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110 Jahre alt

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  1. #1

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    110 Jahre alt

    Hallo liebe Bauexperten,

    heute habe ich mal wieder eine Spezialfrage:


    ich trage mich mit dem Gedanken ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus zu erwerben. Das Haus wurde 1900 gebaut, gepflegt, großzügige Grundrisse und eine wunderschöne Fassade. Die Heizung ist neu, die Fenster sind allerdings ca. 25-30 Jahre alt. Jetzt ist das Thema Wärmedämmung bei diesen alten Häusern ja leider nicht auszublenden bzw. sehr wichtig. Daher möchte die Fenster erneuern und die rückwärtige Fassade mit einem WDVS versehen. Das größte Problem ist meiner Meinung nach die Strassenfront. Aussendämmung entfällt wegen des Denkmalschutzes. Von Innendämmung halte ich nicht so viel, weil erstens die schönen Stuckelemente darunter verschwinden würden und ich nicht sicher bin, wie ich z. B. die einbindenden Deckenbalken sowie an die Aussenwand angrenzenden Innenwände hinreichend gedämmt bekomme ohne mir Wärmebrücken zu bauen. Hinzu kommt, dass ich der Meinung bin, die schönen Räume dadurch zu verschandeln.

    Mein Gedanke ist es nun, auf eine strassenseitige Dämmung zu verzichten und lediglich die Heizkörpernischen auf die volle Mauerwerksstärke (ca. 36 cm) auzudoppeln, um an diesen Stellen den Wärmeverlust durch die verminderte Wandstärke so gering wie möglich zu halten. Zusammen mit guten Iso-Fenstern sollte doch so ein ordentlicher Kompromiß gefunden worden sein.

    Ich beschäftige mich erst ein paar Tage mit diesem Thema, daher bin ich sehr dankbar für konstruktive Vorschläge, auch wenn ich mit meiner Idee vollkommen daneben liege.

    Danke im Voraus und Gruß

    Schpoerli
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  2. 110 Jahre alt

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Lukas
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    Hi!

    Mal so als einfacher Ansatz: Lass Dir mal ein Angebot für denkmalgerechte Fenster machen.
    Das setzt Du dann ins Verhältnis zur Einsparmöglichkeit.

    Außerdem ist das ganze Unterfangen eine sehr komplexe Angelegenheit, die eines gut durchdachten Gesamtkonzeptes bedarf.

    Gruß Lukas
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  4. #3

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    Aber prinzipiell gehen Deine Überlegungen schon in die richtige Richtung.
    Wobei derart alte Häuser von den Dämmwerten des Mauerwerks gar nicht so schlecht liegen! In der Regel besser als vieles, was deutlich später gebaut wurde!

    Mit Dämmung von Rückfront, oberster Geschoßdecke und nach Möglichkeit auch der Kellerdecke wärst Du schon gut dabei.
    Ob dann neue Fenster noch nennenswert was bringen, muß man sehen.

    Bei vermieteten Wohnungen bringen sie meist nämlich vor allem eines: Ärger mit Schimmel (weil die Mieter gerne unzureichend lüften und teils auch so heizen)!!

    Was für Fenster sind denn jetzt drin und in welchem Zustand sind sie?
    Welchen Wärmedurchgangswiderstand hat die (ungeschwächte) Fassade?
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  5. #4
    Avatar von Vossi
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    Da Du nicht das einzige Denkmal in Deutschland besitzt, haben sich Fachleute schon Gedanken gemacht, wie diese Sonderlösungen aussehen können. Es gibt ganz gute Ansätze, was man im Sanierungsbereich Fassade innen und aussen tun kann. Das bedarf aber einem Fachbetrieb/-planer. Such Dir jemanden mit Erfahrung in dem Bereich. Es gibt Hersteller von Dämmsystemen die eine sehr gute Bauberatung haben, die eng mit den Fachplanern zusammenarbeiten. Such mal nach einem Chemieriesen mit vier Buchstaben und nach seinen Tochterunternehmen. Den Support kann ich Dir "wärmstens" empfehlen.

    Wenn nicht die dann hier:
    Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V. (WTA)
    WTA – Geschäftsstelle
    Ingolstädter Str. 102
    D-85276 Pfaffenhofen

    Telefon: +49 (0)89 57869727
    Telefax: +49 (0)89 57869729
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo, sorry für die Verzögerung. Leider hat sich dieses Projekt zerschlagen (zu viele kaufmännische Schwierigkeiten;-) ). Aber ich suche weiter. Erst mal Danke für die guten Hinweise und ich werde gerne wieder auf Euch zurück kommen, danke.


    S.
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