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  1. #1

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    Wann sollte man ein Bodengutachten erstellen lassen?

    Ich bräuchte mal euren Rat. Und zwar weiß ich nicht genau wann man am besten ein Bodengutachten machen sollte.

    Wir haben ein Grundstück reserviert und wollen in ca. 1-2 Jahren darauf bauen. Wie das Haus genau aussehen soll und wo es auf dem Grundstück plaziert wird steht noch nicht fest. Das Baugebiet wird von der Sparkasse auf einem Acker erstellt. Es wurden mehrere Gutachten erstellt.

    In dem Bebauungsplan ist vermerkt:
    "Das Ausgangsmaterial der Bodenbildung sind im nördlichen Teil des Plangebietes Bildungen der Grundmoräne (Geschiebemergel, Geschiebelehm - Schluff, tonig, sandig, kiesig) aus der Saale-Eiszeit. Im südlichen Teil schließen sich glazifluviatile Ablagerungen (Sand, Kies) an. Als Bodentyp steht im nördlichen Bereich des Plangebiets ein Plaggenesch unterlagert
    von einer Pseudogley-Braunerde an. Der bodenartliche Profilaufbau ist nach Aussage der Bodenkarte Lehmsand über Sandlehm.
    Der geologische Profilaufbau besteht aus einer Plaggenauflage über Geschiebe-decksand/Geschiebelehm. Im südlichen Teil des Plangebietes hat sich im Laufe der Bodenentwicklung eine Braunerde entwickelt. Sie besteht
    aus Lehmsand über Sandlehm. Im geologischen Profilaufbau ist Geschiebedecksand über Geschiebelehm anzutreffen."

    Nun wurden in einem angrenzenden Gebiet bereits Bohrungen durchgeführt, worüber uns auch die Daten vorliegen (Querschnittszeichnungen etc).
    Ein Auszug:
    Nord
    0,55 Mutterboden (Sand-Schlacke-Gemisch)
    0,65 Mutterboden (sandig, schluffig, humos)
    1,25 Fein- und Mittelsand, stark schluffig (Geschiebedecksand)
    3,55 Schluff (Geschiebelehm)
    7,00 Schluff (Geschiebemergel)
    Süd
    0,55-1,00 Feinsand, stark schluffig (z.T. Mutterboden)
    2,00 Grobsand
    3,25 Feinsand, schluffig
    4,00 Schluff (Geschiebelehm)


    Würdet ihr raten nun schon ein Bodengutachten erstellen zu lassen? Oder sollten uns erstmal die Daten so reichen?
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  2. Wann sollte man ein Bodengutachten erstellen lassen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von rainerS.punkt
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    Dein Bodengutachten brauchst du bzw. dein Häuslebauer dann, wenn du bauen willst und dann genau für die Stelle auf der das Haus stehen soll.

    Daten des "angrenzenden Gebiets" helfen deinem haus später nicht weiter.


    Viele Grüße
    Rainer
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  4. #3

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    Das ist der späteste Zeitpunkt!
    Wenn die Stadt mitspielt, wurde ich schon jetzt für das reservierte, aber noch nicht gekaufte Grundstück ein Baugrundgutachten machen lassen.
    Auch und gerade bei so wechselhaften Bodenbedingungen.
    Dann kann Euer Planer nämlich schon jetzt sagen, wo evtl. Mache liegen und was die Kosten.
    Noch könntet Ihr (fast) kostenfrei abspringen. Die 1.000 € für das Bodengutachten sind NIX gegen das, was ein bescheidener Baugrund kostet.
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  5. #4

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    Da kann ich Ralf nur beipflichten. Wir haben unser Bodengutachten auch zum "spätesten Zeitpunkt" erstellen lassen und haben dadruch Mehrkosten von ~5000 €. Nichts dramatisches, aber es hätte auch schlimmer kommen können.

    Beim nächsten mal würde ich die 750-1000 € vorher investieren.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    was hätte sich für dich geändert, wenn du vorher ein bgga gehabt hättest?
    hätte es alternative grundstücke gegeben?
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  7. #6
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    Die Sparkasse hat schon zugesagt das wir vor Kauf ein Bodengutachten einholen dürfen.

    Leider fehlen uns aber immer noch irgendwelche Grundstücksdaten (genaue Vermessung des Grundstücks etc.). Einen Planer haben wir ja auch noch nicht, da wir noch garnicht bauen wollen.

    Was steht denn so in einem Gutachten? Kann ich das als Laie auch lesen und verstehen oder benötige ich da zwansläufig einen Architekten für?

    Und was lässt sich aus den jetzigen Daten schließen? Nur mal allgemein, das Bodengutachten wird auf jeden Fall noch eingeholt. Was bedeutet zum Beispiel Schluff? Ist das schlecht?
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    schlecht? nicht unbedingt. kommt drauf an, was man d´raus macht.

    ich hab ein problem mit -mitunter hirnlosen- bgga als selbstzweck.
    ohne eine vernünftige interpretation (da sind der twp UND der bgga
    gefordert) ist das augenwischerei. was ich grad eben wieder in e. bgga les´, ist
    gürtel mit hosenträger mit hüfthaken - aber die relevanten probleme werden
    auch auf nachfrage nicht gelöst...

    die geologischen termini sind ja nett es geht um BAUgrund - falls
    die entscheidenden parameter aus schluff, sand, lehm bestehen,
    würde ich auf die machbarkeit einer plattengründung tippen und,
    um das zu untermauern, den baugrundler meines vertrauens mit ein
    paar flaschen rotwein zu einer aussage anhand bekannter horizonte zu
    bewegen versuchen

    gebohrt wird nach kauf - ebenfalls nach kauf sollen sich die fachplaner überlegen,
    wie sie die gründung am geschicktesten hinbekommen: der (ganz grob)
    zu erwartende baugund lässt einigen spielraum erwarten.
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  9. #8
    Themenstarter

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    @mls: Oh mls, du denkst zu hoch für mein Köpfchen. Also ist der von mir beschriebene Boden keine komplette Katrophe und es lässt sich ohne immense Kosten höchstwahrscheinlich ein Häuschen darauf bauen (in dem man dann auch wohnen kann). Richtig?

    Begünstigt Schluff einen Keller oder eher nicht?

    Aber irgendwie verwirrt mich das, die einen sagen auf jeden Fall vor Unterzeichnung Bodengutachten, die anderen sagen danach. Was denn nun?? Persönliche Ermessenssache?

    Ansich ist das Grundstück für uns top. Suchen ja schon länger und die Gegend und die Lage passen.

    Was ist denn ein Tragwerksplaner? Das bedeutet twp doch oder? Ist das ein Architekt, ein Statiker?
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    der baugrund sollte einer bodenplatte als gründung für ein efh zugänglich sein.
    das ist doch wesentlich freundlicher, als eine pfahlgründung, oder?
    genau die aussage sollte jemand mit einblick in alle unterlagen
    treffen können.
    das erspart grundsätzlich kein bgga - und die in diesem fall unbedingt
    notwendige beratung: es geht um das "wann" .. "wie" .. "mit wem".

    wenn´s soweit ist: architekt und twp haben zum bgga sicher auch eine meinung
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  11. #10
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    Wie siehts aus wenn man eh ohne Keller bauen will? Bodengutachten vor Kauf: ja oder nein?
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  12. #11

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    ...wie oben beschrieben. Auch ohne Keller muß das Haus auf festem Grund stehen.

    Aussagen zur Abdichtung können ggf. entfallen.
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  13. #12

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    wird aber billiger

    weil der Baugrundgutachter 2 m beim Bohren spart
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  14. #13
    Themenstarter

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    Die Sache ist folgende: wenn wir es jetzt machen zahlen wir es selber, wenn wir es später machen übernimmt dies das Bauunternehmen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Klingt erstmal, als wäre es im Preis des Bauunternehmens schon eingepreist. Soll heißen, wenn die das _nicht_ machen, geben sie Euch bestimmt keinen entsprechenden Rabatt, oder?

    Gruß Boro
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  17. #15
    Avatar von Hansal
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    Zitat Zitat von NaMa2010 Beitrag anzeigen
    Die Sache ist folgende: wenn wir es jetzt machen zahlen wir es selber, wenn wir es später machen übernimmt dies das Bauunternehmen.
    Vom eigenen Bodengutachter Gründungsvorschlag ausarbeiten lassen!!!
    Baufirma fragen wieviel für das Bodengutachten im Preis kalkuliert war und dann herausnehmen.
    Baugrund ist Bauherrenrisiko! Nach Vertragsunterschrift steigen die Preise deutlich.

    Grüße
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