Bankberater mal verschiedene Szenarien durch.
    Wie schnell die Bausparsumme bei Sofortaufzahlung verfügbar ist, hängt von so Dingen wie Bewertungszahl ab. Die Daten hat Dein Berater sicherlich vorliegen.

    Je nach Tarif und Laufzeit reden wir hier von wenigen Monaten oder mehreren Jahren.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
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    So, hier melde ich mich nun nach dem Gespräch mit der LBS zurück!

    Wir sind jetzt beim Gespräch von 270.000 Euro Kaufpreis und 50.000 Eigenkapital ausgegangen. Die tatsächlichen Kosten könnten zwar darüber liegen, aber das wird sich nach dem Gespräch mit dem Bauträger zeigen.

    Variante 1:

    270.000 Euro verteilen sich auf:

    150.000 Euro Bausparvertrag: Ich zahle zunächst 9.000 Euro ein, dass ich die Mindestansparsumme von 60.000 Euro erreiche. Dieser wird zunächst 4 Jahre zwischenfinanziert mit 3,25% (macht 410 Euro monatlich). Nach Zuteilung wird dies 6 Jahre lang mit 1200 Euro monatlich abbezahlt.

    50.000 Euro Bar Eigenkapital

    70.000 Euro Hypothek ggf. über KfW, macht 320 Euro monatlich bei 3,85% derzeit.

    Daraus ergibt sich eine monatliche Belastung von zunächst 730 Euro monatlich, und dann in ca. 4 Jahren nach Zuteilung sind es 1520 Euro monatlich, also ein ganzer Batzen!!


    Variante 2 - Die wollten sie mir schmackhaft machen!

    270.000 Euro verteilen sich auf:

    50.000 Euro Eigenkapital

    130.000 Euro Bausparsumme (hier wird also eine geringere Bausparsumme gewählt). Zunächst 350 Euro, dann nach Zuteilung in ca. 2 Jahren 1040 Euro monatlich.

    90.000 Euro über Wohnriestern! Dies hat mich sehr überrascht und damit kenne ich mich kaum aus. Er meinte, bei unseren Gehältern und weil wir bald verheiratet sind, würde sich das lohnen. Wir zahlen also beide bis zu 2000 Euro jährlich ein. Die Konditionen betragen derzeit 3,35%, das bedeutet für mich (50.000 Euro Wohnriester) dann 240 Euro monatlich, und für meine Frau (40.000 Euro Wohnriester) dann 180 Euro monatlich, zusammen sind das 420 Euro monatlich.

    Daraus ergibt sich eine monatliche Belastung von zunächst ca. 770 Euro, dann nach Zuteilung sind es 1460 Euro. Immerhin 60 Euro weniger.

    Er nannte mir als Vorteile von Variante 2:
    Eine höhere Tilgung ( statt 1,6% nämlich 4% ) und eine geringere Laufzeit. Wir verzichten dabei völlig auf den KfW70 Vorteil.

    In einem nächsten Schritt möchte er uns nun die Wohnriesterverträge abschließen lassen!


    Es gab noch eine Variante 3, die mir nicht so gefiel, aber die meine monatliche Belastung gesenkt hätte: Ich wäre in einen schlechteren Bauspartarif gewechselt (2,95 % statt 1,75%) und hätte nur eine monatliche Rate von 750 Euro statt 1200 Euro gehabt.

    Hatet ihr dieses Vorgehen für seriös und habt ihr einen Rat, welche Variante (oder etwas ganz anderes) ihr wählen würdet?
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  14. #13

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    Bevor Du irgendwelche Wohn Riester Bausparer oder ähnliches abschliesst, würde ich mal den Ball flach halten und solange warten, bis Ihr Euer konkretes Objekt gefunden habt.

    Nicht nur das die Sparkasse Euch schon einen hohen BSV verkauft hat, nein, Sie möchte Euch gleich einen weiteren BSV verkaufen. Was ist mit dem anderen Teil Deines bereits bezahlten Bausparers ?

    Generell finde ich die Wohn Riester variante toll und bei einer konkreten Familienplanung wie bei Dir mit Sicherheit auch interessant.

    Aber dann bitte als Wohn Riester Annuitätendarlehen (ohne bausparer) leider kann Dir das die Sparkasse allerdings nicht anbieten, daher die Bausparer variante ...
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  16. #14
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    Okay, das habe ich nicht so ganz verstanden. Mein LBS-Mensch sagte mir, das ist eine Kombination aus BSV und Darlehen. Wir zahlen für die 90.000 Euro insgesamt 900 Euro Abschlussgebühr, die aber steuerlich berücksichtigt werden und schon in den Beträgen mit eingerechnet wurden.

    Mir wurde gesagt, es sei genauso wie ein Hypothekendarlehen!

    Der andere Teil meines Bausparers? Du meinst die 20.000 Euro? (Also 150.000 - 130.000?) Keine Ahnung, das bleibt erstmal so, da kann ich ja weiter Vermögenswirksame Leistungen drauf zahlen und vielleicht noch irgendwann verwenden.

    Ich würde mich eigentlich besser fühlen, wenn ich bei LBS und Sparkasse die gesamte Finanzierung aus einer Hand bekäme, oder ist von meiner Lösung generell eher abzuraten?
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  17. #15

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    Es handelt sich um einen vorfinanzierten Bausparvertrag, bei dem Du in den ersten 10 bis 15 Jahren keinen Cent an Tilgung bezahlt, d.h. Du zahlst nur Zinsen und paralell wird ein Bausparkonto angespart, bis dieses Dein Vorfinanziertes Darlehen ablöst.

    Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen, welches in voller Summe ausgezahlt wird und bei dem Du von Beginn an eine Annuität aus Zins und Tilgung hast. Auf Deutsch: es wird ab dem ersten Monat getilgt und Deine Zinskosten sind so deutlich geringer, wie als wenn Du 10 Jahre nichts tilgst (siehe oben)

    Wenn es Dir so wie ein Annuitätendarlehen verkauft wird, wäre es für mich schonmal ein weiterer Grund, dort nicht zu finanzieren.

    Ganz klare Falschaussage.
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