Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    MAB
    Gast

    ENEV Handwerkerfeindlich

    OK, OK, ist aus dem Forum von Dach-Info geklaut. Aber trotzdem ist die Frage interessant.
    Wie hoch mag wohl die Anzahl der Bauherren sein, die zum Beispiel ein Dach nicht ausbauen, weil die Anforderungen der ENEV zu hoch sind?
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  2. ENEV Handwerkerfeindlich

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Andere Frage

    wo hoch wird die Zahl derer wohl sein die eigentlich nach ENEV bauen müssten ABER den Bauherrn nicht erklären können wie die einzelnen Nachweise zu führen sind ?
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  4. #3
    MAB
    Gast

    Stimmt

    Und die dritte Gruppe, die es falsch macht?
    Und die vierte Gruppe, die es einfach unterläßt?
    Also den ersten Fall haben wir gerade: Bauherr will Dach ausbauen. Aber dafür braucht er ja nicht nur Dämmung, sondern auch eine Änderungen am Tragwerk. Dann passen wieder die Höhen nicht usw.
    Es könnte tatsächlich sein, daß die Anforderungen der ENEV das Bauvorhaben verhindern.
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  5. #4
    Avatar von JDB
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    quark
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    geratene antwort:

    NEIN!

    den selbermurxer interessiert die enev nicht, den bauherrn, der murxen lässt, interessiert´s genausowenig wie professionelle murxer und für handwerker, die was g´scheids machen, auf der basis e. umfassenden planung, ist die enev nicht behinderung, sondern chance.

    der letztgenannte fall (hatten wir schon ein paar mal) dürfte insgesamt aber eher selten sein, fall 1+2 dürfte oft genug (wenn´s luftdichtigkeits- o. diffusionsprobleme gibt) bei martin auf dem tisch landen - aber auswirkungen im sinn von baukonjunktureller bremse? eher nicht!
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  7. #6
    Gast
    Gast
    Wie steht es den mit der Hausvielfalt aus?
    Welche Häuserarten werden bevorzugt, welche benachteiligt. Benachteiligt in der Hinsicht, das bei einer entsprechenden Ausführungsart (z.b. mit Bruchsteinmauerwerk, Fachwerk etc.) ein erhöhter Planungsaufwand notwendig ist und damit die Kosten (unnötig/vermeidbar) erhöht, während z.b. Häuser mit WDVS nur noch von Dämmstärken in cm (EnEV/KfW-60 Förderung) geredet wird.

    Danke für die Antworten, werde die Tage wieder vorbeischauen.
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  8. #7

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    äh - kommst du aus Schweden? :-)
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  9. #8
    Gast
    Gast
    Hallo,
    Nein, ich komme nicht aus Schweden, wäre das wichtig?
    Vieleicht habe ich mich falsch ausgedrückt.
    Verstehe ich die EnEV soweit richtig, das zuerst auf die Einhaltung der verschiedenen Werte acht gegeben wird ohne Berücksichtigung der Bauweise?

    Das heißt ein Neubau ist mit der heute üblichen Weise mit Poroton/Ytong und WDVS einfacher und schneller zu realisieren als ein Haus wie z.b. gemauerten Bruchsteinkeller und/oder Fachwerkhaus mit Lehm/Stroh Wänden. Würde so ein Haus jemals die Werte eines Niedrigenergiehauses oder Passivhaus erreichen können? Wenn ja, um welchen Preis und es Bautechnisch überhaupt sinnvoll?
    Wenn es nicht sinnvoll wäre, also in der Art nicht gebaut werden kann, kann man letztendlich nie in den Genuß der verschiedenen Förderungen kommen.
    Das wäre doch letztenendes für Bauerhäuser älteren Stils bauherrenfeindlich, oder?

    Müßte man nicht für jede Bauweise verschiedene Richtwerte für die EnEV aufstellen?

    Die falsche Umwandlung der Zeichen im letzten Beitrag bitte ich zu endschuldigen.
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  10. #9
    bauworsch
    Gast

    Ich habe mir erlaubt

    den ersten Beitrag von Gast zu bearbeiten, ich hoffe das Ergebnis entspricht dem was geschrieben werden sollte.
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  11. #10
    Gast
    Gast
    Könnte es sein das ich die Fragen auf schwedisch stellen sollte?

    Um es nochmals anders zu hinterfragen:
    Welche Häuserarten werden durch die zu einzuhaltenen EnEV-Werte verhindert? , obwohl jene vieleicht ökologisch sinnvoller wären. (Punkt 2)

    Als Beispiel wieder ein altes Fachwerkhaus(dieses mit den schwarzen Holzbalken und weißen Außenflächen) welches man zum großen Teil alten Bauweisen nachbauen möchte.(Stroh/Lehm-Wände, Kellerwände aus Gneisen/Bruchstein, Holzfenster, vieleicht Reeddach und ähnliche Naturstoffe(kein Laminat oder ähnliches)).
    Aller voraussicht kann man nicht die EnEV einhalten, heizt aber entweder mit einem Holzofen/Kamin oder Pellets(CO2-neutral).

    Punkt2.
    In einer möglichen Umweltbilanz(Aufbau,Nutzung,Abriß) kämen nun in der Zukunft auch die Entsorgungskosten, die bei Naturprodukten voraussichtlich günstiger sind.

    Da, wenn meine Annahme oben richtig wäre, müßte die EnEV differenziert werden und Bestandteil einer Umweltbilanz des Hauses/Grundstücks einfließen. So das eben das Haus als Ganzes vom Bau bis zum Abriß incl. Entsorgung zu bewerten ist.

    Häuser, die also jetzt dank der WDVS(Erdöl), die EnEV bestehen, in Zukunft ein Problem(Verbundwerkstoffe) der Müllentsorgung hätten, auch ein Problem mit der Umweltbilanz hätten.
    Sie sparen zwar in der Nutzung CO2 ein, verlagern aber das Erdöl aus dem Nahen Osten in die Zukunft auf eine Deponie im Ort.

    Das als Beispiel erwähnte Haus, welches nach der EnEV nicht oder schlecht gebaut hätte werden dürfen, hätte vorwiegend kaum Probleme mit der Entsorgung, während die Nutzung CO2-neutral wäre.

    Um zum Threadursprung zurückzukommen, zur Handerwerk(s)erfeindlicheit, trifft dann in dem Fall zu, wo Fertigkeiten des jeweiligen Berufes nicht mehr angewendet und schlieslich vergessen werden. (Mauerbau mit unhandlichen, unfömigen Steinen, Dachstuhlarbeiten mit Holztiften, Lehmbau, Fachwerkbau und ähnliches)

    Ist die EnEV, im übertragenen Sinne, handwerk(s)erfeindlich, bauherrenfeindlich, baukulturfeindlich und letztendes zukunftsfeindlich?
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  12. #11
    MB
    Gast

    Ja

    So lautete die Frage
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  13. #12
    Gast
    Gast
    Um noch ein Fall aus der Gegenwart aufzuzeigen.

    2 Häuser bekommen eine Außenhaut, eins aus 11,5 Verblender, das andere Alukaschierte Hartschaumplatten mit Riemchen.

    Beim Verblender kann der Verschnitt günstig beim Recycler entsorgt werden und findet sich demnächst irgendwo als Füllmaterial wieder ein.

    Der Verschnitt der Iso-Riemchen muß auf die Deponie und nach Gewicht teuer entsorgt werden.

    Nach zig Jahren, wollen beide Hauseigentümer ihr Haus der Bank in Raten verkaufen um ihre Rente aufzubessern.
    Welches Haus würde einen höheren Wiederverkaufswert aufweisen analog zu heutigen alten Häusern mit Problemstoffen (Bleiweiss, Asbest-Zementplatten und ähnliches)

    Vieleicht wird zum Wohle der heutigen Gesellschaft gearbeitet, aber auch zum Wohle der Zukünftigen?


    Wird also nicht wider besseres Wissen nach DIN gearbeitet?
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    meister
    Gast
    bauen solte auch bezahlbar werden da ist leider der gesetzgeber gefordert. wer will ne ökosteuer auf baustoffe
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  16. #14
    Gast
    Gast
    Ach Meister, wenn dein Name für alle Meister im Handwerk stehen würde,
    könnte ich das mit der Abschaffung des Meisterzwangs noch verstehen.

    Von Steuern habe und will ich nichts gesagt haben.

    Es geht mehr um die "Total costs of ownership" bezogen auf die zu erwartenen Nutzzeit eines Hauses in Verbindungund mit den überall zu erwartenen Kostensteigerungen.

    Aber da überall wegen irgendwas Themen quasi totgeredet werden, nur nicht in diesem Forum ,schließe ich daraus, das man ja, nicht seine eigene Geldquelle den Hahn zu drehen möchte.
    Ich möchte nicht wissen wieviele Leute hier ihr Brot für und wegen der EnEV verdienen.
    Wer sollte den auch schon dagegen an gehen, der Bauherr?
    Wenn man die selben Maßstäbe wie überall gelten lassen will, sollte es auch hier eine Art IDIN geben, eine Initative,die die EnEV so differenziert aufarbeitet, das auch nonkonfome (s.o.) Haustypen erlauben kann und auch teilweise gefördert werden können.

    Das bietet sich jetzt gerade an, da es einen "Gruß aus Brüssel" gibt, der die EnEV novelieren soll.
    Den zukünftig sollen auch die Beleuchtung und Klimatisierung Bestandteile der EnEV werden.

    Damit die über 112.000 Architekten und andere Murxer, sowie Ingenieure und sogar Schornsteinfeger Arbeit bekommen, soll, dank Entschlackung der Bauaufsichtsbehörden, die Überwachungsaufgaben auf eben jene übertragen werden.

    Zitat:
    Als Beispiel sei die Forderung nach Energiepässen für Altbauten genannt. Aber auch das Wartungsgeschäft für Heizungen und Klimaanlagen verspricht dem Anlagenbauer mittelfristig ein hohes Auftragspotential.

    ... und viel GELD in der KASSE


    und jetz noch 2 Beispiele:
    Aktuell wird ein Haus aus der Jahrhundertwende aus Backstein und an Ecken und Fensterstürzen mit Werksteinbau verzierten Elementen mit den Alukaschierten Klinkerplatten verunstaltet. Ein Grund der Ausführung ist angeblich die EnEV .

    Dann ein Beispiel aus diesem Forum.
    Die Problematik des Herrn Hitzel ist ja bekannt, er möchte viel Wärme und Geld einsparen, bei gleichzeitigen enormen Geldmitteleinsatz und Technik,
    die wenn es die Zukunft so will, ihn in der Unterhaltung (Wartung, Inspektionen die Haare vom Kopf fressen.
    Wenn nicht das, dann erhöhte Grundsteuern(Einheitswert) für das Haus, da er sicher den einen vermeintlichen günstigen Kredit der Kfw bekommt.
    So darf er den zukünftig Jahr für Jahr mehr als eigentlich nötig zahlen, obwohl der Kredit zurückgezahlt worden wäre.


    Weniger ist also mehr?
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