Werbepartner

Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Elektrotechniker
    Beiträge
    9

    Dämmung unter beachtung der Fundamenttiefe

    Hallo,

    wir haben ein Haus Bj 1928 gekauft, welches wir sanieren wollen.
    Der Keller besteht aus 50cm starken Muschelkalk-Bruchsteinen.
    (Kellerwände sind ca. 100cm im Erdreich - siehe Grafik Istzustand)



    Eine Bodenplatte ist nicht vorhanden.

    Wir wollen die Kellerdecke mit Dämmplatten (ISOVER Dämmplatte Topdec 100mm WLG35 U=0,3 (W/m²·K)
    ) versehen und Schaumglasschotter (350mm) unter der neuen Bodenplatte einbringen. Eine Perimertdämmung ist ebenfalls vorgesehen.

    Diese Aktion hätte einen Aushub von 800mm zur Folge, was unterhalb der Fundamentgründung liegt.

    Ursprünglich hatten wir vor, nach Statikprüfung, eine Unterfangung, mit WU-Betong durchzuführen.
    (WU-Betong, wegen zusätzlicher horizontaler Dichtsperre - macht das Sinn?)
    Der Tragwerksplaner ist allerdings nicht davon begeistert. Er meinte, dass es durchführbar ist, allerdings währe noch ein Prüfstatiker von Nöten, der ca. 5000 Euro Zusatzkosten verursachen würde.



    Der Vorschlag des Tragwerksplaners ist ein "Korsett", mit einer Schalung senkrecht entlang des bestehenden Fundamentes. Was ist hiervon zu halten.

    Die Bruchsteinmauern im Moment leicht feucht. Ist eine Verbesserung dieses Zustands zu erwarten, wenn nur eine Abdichtung und Perimeterdämmung, an der Außenwand erfolgt?

    Besten Dank im Vorraus

    Gruß
    Alex
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Dämmung unter beachtung der Fundamenttiefe

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    Wer kommt denn auf die Ideen?

    Das hat was von Ökomodus und grüner Tisch.

    Ist da mal eine Probeschachtung vorgenommen worden?
    Unterfangung ausführen, wo ist das Problem? Dann mal einkalkulieren, dass da ein Teil der Wände und die alten Fundamente mit erneuert wird.

    Hat einer der Beteiligten genau das schon mal gemacht? Erfahrungswerte?
    insbesondere randbedingungen beim Einbau des Schaumglasschotters?
    Ist die Hütte in Nutzung während des Umbaus oder steht eine Totalrenovierung an?

    Ist das bauphysikalisch betrachtet worden?
    undichten Keller komplett abschotten? Macht man im Neubau doch auch nicht.

    Kann auf dem Mauerwerk sinnvoll eine Abdichtung angebracht werden? Wie sehen die Anschlußdetails aus.

    WU-Beton ist kein Allheilmittel.

    Kann die Hütte rundherum freigelegt werden? angrenzende Bebauung/Nutzung?



    Resümée:
    viele offene Punkte
    visionärer Ansatz
    Etat ohne Limit?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Elektrotechniker
    Beiträge
    9
    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    Wer kommt denn auf die Ideen?


    Ist da mal eine Probeschachtung vorgenommen worden?
    --> Ja, ich habe eine Probeschachtung gemacht, deshalb weiß ich nun auch, dass das Fundament nicht komplett, bis zur Gründung, aus Mörtel und Stein besteht.

    Unterfangung ausführen, wo ist das Problem? Dann mal einkalkulieren, dass da ein Teil der Wände und die alten Fundamente mit erneuert wird.
    --> Ich sehe nur das Problem, dass nochmal ein Prüfstatiker für 5000 Euro beschäftigt wird


    Hat einer der Beteiligten genau das schon mal gemacht? Erfahrungswerte?
    --> Es sind einige Beteiligte dabei, die 40 Jahre auf Baustellen, eines Bauunternehmens beschäftigt sind.

    insbesondere randbedingungen beim Einbau des Schaumglasschotters?
    --> Welche Randbedingungen währen das? Mein Vorhaben wäre gewesen:
    Schotter in Schichten einbringen und mit Rüttler verdichten.

    Ist die Hütte in Nutzung während des Umbaus oder steht eine Totalrenovierung an?
    --> Es ist eine Komplettsanierung. Nur die Außenwände und Decke bleibt bestehen.

    Ist das bauphysikalisch betrachtet worden?
    undichten Keller komplett abschotten? Macht man im Neubau doch auch nicht.
    --> Das ist ja die Betrachtung die ich gerne durchführen will. Reicht eine Abdichtung des Mauerwerks von Außen (Putz/ Bitumenmaße/EPS Dämmung/ Drainlage)

    WU-Beton ist kein Allheilmittel. --> Das will ich eben herausfinden, ob eine Unterfangung nötig ist, oder ob man es so lässt, wie es ist und eben nur eine Schalung entlang des Fundaments anbringt.

    Kann die Hütte rundherum freigelegt werden? angrenzende Bebauung/Nutzung?
    --> Das Haus kann komplett freigelegt werden.
    --> Eine zusätzliche Drainage ist auch vorgesehen.



    Resümée:
    viele offene Punkte
    visionärer Ansatz
    Etat ohne Limit?

    Ich wollte noch anmerken, dass die Wände nicht wirklich triefend nass sind, ich denke, dass man mit einer Abdichtung von Außen schon viel erreichen kann.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    nur wenn sie funktioniert (Untergrund, Details) und es nach der Aktion nicht von innen durchfeuchtet.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Elektrotechniker
    Beiträge
    9
    ... und wie ist die Schalung, als "Korsett" zu beurteilen?

    Ich würde gerne wissen, ob der Aufwand, der Unterfangung lohnt?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    70771
    Beruf
    dipl. Ing
    Beiträge
    1,128
    Wie soll denn die Nutzung des Kellers später aussehen? Danach richtet sich auch mit, wie feucht die wand später noch sein darf...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Elektrotechniker
    Beiträge
    9
    -Der Keller beherbergt die Heizung, Hauptanschlussraum, Kellerraum für Waschmaschine.
    -Standort für den Brennraumeinsatz, des Kachelofens, der von dort aus befeuert wird.
    -Ein Raum soll als Partyraum fungieren und ein weiterer als Werkstatt/ Abstellraum.

    Wie gesagt, die Wände sind nicht wirklich feucht, da kein drückendes Wasser ansteht. So wie ich das sehe ist es wirklich nur die Feuchte, die durch das Erdreich an die Außenwände kommen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    70771
    Beruf
    dipl. Ing
    Beiträge
    1,128
    Nun, ich bin kein fachmann, aber habe das Elternahus auch schon mal unterfangen und trockengelegt - vor 25 Jahren.
    Mit dichtem neuem Boden und neu eingebrachter Dichtung in der Wand sowie Dichtung von aussen könnte das gut passen.
    Ich würde ggf. schauen, ob noch eine Stufe mehr an höhe ginge. 2.10 ist zwar erträglich, aber 2,30 doch deutlich angenehmer.
    Wie werden eigentlich die (tragenden) Innenwände behandelt?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Elektrotechniker
    Beiträge
    9
    Es gibt im Moment eine tragende Wand, die mit entsprechendem Fundament neu nochgezogen wird (Mittig Raum)
    Es kommen noch zusätzlich ein paar Wände hinzu, auf denen dann die Wände im EG stehen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    ..Hat einer der Beteiligten genau das schon mal gemacht? ..
    ..
    ..
    Resümée:
    viele offene Punkte
    visionärer Ansatz
    Etat ohne Limit?
    100 punkte
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    70771
    Beruf
    dipl. Ing
    Beiträge
    1,128
    Zitat Zitat von Rocketman Beitrag anzeigen
    Es gibt im Moment eine tragende Wand, die mit entsprechendem Fundament neu nochgezogen wird (Mittig Raum)
    Es kommen noch zusätzlich ein paar Wände hinzu, auf denen dann die Wände im EG stehen.
    also tragen die dann wohl auch, oder?? (oder kann man die wände im Keller weglassen?)
    Also werden die neuen Wände schon passend zum Kellerentwurf gebaut, und an die alten Kellerwände angeschlossen.
    Dann muss an den Punkten ja schon aktuell irgendetwas geschehen (unterfangungen?) da die neuen Fundamente ja sicherlich bis unter den Schaumglasschotter reichen, und damit deutlich unter den alten Fundamenten liegen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  14. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Elektrotechniker
    Beiträge
    9
    Zitat Zitat von Hfrik Beitrag anzeigen
    also tragen die dann wohl auch, oder?? (oder kann man die wände im Keller weglassen?)
    Also werden die neuen Wände schon passend zum Kellerentwurf gebaut, und an die alten Kellerwände angeschlossen.
    Dann muss an den Punkten ja schon aktuell irgendetwas geschehen (unterfangungen?) da die neuen Fundamente ja sicherlich bis unter den Schaumglasschotter reichen, und damit deutlich unter den alten Fundamenten liegen.
    Ja, diese eine Wand, trägt im Moment noch die darüberliegende Hohlkappendecke. Da die Stahlträger, in die diese aufgehängt sind, komplett, über die gesamte Raumlänge des Kellers gehen, können diese, per Sprieße, abgestützt werden.
    Sobald dies geschehen ist, kommt die bestehende Wand raus und die neue Wand bekommt ein neues Fundament entsprechend tiefer gegründet.
    --> Neue Wand = neue Tragende Wand.

    Vorher will ich aber die Außenwände entweder unterfangen, oder in der Verlängerung der Fundamentgründung schalen, um entsprechende Raumhöhe zu erlangen. --> Das ist eigentlich meine Fragestellung.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Elektrotechniker
    Beiträge
    9
    Der Grundriss von oben, sieht im Bestand so aus:


    Der neue Grundriss so:


    Wie gesagt, dieser ist nicht relevant, für die Tieferlegung.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen