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Auslegung FBH - Verlegeabstand

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  1. #1

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    Auslegung FBH - Verlegeabstand

    Hallo Zusammen,

    da bei uns in den letzten Tagen die FBH verlegt wurde und Montag der Estrich kommt, ist jetzt sozusagen die letzte Gelegenheit, falls etwas falsch gelaufen ist, noch zu reagieren.
    Unser Heizungsbauer hat die Anlage auch geplant (gegen Entgeld und Auftrag) und hat als Grundlage eine Wärmebedarfsrechnung nach DIN EN 12831 erstellt.
    Dann aufgrund meiner Vorgaben (32°C max. VL Temperatur, Zementestrich, Eichendielen,...) die Auslegung durchgeführt.
    Wir haben einen Auslegungsraum (38W/m²), der einen Verlegabstand von 10cm benötigt, um bei max. 5K Spreizung mit der geforderten VL Temperatur auszukommen.
    Alle anderen Räume haben einen geringeren spezifischen Wärmebedarf und somit auch keine 10cm Verlegeabstand (nur die Bäder, aber hier wird der Wärmebedarf eh nicht gedeckt und es wird elektrisch über Handtuchwärmer zugeheizt).
    Wir liegen bei allen anderen Räumen zwischen 15cm und 20cm.
    Im Wohnzimmer wären theoretisch sogar 30cm nach Wärmebedarf möglich gewesen, wir sind aber wegen der Welligkeit bei 20cm (und 10cm in den Randzonen am Fenster) geblieben.

    Lange Rede kurzer Sinn, warum machen viele eigentlich pauschal 10cm Abstand, nur um dann die Ventile am Heizkreisverteiler zuzuwürgen, um die Räume nicht zu überheizen.

    Extrembeispiel: Küche mit nur einer Außenwand aber 10cm Verlegeabstand, wo liegt hier der Sinn?

    Hat unser Heizungsbauer etwas falsch gemacht?
    Ich finde sein Vorgehen eigentlich logisch und konsequent.
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  2. Auslegung FBH - Verlegeabstand

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  3. #2

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    Nur eine kurz und allgemeine Antwort: Je geringer die Abstände, desto mehr Wärme kann auf gleicher Fläche abgegeben werden - klar. Daher kann die Vorauftemperatur niedriger gewählt werden, was je nach Heizsystem von Vorteil ist. Eine Solarthermie wird beispielsweise effizienter genutzt, weil sie natürlich nicht gerade auf wahnsinnig hohe Temperaturen kommt.

    (Erklärung ohne Gewähr, bin auch nur bauender Laie )
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    Deine Aussage ist richtig - für den Auslegeraum, der den höchten spezifischen Wärmebedarf hat.
    Dieser bestimmt dann die Vorlauftemperatur, die für alle Räume gleich ist. Somit muss bei diesen Räumen dann der Volumenstrom eingedrosselt werden, damit man diese anderen Räume nicht überheizt, wenn man den gleichen Verlegeabstand wie im Auslegeraum hat.
    Daher meine Frage warum viele einfach pauschal 10cm verlegen anstatt den Verlegeabstand an den tatsächlichen Wärmebedarf anpassen.
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  5. #4

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    Ach so, sorry, dann hatte ich die Frage nicht ganz richtig verstanden.

    Tja, so genau weiß ich das auch nicht, vielleicht weil es einfacher ist, einen (in der Regel unausgenutzten) Puffer zu haben statt ein paar Meter Rohr zu sparen? Mal sehen, was die Profis sagen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von homerjaysimpson Beitrag anzeigen
    Daher meine Frage warum viele einfach pauschal 10cm verlegen anstatt den Verlegeabstand an den tatsächlichen Wärmebedarf anpassen.
    Weil Sie irgendwelche Aussagen aus einem Forum ungeprüft übernehmen, teils aus Unwissenheit, teils aus Bequemlichkeit.

    Wer gelernt hat, wie man eine FBH dimensioniert, wird niemals so eine Aussage treffen und pauschal 10cm verlegen.

    Man kann sich das Leben auch unnötig kompliziert machen. Wie Du richtig erkannt hast, ergeben sich bei stark unterschiedlichem. spez. Wärmebedarf der Räume auch entsprechende Verlegeabstände. Setzt man nun den VA pauschal auf 10cm, dann muss man versuchen das hydraulisch irgendwie hinzuwürgen.
    Geht nicht, gibt´s nicht. Aber wie schon gesagt, warum kompliziert wenn´s auch einfach geht.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Viele haben vielleicht auch einfach keine Lust, misstrauischen Bauherren die Unterschiede zu erklären, die das dann immer noch nicht glauben wollen?
    Wieviele Radiatoren sind weit überdimensioniert?
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  9. #7

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    pauschal 10 cm is auch unfug erstmal brauche ich mehr rohr, vile machen dann lägere kreise und behalten die anzahl der verteilerabgänge bei, daher mehr wiederstände und mehr stromverbrauch an drer umwälzpumpe. bei einer richtigen ausleung sollte auch die heizquelle berücksichtigt werden. manche wärmepumpen kann ich bei guter auslegung fast direkt an die fbh anschließen, wenn hier die volumströme und die spreizung berücksichtigt werden.
    in der küche wird er sicher damit argumentieren, das die freie fläche die die wärme abgiebt, durch küchenschränke reduziert wird.
    aber unter den schränken würde ich auch welche verlegen, da es hier im schlimmsten fall zu zugerscheinungen kommen kann, wenn die an der außenwand stehen. (die kalten füßer unserer frauen)
    die tatsache das er die berechnung gegeben hat is vorbildlich, da diese eigentlich pflicht ist und nach anforderung den kunden auch zugestellt werden muss.
    (macht nur fast keiner, obwohl es ein kostenloser servis der hersteller ist)
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  10. #8
    Avatar von alex2008
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    da hast eben einen Heizungsbauer erwischt der sich mit der Materie abgibt anstatt dickem Daumen und machten wir schon immer so.
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