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Finanzierung realistisch?

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  1. #1

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    Finanzierung realistisch?

    Hi.

    Meine Hausbank macht mir folgendes Angebot, ich bin mir aber unsicher ob das nicht zu knapp wird:

    Objekt:
    120 qm Wohnfläche, 350 qm Grundstück mit großer Scheune und Stall ohne Garten. Ölzentralheizung, Toilette mit Abgang zu einer Sickergrube
    Renovieraufwand:
    Böden in 2 Zimmern, neues Küchenfenster (Glasbausteine), neue Dachfenster (einfache Verglasung mit Metallstab zum Aufstellen), Bad erneuern (rosa Fliesen), Toilette vom Anbau ins Bad verlegen.
    Teilunterkellert (Kriechkeller, alle Leitungen leicht zugänglich)
    Dach muss isoliert werden, eventuell auch Erneuerung der Wasserleitungen.
    Heizung Kessel wurde erneuert in 2010 (Ölzentralheizung)

    Lage: Kuhdorf in der Südpfalz

    Kosten: 100.000 Euro, verhandelbar.
    dazu Nebenkosten ca. 11% (verhandelbar)

    aktuelle Kaltmiete: 550 Euro, Vollfinanzierung (Eigenkapital wird nicht angetastet außer für Nebenkosten) 700 Euro / Monat / 21 Jahre Zinsbindung

    Beruf: Beamter, ich rechne sicherheitshalber nur mein Gehalt (31.000 Euro brutto, ca. 24.000 Euro netto / Jahr).

    Für die Finanzierung würde ich 120.000 Euro aufnehmen.

    Sieht das realistisch aus oder rechnen wir uns etwas schön?

    Die Partnerin verdient ca. 650 ... 800 Euro / Monat netto je nach Zulagen im 50% Job (demnächst 75%). Es kann aber auch mal ein Kind unterwegs kommen .....
    Und nein, verheiratet sind wir (noch) nicht, kann aber nach 4 1/2 Jahren langsam werden. ;-)
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  2. Finanzierung realistisch?

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  3. #2

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    700 Monatsbelastung bei ca. 2700 Monatsnetto ist sehr solide.
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  4. #3

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    Anmerkung: deine Steuerbelastung ist ja göttlich

    Würde von daher auch sagen - kein Problem. Wenn deine Frau allerdings mal mit Kindern anfängt wird es etwas eng werden (60% vom letzten Netto). Sie sollte also schauen, dass sie vor dem "Kinder kriegen" 1 Jahr so viel arbeiten geht wie möglich.

    Zusätzlich könnten die einen oder anderen Euros noch für die laufende Instandsetzung gebraucht werden, ich denke, das Häusle ist nicht mehr ganz neu.

    Gruß
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bautz Beitrag anzeigen
    700 Monatsbelastung bei ca. 2700 Monatsnetto ist sehr solide.
    Schön wär's.

    (31.000 Euro brutto, ca. 24.000 Euro netto / Jahr)
    24.000 / 12 = leider nur 2000 Euro / Monat netto.

    Bei Heirat wären es 2375 netto, aber dies sollte kein Grund für eine Heirat sein.

    Die Bank ginge bis 140.000 Euro, mir sollten eigentlich 120.000 voll reichen wo bestimmt >5.000 noch verhandelbar erscheinen.

    Achso, und Baujahr 1930. Daher die Idee gleich die leicht zugänglichen Leitungen für Bad und Küche auszutauschen da die Toilette sowieso verlegt werden muss.

    Apropos Steuern: Wir Beamte zahlen nur Steuern und PKK, aber keine Rente / Sozialversicherung. Viel weniger brutto, und leider etwas weniger netto als der Kollege im gleichen Büro als Tarifkraft.


    Bitte nochmals bei den genannten 2000 netto und 700 Belastung (voll abgetragen innerhalb 21 Jahren) anschauen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Hechi Beitrag anzeigen
    Schön wär's.



    24.000 / 12 = leider nur 2000 Euro / Monat netto.
    ...die Frau steuert doch mind. 650 EUR im Monat bei?! Also passt das mit den 2700 EUR per Monat.

    Gruß
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  7. #6

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    Kannst du denn von 1300 EUR im Monat für alle anderen Ausgaben gut leben?
    Wenn das Gehalt deiner Partnerin mal außen vor bleiben soll.
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  8. #7
    Lebski
    Gast
    Ich glaube, du solltest erst mal realistisch ermitteln lassen, was an dem Haus in nächster Zeit gemacht werden muss, und was das etwa kostet.

    Eine funktionierende Finanzierung über 21 Jahre nutzt nichts, wenn die Bude nach ein paar Jahren unbewohnbar ist. Oder die Heizkosten höher als die Abzahlung ist.
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  10. #8

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    Dann fangen wir mal an.

    Vom Einkommen her passt das, darüber muss man nicht spekulieren. Das passt auch noch wenn die Frau in Elternzeit gehen sollte. Bei 3 Personen braucht ihr irgendwas um 1.200,- €/Monat an Lebenshaltungskosten. "Kuhdorf", Südpfalz, da sind die Lebenshaltungskosten sicherlich überschaubar.

    Auf jeden Fall mal Einkünfte und Ausgaben über min. 1 Jahr aufzeichnen um die realen Kosten zu ermitteln. Liegen diese unter den Pauschsätzen, dann ist alles grün, liegen sie darüber, dann sollte man einmal genauer hinschauen, und anstatt mit dem pauschalen Sätzen, mit den realen Kosten rechnen. Evtl. gibt es dann noch Optimierungspotenzial.

    120.000,- €, unterstellen wir mal 4% Zinssatz und 3% anf. Tilgung, dann liegt die Rate bei 700,- € und nach etwa 20 Jahren ist die Sache gegessen. Das reicht auch mit EINEM Gehalt, auch wenn man sich dann vielleicht etwas einschränken müsste um mit den Pauschsätzen leben zu können.
    Bei Heirat und Elternzeit steht die Ampel immer noch auf grün.

    Kopfschmerzen bereiten mir eher die eingeplanten 20T€ für Sanierungskosten. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, damit kommt man nicht weit wenn man eine alte Hütte sanieren möchte.

    Du solltest auf jeden Fall die Hütte mal begutachten lassen, dann die Sanierungskosten abschätzen, und besser etwas Reserve einplanen. Baujahr 1930, da gibt es sicherlich Überraschungen.

    Du schreibst beispielsweise "Dach isolieren". Reicht das aus? Oder muss evtl. das Dach komplett saniert werden? Nach 80 Jahren, da könnte ich mir gut vorstellen, dass es mit ein bischen Dachdämmung nicht getan ist. Sollte hier zur Dämmung noch eine Neu-Eindeckung erforderlich werden, dann geht Dein budget allein schon dafür drauf. Muss der Dachstuhl saniert werden, dann wird´s noch teurer.

    Du schreibst auch "Heizung in 2010 erneuert". Wurde nur der Heizkessel erneuert, oder auch die Verrohrung und die Heizkörper?
    Was ist mit der Elektrik? usw. usw. usw.

    Man glaubt nicht wie schnell hier die Tausender über die Ladentheke gehen.

    Gruß
    Ralf
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  11. #9
    Themenstarter

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    Bei der Erneuerung der Heizung war es nur der Kessel. Rohre sowie Heizkörper sind noch Stand älterer Technik (Baujahr mir nicht bekannt).

    Für die Sanierung habe ich reine Materialkosten + 20% + 8000 Euro Reserve gerechnet; die Werte habe ich aus 3 Renovierungen (Komplettumbau ehemalige Ladenfläche in Wohnraum, Komplettsanierung Haus 30er Jahre incl. Wasser- und Elektroleitungen, Entkernen und Neuaufbau 65 qm Eigentumswohnung) großzügig geschätzt.

    Bis auf Wasser mache ich alles selbst, da ich nebenbei noch Elektromeister bin sollte mich auch die Elektrik nicht vor unlösbare Hürden stellen.

    Aber ich bin soweit einmal beruhigt dass die 700 Euro Belastung "normalerweise" tragbar erscheinen.
    Die Finanzierung läuft genau 21 Jahre, dann ist alles abgeschlossen. Sondertilgungen (max. 10% p.A.) sind jederzeit möglich und berühren auch nicht die Zinsbindung.
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