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  1. #1

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    OSB Platten schwimmend verlegen auf einer Fußbodenheizung im Kinderzimmer

    Hallo,

    ich habe vor OSB Platten schwimmend auf einer Fußbodenheizung im Dachgeschoss zu verlegen. Bei der Fußbodenheizung handelt es sich um ein Trockensystem, bei dem die Rohre in Aluleitbleche eingeklinkt werden. Statt der Fermacell-Platten als Lastverteilungsschicht (E22 / 25mm) wurde mir vom Heizungsbauer auf nachfrage gesagt, das ich auch 22mm OSB-Platten nehmen könnte. Demnach würden die Platten direkt auf den Rohren liegen bzw. nur durch eine Folie getrennt sein.

    Nun habe ich aber bei einigen Herstellern gelesen, das es nicht zu empfehlen ist OSB-Platten auf einer Fußbodenheizung zu installieren. Meine Bedenken bestehen darin, das sich die Platten verziehen können durch die einseitige Wärmebelastung. Deshalb wollte ich fragen ob jemand damit Erfahrungen gemacht hat und was schlimmsten falls passieren kann. Würden Hohlräume unter dem Boden entstehen oder könnten die einzelnen Leimstellen reißen? Ach ja habe vor die geschliffenen Platten zu wachsen. Gibt es eine Möglichkeit dem entgegen zu wirken, beispielsweise lagern der Platten in dem Raum für ca. 6 Monate oder so.


    Bedenken bezüglich Ausgasung im Kinderzimmer hätte ich eigentlich nicht, da es z.B. von Glunz oder Egger Formaldehydfreie Platten gibt, die zertifiziert sind.


    Bedenken bezüglich des höheren Wärmeduchlasswiederstandes gibt es nur teilweise, da dieser nur leicht steigen wird im Vergleich zum Aufbau: Fermacell, Trittschall, Laminat. 0,18 m²K/W

    Bei meinem Aufbau würde ich über die Folie eine Trittschalldämmung legen und darauf dann die OSB PLatten. Oder meint ihr der Trittschall hilft nichts? 0,209 m²K/W. Ich denke es würde als Trittschall gut dienen und zudem trotz der höheren Dämmung, da er sich anpasst die Luftbrücken, die ohne ihn da wären schließen, so dass wenn ich mit 0,209 rechne eher etwas positiver rechnen muss, als bei Fermacell mit Luftbrücke dazwischen. Ohne Trittschall läge ich sogar nur bei 0,169 m²K/W.



    Ich hoffe auf eure Erfahrungsberichte und das ich nichts vergessen habe

    Danke schon mal

    Marcus
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  2. OSB Platten schwimmend verlegen auf einer Fußbodenheizung im Kinderzimmer

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Lebski
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    DIY Trockefussboden mit FBH.

    Fachlich wirst du hier nur den Rat bekommen, bei einem Systemhersteller zu bleiben. Das ist dann geprüft und hat Gewährleistung.
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  4. #3
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    und hat Gewährleistung.
    sicher?

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  5. #4
    Lebski
    Gast
    Sicher hast du Gewährleistung, wenn du die Verabeitungsrichtlinien und technische Merkblätter einhälst und bei einem Systemanbieter bleibst. Anders würde ich sowas nicht kaufen. Falls irgendwo eine Gewährleistungsausschluss steht, Aussendienst kommen lassen und schriftliche Bestätigung geben lassen.
    Bekommt man diese nicht, weiss man schon mal, was man von dem Hersteller zu halten hat.
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  6. #5
    Avatar von Lukas
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    Ich würde sagen, daß es da eher um Garantie geht.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%A4hrleistung

    Gruß Lukas
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  7. #6

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    OSB oder Fermacell (vermutlich meinst Du Zementfaserplatten) sind 2 völlig unterschiedliche Dinge. Man darf sich dabei nicht nur auf den Wärmedurchgangswiderstand beschränken, sondern man muss auch die Temperaturleitfähigkeit und spez. Wärmespeicherkapazität betrachten um das Verhalten der FBH beurteilen zu können.

    Deine Betrachtung des Wärmedurchgangswiderstands stellt somit nur einen statischen Zustand dar.

    Abgesehen davon, bei einem Wärmedurchgangswiderstand von 0,2 m2K/W solltest Du mal rechnen, wieviel Leistung die FBH überhaupt noch liefert. Selbst bei einem geringen VA wirst Du die Temperatur ziemlich in die Höhe schrauben müssen, damit überhaupt noch ein Wärmeeintrag in den Raum erfolgt. Es würde mich wundern, wenn Du bei 35°C überhaupt noch in Richtung 30W/m2 kommst, vermutlich nicht einmal 20W/m2.

    Aber das kann man ja rechnen, dann weiß man mehr.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo,

    zum einen, worauf bezieht ihr euch bei Gewährleistung bzw. Garantie? Darauf, dass ich auch wirklihc die niedrige Vorlauftemperaturfahren kann und die Auslegung des Heizungsbauers stimmt, oder was meint ihr? Denn auf meinen verlegten Boden wird er mir mit Sicherheit keine Garantie geben.

    Bei 0,2 m2K/W liefert die FBH bei 35°C Vorlauf 30W/m². Wobei ich wenn glaube ich eher den Trittschall zwischen FBH und OSB weg lassen würde, denn die Folie trennt beide Schichten ja schon von einander und eine Trittschalldämmung habe ich unter der FBH. Somit läge ich bei 0,17 m2K/W, also gleicher Wärmeübergang wie Standardaufbau mit FBH-geeignetem Laminatboden auf FBH. Das war auch mien erster Gedanke ob es überhaupt hin kommt. Denn ich will ja nicht, dass der Dachboden mit die Vorlauftemp. der Wärmepumpe in die Höhe schraubt.

    Was meinst du mit Temperaturleitfähigkeit und spez. Wärmespeicherkapazität bzw. was und wie muss ich es beachten? Wärmespeicherkapazität ist viel geringer bei OSB, aber was würde sich daraus ergeben? Wenn die Heizung konstant durch läuft sollte es egal sien. Wenn sie aus ist, so würde durch den Dicken Estrich im EG die Temperatur dort länger gehalten und durch beine OSB Platten müsste die WP wieder vorher anfangen zu laufen und die Standzeiten wären kürzer? Diesen Effekt könnte ich aber durch Einstellungen an der WP ausgleichen, so das sie trotzdem erst wieder später anfängt zu laufen und die Standzeiten trotzdem lange sind. Oder gibt es sonst noch Nachteile?
    Die Temperaturleitfähigkeit verstehe ich leider nicht.

    Danke schon mal für die Antworten.

    Erfahrungen mit OSB-Platten anderer würden mich auhc noch interessieren.

    Viele Grüße

    Marcus
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  9. #8

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    Hallo Marcus,
    ich habe bei mir auch ein Trockensystem im OG und stand vor einer ähnlichen Entscheidung. Dann kam hier aus dem Forum der Tip, mich mal mit Estrichziegeln zu beschäftigen.

    Ich habe es nicht bereut - strapazierfähig, gute Speicherfähigkeit, der Durchlasswiderstand dürfte um einiges besser als bei den von Dir bevorzugten Materialien sein usw. usf. Der Preis war auch ok.

    Einfach mal die Suchfunktion bemühen.

    Gruß,
    Erdferkel
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  10. #9
    Themenstarter

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    Estrichziegeln

    Hallo,

    ich habe auhc mal nach Estrichziegeln gesucht und es hört sich wirklich interessant an, vorallem da es für die jupiter FBH zugelassen ist, müsste ich bei Zewotherm mal nachfragen.
    Meine Bedenken wären nur hinsichtlich der Holzbalkendecke, nicht das es reißt, denn wenn man FLiesen klebt, dann muss man ja alles speziell entkoppeln... damit die Fugen nicht reißen. Ich würde vermuten es passiert hier auch. Habe auch irgendwo hier gelesen, das sobald eine minimale Kante in der Türe z.B. ist, man diese auch in den Ziegeln als Fuge einbringen muss. Wisst ihr wieviel Spiel in der Nut bei den Ziegeln ist? Kann man es selber machen?

    Vielen Dank

    Marcus
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Hallo Marcus,
    dann lies Dich erstmal beim Hersteller ein - es gibt spezielle technische Lösungen, so daß man auf Trennfugen verzichten kann. Bei mir ist auch eine Balkendecke darunter und ich habe keine JupiterFBH.

    Der wichtigste Punkt ist die Ebenheit des Untergrundes, der nachfolgende Aufbau ist narrensicher.

    Auch wenn´s Die anwesenden Handwerker nicht gerne hören - wenn Du schonmal Fliesen verlegt hast und mit dem Ergebnis zufrieden warst, dann geht das mit den Estrichziegeln auch.

    Gruß,
    Erferkel
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  13. #11
    Themenstarter

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    Hallo,

    ich habe jetzt nur von Creaton Estrichziegeln gefunden. Gibt es noch andere Hersteller? Hier würde der m² ca. 60€ kosten, was im Vergleich zu anderen Fußbodenaufbauten recht teuer ist.
    Die Ebenheit des Fußbodenaufbaus müsste ich überprfüen ob es in den genannten Toleranzen ist, ich weiß das er leicht zur Mitte hin abfällt.
    Das Gewicht mit 40kg/m² ist auch nicht ohne, da es im Dachgeschoss ist und der Dachboden entsprechend in den Dachsparren aufgehangen ist. Für das OG hatte ich einen Statiker da und er meinte zumindest das 85kg/m² (war die Grenze für Fließestrich im OG) für das Dachgeschoss aus den Gründen nicht zu empfehlen sei.
    Mit OSB-Platten läge ich gerade mal bei 14kg und mit Fermacell bei 20-25kg.

    Wie sieht es mit einer Fußbodenkühlung aus? Hast du die auch und sind die Ziegel nicht im Sommer dann recht unangenehm kalt, so dass man Schlappen anhaben muss?
    Denn das kenn ihc von Laminat ohne FBH.

    Viele Grüße

    Marcus
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