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  1. #1

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    KfW 70 vs. KfW 55

    Hallo,

    ich möchte aufgrund der steigenden Zinsen möglichst schnell den KfW Anteil unserer Finanzierung auf den Weg zu bringen.

    Da ich ziemlich aufs Tempo drücke hatte ich noch nicht wirklich ausführlich mit meinem Architekt über den Energiestandard gesprochen.
    Grundlage für die Vorplanung war in etwa mind. KfW 70, wenn während der Planung realistisch erreichbar u.U. auch KfW 55.

    Bei jetzigem Planungsstand wäre KfW 70 kein Problem, KfW 55 würde den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erfordern.

    Bin im Moment ziemlich unschlüssig was uns besser passt.

    Da wir zwei Wohneinheiten haben werden, würde der Tilgungsrabatt ca. die halbe Lüftung gegenfinanzieren.

    Andererseits wollte ich ursprünglich so wenig Technik wie möglich, also auch keine Solarthermie. Diese ist im Moment aber bei beiden Varianten vorgesehen.

    Meine Fragestellung ist also:
    1. Ist KfW 70 mit Gasbrennwert (ist von uns absolut gesetzt) bei sinnvoller Dämmung überhaupt möglich?

    2. Ist ein KfW 55 Haus tatsächlich nur durch den zusätzlichen Einbau einer Lüftung möglich?

    Danke für Eure Anregungen.

    Grüße,

    swing
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  2. KfW 70 vs. KfW 55

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  3. #2

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    Zitat Zitat von swing230777 Beitrag anzeigen
    1. Ist KfW 70 mit Gasbrennwert (ist von uns absolut gesetzt) bei sinnvoller Dämmung überhaupt möglich?

    2. Ist ein KfW 55 Haus tatsächlich nur durch den zusätzlichen Einbau einer Lüftung möglich?
    Niemand kennt Deine Zahlen, also ist es schwer hierzu etwas zu schreiben.
    KfW70 ist mir Gasbrennwert schon nicht so einfach zu erreichen, zumal auf Solarthermie und KWL verzichtet werden soll. Weiterhin stellt sich die Frage, was verstehst Du unter "sinnvoller" Dämmung?

    Unter diesen Bedingungen, bzw. meiner Interpretation Deiner Aussagen, ist ein KfW70 schon schwierig, ein KfW55 Haus aber unmöglich.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    also dann gebe ich mal ein paar Daten raus:

    für KfW 70
    Außenwand Mauerwerk/Beton mit 16cm Dämmsystem
    Kellerwände Beton mit 12cm Dämmsystem
    Fenster Aluminium mit Dreifachverglasung und “normalen Rahmenprofilen”
    Heizung als Gastherme mit Fußbodenheizung sowie zusätzlich für die Warmwasserbereitung Solarkollektoren (4 Stk.) auf dem Dach

    für KfW 55
    zusätzlich eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

    Da alles wie gesagt recht schnell gehen soll, ist das natürlich noch kein ausgearbeitet Energiekonzept. Es geht im Moment darum die groben Vorgaben für die Programme gegeneinander abzuwägen.
    Nachdem ich gestern gelesen habe, dass man im Programm 153 ohne irgendwelche Kosten auch während der Bauphase ein "energetisches Downgrade" z.B. von 55 auf 70 machen kann, würde ich zunächst 55 beantragen, wenn es dann in der konkreten Planung doch nur 70 wird fallen halt die 5% weg.

    Grüße,

    swing
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  5. #4

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    Wie vermutet, ist die KfW70 Variante mit hoher Wahrscheinlichkeit schon schöngerechnet (Dicke der Betonwand, WLG des WDVS).

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob die KWL mit WRG bereits ausreicht um da auf KfW55 zu kommen. Aber Dein Planer hat das (hoffentlich) ja berechnet.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Bist Du Dir da sicher?

    Wir bauen: T 10; Brennwert; Kwl mit WRG; Solarthermie (5 Platten für WW und Heizung) 3-fach verglast mit! warmer Kante und erreichen gerade so kfw 69.

    Also ich bin ja mal auf die Stellungnahme des Energieberaters gespannt
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    also aufgrund Eurer Skepsis habe ich gerade nochmal genauer nachgehört.
    Das scheint tatsächlich so hin zukommen.

    Liegt vermutlich auch an der kompakten Bauweise (sind mehr oder weniger übereinander gestapelte Quader).

    Kann jemand bestätigen, dass ein Downgrade nach Beantragung von 70 auf 55 bis den Verlust des Zuschusses keine weiteren Kosten verursacht?
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  8. #7

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    Hi,

    mich würde mal interessieren, ob auch ein Upgrade nach Zuteilung noch möglich ist.

    Gruß

    windtalker
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  10. #8

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    Hi!

    "Kann jemand bestätigen, dass ein Downgrade nach Beantragung von 70 auf 55 bis den Verlust des Zuschusses keine weiteren Kosten verursacht? "

    Wir konnten den 70-er Kredit kostenlos umändern auf den 55-er.
    So ganz nebenbei habe ich sogar die Bereitstellungszinsen des 70-ers zurückerhalten.

    Bis dahin hatte ich den Kredit jedoch noch nicht angepackt.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von swing230777 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    also aufgrund Eurer Skepsis habe ich gerade nochmal genauer nachgehört.
    Das scheint tatsächlich so hin zukommen.

    Liegt vermutlich auch an der kompakten Bauweise (sind mehr oder weniger übereinander gestapelte Quader).

    Kann jemand bestätigen, dass ein Downgrade nach Beantragung von 70 auf 55 bis den Verlust des Zuschusses keine weiteren Kosten verursacht?
    Umso kompakter die Bauweise umso schwerer ist es die KfW xxx-Kriterien zu erfüllen, da in diesen Fällen schon das Referenzgebäude super Werte hat.

    Vereinfacht gerechnet ist der Primärenergiebedarf die Summe aus Bedarf fü Heizung und Bedarf für WW. Am Bedarf für WW kann man in der KfW-Rechnung nicht so viel sparen, bei der Heizung schon. Wenn der Anteil der Heizung hoch ist, spart man leichter viel.

    Ideal für die KfW-Rechnung ist ein riesiges Fenster auf der Nordseite mit einem riesigen überdämmten Rahmen und ganz wenig Glasfläche. Im Referenzgebäude ist dies eine riesige Wärmesenke mit wenig solaren Ertrag, die man im eigenen Gebäude einspart. Macht zwar kein Sinn, ist aber für KfW super.
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