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  1. #1

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    Auswahl Wärmeerzeuger / Heizungs-Sanitärbauer

    Hallo,

    auch in Bezug auf Heizung/Sanitär hat unser Architekt ein paar Angebote eingeholt. Diese sind aber zum einen nicht vergleichbar (weil jeder einen anderen Umfang angeboten hat) und noch schwerer zu durchschauen, weil jeder Heizungsbauer einen anderen Hersteller angeboten hat und auch die Leistungsklassen deutlich verschieden sind.

    Eine EnEv-Berechnung liegt vor aber noch keine Heizlastberechnung. Diese macht (so der Archi) dann der beauftragte Heizungsbauer.

    Eine Überlegung war das Pferd gerne andersrum aufzäumen: Ich suche mir meinen Hersteller für die Wärmepumpe aus und suche mir dann einen Heizer, der diesen Hersteller verbaut. Hier lauern zwei Probleme: Die Katze, die sich in den Schwanz beisst (da noch keine Heizlast ermittelt) und zum anderen dass ich eine Top-Wärmepumpe von einem Fuscher eingebaut bekomme und hinterher nix gewonnen habe.

    Ich hatte Ende letzter Woche ein Gespräch mit einer recht kleinen Firma (was ich durchaus positiv finde), der mir sagte, der Hersteller wäre egal, die Technik drin (bis auf die elektronische Regelung) sei sowieso immer die gleiche. Stimmt das?

    Also:
    Wie sucht man am sinnvollsten den Heizungsbauer aus?

    Macht es ansonsten Sinn, sich an der Geräte-Liste des Passivhaus-Institues zu orientieren und hieraus eine WP auszuwählen?

    Für Tips sind wir wirklich dankbar!

    Gruss
    Lönni
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  2. Auswahl Wärmeerzeuger / Heizungs-Sanitärbauer

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    Hallo Lönni,

    die Heizlastberechnung kannst auch Du selber beauftragen - es gibt div. Anbieter dazu.

    I.allg. sind die WP aus ziemlich gleichen Teilen aufgebaut, zB ist meist ein Copland-Kompressor drin. Aber man kann bei der Auslegung und Verschaltung der Teile Fehler machen, obwohl es nun mal keine "rocket science" ist. Bei LWP ist noch ein etwas größerer Unterschied beim Verdampfer. Ein guter/leiser ist nunmal aufwendiger.

    Unterschiede gibt es in der Regelung oder gemäß mancher Firma in eigenen Details. Für 'ne gute WP sucht man sich keinen Heizungsbauer sondern einen spezialisierten Kältebauer.

    Aufjedenfall solltest Du das Thema Kosten des Werkskundendienstes für die Fälle der Fälle betrachten, da gab es bei dem einen oder anderen Hausbesitzer große Augen.

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3

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    Sagen wir es einmal so.
    Die beste WP nützt Dir nichts, wenn das Gesamtsystem (WP->Steuerung->Wärmeübertragung->Haus) nicht passt und in einem guten Gesamtsystem kann man mit fast jeder passenden WP gute Ergebnisse erzielen.

    1.) Heizlast des Hauses. Die sollte möglich gering sein. (30W/qm sehr ich als Maximum an)
    2.) Gut geplante FBH (geringe VL-Temperatur, vernünftige Kreislängen, hydraulischer Abgleich, keine Mischer oder sinnlosen Pufferspeicher) Takten ist weniger ein Problem der WP sondern meistens des hydraulischen Schemas.
    3.) Ein Steuerung die vernünftig parametrierbar ist, und auch dem "kundigen" Benutzer einiges einstellen lässt.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Hallo,

    auch in Bezug auf Heizung/Sanitär hat unser Architekt ein paar Angebote eingeholt. Diese sind aber zum einen nicht vergleichbar (weil jeder einen anderen Umfang angeboten hat) und noch schwerer zu durchschauen, weil jeder Heizungsbauer einen anderen Hersteller angeboten hat und auch die Leistungsklassen deutlich verschieden sind.
    Das war dann ein Fehler Deines Architekten, weil er keine Ausschreibung erstellt, sondern einfach mal "rumtelefoniert" hat. Kein Wunder wenn dann alles mögliche an Angeboten auf den Tisch flattert, und nichts vergleichbar ist.

    Architekten planen Häuser und üblicherweise keine Haustechnik. Bei einem EFH steht man dann vor dem Problem, dass ein eigener HT-Planer zu teuer wird, bzw. dieser an so einem "Kleinauftrag" kein Interesse hat.

    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Eine EnEv-Berechnung liegt vor aber noch keine Heizlastberechnung. Diese macht (so der Archi) dann der beauftragte Heizungsbauer.
    Das wäre der zweite Fehler, denn damit gibt man den HB alle Trümpfe in die Hand. Gewinnt dann derjenige der rechts unten die kleinste Zahl stehen hat, steht der Verlierer auch schon fest.....der Bauherr.

    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Eine Überlegung war das Pferd gerne andersrum aufzäumen: Ich suche mir....
    Das geht in die richtige Richtung. Du bzw. Dein Planer machen die Vorgaben. Sollte er die HT-Planung nicht auf die Reihe kriegen, dann zumindest die wichtigsten Punkte extern vergeben. Die Heizlast und die FBH Dimensionierung kann man für schmales Geld rechnen lassen. Damit wären zumindest mal die wichtigsten Eckpunkte abgesteckt.

    Ob man gleich noch den Hersteller des WE vorgeben sollte, steht auf einem anderem Blatt. Ich würde den HB die Freiheit lassen, ihr System anzubieten.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die Heizlast und die FBH Dimensionierung kann man für schmales Geld rechnen lassen. Damit wären zumindest mal die wichtigsten Eckpunkte abgesteckt.
    Super. Wer macht sowas? Wo finde ich den? Und wie bin ich sicher, dass ich eine richtige Berechnung bekomme? Und ganz nebenbei: was ist schmales Geld - 200€? 500€?

    Gruss
    Christian
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  7. #6

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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Super. Wer macht sowas? Wo finde ich den? Und wie bin ich sicher, dass ich eine richtige Berechnung bekomme? Und ganz nebenbei: was ist schmales Geld - 200€? 500€?

    Gruss
    Christian
    Google hilft. Wärmebedarfservice, Heizlastberechnung, da kriegste eine Menge Treffer.

    Abgerechnet wird üblicherweise über eine Pauschale pro Haus zzgl. ein paar Euro pro Raum. Rohrnetzberechnung, FBH Dimensionierung wird auch angeboten. Preise finden sich auch auf den Webseiten, ansonsten anrufen.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    um die 200 EUR und Google ist Dein Freund weil das Forum Werbung nicht so gerne sieht.

    Denk dran, dass Du die gewünschte Raumtemperatur (z.B. 21°C) angibst, die EnEV rechnen immer noch mit 19°C (brrr). Und ich würde den Aufheizzuschlag (Aufheizen nach Urlaub usw) weglassen, das braucht man kaum und treibt nur die Last nach oben.

    Wie von anderen schon gesagt: ich bin auch eher dafür, einen guten Heizi auszusuchen und dann die WP zu nehmen, mit der er sich auskennt -- natürlich immer in Grenzen. Denn wenn mal was ist, dann nützt Dir die beste WP nix, wenn der Kundenservice nicht taugt.

    Allerdings kenne ich auch Gegenbeispiele: der vorgeblich gute Heizi taugte dann im Ernstfall doch nix und der WP Hersteller hat die Anlage nur mit der Kneifzange angefasst, weil der Heizi Komponenten von verschiedenen Herstellern gemischt hatte.

    Gruß, Hendrik
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  9. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Hendrik42 Beitrag anzeigen
    einen guten Heizi auszusuchen
    Preisfrage - wie finde ich den? Wie kann ich das als Laie vorher beurteilen?
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  10. #9

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    Mal so als Tip:

    Zur Auswahl des Heizungsbauers brauchst Du imho nicht unbedingt die exakte Heizlast.

    Wenn du hier ein bischen rumliest, kannst du auf 1-2 kW genau schätzen. Lass dir dann ein standardisiertes Angebot von verschiedenen HB machen für zB eine Heizlast von 8kW.
    Dann kannst Du vergleichen.

    Der ausgewählte Heizie soll dann nach Auftragsvergabe die Heizlast und Rohrnetzberechnung machen -

    Ist
    a) für dich billiger und vor allem
    b) gibte es nur einen Verantwortlichen ,wenns am Schluß doch nicht warm wird .

    Hat bei mir so bestens funktioniert. Meine Schätzung lag übrigens dann gerade mal 0,5 kW neben dem späteren Berechnungsergebnis ...

    Gruß

    mag
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  11. #10

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    Ein wichtiger Hinweis kam bereits weiter oben
    Für 'ne gute WP sucht man sich keinen Heizungsbauer sondern einen spezialisierten Kältebauer.
    (Kälteanlagenbauer)

    Dann läßt Du Dir vorher ein paar Referenzen nennen und besuchst - soweit das geht - die genannten Objekte, sprichst mit den Bauherren. Da kannst Du ganz schnell die Spreu vom Weizen trennen.

    Gruß,
    Erdferkel
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  12. #11
    Avatar von OldBo
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    Naja, das ist aber mit Arbeit verbunden. da wäre ein Tip aus einem Forum doch viel schneller

    Man könnte sich auch bei der Auswahl an diese Kriterien halten oder für ein Gespräch diese Punkte im Hinterkopf haben

    Gruß

    Bruno Bosy
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  13. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Erdferkel Beitrag anzeigen
    (Kälteanlagenbauer)
    Ist schon klar. Wobei die bisher eher geringere Verbreitung mich noch ein wenig von DV/DK abhält. Aber ich werde mal in der Richtung nach Firmen suchen.

    @OldBo: Mir gings nicht um Arbeit sparen!
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  14. #13
    Avatar von fmw6502
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    @Lönni: WP ist nicht immer DV/DK.

    Auch ein Kälte(anlagen)bauer kann Dir alle Varianten von Luft über Wasser, Sole bis hin zur DV liefern...

    Gruß
    Frank Martin
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Also meiner Meinung nach sollte es auch ein guter Heizungsbauer hinbekommen, dir eine WP ins Haus zu stellen.

    Erfahrung in dem Bereich sollte er natürlich haben.

    Ich würde auch einen der größeren Hersteller empfehlen, die übernehmen dann auch - falls gewünscht - teilweise die Planungsleistung.

    Eine Heizlastberechnung würde ich trotzdem vorher durchführen lassen.
    Hat uns ca. 150 EUR gekostet. Google mal nach "Wärmebedarfsservice".
    Du brauchst nur die U-Werte aller Bauteile, die findest du im ENEV Nachweis.

    Dann kannst du auch schon gleichzeitig die unfähigen Heizis aussieben: Wenn einer dir bei 6 kW Heizlast eine 12 kW LW-WP andrehen will, kannst du ihn direkt in die Wüste schicken.
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  17. #15
    planfix
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    der Hersteller wäre egal, die Technik drin (bis auf die elektronische Regelung) sei sowieso immer die gleiche. Stimmt das?
    jain.
    kompressoren und tauscher sind schon standardbauteile der kältetechnik, alles andere sowieso, nur lassen sich hier verschiedene hersteller ein bisschen eigene kreativität nicht nehmen.
    ventile und fühler gibt es eine vielzahl am markt, auch in verschiedener qualität .

    ich war schier verblüfft, was große deutsche hersteller, in ihren anlagen haben .
    vom billigen kühlschrankfühler als frostwächter angefangen.
    es ist doch schön, dass wir deutschen z.b. durch die automobilindutrie eine recht hohe meinung von "unserer" technik haben.
    aus diesem grund sind importe manchmal gar nicht schlecht. im ausland wurde diese technik in den letzten 40 jahren schon verfeinert, dies wurde hier, nach beendigung der ölkriese in den 70-ern vergessen.
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