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  1. #1

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    Lichtschächte undicht, weil auf Kellerdämmung aufgesetzt

    Hallo,

    wir haben 2009/10 ein Einfamilienhaus errichtet und ich war während der gesamten Bauphase aufmerksamer Mitleser und habe auch viel Nützliches aus diesem Forum gewonnen. Zum ersten Mal habe ich jetzt eine konkrete Frage, aufgrund eines Wasserproblems.

    Unser Keller ist wegen unseres Lehmbodens als weiße Wanne ausgeführt worden.
    Aufbau: Betonwände 30cm, Bitumendickbeschichtung 6mm, Ploystyroldämmung 6cm, Noppenbahn. In einem Anfall von Sicherheitswut habe ich damals in Eigenleistung noch eine Drainage um die Kellersohle gelegt.

    Das eigentliche Problem: Der BU hat damals die Lichtschächte direkt auf die Kellerdämmung gesetzt, "um Kältebrücken zu vermeiden". Für evtl. eindringendes Wasser hat er eine Entwässerung der Lichtschächte vom Haus weg in kleine, unterirdische Rigolen ermöglicht. Leider dringt uns nun bei starken Regenfällen und während der Winterschmelze regelmäßig viel Wasser in die Lichtschächte und damit auch durch die Fenster in den Keller ein. Anhand der Drainageschächte kann ich auch sehen, dass das Haus wohl umlaufend so tief im Wasser steht, wie am Pegelstand der Lichtschächte zu ersehen. Wir versuchen immer aufzupassen und die Drainage regelmäßig leerzupumpen, aber das kann natürlich keine endgültige Lösung sein.
    Meine Frage nun an die Experten: Macht es eher Sinn, die Lichtschächte nochmals freizulegen, die Dämmung zu entfernen und sie wasserdicht auf die Betonwände zu montieren um danach innerhalb der Lichtschächte wieder Dämmung anzubringen? Oder sollten wir eher versuchen, das Wasser in Sickerschächten, weit vom Haus entfernt, zwischenzupuffern? Wer wäre hier mein Ansprechpartner?
    Danke für hilfreiche Antworten und Ratschläge!

    Markus
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (15.02.2011 um 11:20 Uhr) Grund: Belastetes Wort geändert
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  2. Lichtschächte undicht, weil auf Kellerdämmung aufgesetzt

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  3. #2

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    Gibt es ein Baugrundgutachten mit einem festgestellten/-gelegten Bemessungswasserstand???
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  4. #3
    planfix
    Gast
    dass das Haus wohl umlaufend so tief im Wasser steht, wie am Pegelstand der Lichtschächte zu ersehen.
    ...
    Meine Frage nun an die Experten: Macht es eher Sinn, die Lichtschächte nochmals freizulegen, die Dämmung zu entfernen und sie wasserdicht auf die Betonwände zu montieren
    lichtschächte nachträglich wasserdicht montieren, also mit den kunststoffdingern wird das nix!
    die frage ist auch was das nützt, wenn wirklich bei regen und schmelze das grund-, oder schichtenwasser bis in den lichtschacht hinein steht und dieser, qasi in diese schicht, entwässert wird.
    eventuell hilft es schon mal die drainage des lichtschachtes zu kappen, um nicht das schichtenwasser genau dort hin zu führen, und den lichschacht von oben abzudecken. das kommt auf jeden fall günstiger als eine wasserdichte anbindung der lichtschächte, die außerdem noch, von oben gehen regen und schnee, zu schützen wäre.
    die alternative, den lichtschacht wasserdicht anzuschließen, gäbe nicht nur eine wärmebrücke, sondern birgt auch einen erheblichen aufwand, der nicht immer dauerhaft ist.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Gibt es ein Baugrundgutachten mit einem festgestellten/-gelegten Bemessungswasserstand???
    Leider nur eine "Baugrundbeurteilung" mit Empfehlungen zur Gründung der Kellersohle sowie u.a. von Abdichtungsmaßnahmen nach DIN 18195/6². Ein Bemessungswasserstand ist dort nicht erwähnt. Die Baugrundbeurteilung wurde damals vom Statiker in dieser Form verlangt.
    Was ich sagen kann ist, dass die Bohrungen des Geologen bis auf 7m Tiefe reichten und wir bis zu dieser Tiefe im Lehm sitzen. Grundwasser ist in 28m Tiefe, Schichtenwasser wurde keins gefunden.

    die alternative, den lichtschacht wasserdicht anzuschließen, gäbe nicht nur eine wärmebrücke, sondern birgt auch einen erheblichen aufwand, der nicht immer dauerhaft ist.
    Ich hatte denselben Gedanken und liebäugle mit einem großzügig dimensionierten Versickerungstunnel in 6m Entfernung zum Haus, dessen Oberkante tiefer liegt als die Unterkante der Lichtschächte. So könnte ich zumindest die Spitzen des anfallenden Wassers abpuffern. Wäre hierfür eine GaLa-Bauer der richtige Ansprechpartner?
    Geändert von Nethog (15.02.2011 um 12:42 Uhr) Grund: Ergänzung
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  6. #5

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    Da es keinen festgelegten Horizont gibt, hätte der Planer vom worst case = Wasser bis OK Grasnarbe ausgehen müssen.

    Von daher dürfte der Planer oder der GÜ (je nachdem, was es war) zuständig sein.

    Eine Rigole macht nur Sinn, wenn sie bis in versicekrungsfähige Schichten reicht und muss genehmigt werden!
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  7. #6
    Themenstarter

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    Eine Rigole macht nur Sinn, wenn sie bis in versicekrungsfähige Schichten reicht
    Diese These habe ich auch schon gegenüber meiner Gemeindeverwaltung aufgestellt, die eine ausnahmslose Versickerung des Niederschlagswassers auf dem Grundstück fordert. Die erste wasserdurchlässige Schicht bei uns ist übrigens die Grundwasserschicht in 28m Tiefe, das weiss ich von unserem Brunnenbauer.
    In der Praxis stellt es sich übrigens so dar, dass ein Großteil des Regenwassers bei uns von Nachbar zu Nachbar den Hang hinunter durchgereicht wird und es unten um Wald versickert.

    Da sowohl unser Planer/Architekt als auch der BU hinsichtlich der Verantwortung die Hände heben, und ich eigentlich keine Zeit für einen Rechtsstreit habe, bin ich vorrangig an einem pragmatischen Ausweg interessiert.
    Daher frage ich nochmal anders: Wer ist fachlich qualifiziert, mir in dieser Frage weiterzuhelfen und mir eine Lösung anzubieten?
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  8. #7
    planfix
    Gast
    ist das kellerfenster nur zu belichtung, oder wird es zur belüftung auch geöffnet?

    es gäbe auch wasserdichte kellerfenster, für deren einbau es jetzt zu spät ist, das wäre wohl die geschmeidigste lösung gewesen.

    als plan B:
    betonlichtschacht mit quellband, gehört dann aber auch gegen wasser von oben geschützt

    C:
    wenig charmat, aber hier zum hochwasserschutz schon mal gemacht, eine zusätzliche scheibe wasserdicht vor das kellerfenster kleben.
    ...sicher vor bei an allen regeln, raum nicht mehr belüftbar, nicht wirklich druckwasserdicht in den leibungen, aber mit geschick und guten klebern machbar.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Nethog Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wir haben 2009/10 ein Einfamilienhaus errichtet ...
    Unser Keller ist ... als weiße Wanne ausgeführt worden...
    Das eigentliche Problem: Der BU hat damals die Lichtschächte direkt auf die Kellerdämmung gesetzt...
    Wer wäre hier mein Ansprechpartner?
    Gewährleistung!!!
    Mängelanzeige an BU und aus die Maus.


    Gruß Stoni
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    planfix
    Gast
    Mängelanzeige an BU und aus die Maus.
    wer sagt, dass der BU schuld ist?
    ich vermute mal:
    geplant vor baugrundkenntnis
    ausgeführt ohne details vom baugrund zu berücksichtigen
    vorschläge des BU waren auf gut glück, shit happens.
    mehrkosten aus baugrund vermieden, schaden billigend in kauf genommen?
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  12. #10
    Themenstarter

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    ich vermute mal:
    geplant vor baugrundkenntnis
    ausgeführt ohne details vom baugrund zu berücksichtigen
    Gut geraten. Ich habe als Laie der Aussage des BU vertraut, der war nach Sichtung der (damals trockenen) Kellergrube sicher, dass da nichts passiert. Naja...

    Langer Rede kurzer Sinn: Wir haben einen gemeinsamen Termin mit dem Architekten und dem BU vereinbart und werden nach einer Lösung suchen. Mir reichts ja schon, wenn Wasser ab Unterkante der Lichtschächte vom Haus weggeführt werden kann. Die Frage ist nur, wie und wo versickern, wo nichts zu versickern geht...

    ist das kellerfenster nur zu belichtung, oder wird es zur belüftung auch geöffnet?
    Es sind beheizte Räume im Keller, die auch mal gelüftet werden sollten.

    Ich werden berichten, wenn ein Lösungsansatz entwickelt ist. Vielen Dank erstmal für Eure Meinungen.

    Gruß Markus
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