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Thema: Anzahlung

  1. #1

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    Anzahlung

    Die Firma, die wir gerne beauftragen möchten, fordert eine Anzahlung von 20% der Bausumme und 30% zu Baubeginn. Sie hätten dann also bereits die Hälfte der Bausumme, bevor sie irgendetwas gearbeitet haben. Ist das üblich? Unser ARchitekt rät davon ab. Was tun?
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  2. Anzahlung

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  3. #2

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    Ihr möchtet diese Firma gerne beauftragen ? Das heißt, es gibt noch keinen unterschriebenen Vertrag ? Das würde ich mir unter diesen Umständen echt überlegen.
    50% von der Bausumme ist mit Sicherheit nicht üblich................
    Die Anzahlung in Höhe von 20% könnte ich selbst akzeptieren, es stellt sich aber
    auch hier die Frage einer evtl. Sicherheitsleistung (Vertragserfüllungsbürgschaft) durch die Baufirma.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Bettina Ribbitz Beitrag anzeigen
    Unser ARchitekt rät davon ab. Was tun?

    Auf euer Architekt hören.

    Lösungsvorschläge:
    - Vertag ändern.
    - andere Baufirma suchen.

    Der 2e Lösung wird imho realistisch gesehen der beste sein.
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  5. #4

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    3) Im Gegenzug Vertragserfüllungsbürgschaft und einen Nachlaß erbitten.
    Nachlaß, weil die Firma erhebliche Zinsen für die Vorfinanzierung erspart.

    Wenn die Firma wg. der Bürgschaft Zicken macht - ganz schnell rennen.
    Wer 50 % Anzahlung will, aber keine Bürgschaft legen kann, hat den Insolvenzverwalter meist nicht weit weg.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Bettina Ribbitz Beitrag anzeigen
    Die Firma, die wir gerne beauftragen möchten, fordert eine Anzahlung von 20% der Bausumme und 30% zu Baubeginn. Sie hätten dann also bereits die Hälfte der Bausumme, bevor sie irgendetwas gearbeitet haben. Ist das üblich? Unser ARchitekt rät davon ab. Was tun?
    Auf den Architekt hören.

    Bei diesen Forderungen würden bei mir alle Alarmlampen auf ROT gehen.

    Eine Vertragserfüllungsbürgschaft beruhigt zwar das Gewissen, sichert auch in gewissem Rahmen ab, vermeidet aber letztendlich nicht den Ärger den man hat, wenn diese Bürgschaft greifen muss.

    Das mit dem "Rabatt" sehe ich auch so. Wenn Ihr der Firma schon Liquidität bereitstellen müsst, dann sollte das honoriert werden.

    Ich wüßte jetzt nicht, ob ich mit so einem Partner zusammen ein Haus bauen würde. Es geht immerhin um viel Geld, und nach der o.g. "Vorlage" riecht das für mich nach Mehraufwand auf Seite des Bauherren. Ich würde nicht nur die Firma genau überprüfen (lassen), sondern auch den Vertrag auf Punkt und Komma von einem Fachanwalt prüfen lassen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Baufuchs
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer
    Wer 50 % Anzahlung will, aber keine Bürgschaft legen kann, hat den Insolvenzverwalter meist nicht weit weg.
    Ich behaupte mal, dass ein BU, der 50% Anzahlung will, so klamm ist, dass er gar keine Bürgschaft bekommt.

    Mein Tipp: Hände weg von diesem BU.

    Was üblich ist (bzw. gem. § 632 a BGB sein sollte):

    Abschlagszahlungen in Höhe vertragsgemäß erbrachter Leistungen (also keinesfalls Vorausleistungen).

    Zusätzlich Vertragserfüllungsbürgschaft des BU.
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  8. #7

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    Denke ich auch. Aber so eine Bürgschaft ist halt ein "Stresstest".
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  9. #8

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    Ich zitiere mal die VOB:

    Vorauszahlungen können auch nach Vertragsabschluss vereinbart werden; hierfür ist auf Verlangen des Auftraggebers ausreichende Sicherheit zu leisten. Diese Vorauszahlungen sind, sofern nichts anderes vereinbart wird, mit 3 v. H. über dem Basiszinssatz des § 247 BGB zu verzinsen.

    Vielleicht den Unternehmer einfach mal auf die Sicherheiten ansprechen ? Dann sieht man schon wie er drauf reagiert. Ich selbst hätte bei diesen Forderungen kein gutes Gefühl mehr und würde wohl die Finger davon lassen.
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  10. #9

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    selbst wenn er die Bürgschaft grade so noch heranschaft, ist zu bedenken ob er die Gewährleistungsfrist überlebt.
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  11. #10
    Wieland
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Denke ich auch. Aber so eine Bürgschaft ist halt ein "Stresstest".
    Genau so geht das! Gibst du mir Mausifalli, gib ich dir Rattifalli.
    ( Treu u. Glauben) ?

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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Bei unserem Bau wurde erst nach Fertigstellung der einzelnen Stockwerke bezahlt, also erst Keller, dann EG, dann Dach. Jeweils abzüglich 10% der Summe als Sicherheit. Das hat der BT bereits im Vorgespräch von sich aus vorgeschlagen und ist m.E. der richtige Weg. Natürlich hat der BT hier erstmal die Vorleistung zu bringen, das ist für den BT aber als normal erachtet worden. Ich denke auch, dass keine Bank mal so eben 50% des Kredites o.ä. ohne Sicherheit (es steht ja noch nichts) mal so eben auszahlt. Die sind ja auch nicht blöd.

    Auch wenn ein anderer BT teurer ist, aber keine Vorleistung verlangt und o.g. Weg geht, ist das eindeutig der bessere Weg. Ein Haus baut sich nicht innerhalb von 2 - 3 Tagen, die Sicherheit nicht mit dem BT insolvent zu gehen läßt einen viel besser schlafen.
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  14. #12

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    Sicherheit nicht mit dem BT insolvent zu gehen
    naaaja,
    das Forum ist voll davon....

    Gipser
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