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  1. #1

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    Zum KfW55 oder Passivhaus sanieren?

    Hallo,
    vielleicht könnte jemand einen kurze Einschätzung zu unserem „Fall“ abgeben:

    - kürzlich gekauftes Haus (Bj 1959) muss saniert werden (Gebäudenutzfläche 160qm; Volumen 500 kubikmeter; Hüllfläche 335qm; Fensterfläche 31qm)
    - Kostenschätzungen (nur energetische) bis zum KfW100-Standard: neues Dach inkl. Dämmung (25000 EUR), Wärmedämmverbundsystem (25000 EUR), Dämmung Kellerdecke in Eigenleistung (1000 EUR), 3-Fach-Verglasung (16500 EUR), Rolläden (7500 EUR), Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (11000 EUR). Die alte Heizung (Gas, Baujahr 1995) würde erstmal nicht angetastet.
    EnEV-Werte dann: Jahres-Primärenergiebedarf 77kWh/qm; Transmissionswärmeverlust 0,279
    - zusätzliche Kosten für KfW55: 19000 EUR für Pelletsheizung bei zusätzlicher KfW (5625 EUR) und Bafa-Förderung (mind. 3750 EUR) kriegen wir also eine neue Heizung für weniger als 10000 EUR, da die alte irgendwann in den nächsten 5-10 Jahren sowieso „fällig“ ist und die Verbrauchswerte natürlich nicht mehr die besten sind. Die KfW55-Daten dann: Primärenergiebedarf 32,4 kWh/qm; Transmissionswärmeverlust 0,271

    - Meine Frage nun bzw. Bitte um eine wenigstens grobe Einschätzung: Wenn wir die 19000 EUR plus 6000 EUR für neue Heizkörper (die alten sind einfach extrem alt und eklig) nun nicht in eine Pelletsheizung, sondern in zusätzliche Dämmung, bessere Fenster etc. investieren – könnte man da Passivhausstandard erreichen oder wenigstens soweit runterkommen vom Energiebedarf, dass wir das Haus nur über eine gute Lüftungsanlage heizen können und das Warmwasser erzeugen könnten?
    Meinetwegen würden wir in diesem Falle auch noch 4000-5000 EUR drauflegen, sprich knappe 30000 EUR mehr im Vergleich zum KfW100-Standard. Der alte Kamin steht nämlich überall dermaßen blöd im Weg, dass uns das viel nutzbaren Raum bringen würde und wir dann unabhängig von Gas- und Pelletspreisen wären.

    Besten Dank für Antworten!
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  2. Zum KfW55 oder Passivhaus sanieren?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    planfix
    Gast
    ich hab mal einen wirtschaftlichkeitsvergleich gemacht, bei dem das resultat war:
    1. heizung
    2. dach
    3. fenster
    ...
    x. WDVS

    es kommt immer auf den einzelfall an und auf die philosophie des rechners, bzw. der aufgabenstellung.

    such einen kompetenten berater, archi oder ing. .
    viele energieberater des 2. bildungsweges haben deutliche defizite in punkto bauphysik und energieberatern des handwerkes fehlt der gesamtüberblick.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Sorry, aber ich verstehe jetzt nicht, was das mit meiner Frage zu tun hat. Ich bin auch bei einer qualifizierten Architektin, ich wollte mir einfach mal weitere Meinungen einholen, ob das Geld für Heizung und Heizkörper nicht sinnvollerweise auch in zusätzliche Dämmung investiert werden könnte, um danach ohne Heizung genug Wärme zu haben. Deiner Antwort entnehme ich, dass ich erst eine neue Heizung kaufen soll und dann alles weitere machen. Aber das war doch gar nicht die Frage.
    Danke trotzdem
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von teacherKA Beitrag anzeigen
    .. könnte man da Passivhausstandard erreichen oder wenigstens soweit runterkommen vom Energiebedarf, dass wir das Haus nur über eine gute Lüftungsanlage heizen können und das Warmwasser erzeugen könnten? ..
    nein (oder ist pelletshzg. preislich drin?)
    ein "echtes" passivhaus ist per definition mittels lufthzg. warmzukriegen, aber
    irgendwo muss die wärme herkommen...

    auf basis der sowieso spitz (auf neubaupreisniveau) geklöppelten
    kostenrechnung: 2x nein.
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  6. #5
    Themenstarter

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    ok, das ist ja mal ne klare Ansage.
    nein, die pelletsheizung würde nur für den letzten schritt (von kfw100 zu kfw55) hinzukommen und da war eben einfach mal eine idee, dieses geld eher in dämmmaßnahmen zu stecken, da man auf sämtlichen passivhausseiten liest: wenn sie sanieren, legen sie doch überall 5-15% obendrauf und sie haben passivhausniveau. bei energetischen sanierungskosten ohne heizung von ca. 90000 euro war da eben einfach die überlegung, dass 19000 euro für die heizung plust 6000 euro für heizköper plus 4-5000 euro zusätzlich ja sogar um die 30% mehrausgaben wären.
    aber wenn das dann auch nicht reicht, dann bauen wir eben die pelletsheizung ein und müssen mit dem doofen kamin leben, der uns küche, kinderzimmer und schlafzimmer ein wenig "zerschneidet".
    schade eigentlich.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von teacherKA Beitrag anzeigen
    aber wenn das dann auch nicht reicht, dann bauen wir eben die pelletsheizung ein und müssen mit dem doofen kamin leben, der uns küche, kinderzimmer und schlafzimmer ein wenig "zerschneidet".
    schade eigentlich.
    ist mit kamin, hier der schornstein gemeint??
    da könnte man evtl eine gastherme planen, die man auf den dachboden stellt..
    dann braucht es nur noch von dort aus ein abgasrohr und der schornstein unten könnte weg..
    muss halt gas nach oben gelegt werden..

    aber das müsste die architektin wissen und auch planen können...
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die rd. 10% sind nicht sooo verkehrt
    da muss man aber das gesamtkonzept im auge halten -
    und ohne wärmeerzeuger geht´s auch beim ph nicht.
    wenn kamin und pellets stören: wie wär´s denn mit luft-wp?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen

    such einen kompetenten berater, archi oder ing. .
    viele energieberater des 2. bildungsweges haben deutliche defizite in punkto bauphysik und energieberatern des handwerkes fehlt der gesamtüberblick.
    Es gibt aber auch reichlich Architekten, die mit dem Thema Bauphysik nicht klar kommen, denn wenn manche keine Handwerker hätten die ein Gespühr für die Bauphysik hätten, wär manch ein Bau schon längst wieder bei einer Sanierung !!

    Das zum Thema Energieberater aus dem Handwerk.
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  10. #9
    Themenstarter

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    hallo,
    danke für die antworten bisher: will mal die fragen darin beantworten.
    eine neue gastherme scheint mir nicht sinnvolll zu sein. wir erreichen ja nur mit pellets kfw55.
    klar muss die wärme irgendwo herkommen. ich hab mich ja gefragt, wie ich die wärme erzeugen kann ohne schornstein (sorry, ich sprach immer von kamin, ich anfänger) und ob das vom kostenaufwand und der heizleistung her ausreicht.
    was kostest denn nach grober schätzung so eine luft-wp? wird die dann mit der lüftungsanlage verbunden oder mit heizkörpern?
    wie bereits geschrieben - am liebsten würde ich nur mit der lüftungsanlage (und eben wärmepumpe) heizen und zusätzlich geld in dämmung stecken. wenn man so ein haus dann beheizen kann. denn frieren wollen wir natürlich auch nicht.
    danke bereits wieder im voraus!
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  11. #10

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    es gibt Beispiele, wo 2 Wohneinheiten einzig und alleine durch Warmwasserkollektoren und einen Wassergeführten Kaminofen beheizt werden, dieser Kaminofen könnte vielleicht auhc mit Pelletz betrieben werden.
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  12. #11

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    Mein Tipp:
    - Pasivhaus oder Null-Energiehaus gibt es leider nicht. Daher, wie alle Beiträge es sagen, es ist immer eine Wärmequelle noch notwendig.
    - Wärmedämmung verstärken zahlt sich die nächsten 50 Jahre der Nutzung aus.
    - alte Heizkörper heizen genau so gut wie neue -> das ist Physik.
    - für die 4-5 kW, die bei super Dämmung dann noch notwendig sind, ist wie schon angeregt eine Wärmepumpe auch nicht unpassend. Über Luft oder Erdsonde sollte man sich noch einmal kräftig Gedanken machen. Die monovalente Luftwärmepumpe ist wie das Null-Energiehaus -> wenns ganz kalt ist, dann wird eben direkt mit Strom geheizt. Aber auch das kann sich noch rechnen.

    - Den richtigen Energieberater zu finden ist sicherlich so einfach wie den richtigen Architekt, Arzt oder Anwalt. Unter allen Berufen gibt es leider mehr liebloses Mittelmaß als Berater mit der notwendigen Breitenerfahrung.
    Gespräche führen.
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  13. #12

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    Das Tolle an dem deutschen System mit der Primärenergie ist, daß ein KfW100 Haus und ein KfW55 Haus gleichviel Ernergie brauchen. Einmal braucht Ihr für 10000kWh Gas im anderen Fall für 10000kWh Holz. (Wenn noch viel mehr Leute Pelletsheizungen einbauen, ohne den Energiebedarf zu senken, wird Holz auch mal teurer werden) Die Pelletsheizung kostet Euch effektiv 10000€. Dafür kann man auch eine neue Gasheizung einbauen.
    Da das Haus ja weiterhin Heizkörper haben soll(?) braucht Ihr eine höhere Vorlauftemperatur, als für eine Wärmepumpe ideal ist. Ich würde versuchen, daß Haus so stark zu dämmen, daß ihr mit 5kW Heizleitung auskommt und dann eine Solewärmepumpe mit Graben/Flächenkollektoren einbauen. Das dürfte so um die 12T€ kosten. Ob das aber mit Heizkörpern noch gut funktioniert, müßte man mal ausrechnen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    aha. okay, ich lerne also immer mehr hier. dass ich nicht auf ein passivhausstandard komme, ist dann wohl leider so.
    den letzten gedanken finde ich sehr interessant. wenn so eine sole-wärmepumpe um die 12000 euro kostet (ist das dann komplett mit einbau?), dann könnten wir immerhin noch gut 10000 euro in zusätzliche dämmung stecken. wir bräuchten aber immer noch neue heizkörper, denn: fußbodenheizung o.ä. einzubauen ist einfach zu teuer und die alten heizkörper sind von 1959 und extrem eklig und an einigen stellen gestalten wir das haus auch so um, dass wir einfach neue brauchen.
    also könnte das ein weg sein: lüftungsanlage mit sole-wärmepumpe plus 10000 EUR mehr dämmung, sofern das mit heizkörpern ginge.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    um das noch zu ergänzen: ich hänge auf keinen fall an heizkörpern, aber ohne scheint es ja nicht zu gehen. oder kann man die sole-wp auch an die lüftungsanlage anschließen?
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ich schüttel noch a bisserl
    wie wär´s denn mit e. ph mit gas?
    ketzerisch? rechnen!
    kfw_sonstwas und bauteil-nw kann man hintrimmen ..

    das thema luft/heizkörper/fussboden würde ich ohne ortskenntnis nicht
    ansatzweise abhandeln wollen: vielleicht muss an den decken eh noch was
    gemacht werden? heizestrich .. zb

    da würde es sich lohnen, 2 oder 3 gesamtkonzepte bis zur kb durchzustylen.
    die zusätzliche investition könnte sich lohnen - besonders, wenn dabei
    ein konzept mit sehr guter dämmung in fläche und details rauskommt
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